Support your local Surfshop – ein geflügelter Ausspruch, der sich in der heutigen digitalen Welt auch auf viele andere Einzelhandelsgeschäfte übertragen lässt. Doch ist die Zeit des gemütlichen, stilvollen Fachgeschäfts für die wellenreitverrückte Surfer:in vorbei? Funktioniert am Ende nur noch der Onlinehandel oder das große Kettengeschäft à la Decathlon oder Blue Tomato?
In Hamburg scheint sich genau dieses Bild abzuzeichnen: Trotz lebendiger Surfszene und vorhandener Kaufkraft haben nach und nach alle kleinen Core-Shops geschlossen. Einer davon war der lokale Saltwater Shop – der Ursprungsladen einer kleinen Surf- und Lifestyle-Kette. Heute ist es dort offenbar gar nicht mehr so einfach, spontan einen Block Surfwachs zu kaufen.
Wir haben heute Florian Laudon zu Gast, Mitbegründer der Saltwater Shops, die aus der Eventagentur Honolulu hervorgegangen sind. An verschiedenen Standorten verfolgen die Läden unterschiedliche Schwerpunkte – teils mit Fokus auf Hardware wie Surfboards, teils stärker auf Mode und Lifestyle-Produkte ausgerichtet. Während Filialen an Orten wie Sylt, Travemünde oder Heiligenhafen weiterhin erfolgreich bestehen, musste ausgerechnet der Ursprungsstandort in Hamburg schließen.
Bestehende Shops sind nach wie vor wichtige Treffpunkte für Surfer:innen und Funsportbegeisterte. Doch einen solchen Laden wirtschaftlich erfolgreich zu betreiben, scheint zunehmend schwieriger zu werden. „Support your local Surfshop“ sollte daher mehr sein als nur ein Slogan – sondern ein Aufruf, den wir mit Leben füllen, um uns ein Stück dieser besonderen Surfshop-Kultur zu bewahren.