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  • Orte und Worte

    Mit Helene Bukowski in der ehemaligen DDR-Spezialschule für Musik in Berlin Mitte

    05.03.2026 | 52 Min.
    Eine Kiste voll mit Fotos, Briefen, Notizen und Kassetten war der Ausgangspunkt für Helene Bukowski ihren neuen Roman zu schreiben. „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ erzählt die Geschichte der jungen Pianistin Christina, die als Wunderkind erst an der Spezialschule für Musik in Ost-Berlin und dann am Konservatorium in Moskau ausgebildet wird. Aber mit nur 24 Jahren nimmt sie sich das Leben. Wer war die junge Frau? Und wie nähert man sich der Biografie einer Fremden? Wie kann und darf man sie erzählen?
    Dafür hat Helene Bukowski eine ganz eigene Form gefunden und ist damit für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.
    Nadine trifft sich mit ihr in den Räumen der ehemaligen Spezialschule für Musik in Berlin Mitte, wo heute am "Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach" immer noch Talente gefördert werden.
    Das Buch
    Helene Bukowski: "Wer möchte nicht im Leben bleiben", Claassen, 384 Seiten, 24,00 Euro
    Die Autorin
    Helene Bukowski, geboren 1993 in Berlin und dort auch aufgewachsen, hat in Hildesheim Kreatives Schreiben studiert und bisher drei Romane veröffentlicht: "Milchzähne" (2019) war für viele Preise nominiert und wurde verfilmt. 2022 folgte "Die Kriegerin". Und nun "Wer möchte nicht im Leben bleiben".
    Die Bücher über die Nadine und Helene sonst noch sprechen.
    Helene empfiehlt:
    Ines Geipel: "Das Heft", Transit Verlag, 1999, nur noch antiquarisch/ gebraucht/ in Bibliotheken.
    Nadine empfiehlt:
    Ulli Lust: "Die Frau als Mensch 2: Schamaninnen", Reprodukt, 304 Seiten, 29,00 Euro
    Der Ort
    Das Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach, ehemalige Spezialschule für Musik der DDR
  • Orte und Worte

    Mit Vernesa Berbo bei Wein und Gesang in der Galerie Subject-Object

    26.02.2026 | 51 Min.
    Es sind zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Dijana und Dada. Die eine ist burschikos, geht an die Front, der Vater nennt sie “Sohn”. Die andere: Hypersensibel, Tabletten- und Alkoholsüchtig, vergewaltigt von UN-Soldaten. Vernesa Berbo beschreibt die Belagerung von Sarajevo aus der Perspektive der Frauen. Das unterscheidet dieses Debut von vielen anderen Büchern zum Thema. Sie verblendet das Trauma einer jungen Bosnierin mit der Kriegserfahrung einer deutschen Seniorin, die sie in Berlin kennenlernt. Ein Abend mit gemeinsamem Singen und Reden über Kriege, Theaterspielen in einer belagerten Stadt, die Kraft der Kultur, die Musik der Roma, wie Schreiben hilft, nicht verrückt zu werden und den Traum von Jugoslawien.
    Das Buch
    Vernesa Berbo: Der Sohn und das Schneeflöckchen, Frankfurter Verlagsanstalt, 26 Euro, 448 Seiten.
    Stephan Ozsváth empfiehlt
    Ena Katerina Haler: Die Schuldlosen. Folio Verlag.256 Seiten. 25 Euro.
    Vernesa Berbo empfiehlt
    Marica Bodrozic: Das Herzflorett, Luchterhand Verlag, 288 Seiten, 24 Euro
    Sasa Stanisic: Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird, Luchterhand, 160 Seiten, 22 Euro.
    Der Ort
    Galerie Subject Object, Berlin Schöneberg
    Die Autorin
    Vernesa Berbo ist in Priboj geboren, in Sarajevo hat sie Schauspiel studiert. Während der Belagerung der bosnischen Hauptstadt hat sie die “Hexe” in einem Unicef-Theater verkörpert, das Kinder mit Entspannung und Lunchpaketen versorgte. Sie ist Schauspielerin, Drehbuchautorin und Musikerin. Mit den “Balkan Boys” tourt sie. Am liebsten ist sie Mutter, sagt sie. 1994 kam sie als Kriegsflüchtling nach Berlin. “Der Sohn und das Schneeflöckchen” ist ihr erster Roman.
  • Orte und Worte

