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Elisabeth J. Nöstlinger-Jochum
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    Honey & Bunny: Saubermann und Putzfrau

    29.05.2026 | 28 Min.
    Der Ausgangspunkt war Ebensee. Im Rahmen eines Kulturfestivals putzten sich das Duo Honey & Bunny durch den Ort am Traunsee. Herausgekommen ist dabei ein Buch über die „Kulturtechnik des Putzens“. Der Bildband liegt seit geraumer Zeit in deutscher Sprache vor. Die englische Ausgabe wird Ende Juni 2026 im Kulturforum London präsentiert.
    Das Buch erzählt mehr als die Geschichte über die Drecksarbeit in fremden Haushalten; es veranschaulicht Sauberkeit als einen essenziellen Bestandteil von Zivilisation. Gesellschaftspolitischen Themen wie Schmutz und Sauberkeit, Familie, Feminismus und Patriarchat, Migration, Konsum und Kapitalismus, Umweltschutz und Nachhaltigkeit werden abgebildet und teilweise wissenschaftlich hinterfragt. Ebenso zeigt das Duo auf, wie Hygiene zur Triebfeder für die Entwicklung neuer Wohnideen und natürlich für die Putzmittelindustrie wurde.
    „Licht, Luft und Sonne“ lautete das Diktat der Stunde. Realisiert wurde es im Rahmen gewaltiger Bau- und Designanstrengungen. Oberflächen und Gebrauchsgegenstände, die einfach zu reinigen waren wurden produziert, fließendes Wasser, Abwassersysteme und Abfallbeseitigung wurden bis ins Detail geplant und umgesetzt. Bis heute ist diese gestalterische Meisterleistung der Moderne Maßstab für zeitgenössische Architektur. Für das Architektenduo Martin Hablesreiter und Sonja Stummerer war Japan ein Sehnsuchtsland, um ihre Karriere zu starten. Auch davon erzählt Martin Hablesreiter im „Kunst im Gespräch“.
    Putzen:Eine Kulturtechnik: Martin Hablesreiter und Sonja Stummerer, Bohlau-Verlag
    Cleaning: a cultural technique: Sona Stummerer, Martin Hablesreiter, Böhlau. Deutscher Kunstverlag

    Foto: © honey & bunny und Daisuke Akita
    In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden.
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    Auskunft: [email protected]
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    Sandeep Kumar: „Der Woody Allen von Wien“

    15.05.2026 | 25 Min.
    Farbenfroh ist die Unterhaltung, dramatisch die Handlung. Darüber streut der Autor, Filmemacher, Schauspieler, Regisseur und Maler Sandeep Kumar einen Hauch Humor. 2010 begründete er mit seinem ersten Spielfilm „Kesariya Balamdas“ das Genre „Austro-Bollywood“. Seither hat er acht Filme gedreht. Sie spiegeln gesellschaftliche Aspekte wider; sei es die der Frauen in Indien oder jene der Zeitungskolporteure in Wien. Dafür hat Sandeep Kumar zahlreiche Preise erhalten. In seinem letzten Film „Happy“ mit Lilian Klebow, Roland Düringer und Sahidur Rhamanan thematisiert er eine besondere Beziehung zwischen Vater und Tochter. Obwohl die drohende Abschiebung des Vaters in naher Zukunft ansteht, versucht er, seiner Tochter ein normales Leben vorzutäuschen. Dieser Film wurde kürzlich beim österreichischen Filmpreis 2026 in den Kategorien bester Hauptdarsteller und beste Musik nominiert. Die Preisverleihung der höchsten Auszeichnung, die in Österreich für einen Film vergeben wird, ist im Juni 2026. In der Zwischenzeit stellt der „Vertreter des österreichischen Films in Indien“ seinen aktuellen Film fertig, der in New York gedreht wurde. Vielleicht schaut er bald wieder im österreichischen Kulturinstitut in New York vorbei. In jenem in New Delhi ist der Österreicher mit indischen Wurzeln bestens bekannt.

