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- Wenn das Wochenende vor der Tür steht, sind Monsignore Wolfgang Huber Rituale und feste Zeiten sehr wichtig. Gerade die Gebetszeiten erlebt er als Möglichkeit, zu entdecken, dass gerade die Dinge, die uns stressig und wichtig vorkommen, nach einem kurzen Innehalten deutlich besser von der Hand gehen. Der Bibeltext erzählt von einem Gleichnis Jesu. Darin fragt er: Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht? Monsignore Huber denkt, dass eine gut gemeinte Kritik trotzdem erlaubt ist, wenn sie aus liebender Geste heraus ausgesprochen wird. "Wenn ein anderer spürt, dass das, was ich ihm jetzt sage, deshalb geschieht, weil ich ihn gerne mag, dann kann man solche Dinge leichter annehmen", so Huber. Neugierig geworden? Jetzt reinhören in "Blick in die Bibel"!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit sprach Jesus in Gleichnissen zu seinen Jüngern: Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in eine Grube fallen? Ein Jünger steht nicht über dem Meister; jeder aber, der alles gelernt hat, wird wie sein Meister sein. Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht? Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen!, während du selbst den Balken in deinem Auge nicht siehst? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du zusehen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen. (Lk 6,39-42)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
- Monsignore Wolfgang Huber ist in den Bergen zu Hause. Geboren in Reit im Winkl fühlt er sich den Bergen verbunden und verbringt seine Freizeit gerne mit Skifahren und Bergwandern. Man könne die Schönheit unserer Welt in ganz besonderer Weise entdecken, findet er. Im Evangelium spricht Jesus von der Feindesliebe. Der Text lädt zum Nachdenken ein, findet Huber: Wo können wir barmherzig sein? Wo können wir nicht nur auf uns schauen, sondern anderen entgegenkommen? Den anderen Menschen ins Gebet einschließen kann uns dabei helfen - und natürlich das bekannte Schubladendenken vermeiden. Neugierig geworden? Jetzt reinhören in "Blick in die Bibel"!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euch, die ihr zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen! Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch beschimpfen! Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halt auch die andere hin und dem, der dir den Mantel wegnimmt, lass auch das Hemd! Gib jedem, der dich bittet; und wenn dir jemand das Deine wegnimmt, verlang es nicht zurück! Und wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut auch ihr ihnen! Wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Dank erwartet ihr dafür? Denn auch die Sünder lieben die, von denen sie geliebt werden. Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, welchen Dank erwartet ihr dafür? Das tun auch die Sünder. Und wenn ihr denen Geld leiht, von denen ihr es zurückzubekommen hofft, welchen Dank erwartet ihr dafür? Auch die Sünder leihen Sündern, um das Gleiche zurückzubekommen. Doch ihr sollt eure Feinde lieben und Gutes tun und leihen, wo ihr nichts zurückerhoffen könnt. Dann wird euer Lohn groß sein und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn auch er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden! Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden! Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden! Gebt, dann wird auch euch gegeben werden! Ein gutes, volles, gehäuftes, überfließendes Maß wird man euch in den Schoß legen; denn nach dem Maß, mit dem ihr messt, wird auch euch zugemessen werden. (Lk 6,27-38)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
"Die Verheißung Gottes leuchtet allen Menschen" – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber
09.09.2026 | 6 Min.Monsignore Wolfgang Huber hat eine Zeit lang als Religionslehrer an einem Gymnasium gearbeitet. Ihn freut es, wenn er sieht, dass Kinder und Jugendliche aus dem Religionsunterricht etwas mitnehmen können. Besonders schön ist es dann, wenn Erwachsene anrufen, die er damals unterrichtet hat, und ihn fragen, ob er sie kirchlich trauen könnte, erzählt Huber.Jesus spricht im Evangelium mit seinen Jüngern und sagt: Selig sind die Armen, die Hungernden und Weinenden, die Ausgestoßenen. Ihr Lohn im Himmel würde groß sein. "Selig sein" ist hier kein moralischer Aufruf, sagt Huber. Es ist eher eine Feststellung von Jesus. Er will uns mitteilen, dass "die Verheißung Gottes allen Menschen leuchtet" - insbesondere denen, die im Schatten stehen.Neugierig geworden? Jetzt reinhören in "Blick in die Bibel"!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit richtete Jesus seine Augen auf seine Jünger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes. Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet gesättigt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und wenn sie euch ausstoßen und schmähen und euren Namen in Verruf bringen um des Menschensohnes willen. Freut euch und jauchzt an jenem Tag; denn siehe, euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht.Doch weh euch, ihr Reichen; denn ihr habt euren Trost schon empfangen. Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen. Weh, wenn euch alle Menschen loben. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht. (Lk 6,20-26)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)"Was kann der Wille Gottes für uns und für unser Leben sein?" – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber
