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"Gottesliebe und Nächstenliebe gehören zusammen" - Georg Müller-Glunz im Gespräch
21.08.2026 | 12 Min.Im Fokus der Auslegung steht das Doppelgebot der Liebe aus dem Matthäusevangelium (Mt 22,34-40). Der Weihekandidat Georg Müller-Glunz erklärt, warum Gottesliebe und Nächstenliebe untrennbar zusammengehören und sich gegenseitig bedingen. Christlicher Glaube zeige sich nicht nur im Gebet oder Gottesdienst, sondern ebenso im Umgang mit anderen Menschen. Die Folge macht deutlich: Das Fundament des Christseins ist die Liebe zu Gott und zum Mitmenschen. Aus ihr entstehen Glaubwürdigkeit, Barmherzigkeit und das konkrete Handeln im Alltag.Aus dem Matthäus Evangelium:In jener Zeit, als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie bei ihm zusammen. Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn: Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten. (Mt 22,34-40) (© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)- In dieser Ausgabe erzählt Georg Müller-Glunz von den Erfahrungen, die ihn geprägt haben, und von seiner Motivation, Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen. Anschließend steht das Gleichnis vom königlichen Hochzeitsmahl (Mt 22,1-14) im Mittelpunkt. Er deutet die Einladung zur Hochzeit als Bild für Gottes Ruf an alle Menschen. Die entscheidende Frage sei, wie jeder Einzelne auf diese Einladung reagiert. Das Hochzeitsgewand versteht er als Symbol für Glauben, Umkehr und die Bereitschaft, das eigene Leben von Christus prägen zu lassen. Die Folge betont Gottes Offenheit gegenüber allen Menschen und die Verantwortung, den Ruf Gottes bewusst anzunehmen.Aus dem Matthäus Evangelium:In jener Zeit erzählte Jesus den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der die Hochzeit seines Sohnes vorbereitete. Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen. Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Mein Mahl ist fertig, die Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit! Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden, wieder andere fielen über seine Diener her, misshandelten sie und brachten sie um. Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen. Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren es nicht wert eingeladen zu werden. Geht also hinaus auf die Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein. Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen, die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen. Als sie sich gesetzt hatten und der König eintrat, um sich die Gäste anzusehen, bemerkte er unter ihnen einen Mann, der kein Hochzeitsgewand anhatte. Er sagte zu ihm: Mein Freund, wie konntest du hier ohne Hochzeitsgewand erscheinen? Darauf wusste der Mann nichts zu sagen. Da befahl der König seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen. Denn viele sind gerufen, aber nur wenige auserwählt. (Mt 22,1-14) (© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
- Georg Müller-Glunz spricht im "Blick in die Bibel" heute über seine bevorstehende Diakonenweihe und persönliche Wege, mit Nervosität umzugehen. Zudem gewährt er Einblicke in Freizeit, Familie und prägende Lebenserfahrungen. Im Zentrum steht das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20,1-16a). Dabei geht es um Gottes Gerechtigkeit, die sich nicht an menschlichen Leistungsmaßstäben orientiert. Er ist überzeugt, dass Gottes Gnade allen offensteht, unabhängig vom Zeitpunkt der Berufung. Das Evangelium lädt dazu ein, Neid zu überwinden, dankbar auf das eigene Leben zu schauen und sich über das Gute zu freuen, das anderen geschenkt wird.Aus dem Matthäus Evangelium:In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen sein Haus verließ, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben. Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg. Um die dritte Stunde ging er wieder auf den Markt und sah andere dastehen, die keine Arbeit hatten. Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist. Und sie gingen. Um die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder auf den Markt und machte es ebenso. Als er um die elfte Stunde noch einmal hinging, traf er wieder einige, die dort herumstanden. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum? Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter, und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den Letzten, bis hin zu den Ersten. Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar. Als dann die Ersten an der Reihe waren, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten nur einen Denar. Da begannen sie, über den Gutsherrn zu murren, und sagen: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt; wir aber haben den ganzen Tag über die Last der Arbeit und die Hitze ertragen. Da erwiderte er einem von ihnen: Mein Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart? Nimm dein Geld und geh! Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir. Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich zu anderen gütig bin? So werden die Letzten die Ersten sein und die Ersten die Letzten. (Mt 20,1-16a) (© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
- In dieser Folge von „Blick in die Bibel" spricht Georg Müller-Glunz aus Münster über seinen Weg zum Diakonat mit Zivilberuf. Er erzählt von seiner Berufung, seinem kirchlichen Engagement und seinen Vorstellungen vom künftigen Dienst, insbesondere in der Begleitung von Menschen am Lebensende. Im Mittelpunkt der Bibelauslegung steht das Evangelium vom Kamel und dem Nadelöhr (Mt 19,23-30). Müller-Glunz erläutert, warum Besitz nicht das Problem ist, wohl aber die Gefahr, sein Vertrauen auf Reichtum statt auf Gott zu setzen. Die Botschaft: Der Mensch kann sich nicht selbst erlösen, doch Gottes Gnade macht möglich, was menschlich unmöglich erscheint.Aus dem Matthäus Evangelium:In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Amen, das sage ich euch: Ein Reicher wird nur schwer in das Himmelreich kommen. Nochmals sage ich euch: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt. Als die Jünger das hörten, erschraken sie sehr und sagten: Wer kann dann noch gerettet werden? Jesus sah sie an und sagte zu ihnen: Für Menschen ist das unmöglich, für Gott aber ist alles möglich. Da antwortete Petrus: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen? Jesus erwiderte ihnen: Amen, ich sage euch: Wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron der Herrlichkeit setzt, werdet ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen. Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein. (Mt 19,23-30) (© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
- Im heutigen „Blick in die Bibel“ geht es um die Begegnung Jesu mit dem reichen Jüngling (Mt 19,16-22). Georg Müller-Glunz aus Münster, Finanzexperte und angehender Diakon, spricht über die Sehnsucht nach einem erfüllten Leben, das über die bloße Einhaltung von Geboten hinausgeht. Im Zentrum steht die Frage: Was hält uns davon ab, Jesus wirklich nachzufolgen? Dabei geht es nicht nur um Geld und Besitz, sondern auch um Dinge wie Anerkennung, Bequemlichkeit, Erfolg oder den Wunsch, Recht zu behalten. Müller-Glunz deutet Jesu Aufforderung zum Loslassen als Einladung, innere Freiheiten zu gewinnen und Gott mehr zu vertrauen. Nachfolge bedeutet nicht unbedingt, alles aufzugeben, wohl aber zu prüfen, woran das eigene Herz hängt.Aus dem Matthäus Evangelium: In jener Zeit kam ein Mann zu Jesus und fragte: Meister, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Er antwortete: Was fragst du mich nach dem Guten? Nur einer ist 'der Gute'. Wenn du aber das Leben erlangen willst, halte die Gebote! Darauf fragte er ihn: Welche? Jesus antwortete: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen; ehre Vater und Mutter! Und: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! Der junge Mann erwiderte ihm: Alle diese Gebote habe ich befolgt. Was fehlt mir jetzt noch? Jesus antwortete ihm: Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib das Geld den Armen; so wirst du einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach. Als der junge Mann das hörte, ging er traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen. (Mt 19,16-22) (© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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