    ©Sandeep Kumar
    In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden.
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    Dekadenz, Auflösung, Minimalismus und die Wolken von Venedig

    04.05.2026 | 16 Min.
    Abenteuer und Leidenschaft sieht die Künstlerin Andrea Bischof, wenn sie in den Himmel von Venedig schaut. Abgebildet findet sie diesen auch in den Bildern von Tintoretto, Tizian, Tiepolo und Veronese. Doch ganz anders als der Künstler Peter Baldinger „Verunklärt“ Andrea Bischof die Werke der Venezianer nicht, sondern schafft ein acht Meter langes, fast 2,70 m hohes Ölgemälde, das die einzigartigen Wolken Venedigs von Veronese auch aus der Nähe erkennen lassen. Ein Farbenrausch betört die Sinne. Zieht den Betrachter in das Bild hinein, regt die Fantasie an.
    Bei Peter Baldingers Werken muss man oft zweimal hinschauen. Er verzerrt den Ursprung seiner Bilder bis zur Unkenntlichkeit. „Verunklärung“ ist ein Markenzeichen von Peter Baldinger, ein permanenter Grenzgang zwischen realem Abbild und Abstraktion, der zum kritischen Hinterfragen animiert. Was läge in Venedig näher, als eine Serie zu Viscontis Tod in Venedig zu machen. Im Palazzo Pisani Revedin zeigt Peter Baldinger seine neue Serie „Visconti Suite“. Macht erneut einen Grenzgang zwischen realer Abbildung und Abstraktion und regt zum kritischen Hinterfragen an.
    Jakob Gasteiger, der dritte Künstler der Gemeinschaftsausstellung im Palazzo Pisani Revedin vom 6. – 30. Mai 2026 zeigt Arbeiten aus seinem Atelier im Weinviertel. Er ist einer der bedeutendsten Vertreter der „Analytischen Malerei“ und greift auf große Auswahl seiner Schaffenszeit zurück. Seine singuläre Bildsprache eröffnet sich im Auge des Betrachters exklusiv, immer wieder anders, immer wieder neue.
    Peter Baldinger, Andrea Bischof und Jakob Gasteiger könnten in ihrer Ausdruckskraft unterschiedlicher nicht sein. Doch sie eint ein Zitat von Frank Stella, wonach jeder nur sieht, was er sieht. „What you see is what you see”.
    Nachzuschauen sind die Werke von Peter Baldinger und Jakob Gasteiger in den Kunstbüchern und Katalogen, die bei Artbook erschienen sind. Im Palazzo Pisani Revedin, am Campo Manin in San Marco 4013/A sind die Werke von 6. – 30. Mai 2026 zu sehen.
    https://artbook.at/
    https://wissensart.at/
    https://baldinger.cc/
    https://www.jakobgasteiger.com/
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    Ruth Mateus-Berr: Die Pflanzenmalerin

