"Selbstregulierung des Herzens" heißt der neue Roman von Peggy Mädler. Noch ein letztes Mal, so sagt die Schriftstellerin, wollte sie zurückblicken auf die DDR und die Wendezeit. Sie erzählt vier Jahrzehnte im Leben einiger Freunde und Pärchen. Die einen träumen von Wirtschaftsreformen und intelligenten Rechenmaschinen, die anderen von Kunst ohne staatliche Kontrolle.
Es geht um Rückzugsräume und Datschenträume, um Kybernetik, selbst lernende Systeme, die Liebe, Kunst und den Alltag zwischen Selbstregulierung und Staatsüberwachung. Peggy und Nadine reden im ehemaligen Rechenzentrum Potsdam über die Entstehung des Romans, Peggys Datsche, den Zusammenhang von Kybernetik und Politik, und über den Blick auf Ostdeutschland heute.
Das Buch
Peggy Mädler: "Selbstregulierung des Herzens", Galiani Berlin, 304 Seiten, 23 Euro
Nadine empfiehlt
Christoph Hein: "Das Narrenschiff", 751 Seiten, Suhrkamp
Peggy empfiehlt
Jina Khayyer: "Im Herzen der Katze", Suhrkamp, 253 Seiten, 25 Euro
Heike Geißler: "Verzweiflungen", Essay, Edition Suhrkamp, 221 Seiten, 18 Euro
Der Ort
Rechenzentrum Potsdam mit dem Mosaik-Wandbild von Fritz Eisel
Die Autorin
Peggy Mädler wurde 1976 in Dresden geboren und lebt als Theater-Dramaturgin und freie Autorin in Berlin. Sie arbeitet bundesweit mit verschiedenen Performancegruppen, Theatern und Regisseur*innen zusammen. Für ihren Roman "Wohnin wir gehen" (2019) erhielt sie den Fontane-Literaturpreis der Fontanestadt Neuruppin und des Landes Brandenburg. 2024 erschien "Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat" mit Annett Gröschner und Wenke Seemann.