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  • literaturcafe.de - Bücher lesen, Bücher schreiben

    Schreiben über Trauer: Barbara Pachl-Eberhart über »Vier minus drei«

    17.04.2026
    2008 verlor Barbara Pachl-Eberhart bei einem Verkehrsunfall an einem unbeschrankten Bahnübergang ihren Mann und ihre beiden Kinder. 2010 erschien ihr Buch »Vier minus drei«, in dem sie schilderte, wie sie dieses schreckliche Unglück verarbeitete und wieder zurück ins Leben fand. Sie habe, so sagt sie im Gespräch mit Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de, damals das Buch geschrieben, das sie vergeblich gesucht hat. Ein Buch, das Menschen in ähnlichen Situationen Mut machen soll. Sie wollte kein Buch lesen oder schreiben, das mit der Haltung des Haderns oder Aufbegehrens geschrieben ist. Sie wollte sich nicht ihr »Schicksal von der Seele schreiben«, sondern von dem Momente berichten, als sie wieder Licht gesehen und die Dinge verstanden habe.

    Heute arbeitet Barbara Pachl-Eberhart unter anderem als Trauerbegleiterin und Schreibtrainerin für autobiografisches Schreiben. Trauer, Tod, Krankheiten oder die verlorene Liebe sind oft ein Anlass, das erlebte für sich oder andere niederzuschreiben. Aber wie geht man das an? Und wie entsteht daraus vielleicht ein Text, der mehr ist als eine therapeutische Maßnahme und als Buch erscheint?

    »Die größte Kunst oder das Schwierigste beim biografischen Erzählen ist, dass man eigentlich sich traut, noch mal jünger und auch unreifer zu werden beim Schreiben. Ich kann nicht ein Buch beginnen mit etwas, was vor zwei Jahren passiert ist, als die Gescheite oder Gereifte, die ich heute bin. Sondern ich muss mich trauen, mich noch mal so zu zeigen, wie ich damals war«, sagt Barbara Pachl-Eberhart.

    Unter der Regie von Adrian Goiginger und mit Valerie Pachner und Robert Stadlober in den Hauptrollen, wurde das Buch »Vier minus drei« verfilmt und läuft ab 16. April 2026 in den Kinos an.

    Wie ist es für Barbara Pachl-Eberhart, 18 Jahre später das Ganze als Film anzusehen? Auch darüber berichtet sie im Podcast.

    Und wer angesichts der Schwere des Themas den Film lieber nicht ansehen möchte, dem macht die Autorin am Schluss des Gesprächs Mut: Natürlich sei es ein trauriger Film, aber auch eine Liebesgeschichte und ein Film über den Mut, der in uns allen steckt.
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    »Ich erzähle von meinen Beinen« - Ein Gespräch mit Cornelia Travnicek

    13.04.2026 | 18 Min.
    Walburga, genannt Walli, ist Mitte 40, Mutter, berufstätig – und denkt an alles. Irgendwann sogar daran, wie man geht. Das Buch kreist um Mental Load, Neurodivergenz und eine ADHS-Diagnose, die Wallis Tochter bekommt und die die Mutter mehr beschäftigt, als ihr lieb ist.

    Warum ADHS bei Frauen oft unentdeckt bleibt, was die ungewöhnliche Typografie des Romans leistet, wie Cornelia Travnicek ein Buch dreimal von Grund auf umbaut und was es mit dem »Schwingungstiger« auf sich hat, den Walli in ihrem Mann sieht – das erzählt Cornelia Travnicek im Podcast des literaturcafe.de.

    Cornelia Travnicek war schon früher zu Gast im Podcast des literaturcafe.de: 2020 sprach sie im Podcast des literaturcafe.de über »Feenstaub«, der auf der Shortlist des Österreichischen Buchpreises stand, und 2015 gab es auf der Frankfurter Buchmesse ein Gespräch über ihren Roman »Junge Hunde«.

