Bevor es nach zum Unknown Race nach Spanien geht, gibt es eine kurze Bestandsaufnahme. Flos Hand – ein Küchenmesser, ein Kabelbinder, eine vermeidbare Wunde – hat ihn nach 94 von 150 Kilometern beim Wörthersee Gravel zur Aufgabe gezwungen. Die Quali zur WM in Australien, mit der er kurz geliebäugelt hatte, ist damit aus mehreren Gründen kein Thema.
Christoph bringt dazu eine Fanpost, die unsere Herzen berührt und viel Freude bringt: Die fünfjährige Marie hört Sitzfleisch, hat ein Woom und will mit Zelt und Schlafsack auf Biketour.
Aber jetzt zum Rennen: Startort Reus, eine Stunde südlich von Barcelona, direkt hinter der Küste in einer Gegend, die aussieht wie eine Mischung aus Colorado und Katalonien. Das Unknown Race 2025 findet zum ersten Mal in Spanien statt – und damit endlich bei Bedingungen, die der Community jahrelang gefehlt haben. Keine Schneefahrbahn auf Alpenpässen, kein Hagel in den Bergen, kein Dauerregen in der Nacht. Dafür: Wind. Brutaler, anhaltender Wind, der Christoph auf dem Weg zum ersten Checkpoint an seine Grenzen bringt.
Christoph erzählt von seiner Vorbereitung: radikal weniger Gepäck als in den Jahren zuvor, ein neu montierter Flaschenhalter aus dem Triathlon-Bereich, den er bewusst bisher nicht öffentlich gezeigt hat und der eine mit Kohlehydrat Pulver gefüllte Flasche trägt.
Dazu eine klare Entscheidung für Bikerouter als einziges Tool zur Routenplanung – einmal planen, drauf vertrauen, nicht mehr herumüberlegen. Bei einem Treffen mit Uba kurz vor dem Start gibt es auch noch etwas Insider Wissen: die Pyrenäen werden sicher nicht auf der Strecke liegen, denn dort liegt noch zu viel Schnee, die meisten Pässe sind gesperrt.
Die Episode endet kurz vor Checkpoint 2 – mitten in einer bilderbuchhaften Tallandschaft mit Serpentinen, Stausee und irrem Gegenwind. Was danach passiert, folgt nächste Woche.