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Elektroauto-News Podcast: Einordnung zur Elektromobilität

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Elektroauto-News Podcast: Einordnung zur Elektromobilität
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  • Elektroauto-News Podcast: Einordnung zur Elektromobilität

    Was Deutschland von Dänemarks E-Auto-Politik lernen kann

    07.06.2026 | 47 Min.
    Dänemark hat in den vergangenen Jahren ein Tempo bei der Elektromobilität vorgelegt, das aus deutscher Perspektive fast unwirklich wirkt. Vor acht Jahren waren weniger als 10.000 E-Autos auf dänischen Straßen unterwegs, heute sind es mehr als 600.000. Jedes fünfte Auto im Land fährt vollelektrisch, es gibt inzwischen mehr Stromer als Diesel-Pkw, und der Branchenverband Mobility Denmark rechnet damit, dass Dänemark die Marke von einer Million E-Autos bereits in den kommenden Jahren überschreitet. Wie konnte das gelingen? Genau dieser Frage gehe ich in der aktuellen Folge des Elektroauto-News-Podcasts gemeinsam mit Ilyas Dogru nach.

    Ilyas ist Chefberater und Verbraucherökonom beim FDM, dem dänischen Pendant zum ADAC. Seit acht Jahren beobachtet und kommentiert er den dänischen Markt rund um Elektromobilität, Steuerpolitik und Ladeinfrastruktur. Wir treffen uns für das Gespräch in Kopenhagen und fahren anschließend gemeinsam zu mehreren Ladepunkten, um nicht nur über den dänischen Markt zu reden, sondern ihn direkt zu sehen.

    Im Gespräch arbeiten wir die Bausteine des dänischen Erfolgs heraus. Wir sprechen über die Zulassungssteuer, die fossile Pkw mit bis zu 150 Prozent belegt und Stromer im Gegenzug spürbar entlastet. Wir schauen auf die Stromsteuer-Erstattung beim Heimladen, die das Fahren zusätzlich verbilligt. Wir diskutieren den dänischen Lademarkt mit über 60.000 öffentlichen Ladepunkten, mehr als 7000 Schnellladern und Marktpreisen von rund 47 Cent ad hoc – und werfen einen Blick zurück auf eine Zeit, die Ilyas selbst als Wilden Westen bezeichnet, bevor klare Regulierung Ordnung in den Markt brachte.

    Zentral ist unser Gespräch über die digitale Infrastruktur. Jeder dänische Haushalt verfügt über einen Smart Meter, dynamische Tarife sind Standard, und das Heimladen lässt sich automatisiert in günstige Zeitfenster verschieben. Genau hier sieht Ilyas die größte deutsche Schwäche – und er sagt es offen. Zum Schluss schauen wir auf die Baustellen, die auch Dänemark noch bewältigen muss: das Recht auf Laden in Mehrfamilienhäusern, die anstehende politische Entscheidung zur künftigen E-Auto-Besteuerung und den Sprung zum bidirektionalen Laden, mit dem das E-Auto zur mobilen Batterie für das Stromnetz wird.

    Eine Folge mit vielen konkreten Zahlen, klaren Einordnungen und einem ehrlichen Blick darauf, was Deutschland aus dem dänischen Vorgehen mitnehmen kann. Viel Spaß beim Hören.
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    Wie ein Südtiroler Hotel seinen CO2-Ausstoß halbierte

    03.06.2026 | 29 Min.
    In dieser Folge spreche ich mit Brigitte Zelger, Mitinhaberin des Green Luxury Hotel Pfösl im Südtiroler Eggental. Das Pfösl gehört zu den wenigen Hotels in der Region, die nach dem GSTC-Standard zertifiziert sind – einer der anspruchsvollsten Nachhaltigkeitsauditierungen in der gesamten Hospitality-Branche. Ich hatte die Möglichkeit, das Gespräch direkt vor Ort zu führen, was nochmal einen ganz anderen Einblick gibt als jedes Remote-Interview.

    Wir sprechen darüber, wie das Pfösl seinen CO2-Fußabdruck pro Gast von rund 29 auf etwa 15 Kilogramm gesenkt hat – nicht durch einen einzigen großen Umbau, sondern durch viele kleine Entscheidungen über Jahre. Ein Beispiel, das hängen bleibt: Als das Hotel sein Salatbuffet durch eine frisch servierte Salatbowl ersetzte, sank die Menge an Biomüll innerhalb von drei Wochen auf 30 Prozent des vorherigen Wertes. Kein Invest, keine große Kampagne – nur eine andere Entscheidung in der Küche.