    Hören Sie das vollständige Gespräch mit Cornelia Travnicek im Podcast des literaturcafe.de. Geführt wurde es am 20. März 2026 auf der Leipziger Buchmesse.
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    Schreiben mit Sebastian Fitzek: Annika Strauss über den Horror-Thriller REM

    31.03.2026 | 27 Min.
    Wolfgang Tischer hat sich im Podcast des literaturcafe.de ausführlich mit Annika Strauss über »REM« unterhalten.

    Sebastian Fitzek feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Autoren-Jubiläum. Doch bei seinem aktuellen Horror-Thriller »REM« steht sein Name nur an zweiter Stelle. Geschrieben hat er den Roman gemeinsam mit Annika Strauss. Und sofort nach Erscheinen landete der Horror-Thriller auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerlist.

    Annika Strauss' Debüt-Roman war der Thriller »Nachtfahrt«. Wie kam es dazu, dass sie ihr zweites Werk gleich zusammen mit dem deutschen Thriller-Meister geschrieben hat? Die Antwort gibt ein klein wenig die Widmung in diesem Buch – und die Autorin im Podcast des literaturcafe.de.

    Die Idee zu REM (Albträume werden Wirklichkeit!) trug Sebastian Fitzek schon seit 13 Jahren mit sich herum. Doch weil die Idee zwingend in eine Horrorgeschichte führte, suchte der Thriller-Star eine Koautorin – und fand sie in Annika Strauss.

    Dass ausgerechnet sie die Richtige war, ist keine Überraschung, wenn man ihren Werdegang kennt: Annika Strauss hat über 30 Low-Budget-Horrorfilme als Schauspielerin gedreht, irgendwann angefangen, die Drehbücher selbst zu optimieren, und schließlich ihren Weg zur Romanautorin gefunden.

    Im Gespräch auf der Leipziger Buchmesse erzählt sie, wie diese ungewöhnliche Biografie zwischen Geisterbahn, Schauspielschule und Schreibtisch sie zur idealen Partnerin für dieses Projekt machte – und warum Horror als Genre für sie einer Achterbahnfahrt gleicht.

    Strauss gibt Einblicke in die konkrete Zusammenarbeit des Autorenduos – echtes gemeinsames Schreiben bis auf Satzebene, nicht bloße Arbeitsteilung – und wir sprechen auch über die parallel erschienene und aufwendig produzierte Audible-Hörspielfassung mit Luna Wedler in der Hauptrolle.

    Hören Sie das vollständige Gespräch mit Annika Strauss über den gemeinsam mit Sebastian Fitzek geschriebenen Horror-Thriller »REM« im Podcast des literaturcafe.de. Geführt wurde es am 20. März 2026 auf der Leipziger Buchmesse
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    Norbert Gstrein über seinen Roman »Im ersten Licht«

    25.03.2026 | 26 Min.
    Wolfgang Tischer hat sich für den Podcast des literaturcafe.de mit Norbert Gstrein über die Entstehung des Werkes und die ambivalente Hauptfigur Adrian Reiter unterhalten.

    »Im ersten Licht«, erschienen im Hanser Verlag, gehörte zu den fünf nominierten Romanen für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026 und das Gespräch entstand kurz vor der Preisverleihung. Im Interview auf der Messe erzählt Norbert Gstrein, wie ihn die britische Perspektive auf den Ersten Weltkrieg seit den 1990er Jahren nicht mehr losgelassen hat – eine Obsession, die sich in jahrzehntelanger Lektüre niederschlug und schließlich zur Keimzelle des Romans wurde. Warum musste der Blick auf den Krieg zwingend der eines Mannes sein, der selbst nicht gekämpft hat? Und was haben die britischen Kriegslyriker Wilfred Owen, Siegfried Sassoon und Robert Graves mit den Albträumen seiner Hauptfigur zu tun?

