An einem Roman kommt in diesem Frühjahr scheinbar keiner vorbei: "Sanditz" von Lukas Rietzschel. Direkt nach Erscheinen hat das Buch die Bestsellerlisten gestürmt. Für einige Kritiker ist es sogar das beste des Frühjahrs. Solche Superlative findet Nadine schwierig, aber begeistert ist sie trotzdem. Der lakonisch erzählte Familienroman beleuchtet ostdeutsche Lebenswelten und spannt einen Bogen aus den 70er Jahren der DDR bis in die Pandemiejahre 2021/22. Warum wir uns mit der Corona-Zeit dringend noch mal auseinandersetzen sollten, wieso Lukas in die Ukraine gereist ist und was ein "Kuchen-Sachse" ist, darüber sprechen Nadine und der Autor in dieser Folge.
Das Buch
Lukas Rietzschel: "Sanditz", dtv, 480 Seiten, 26,00 Euro.
Nadine empfiehlt:
Sally Lisa Starken: "Wenn der rechte Rand regiert – USA, Italien, Polen: Demokratien am Kipppunkt? Was wir jetzt für unsere Zukunft tun müssen", Heyne, 336 Seiten, 18,00 Euro.
Lukas empfiehlt:
Armin Schäfer und Michael Zürn: "Die demokratische Regression", Edition Suhrkamp, 247 Seiten, 16,00 Euro.
Yade Yasemin Önder: "Anti-Müller", park x ullstein, 240 Seiten, 23,00 Euro.
Nils C. Kumkar: "Polarisierung - Die Ordnung der Politik", Edition Suhrkamp, 290 Seiten, 18,00 Euro.
Der Autor
Lukas Rietzschel, geboren 1994 in Räckelwitz, Sachsen, schreibt mit großem Erfolg Romane und Theaterstücke. Schon sein Debüt "Mit der Faust in die Welt schlagen" (2018) brachte ihm große Aufmerksamkeit ein. Seitdem gilt er als einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller der Nachwendegeneration. Es folgten "Raumfahrer" (2021) und Theaterstücke wie "Das beispielhafte Leben des Samuel W." (2024) und nun sein neuer Roman "Sanditz".
Der Ort
Spaziergang durch Leipzig, Cafe Riquet, Nikolaikirche, Augustusplatz.