    Mit Peggy Mädler im Rechenzentrum Potsdam

    19.02.2026 | 49 Min.
    "Selbstregulierung des Herzens" heißt der neue Roman von Peggy Mädler. Noch ein letztes Mal, so sagt die Schriftstellerin, wollte sie zurückblicken auf die DDR und die Wendezeit. Sie erzählt vier Jahrzehnte im Leben einiger Freunde und Pärchen. Die einen träumen von Wirtschaftsreformen und intelligenten Rechenmaschinen, die anderen von Kunst ohne staatliche Kontrolle.
    Es geht um Rückzugsräume und Datschenträume, um Kybernetik, selbst lernende Systeme, die Liebe, Kunst und den Alltag zwischen Selbstregulierung und Staatsüberwachung. Peggy und Nadine reden im ehemaligen Rechenzentrum Potsdam über die Entstehung des Romans, Peggys Datsche, den Zusammenhang von Kybernetik und Politik, und über den Blick auf Ostdeutschland heute.
    Das Buch
    Peggy Mädler: "Selbstregulierung des Herzens", Galiani Berlin, 304 Seiten, 23 Euro
    Nadine empfiehlt
    Christoph Hein: "Das Narrenschiff", 751 Seiten, Suhrkamp
    Peggy empfiehlt
    Jina Khayyer: "Im Herzen der Katze", Suhrkamp, 253 Seiten, 25 Euro
    Heike Geißler: "Verzweiflungen", Essay, Edition Suhrkamp, 221 Seiten, 18 Euro
    Der Ort
    Rechenzentrum Potsdam mit dem Mosaik-Wandbild von Fritz Eisel
    Die Autorin
    Peggy Mädler wurde 1976 in Dresden geboren und lebt als Theater-Dramaturgin und freie Autorin in Berlin. Sie arbeitet bundesweit mit verschiedenen Performancegruppen, Theatern und Regisseur*innen zusammen. Für ihren Roman "Wohnin wir gehen" (2019) erhielt sie den Fontane-Literaturpreis der Fontanestadt Neuruppin und des Landes Brandenburg. 2024 erschien "Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat" mit Annett Gröschner und Wenke Seemann.
  • Orte und Worte

    Eine Zeitreise in Berlin-Schöneberg mit Michael Wildenhain

    12.02.2026 | 46 Min.
    Westberlin im Jahr 1969: Kriegsruinen und eine traumatisierte Elterngeneration, politische Umbrüche und die oft harten Gesetze der Straße. In seinem neuen Roman „Das Ende vom Lied“ erzählt der Berliner Schriftsteller Michael Wildenhain von einem Jungen an der Schwelle zum Erwachsenwerden, der sich buchstäblich durchboxen muss – und die erste Liebe erlebt. Anne-Dore trifft Michael Wildenhain am Heinrich-Lassen-Park in Berlin-Schöneberg, wo der Roman spielt. Gemeinsam laufen sie die Schauplätze ab, u.a. geht es zum Friedhof und zum alten Straßenbahndepot. Ein literarischer Winterspaziergang, der streckenweise zur Zeitreise in die 60er Jahre wird.
    Das Buch
    Michael Wildenhain „Das Ende vom Lied“, Klett-Cotta-Verlag, 416 Seiten, 26 Euro.
    Der Autor
    Michael Wildenhain, 1958 in Berlin geboren, hat zahlreiche Romane, Erzählungen, Gedichte und Jugendbücher geschrieben, u.a. "Die kalte Haut der Stadt", "Russisch Brot", "Das Singen der Sirenen" oder "Die Erfindung der Null". Er war u.a. für den Deutschen Buchpreis nominiert und Stipendiat der Villa Massimo.
    Podcast-Tipp:
    Bei "Die großen Fragen in 10 Minuten" von MDR Wissen gibt es aktuell Sonderfolgen zur Artemis II Mission zum Mond: https://1.ard.de/DGF_Artemis
  • Orte und Worte