    Ein weiterer Schwerpunkt im Gespräch ist das Netzwerk aus regionalen Produzent:innen, das das Pfösl in den vergangenen Jahren aufgebaut hat. Gemüse, Fleisch, Wein, Obst – das Hotel weiß bei jedem Produkt, woher es kommt und wie es angebaut wird. Diese Nähe zu den Lieferant:innen ist keine Kommunikationsstrategie, sondern Teil des täglichen Betriebs. Zuletzt waren verschiedene Erzeuger:innen direkt im Hotel zu Gast und haben den Gästen ihre Produkte vorgestellt.

    Wir reden auch über die Arbeitsbedingungen im Betrieb. Das Pfösl hat die Fünf-Tage-Woche eingeführt, arbeitet mit einem jährlichen "Audit Familie und Beruf" und hat eine Führungsebene unterhalb der Inhaberfamilie aufgebaut. In einer Branche mit traditionell hoher Fluktuation ist das kein Selbstläufer.

    Und wir sprechen ganz offen über die Kosten: Nachhaltigkeit ist nicht günstig. Brigitte schildert aber auch, wie schnell sich konkrete Einsparungen gezeigt haben – angefangen bei der Mülltrennung bis hin zum Wassermanagement, das monatlich gemessen wird. Was man nicht misst, kann man nicht verändern – das zieht sich als Grundprinzip durch das gesamte Gespräch.

    Eine Folge für alle, die wissen wollen, wie Nachhaltigkeit im Alltag eines Familienbetriebs wirklich aussieht – jenseits von Labels und Hochglanzbroschüren.
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    Was Chinas Tempo für Europas Autoindustrie bedeutet

    31.05.2026 | 37 Min.
    Im aktuellen Podcast spreche ich mit Max Brandt, CEO von strato7 und Autor des Buches "China Speed – Schnelle neue Welt." Max ist kein Unbekannter in der Branche: Als früherer Geschäftsführer von Electric Brands hat er die Gründerjahre der deutschen E-Mobilitätswelt hautnah miterlebt – inklusive der schmerzhaften Erfahrung einer Insolvenz, die er offen anspricht. Heute berät er mit seinem Team am Campus der RWTH Aachen Automobilhersteller, Zulieferer und KMU bei Transformationsprozessen und internationalen Strategiefragen. Und er weiß, wovon er redet: über 150 Mal war er bereits in China vor Ort.

    Das Gespräch dreht sich um eine Frage, die mich schon länger beschäftigt: Was genau steckt hinter China Speed – und was können wir in Europa daraus lernen, ohne die eigenen Stärken aus dem Blick zu verlieren?
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    Depotladen für E-Lkw: Was es kostet und wo es hakt

    24.05.2026 | 40 Min.
    In dieser Folge spreche ich mit Dr. Carl Phillip Tüllmann-de Lima, bei GP Joule Connect verantwortlich für den Bereich Commercial Vehicle and Fleet Charging. Charly, wie er in der Branche bekannt ist, gibt einen ehrlichen Einblick in den aktuellen Stand der Ladeinfrastruktur für E-Lkw in Deutschland – mit allen Fortschritten und den Stellen, an denen es noch klemmt.

    Wir starten mit der Frage, wie sich die Stimmung in der Speditionswelt verändert hat. Noch vor einem Jahr war Elektromobilität im Schwerlastverkehr für viele ein Reizthema. Heute öffnen sich Türen, die Mautbefreiung zeigt Wirkung und immer mehr Unternehmen rechnen ernsthaft durch, ob der Umstieg für sie funktioniert. Charly beschreibt, wie GP Joule Connect dabei vorgeht: vom Netzantrag über das Ladekonzept bis zur Frage, wie viele Ladepunkte ein Depot tatsächlich braucht.

    Dabei wird schnell klar, dass nicht jedes Projekt aufgeht. Charly benennt offen die drei größten Kostentreiber: Netzanschlüsse mit teils sprunghaft steigenden Baukostenzuschüssen, Tiefbauarbeiten bei Neuversiegelung und die nach wie vor hohen Lkw-Preise. In einem konkreten Beispiel aus Nordhessen verdoppelten sich die Netzanschlusskosten innerhalb weniger Monate.