08.09.2026 | 8 Min.Überall auf der Welt gibt es Kriege. Monsignore Wolfgang Huber denkt, dass die Menschen häufig nur auf sich selbst schauen und dadurch eine abgrenzende Haltung einnehmen. Die Würde des Menschen steht oft nicht im Mittelpunkt, auch aus machtpolitischen Gründen. Christinnen und Christen haben hier ein verbindendes Moment, sagt Huber, weil sie über Ethnien und Territorien hinweg überall auf der Welt miteinander verbunden sind. Im Evangelium wird der Ursprung Jesu Christi dargelegt. Die Aufzählung der vielen Namen - von Abraham bis hin zu Jesus selbst - zeigt uns die Geschichte Israels und wie Jesus in diesem Gottesvolk verwurzelt ist, sagt Monsignore Huber. Am Ende des Textes wird erzählt, dass Josef Maria eigentlich verlassen wollte. Ein Engel hält ihn davon ab und erzählt ihm, dass Maria ein Kind vom Heiligen Geist erwartet. Heute lädt uns dieser Text dazu ein, aufmerksam zu sein, so Huber. "Was kann der Wille Gottes für uns und für unser Leben sein?"Neugierig geworden? Jetzt reinhören in "Blick in die Bibel"!Aus dem Evangelium nach Matthäus:Buch des Ursprungs Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams: Abraham zeugte den Isaak, Isaak zeugte den Jakob, Jakob zeugte den Juda und seine Brüder. Juda zeugte den Perez und den Serach mit der Tamar. Perez zeugte den Hezron, Hezron zeugte den Aram, Aram zeugte den Amminadab, Amminadab zeugte den Nachschon, Nachschon zeugte den Salmon. Salmon zeugte den Boas mit der Rahab. Boas zeugte den Obed mit der Rut. Obed zeugte den Isai, Isai zeugte David, den König. David zeugte den Salomo mit der Frau des Urija. Salomo zeugte den Rehabeam, Rehabeam zeugte den Abija, Abija zeugte den Asa, Asa zeugte den Joschafat, Joschafat zeugte den Joram, Joram zeugte den Usija. Usija zeugte den Jotam, Jotam zeugte den Ahas, Ahas zeugte den Hiskija, Hiskija zeugte den Manasse, Manasse zeugte den Amos, Amos zeugte den Joschija. Joschija zeugte den Jojachin und seine Brüder; das war zur Zeit der Babylonischen Gefangenschaft. Nach der Babylonischen Gefangenschaft zeugte Jojachin den Schealtiël, Schealtiël zeugte den Serubbabel, Serubbabel zeugte den Abihud, Abihud zeugte den Eljakim, Eljakim zeugte den Azor. Azor zeugte den Zadok, Zadok zeugte den Achim, Achim zeugte den Eliud, Eliud zeugte den Eleasar, Eleasar zeugte den Mattan, Mattan zeugte den Jakob. Jakob zeugte den Josef, den Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus genannt wird. Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Siehe: Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns. (Mt 1,1-16.18-23)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)Die Gestaltung des Sonntags im Blick haben – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber
07.09.2026 | 7 Min.Monsignore Wolfgang Huber ist im oberbayerischen Reit im Winkl geboren und schon mit Mitte 20 zum Priester geweiht worden. Als Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks missio in München sieht er viel von der Welt und zieht Kraft aus den Begegnungen mit den Menschen, denen er begegnet. Im Evangelium lehrt Jesus am Sabbat in einer Synagoge und heilt dort auch einen Mann. Die Pharisäer sehen das als Grund zur Anklage, denn der Sabbat soll der Tag der Ruhe sein - auch Heilen ist verboten. Monsignore Huber findet, dass das eher eine falsche Auffassung ist. "Ein Heilen an und für sich wird von den Schriftgelehrten als Möglichkeit gesehen, dass jemand tätig wird", sagt er. Die Zuwendung Gottes zu den Menschen an einem Sabbat zu verkünden sei eigentlich nicht verboten. Wenn es um unseren Ruhetag, um den Sonntag, geht, sollten wir weniger den Fokus auf die Ruhe legen, sondern eher auf die Gestaltung des Sonntags, sagt Huber. Wo kann der Sonntag eine Möglichkeit sein, dass auch wir uns der Vollendung der Schöpfung bewusst werden? Außerdem sollten wir am Sonntag auch dankbar auf die vielen Menschen schauen, die an diesem Ruhetag für uns arbeiten, beispielsweise in Krankenhäusern. Neugierig geworden? Jetzt reinhören in "Blick in die Bibel"!Aus dem Evangelium nach Lukas:An einem Sabbat ging Jesus in die Synagoge und lehrte. Dort war ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber gaben Acht, ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. Er aber kannte ihre Gedanken und sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Der Mann stand auf und stellte sich hin. Dann sagte Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Ist es am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder zugrunde zu richten? Und er sah sie alle der Reihe nach an und sagte dann zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er tat es und seine Hand wurde wiederhergestellt. Sie aber in ihrem Unverstand berieten sich untereinander, was sie gegen Jesus unternehmen könnten. (Lk 6,6-11)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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