Zwischen Blende und Zeit - Der Fotografie-Talk der fotocommunity
Falk Gustav Frassa & Lars Ihring

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- Ein Mondfoto vom Smartphone, das aussieht, als wäre es mit einem Supertele aufgenommen, bringt Falk und Lars zu einer Grundsatzfrage: Wie viel Rechnerei darf in einem Foto stecken, bevor es etwas anderes ist? Die beiden gehen die Stufen durch. Der Film bildet Licht ab, der digitale Sensor misst es und übersetzt es in Zahlen, und inzwischen setzt eine KI aus den Rohdaten das Bild erst zusammen. An einer Stelle kippt das Ganze in eine Neuinterpretation, etwa wenn man ein Foto durch ChatGPT schickt, und dann liegt die Frage nahe, ob das eigene Foto danach noch existiert. Lars fragt außerdem, was es mit einer Community macht, wenn jedes besonders gelungene Bild unter KI-Verdacht gerät, und wie weit sich die Entstehung eines Bildes aus der Ferne überhaupt beurteilen lässt. Eine Antwort darauf, wo die Grenze verläuft, gibt es in dieser Folge nicht, wohl aber den Gedanken, dass jede und jeder sie für sich selbst ziehen muss. Setz Dich gern zu uns, wenn Du Deine eigene Grenze noch suchst.
- Manchmal verändert sich Fotografie nicht durch eine neue Kamera oder eine neue Technik, sondern dadurch, wie und wo wir ihr begegnen. In dieser Folge schauen wir auf eine ganze Reihe von Veränderungen, die gerade rund um die Fotografie und die fotocommunity passieren. Die Imaging World zieht 2027 nach Köln und bringt ein Stück photokina-Gefühl zurück. Die fotocommunity hat eine neue App, neue Mitgliedschaften und mit der analogen Fotografie einen eigenen Bereich, der weit mehr sein soll als ein nostalgischer Blick zurück.
Wir sprechen darüber, warum eine Community sich verändern muss, ohne ihre Geschichte zu verlieren, wie neue und alte fotografische Welten voneinander profitieren können und warum Veränderung nicht automatisch bedeutet, Bewährtes hinter sich zu lassen. Außerdem geht es um das neue fotocommunity-Magazin und einen Fotowettbewerb, der gezielt die Perspektiven von Fotografinnen sichtbar macht.
Eine Folge über Aufbruch und Herkunft, analog und digital – und über die Frage, wie viel Veränderung Fotografie eigentlich braucht. - Auf der Hundewiese kommt Falk mit einem jungen Fotografen ins Gespräch, der für charakterstarke Porträts bekannt ist und an diesem Tag mit seinem neuen Teleobjektiv Flugzeuge fotografiert hat. Sein Satz „Das kannst Du keinem erzählen“ lässt Falk nicht mehr los. Mit halbkaltem Kaffee und einer Capri-Sonne auf der Parkbank landen die beiden schnell bei der Frage, warum wir fotografische Ausreißer lieber verstecken oder gleich in einen zweiten Account auslagern. Von dort ist es nur ein kleiner Schritt zu den letzten Wochen hier im Podcast und zu dem Moment, in dem Lars ihn einen Wutzipfel genannt hat. Setz Dich gern mit auf die Bank und hör einmal in Dich hinein, welche Facette Deiner Fotografie bisher keinen Platz bekommen hat.
- Wie frei fotografieren wir eigentlich? Ausgangspunkt dieser Folge ist eine ziemlich kleine Sache: ein neues JPEG-Rezept. Lars probiert es aus, mag den Look – und stellt irgendwann fest, dass er plötzlich anders fotografiert. Motive, die ihn sonst interessiert hätten, übersieht er. Stattdessen sucht er nach Bildern, die zu seinem Rezept passen.
Und damit landen wir bei einer größeren Frage: Treffen wir unsere fotografischen Entscheidungen wirklich selbst? Oder lassen wir uns stärker von Kameras, Objektiven, Presets, Filmen, Trends und neuen technischen Möglichkeiten beeinflussen, als uns bewusst ist?
Falk sieht darin allerdings nicht nur eine Einschränkung. Denn manchmal kann genau diese Begrenzung den Blick schärfen. Nur eine Brennweite, nur Schwarzweiß, nur ein bestimmter Film oder Look – vielleicht nehmen uns solche Entscheidungen nicht Freiheit, sondern helfen uns dabei, genauer hinzusehen.
Wir sprechen darüber, wann Reduktion zur kreativen Entscheidung wird und wann sie unbemerkt beginnt, unsere Wahrnehmung zu steuern. Und darüber, warum es sich lohnen kann, sich hin und wieder selbst dabei zu beobachten, warum man eigentlich gerade genau dieses Foto macht.
Eine Folge über fotografische Freiheit, bewusste Einschränkung und die überraschende Erkenntnis, wie leicht sich unser Blick beeinflussen lässt. - Heute wagen wir ein kleines Experiment: Wir sprechen nacheinander über dasselbe Foto, ohne zu wissen, was der andere dazu gesagt hat. Auf der Fotobühne steht „morgens...“ von Dirk Bee aus Bergneustadt. Drei Frauen stehen unbekleidet mit dem Rücken zu Dir am Strand, direkt vor einem tiefschwarzen Hintergrund, der ihnen den Blick aufs Meer versperrt. Falk hört in dem Bild die Ostsee plätschern und fragt sich, wie viel von einem Ort in ein Porträt einfließt, auch wenn man ihn am Ende gar nicht sieht. Lars entdeckt in der Szene drei Menschen, die gemeinsam ins Ungewisse gehen, und findet über Richard Avedon und Lee Myoung Ho zu der Frage, was ein Studiohintergrund mitten in der Landschaft eigentlich abgrenzt. Schau Dir das Foto gern vorher in Ruhe an und erzähl uns, ob sich unsere beiden Blicke für Dich ergänzen oder aneinander vorbeilaufen.
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Über Zwischen Blende und Zeit - Der Fotografie-Talk der fotocommunity
Irgendwo zwischen Blende und Zeit sind sie verborgen, die eigentlichen Besonderheiten, diese kleinen Feinheiten auf den zweiten Blick, die die Fotografie so besonders machen. Und genau das ist unser Thema hier im Fotografie-Podcast der fotocommunity.
Wir möchten Dich einladen, gemeinsam mit uns auf die Reise durch die spannende Welt der Fotografie zu gehen!
Wir freuen uns auf Dich!
Falk & Lars
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