    27.04.2026 | 30 Min.
    Ruth Mateus-Berr, die zeitgenössische österreichische Künstlerin, Wissenschaftlerin und Universitätsprofessorin an der Universität für angewandte Kunst, hat viele Talente und ebenso viele Interessen. Ihre Konzeptkunst ist viel beachtet, wird an vielen Orten gezeigt. Ein Beispiel dafür ist ihr vom FWF gefördertes Projekt „D.A.S. Dementia. Arts. Society“.
    Für ihre Ausstellung im Kulturforum Rom hat sie sich der „Blumenmalerei“ zugewandt. Das klingt lieblich. Bei genauer Betrachtung zeigt sich jedoch der gesellschaftspolitische Konnex. Er weist auf die ökologischen Herausforderungen unserer Zeit hin. Unter dem Titel: „Die Pflanze. Das Gedächtnis und wir.“ wurden im Kulturforum Rom 30 Blumenbilder gezeigt, die an historische Florilegien, an die prachtvollen Pflanzenbücher der Renaissance, anknüpfen. Ruth Mateus-Berr widmet sich in diesem Projekt der Frage, „wie Pflanzen, Erinnerung und menschliches Zusammenleben miteinander verbunden sind – was wir aus diesen Beziehungen für einen friedlicheren Umgang mit uns selbst, mit anderen und mit der Umwelt lernen können“. Damit fügt sich die Ausstellung harmonisch „in die grundlegenden Anliegen des Österreichischen Kulturforums Rom ein: ein Schutz und die Wertschätzung der Natur, den Versuch einer offenen, zugewandten Wahrnehmung des Anderen sowie Mitgefühl im Bewusstsein unserer eigenen Verletzlichkeit. Hinzu kommt der Wunsch nach Frieden – ein so oft beschworener und doch schwer zu erreichender Zustand“. Zitat Teresa Indjein, Direktor des Kulturforums Rom.
    Zur Ausstellung gibt es auch einen Katalog in italienischer und deutscher Sprache. Darin ist auch ein Text von Ruth Mateus-Berr über die Ökofeministische und posthumanistische Verortung zu lesen. Abgebildet ist auch ein Erinnerungsbild an den römischen Modedesigner Valentino Garavani mit der „Witwenblume“.
    Darüber hinaus erzählt die Konzeptkünstlerin über ihre Leidenschaft zur Malerei und über ihren Anspruch „l'Art pour le sens“. Also nicht Kunst der Kunst, sondern des Sinns wegen. Den verwirklicht sie auch beim Projekt Calliope. Joint he dots des Außenministeriums.
    Die Verkaufsausstellung findet in der 2. – 3. Septemberwoche in der Galerie Mana, Stuckgasse 4, 1070 Wien statt.
    Außerdem stellt Ruth Mateus-Berr bei der ECC Venice Biennal im Palazzo Mora aus. 9.5.2026 von 10 – 18 Uhr.

    ©Thomas Berr
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    Marie Gamillschegg: Die preisgekrönte Autorin

    13.04.2026 | 28 Min.
    Die Reise ins Austrian Cultural Forum New York beginnt bäuchlings auf dem Bett liegend und einer Spritze in den Popo. Was dann geschieht, ist eine Reise in ein unbekanntes Land mit vielen Eindrücken und Erlebnissen. Irgendwann werden sie zu Papier gebracht, fließen die Gedanken in einen neuen Roman ein. Früh hat Marie In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Gamillschegg zu schreiben begonnen, war bereits in der Volksschule Mitglied der Jugend-Literaturwerkstatt-Graz, studierte nach der Matura Transkulturelle Kommunikation mit den Sprachen Französisch und Russisch an der Karl-Franzens-Universität Graz und ging anschließend nach Berlin, um an der Freien Universität ein Masterstudium für Osteuropastudien zu absolvieren. Gleichzeitig arbeitete sie als Journalistin beim Standard, bei der Süddeutschen Zeitung und der Zeit. Genauer gesagt für die Jugendausgabe Zeit Campus. Schnell stellte sich der Erfolg ihres literarischen Schreibens ein. Sie nahm 2016 am 20. Klagenfurter Literaturkurs im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Preises teil und veröffentlichte ihre Literarische Arbeiten in den Zeitschriften manuskripte, Lichtungen und Edit. Mehrere Arbeiten wurden mit renommierten Buchpreisen ausgezeichnet. So zum Beispiel ihr Debütroman „Alles was glänzt“ mit dem Depütpreis des Österreichischen Buchpreises 2018 und für den aspekte-Literaturpreis nominiert. „Alles was glänzt“ sollte als Theaterproduktion aufgeführt werden und ihr Roman „Aufruhr der Meerestiere“ schaffte es 2022 auf den zweiten Platz der ORF-Bestenliste und wurde im August für den Deutschen Buchpreis nominiert. Inspiriert wurde Marie Gamillschegg für ihre Bücher auf ihren Reisen und Lesungen in den österreichischen Kulturforen. Nun wendet sie sich Mythen zu. Darum geht es in ihrem neuen Buch. Ein bisschen was verrät sie davon im „Kunst im Gespräch“.

    ©Marie Gamillschegg
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Generated: 6/4/2026 - 2:06:42 PM