    Mit Asal Dardan im Rathaus Schöneberg

    05.02.2026 | 47 Min.
    Die "Frau, Leben, Freiheit"-Proteste sind noch gut im Gedächtnis. 2022 gingen nach dem Tod der Studentin Jina Mahsa Amini Hunderttausende auf die Straße. Die Reaktion des islamischen Mullah-Regimes war brutal und blutig. Nila, eine Autorin aus Teheran, die zu ihrem Schutz anonym bleiben muss, war damals dabei. Ihr Buch "Auf den Straßen Teherans" erzählt davon. Vor dem Hintergrund der neuesten Proteste im Iran, und ihrer grausamen Niederschlagung ist die Lektüre bedrückend aktuell.
    Nadine hat sich mit Nilas Berliner Übersetzerin Asal Dardan getroffen, die in Teheran geboren wurde und in Deutschland und Schottland aufgewachsen ist. Im Gespräch erzählt sie, wie es ist, hier im sicheren Deutschland für jemanden zu sprechen, der permanent in Lebensgefahr ist, wie die Übersetzung zustande kam und warum Nilas Buch viel mehr ist als ein bloßer Bericht über eine Protestbewegung.
    Für das Gespräch hat Asal das Rathaus Schöneberg ausgesucht, wo 1967 ein Teil der Studentenproteste gegen den persischen Schah stattfanden.
    Das Buch
    Nila: "Auf den Straßen Teherans"
    Übersetzt aus dem Englischen von Asal Dardan, mit einem Vorwort von Natalie Amiri, Pfaueninsel Verlag, 144 Seiten.
    Nadine empfiehlt
    Ece Temelkuran: "Nation of Strangers. Unsere Heimat sind wir"
    Asal Dardan empfiehlt
    Naomi Klein: "Doppelgänger. Eine Analyse unserer gestörten Gegenwart"
    Übersetzt von Peter Robert und Rita Seuß, S. Fischer, 496 Seiten
    Maryam Aras: "Dinosaurierkind", Claassen, 192 Seiten
    Der Ort
    Das Rathaus Schöneberg, Berlin
    Der Gast
    Asal Dardan ist Autorin und Übersetzerin. Sie wurde 1978 in Teheran geboren und ist in Köln, Bonn und Aberdeen aufgewachsen. Sie lebt abwechselnd in Berlin und Schweden. Ihr Essayband "Betrachtungen einer Barbarin" (2021) war für den Deutschen Sachbuchpreis den Clemens-Brentano-Preis nominiert. Zuletzt erschien "Traumaland. Eine Spurensuche in Deutscher Vergangenheit und Gegenwart" (2025). Sie übersetzt Literatur aus dem Englischen ins Deutsche, u.a. von Chimamanda Ngozi Adichie.

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Über Orte und Worte

Der Bücherpodcast vom rbb. Ein Buch, ein Ort, eine Begegnung: Wir sprechen mit Autorinnen und Autoren über ganz persönliche Themen, ihre aktuellen Bücher, das Schreiben und die kreative Arbeit. Unsere Hosts Nadine Kreuzahler, Anne-Dore Krohn und Stephan Ozsváth verabreden sich an Orten, die wichtig sind als Schauplatz oder zur Inspiration, mit dem Schwerpunkt in Berlin und Brandenburg. Alle Tipps, Empfehlungen und Orte findet Ihr in den Beschreibungen und Shownotes der Podcast Folgen.
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