Mit Blasmusikpop landete Vea Kaiser einen Bestseller. Mal galt sie als "Fräuleinwunder der Literatur", dann wurde sie als "Helene Fischer der Literatur" beschimpft. Sie war Jurorin beim Bachmann-Preis, Kritikerin im Literarischen Quartett. Und hat jetzt mit "Fabula Rasa" einen Roman über eine alleinerziehende Buchhalterin aus dem Gemeindebau in einem Wiener Grandhotel geschrieben, die auf kriminelle Abwege gerät - aus Liebe zu ihrem Sohn.
Stephan Ozsváth hat Vea Kaiser, die mittlerweile selbst zwei Kinder hat, im Wiener Grand Hotel getroffen, das Pate für den Roman stand und mit ihr über gläserne Decken, verkrachte Künstler und Sozialdemokraten-Biotope gesprochen - sowie darüber, dass es kein weibliches Pendant für das Wort "Kavaliersdelikt" gibt.
Das Buch
Vea Kaiser, "Fabula Rasa", Kiepenheuer & Witsch, 25,00 Euro, 576 Seiten.
Stephan Ozsváth empfiehlt
Ljubko Deresch: "Wo der Wind ist", Schenk Verlag. 402 Seiten, 18,90 Euro. (Taschenbuch)
Vea Kaiser empfiehlt
Daniel Kehlmann: "Lichtspiel", Rowohl, 480 Seiten, 26,00 Euro.
Jacinta Nandi: "50 ways to leave your Ehemann". Edition Nautilus, 232 Seiten, 20,00 Euro.
Jacinta Nandi: "Single Mom Supper Club", Rowohlt, 320 Seiten, 24,00 Euro.
Der Ort
"Café Imperial" im Wiener Grandhotel "Imperial" am Ring.
Die Autorin
Vea Kaiser, geboren 1988 in St.Pölten ist Alt-Philologin. Ihr Romandebüt "Blasmusikpop" wurde zum Bestseller und machte sie zum Star in der österreichischen Literaturszene. Es wurde als bestes deutsches Debüt und mit dem Preis der Stadt Wien ausgezeichnet. "Blasmusikpop" wurde in Salzburg auch auf der Theaterbühne aufgeführt. Vea Kaiser gehörte der Jury des Bachmann-Preises, war auch Kritikerin im Literarischen Quartett. Sie ist Mutter von zwei Kindern und lebt in Wien. Fabula Rasa ist ihr fünfter Roman.