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Orte und Worte

Rundfunk Berlin-Brandenburg
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  • Orte und Worte

    Mit Magdalena Schrefel in der Akademie der Künste

    22.1.2026 | 44 Min.
    Wie soll man einen Roman über ein so komplexes Thema wie den Klimawandel schreiben? Diese Frage hat sich die Dramatikerin und Hörspielautorin Magdalena Schrefel gestellt. Sie hat sich dazu entschieden, in ihrem Debütroman "Das Blaue vom Himmel" nur einen ganz kleinen Ausschnitt zu beleuchten. Durch eine Geoengineering-Maßnahme soll die Erde heruntergekühlt werden. Der Preis dafür: Der Himmel wird in Zukunft nie wieder blau sein. Was bedeutet das für die Menschen? Magdalena Schrefel verzahnt in ihrer Geschichte die Entstehung einer Kunstausstellung, die Klimakrise und eine Familiengeschichte miteinander.
    Wie sie auf diese ungewöhnliche Idee kam, ob ihr Roman Climate Fiction ist, und warum sie beim Schreiben eher aufs Finden als aufs Suchen setzt, hat Magdalena Schrefel mit Nadine in der Akademie der Künste besprochen.
    Die Autorin:
    Magdalena Schrefel schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Erzählungen. Zuletzt den Band "Brauchbare Menschen" (2022). Für ihre Arbeiten wurde sie schon mehrfach ausgezeichnet. Sie wurde 1984 geboren und ist in Wien aufgewachsen. Dort hat sie Europäische Ethnologie studiert und in Leipzig Literarisches Schreiben. "Das Blaue vom Himmel" (2026) ist ihr erster Roman.
    Das Buch
    Magdalena Schrefel: "Das Blaue vom Himmel", Suhrkamp, 268 Seiten.
    Nadine empfiehlt
    Marion Poschmann: "Die Winterschwimmerin. Verslegende", Suhrkamp, 80 Seiten.
    Magdalena Schrefel empfiehlt
    Dorothee Elmiger: "Die Holländerinnen", Hanser Verlag, 160 Seiten.
    Und für die, die mehr über die Geschichte der Wettervorhersagen und Geoengineering wissen möchten:
    Holly Jean Buck: "After Geoengineering. Climate Tragedy, Repair, and Restoration", Verso Books.
    Peter Moore: "Das Wetter-Experiment. Von Himmelsbeobachtern und den Pionieren der Meteorologie", aus dem Englischen von Michael Hein, Mare Verlag, 560 Seiten.
    Der Ort
    Die Akademie der Künste im Hanseatenweg in Berlin Tiergarten.
  • Orte und Worte

    Mit Sarah Kuratle im Botanischen Garten Wien

    15.1.2026 | 52 Min.
    Im Zentrum des Romans ist eine Insel. Dort gibt es hängende Gärten und botanische Zeichnungen. So versucht eine Gemeinschaft von Lehrern und Schülern die Artenvielfalt zu retten. Um sie herum sind die Elemente außer Rand und Band: Feuer, Überschwemmungen, vom Menschen gemachte Umweltverschmutzung setzen dem Planeten zu. Und auch die Inselbewohner tragen ihr persönliches Päckchen mit sich herum.
    Sarah Kuratles Roman wurde das Label "Climate Fiction" aufgeklebt. Stephan Ozsváth hat sie inmitten von Pflanzen und Lieblingstieren im Wiener Botanischen Garten getroffen und mit ihr über Literatur, Sprachspiele, Inspiration durch Malerei und ihr Lesepublikum gesprochen.
    Das Buch von Sarah Kuratle, über das wir im Podcast reden
    Sarah Kuratle: "Chimäre", Otto-Müller-Verlag, 23 Euro, 160 Seiten.
    Stephan Ozsváth empfiehlt
    José Lezama Lima: "Paradiso", Suhrkamp Taschenbuch. 648 Seiten. Antiquarisch.
    Marie-Luise Kaschnitz: "Der alte Garten", Suhrkamp Taschenbuch, Antiquarisch
    Maria Bidian: "Das Pfauengemälde", Zsolnay, 320 Seiten, 24 Euro.
    Sarah Kuratle empfiehlt
    Andreas Unterweger: "Das gelbe Buch", Literaturverlag Droschl, 240 Seiten. 20 Euro
    Leta Semadeni: "Amur, großer Fluss", Atlantis Literatur, 192 Seiten, 26 Euro
    Der Ort
    Botanischer Garten Wien
    Die Autorin
    Sarah Kuratle ist 1989 in Bad Ischl geboren. Sie wuchs diesseits und jenseits der Schweizer Grenze auf. Sie studierte in Graz Germanistik und Philosophie, arbeitet heute in einer Bibliothek in Dornbirn (Vorarlberg), wo sie auch mit ihrer Familie lebt. Ihre Lyrik und Prosa wurden vielfach ausgezeichnet.
    Mit ihrem Romandebüt "Greta und Jannis. Vor acht oder in einhundert Jahren" stand sie auf der Shortlist für den Literaturpreis Text & Sprache 2022. "Chimäre" ist ihr zweiter Roman. Er stand monatelang auf der ORF-Bestenliste. Sie habe das "Nature Writing" neu erfunden, schrieb die NZZ über "Chimäre".
  • Orte und Worte