    Besonders spannend wird es beim Thema Betrieb und Service. GP Joule Connect hat die eigene Servicemannschaft verdoppelt und setzt auf Redundanz in der Ladeinfrastruktur – vom zusätzlichen Ladepunkt bis zum KI-basierten Monitoring. Charly sagt klar: Wenn die Ladesäule nicht funktioniert, verliert die Branche das Vertrauen der Spediteur:innen.

    Darüber hinaus sprechen wir über einen Aspekt, der oft unterschätzt wird: Die Elektrifizierung verändert nicht nur den Antrieb, sondern ganze Betriebsabläufe. Disposition, Fahrer:innen und Facility Management müssen eingebunden werden. Einige Unternehmen stellen bereits Energiemanager:innen ein, die Ladezeiten und Stromkosten optimieren.

    Am Ende zieht Charly eine Art Zwischenbilanz. GP Joule führt eine interne Ampel für die wichtigsten Rahmenbedingungen – von der Serienverfügbarkeit der Trucks bis zu den Strompreisen. Fast alles steht auf Grün. Was fehlt: mehr öffentliche Lkw-Ladepunkte auf der Langstrecke und schnellere Rückmeldungen der Netzbetreiber. Ein Gespräch, das zeigt, wie pragmatisch die Branche an dem Thema arbeitet – und wo es politisch noch Nachholbedarf gibt.
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    Wie Full-Service-Leasing den Gebraucht-E-Auto-Markt stabilisiert

    17.05.2026 | 37 Min.
    In dieser Folge des Elektroauto-News-Podcasts ist Max Nastold zu Gast, Geschäftsführer von KazenMaier Leasing. Das Unternehmen zählt zu den erfahrensten Full-Service-Leasinggesellschaften im Bereich Elektromobilität in Deutschland — mit einer Praxishistorie, die bis ins Jahr 2011 zurückreicht.

    Im Gespräch geht es um die zentralen Themen, die das E-Auto-Leasing aktuell bewegen: Restwerte gebrauchter Elektroautos, die Wirtschaftlichkeit von Elektrofahrzeugen in gewerblichen Flotten und die Frage, wie sinnvoll das neue Förderprogramm der Bundesregierung tatsächlich ist. Nastold argumentiert, dass die Subventionierung von Privatkäufer:innen strukturell am falschen Punkt ansetzt — und erklärt, warum Flotten wie Sozialstationen, Carsharing-Anbieter oder Handwerksbetriebe der deutlich wirkungsvollere Hebel wären.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist die Restwertentwicklung bei Elektroautos. Die starke Volatilität der vergangenen Jahre flacht laut Nastold ab, bleibt aber ein kritisches Steuerungselement für jede Leasinggesellschaft. Wer Fahrzeuge über unrealistische Restwerte in den Markt drückt, löst kurzfristig Absatz aus — und langfristig Probleme. Das Gegenmodell: konservatives Restwertmanagement, langfristige Partnerschaften und das Verständnis, dass eine Leasinggesellschaft gebrauchte Fahrzeuge produziert, die nach zwei bis drei Jahren in den Gebrauchtwagenmarkt übergehen.

    Auch der internationale Wettbewerb ist Thema. Nastold ordnet ein, wie amerikanische und chinesische Hersteller den deutschen Markt einschätzen — und wo sie strategisch falsch liegen. Der deutsche Markt funktioniert zu einem großen Teil über Leasing, nicht über Barkauf. Wer das nicht versteht, wird langfristig scheitern, egal wie stark das Produkt ist.
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Über Elektroauto-News Podcast: Einordnung zur Elektromobilität
Der Elektroauto-News Podcast ordnet Entwicklungen rund um Elektromobilität ein – von E-Autos über Ladeinfrastruktur und Batterietechnologien bis hin zu Markt, Politik und Industrie. In Interviews mit Herstellern, Zulieferern, Energieunternehmen und Branchenexperten sprechen wir über das, was Elektromobilität heute wirklich voranbringt – und was sie bremst. Der Fokus liegt auf verständlicher Einordnung statt Produktwerbung: Wie wirtschaftlich sind E-Autos? Wo hakt es beim Laden? Welche Rolle spielen China, Europa und Regulierung? Der Podcast richtet sich an alle, die Elektromobilität besser verstehen wollen – fundiert, sachlich und praxisnah.
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Generated: 6/9/2026 - 7:20:41 AM