Seit ChatGPT 2022 gelauncht wurde und einen Hype um künstliche
Intelligenz (KI) auslöste, kann man die Welt grob in drei Typen
aufteilen:
- Die Menschen in der ersten Gruppe lassen längst ihr ganzes Leben von
einer Agentic AI optimieren und zählen bange ihre verbliebenen
Tokens. Sie sind ganz vorn bei KI dabei.
- Die Menschen in Gruppe zwei verstehen zwar den Satz über Gruppe eins
nicht. Aber sie haben ChatGPT 2022 einmal ausprobiert und wissen
seitdem ganz sicher: KI ist völlig überbewertet, komme, was wolle.
Damit muss man sich nicht befassen.
- Den Menschen in Gruppe drei wiederum ging es lange so ähnlich wie
Gruppe zwei. Doch spätestens seit der Programmierer Matt Shumer
Anfang 2026 in einem viral gegangenen Text schrieb, die KI habe
wichtige Teile seines Jobs übernommen und so werde es bald allen
gehen, haben die in Gruppe drei das Gefühl: Oh, ich hab etwas
verpasst. Nur wie schließt man jetzt seine Wissenslücken, ohne
peinlich aufzufallen?
An diese Leute, die endlich bei KI mitreden und mitmachen wollen,
richtet sich die neue Folge von Geht da noch was?, dem
Optimierungspodcast der ZEIT. Die Moderatorinnen Lisa Hegemann und Rose
Tremlett sprechen darüber, wie man KI sinnvoll in seinem Alltag
einsetzt.
Zu Gast ist ein ganz besonderer Experte: Sebastian Horn. Der
stellvertretende Chefredakteur der ZEIT hat Geht da noch was? einst
mitbegründet. Nun kehrt er in seiner zusätzlichen Rolle als Director AI
der ZEIT zurück. Er erklärt, welches Sprachmodell für welche Zwecke
sinnvoll ist, warum es gar nicht mehr so wichtig ist, was man die KI
fragt, und wie man KI wirklich in seinen Alltag integriert.
Außerdem berichtet der ZEIT-Digitalredakteur und Neustart-Host Henrik
Oerding, wie er sich eine eigene Website mit Claude Code programmiert
hat. Und unser Autor David Will gibt einen Einblick, wie er sich einen
KI-Assistenten gebaut hat – und warum er das nicht uneingeschränkt
empfehlen kann.
Dank geht an dieser Stelle an Paulina. Das ist die Hörerin, die die Idee
für diese Folge eingebracht hat. Ihr habt auch ein Thema? Dann schreibt
es uns doch an gehtdanochwas@zeit.de.
Im ZEIT-Podcast »Geht da noch was?« suchen Rose Tremlett und Lisa
Hegemann Tipps für ein leichteres und entspannteres Leben. Sie sprechen
dafür mit Vorbildern sowie Expertinnen und wühlen sich durch Bücher wie
Studien. Jeden zweiten Montag erscheint eine neue Folge.
Weiterführende Links und (im Podcast erwähnte) Lektüre:
- Der Programmierer Matt Shumer hat kürzlich eine Debatte ausgelöst.
In einem Text beschreibt er, wie schnell sich KI weiterentwickelt
und wie wir uns darauf vorbereiten. Den ganzen Text kann man hier
auf Englisch lesen: Something Big Is Happening.
- Der ZEIT-Kollege Henrik Oerding hat mit der KI von Anthropic, Claude
Code, seine Website neu programmiert. Hier erklärt er im Detail, wie
er das gemacht hat und worauf man achten muss: Hey Claude, mach mich
zum Programmierer.
- Der ZEIT-Volontär David Will hat dem KI-Programm OpenClaw die
Kontrolle über seinen Rechner überlassen. Hier berichtet er
ausführlich von dem Experiment: Mein KI-Assistent regelt das. Oder
er räumt mein Konto leer.
- Der KI-Podcast des BR hat kürzlich die Frage gestellt: Prompten wir
alle falsch?
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