    Mit Marianne Ludes im Auktionshaus Grisebach

    08.1.2026 | 45 Min.
    Marianne Ludes hält die Literatur für die "Königin der Künste". Sie hat selbst die Erfahrung gemacht, dass Literatur lebensverändernd wirken kann. Als sie auf die Dreiecksgeschichte des berühmten Malers Max Beckmann, seiner Frau Mathilde und des Kunsthistorikers Erhard Göpel stieß, war für sie deshalb sofort klar: Darüber muss ich meinen ersten Roman schreiben. "Trio mit Tiger" heißt er. Es geht darin um Kunst, eine große Liebe und einen Mann, der einerseits im Auftrag Hitlers Kunst kauft, andererseits aber zum besten Freund Beckmanns wird.
    Nadine und Marianne Ludes treffen sich im Auktionshaus Grisebach, wo schon viele Beckmann-Gemälde unter den Hammer kamen und die Idee für diesen Roman entstand. Sie treffen einen Auktionator und empfehlen sich natürlich auch Bücher.
    Das Buch
    Marianne Ludes: "Trio mit Tiger", C. Bertelsmann, 448 Seiten.
    Nadine empfiehlt:
    Thomas Mann: "Deutsche Hörer! Radiosendungen nach Deutschland.", mit einem Vorwort und einem Nachwort von Mely Kiyak, 272 Seiten, S. Fischer.
    Marianne Ludes empfiehlt:
    Wolf Haas: "Wackelkontakt", Hanser, 240 Seiten.
    Thomas Mann: "Joseph und seine Brüder I und II. Die Geschichten Jaakobs", Neuausgabe, S. Fischer, vier Bände, zusammen 4020 Seiten.
    Die Autorin:
    Marianne Ludes lebt in Potsdam. Sie hat Wirtschaftswissenschaften studiert und mit ihrem Mann ein großes Architekturbüro aufgebaut. 2023 gründeten sie die gemeinnützige Stiftung Ludes. Daneben engagiert sich Marianne Ludes ehrenamtlich im kulturellen Bereich, insbesondere für das Literatur Festival Potsdam. "Trio mit Tiger" ist ihr erster Roman. 2021 erschien ihr Sachbuch: "Ludwig Jacobs – oder das verschwundene Leben". Marianne Ludes lebt in Potsdam.
    Der Ort
    Das Auktionshaus Villa Grisebach in der Fasanenstraße 25 in Berlin Charlottenburg
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    Mit Vea Kaiser im Wiener Grandhotel

