Gerd Brauneiser ist einer, der nicht unbedingt den klassischen Weg gegangen ist – und vielleicht genau deshalb so erfolgreich wurde. Eigentlich Fliesenleger, hat er sich sein gesamtes technisches Wissen selbst angeeignet. Angefangen hat alles in den 60er-Jahren mit einer Kreidler, die er so lange bearbeitet hat, bis sie endlich 100 km/h lief. Der Startschuss für eine Karriere, die so nie für ihn vorgesehen war. Was folgt, ist eine der beeindruckendsten Underdog-Geschichten im deutschen Motorsport:
Brauneiser baut Motoren nicht aus wirtschaftlichem Druck, sondern aus Ehrgeiz. Er experimentiert, testet, lernt – und entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem der gefragtesten Tuner im Escort-Motorsport.
Gemeinsam mit Fahrern wie Jörg van Ommen oder Olaf Manthey entstehen Fahrzeuge, die die Konkurrenz dominieren. Drei Nordsee-Cup-Siege in Folge, zahlreiche Langstreckenerfolge und insgesamt 13 Gesamtsiege in nur fünf Jahren sprechen eine klare Sprache.
Dabei arbeitet Brauneiser nie als klassischer Unternehmer. Für ihn ist alles Hobby – und genau das ist sein Vorteil, denn er baut Motoren, weil er gewinnen will. Nicht, weil er sie verkaufen muss.
Im Gespräch erzählt er:
wie er sich technisches Wissen komplett selbst erarbeitet hat
warum Nockenwellen, Vergaser und Prüfstand seine Welt wurden
weshalb viele seiner Lösungen gegen jede Lehrmeinung entstanden sind
wie er mit begrenzten Mitteln gegen große Teams gewonnen hat
und warum ihn der Erfolg fast süchtig gemacht hat
Eine Geschichte über Motorsport in einer Zeit, in der Kreativität oft wichtiger war als Budget – und in der ein Einzelner mit genug Ehrgeiz ganz vorne mitspielen konnte.
Achtung: Diese Folge hat stellenweise starken kölschen Einschlag. Wer nicht alles versteht: einfach laufen lassen. Es lohnt sich.
Mehr über die Rheinlandgarage, die Firma von Gerd Brauneisers Sohn findet ihr hier: https://rheinlandgarage.eu/
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