    Roman »Im ersten Licht« von Norbert Gstrein, erschienen im Hanser Verlag
    Roman »Im ersten Licht« von Norbert Gstrein, erschienen im Hanser Verlag
    Gstrein spricht über seine bewusste Entscheidung gegen eine sympathische Identifikationsfigur: Adrian Reiter ist kein Held, kein Widerstandskämpfer, sondern ein Mitläufer – einer, der sich chamäleonartig durch das 20. Jahrhundert laviert. Gerade darin liegt für Gstrein die eigentliche Herausforderung an die Lesenden: Wie schnell und wie billig beantworten wir die Frage, was wir »damals« wohl getan hätten? Positive Romanfiguren machen es uns leicht, moralisch korrekt zu antworten. Aber so leicht will es Gstrein den Lesenden nicht machen.

    Im Mittelpunkt des Romans stehen drei junge Männer, die in den Kriegen des vergangenen Jahrhunderts gekämpft haben und denen Adrian auf unterschiedliche Weise begegnen wird und die sein Leben für immer verändern werden.

    Außerdem geht es im Gespräch um Norbert Gstreins Arbeitsmethode – das lineare Schreiben, das Vertrauen in frühe Setzungen, die sich später erfüllen, die Suche nach dem richtigen Erzählton. Und warum wird im Roman bei jeder Jahreszahl erwähnt, dass die Hauptfigur nur ein Jahr jünger als das Jahrhundert ist?

    Hören Sie das vollständige Gespräch mit Norbert Gstrein über seinen Roman »Im ersten Licht« im Podcast des literaturcafe.de. Geführt wurde es am 19. März 2026 auf der Leipziger Buchmesse

    Norbert Gstrein: Im ersten Licht. Gebundene Ausgabe. 2026. Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG. ISBN/EAN: 9783446282971. 27,00 €
  • literaturcafe.de - Bücher lesen, Bücher schreiben

    Podcast: Hannah Häffner über ihren Roman »Die Riesinnen«

    09.03.2026 | 45 Min.
    Für den Podcast des literaturcafe.de sprach Wolfgang Tischer mit Hannah Häffner über die Entstehung des Romans.

    Obwohl gelegentlich zu lesen, ist »Die Riesinnen« kein Debüt-Roman. Begonnen hat Hannah Häffner mit Krimis, die an der Nord- und Ostsee spielten. Doch irgendwann, so Hannah Häffner im Podcast-Gespräch, habe sie gemerkt, dass sie viele Geschichten im Kopf habe, die im Krimi-Genre einfach nicht erzählen werden konnten. Und irgendwie war klar, dass die Geschichte dreier Frauen im Schwarzwald spielen sollte. Hannah Häffner, in Heidelberg geboren, lebte einige Jahre in Hamburg, bevor sie wieder zurück nach Baden-Württemberg zog.

    Buch: Hannah Häffner: Die Riesinnen (Penguin Verlag)

    »Bei den drei Riesinnen hatte ich das Gefühl, da steckt so viel drin, dass ich damit wirklich die Seiten füllen kann und die Jahre da verbringen kann«, sagt Häffner.

    Wie kam Hannah Häffner zum Schreiben? Wie hat sie die stimmige Sprache für ihre Geschichte entwickelt? Auch über die Recherche im Schwarzwald berichtet Hannah Häffner im Podcast: Warum eine Testleserin die Tomaten vom Frühstückstisch verbannte und wie die Autorin in die Geschichte der Region eintauchte und selbst neues erfahren hat. So habe sie vom Widerstand gegen das geplante Atomkraftwerk Wyhl erst bei der Recherche erfahren und sofort beschlossen, dass eine ihrer Protagonistinnen dort vor Ort sein sollte.

    Was hat Hannah Häffner ansonsten noch bei ihren Recherchen überrascht? Und wie vermeidet man bei Schwarzwald-Setting den Kitsch?

    Hören Sie das vollständige Gespräch mit der Autorin Hannah Häffner über ihren Roman »Die Riesinnen« im Podcast des literaturcafe.de.

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