    01.1.2026 | 57 Min.
    Mit Blasmusikpop landete Vea Kaiser einen Bestseller. Mal galt sie als "Fräuleinwunder der Literatur", dann wurde sie als "Helene Fischer der Literatur" beschimpft. Sie war Jurorin beim Bachmann-Preis, Kritikerin im Literarischen Quartett. Und hat jetzt mit "Fabula Rasa" einen Roman über eine alleinerziehende Buchhalterin aus dem Gemeindebau in einem Wiener Grandhotel geschrieben, die auf kriminelle Abwege gerät - aus Liebe zu ihrem Sohn.
    Stephan Ozsváth hat Vea Kaiser, die mittlerweile selbst zwei Kinder hat, im Wiener Grand Hotel getroffen, das Pate für den Roman stand und mit ihr über gläserne Decken, verkrachte Künstler und Sozialdemokraten-Biotope gesprochen - sowie darüber, dass es kein weibliches Pendant für das Wort "Kavaliersdelikt" gibt.
    Das Buch
    Vea Kaiser, "Fabula Rasa", Kiepenheuer & Witsch, 25,00 Euro, 576 Seiten.
    Stephan Ozsváth empfiehlt
    Ljubko Deresch: "Wo der Wind ist", Schenk Verlag. 402 Seiten, 18,90 Euro. (Taschenbuch)
    Vea Kaiser empfiehlt
    Daniel Kehlmann: "Lichtspiel", Rowohl, 480 Seiten, 26,00 Euro.
    Jacinta Nandi: "50 ways to leave your Ehemann". Edition Nautilus, 232 Seiten, 20,00 Euro.
    Jacinta Nandi: "Single Mom Supper Club", Rowohlt, 320 Seiten, 24,00 Euro.
    Der Ort
    "Café Imperial" im Wiener Grandhotel "Imperial" am Ring.
    Die Autorin
    Vea Kaiser, geboren 1988 in St.Pölten ist Alt-Philologin. Ihr Romandebüt "Blasmusikpop" wurde zum Bestseller und machte sie zum Star in der österreichischen Literaturszene. Es wurde als bestes deutsches Debüt und mit dem Preis der Stadt Wien ausgezeichnet. "Blasmusikpop" wurde in Salzburg auch auf der Theaterbühne aufgeführt. Vea Kaiser gehörte der Jury des Bachmann-Preises, war auch Kritikerin im Literarischen Quartett. Sie ist Mutter von zwei Kindern und lebt in Wien. Fabula Rasa ist ihr fünfter Roman.
  • Orte und Worte

    Mit Helga Schubert in der rbb Dachlounge

    25.12.2025 | 49 Min.
    Mit Helga Schubert blicken wir zum Jahresende aus der rbb Dachlounge nicht nur buchstäblich über die Berliner Skyline, sondern auch auf Texte aus 65 Jahren. Für "Orte und Worte" ist die 85-jährige Bestsellerautorin extra nach Berlin gereist und spricht im voll besetzten Studio 14 mit Anne-Dore über ihren neuen Band "Luft zum Leben - Geschichten vom Übergang".
    Es geht um ihren Glauben, den Tod ihres Mannes diesen Sommer, Publikationsverbote in der DDR und ihre Arbeit als Psychotherapeutin. Und wir entlocken Helga Schubert ein bisschen Lebensweisheit: Wie geht sie mit Hindernissen um? Woher kommt ihr Lebensmut? Und warum hat sie keine Angst vor dem Tod?
    Das Buch
    Helga Schubert: "Luft zum Leben. Geschichten vom Übergang", dtv Verlag, 288 Seiten, 24,00 Euro.
    Die Autorin
    Helga Schubert wurde 1940 in Berlin-Kreuzberg geboren. Sie hat als Psychotherapeutin gearbeitet, u.a. in einer Eheberatungsstelle. Ihr Debüt erschien 1975 "Lauter Leben", später folgten u.a. "Das verbotene Zimmer" (1982), "Judasfrauen" (1990). Mit 80 Jahren gewann sie den Bachmannpreis – seither erscheinen in steter Folge frühere und neue Texte, u.a. "Vom Aufstehen. Ein Leben in Geschichten" und "Der heutige Tag. Ein Stundenbuch der Liebe".
    Der Ort
    Mehr zum Programm in der rbb Dachlounge im Studio 14 unter https://studio14-dierbbdachlounge.de
    Podcast-Tipp: Große Geschichten – Elena Ferrante: Die Neapolitanische Saga https://1.ard.de/neapolitanische_saga?cp=orteundworte

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Über Orte und Worte

Der Bücherpodcast vom rbb. Ein Buch, ein Ort, eine Begegnung: Wir sprechen mit Autorinnen und Autoren über ganz persönliche Themen, ihre aktuellen Bücher, das Schreiben und die kreative Arbeit. Unsere Hosts Nadine Kreuzahler, Anne-Dore Krohn und Stephan Ozsváth verabreden sich an Orten, die wichtig sind als Schauplatz oder zur Inspiration, mit dem Schwerpunkt in Berlin und Brandenburg. Alle Tipps, Empfehlungen und Orte findet Ihr in den Beschreibungen und Shownotes der Podcast Folgen.
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