ENERGIEZONE

Ilan Momber & Alexander Graf
ENERGIEZONE
Neueste Episode

114 Episoden

  • ENERGIEZONE

    E#114 mit Jannis Lange (E.ON EIS): 18 Monate Bauzeit vs. 15 Jahre Netzausbau: Scheitert der KI-Boom am Stromnetz?

    06.04.2026 | 54 Min.
    In dieser Episode der Energiezone sprechen wir mit Jannis Lange, dem Global Lead Data Center Solutions bei E.ON Energy Infrastructure Solutions. In diesem Gespräch geht es um die komplexe Beziehung zwischen Rechenzentren, Energieerzeugung und der strategischen Infrastruktur in Deutschland. Während die Diskussion um Künstliche Intelligenz und Cloud-Dienste zurzeit boomt, beleuchten wir die enormen Energiebedarfe, die mit diesen Technologien verbunden sind, und die Herausforderungen, die der langsame Netzausbau mit sich bringt.

    Jannis erklärt, wie es zu einem signifikanten zeitlichen Ungleichgewicht zwischen dem Bau von Rechenzentren und dem Ausbau der notwendigen Infrastruktur kommt. Während neue Rechenzentren in 18 bis 24 Monaten entstehen, benötigen die erforderlichen Netzausbaumaßnahmen oft bis zu 15 Jahre. Diese Diskrepanz führt zu entscheidenden Fragen darüber, wie Deutschland seine digitale und energiepolitische Zukunft gestalten kann.

    In unserem Gespräch bietet Jannis eine interessante Perspektive, warum der Ansatz der Onsite-Gaskraftwerke, wie ihn viele US-amerikanische Betreiber verfolgen, nicht ohne Weiteres auf Europa übertragbar ist. Zudem sorgt Jannis’ Vergleich von Rechenzentren mit "intelligenten Toastern", die große Mengen Abwärme erzeugen, für einige spannende Aha-Momente. Wiederholt betont er die Notwendigkeit, diese Abwärme sinnvoll zu nutzen und erklärt, warum es nicht so einfach ist, integrierte Wärmenetze zu schaffen, wenn die Abwärme-Temperaturen in Rechenzentren relativ niedrig sind.

    Ein weiteres zentraler Punkt der Diskussion ist die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Rechenzentren und Energieversorgern. Jannis beleuchtet die Herausforderungen, die aus unterschiedlichen Interessen und regulatorischen Vorgaben entstehen, und fordert mehr Transparenz und den Willen zum Teamplay in der Branche. Angesichts der Herausforderungen, die mit dem Ausbau von Rechenzentren und der Übergabe von Abwärme entstehen, erkennen wir die Wichtigkeit des integrativen Denkens, um digitale Infrastrukturen nachhaltig zu gestalten.

    Zum Abschluss des Gesprächs unterstreicht Jannis die Dringlichkeit, lokale Energieerzeugung und Abwärmenutzung als essentielle Bestandteile der zukünftigen Strategie betrachtet werden müssen und gibt Einblicke, wie sich E.ON auf die schnellen Veränderungen und die Ansprüche in der Branche einstellt. Seine pragmatische Herangehensweise zeigt, wie wichtig es ist, im digitalen Zeitalter effizient und flexibel zu agieren.

    Diese Episode ist eine Einladung an die Branche, aktiver über Lösungsmöglichkeiten nachzudenken und sich an der Weiterentwicklung von Rechenzentren zur Optimierung des Energieverbrauchs und der Ressourcennutzung zu beteiligen.

    Webseite: http://www.energiezone.org
    Community: https://forum.energiezone.org
    Feedback: [email protected]
    Alexander Graf: https://www.linkedin.com/in/alexandergraf
    Ilan Momber: https://www.linkedin.com/in/imomber/
  • ENERGIEZONE

    Stadtwerke im Wandel mit Prof. Dr. Claus Hartmann (E#113)

    24.03.2026 | 1 Std. 10 Min.
    In dieser Folge des Energiezone-Podcasts haben wir Claus Hartmann, Professor für nachhaltige Energieversorgung an der Hochschule Flensburg, zu Gast. Mit seiner umfangreichen Erfahrung aus der Arbeit mit Stadtwerken und innovativen Projekten im Bereich der Energieversorgung bietet Claus einen tiefen Einblick in die Strategien und Herausforderungen, denen sich Stadtwerke, insbesondere in Flensburg, gegenübers sehen. Wir beginnen unsere Diskussion mit einem Blick auf das Flensburger Wärmenetz und dessen Entwicklung. Claus erläutert, dass Flensburg, ähnlich wie Dänemark in den 60er und 70er Jahren, eine Weg von Gasnetzen hin zu einem zentralen Wärmenetz eingeschlagen hat. Dies wurde als strategischer Schritt angesehen, um fossile Brennstoffe zu vermeiden und die Anzahl der kleinen, ineffizienten Heizungen in Haushalten zu reduzieren. Trotz des Erfolgs gibt es Herausforderungen, wie die teilweise hohen Preise für Fernwärme, was uns zu Überlegungen bezüglich der Optimierung von Kosten und Effizienz führt.

    Ein weiteres zentrales Thema unserer Unterhaltung ist die Volatilität der Strompreise an der Börse und die Auswirkungen auf Stadtwerke. Claus teilt seine Einsichten zur Notwendigkeit, flexibel auf sich ändernde Marktbedingungen zu reagieren und die Integration erneuerbarer Energien in die bestehenden Systeme voranzutreiben. Es wird deutlich, dass die Herausforderung nicht nur in der Technologie, sondern auch in der Denkweise der Akteure innerhalb der Stadtwerke liegt. Klaus gibt uns einen aufschlussreichen Einblick in die Geschäftsprozesse und die oftmals langwierigen Entscheidungsfindungen, die innovative Projekte behindern können.

    Die Unterhaltung bietet auch einen Blick auf die Rolle von Batterien und deren Potenzial für Stadtwerke in der Zukunft. Claus diskutiert die Möglichkeiten, die sich durch Batteriespeicher ergeben, besonders im Hinblick auf die flexible Handhabung von Strommengen. Das Gespräch führt zu einer spannenden Überlegung darüber, wie solche Systeme den Stadtwerken wirtschaftliche Vorteile bieten können, indem sie als Puffer zwischen Angebot und Nachfrage fungieren.

    Webseite: http://www.energiezone.org
    Community: https://forum.energiezone.org
    Feedback: [email protected]
    Alexander Graf: https://www.linkedin.com/in/alexandergraf
    Ilan Momber: https://www.linkedin.com/in/imomber/
  • ENERGIEZONE

    Lion Hirth vs. Philipp Schröder (E#112)

    19.03.2026 | 57 Min.
    In dieser Episode des Energiezone-Podcasts werfen wir einen detaillierten Blick auf die aktuelle Diskussion um die Rolle von Aufdachsolaranlagen in der deutschen Energiewende. Wir beginnen die Episode mit dem Verweis auf die vorherige Folge, in der Simon Hillmann von Asma Pfeiffer mir spannende Einblicke in die juristischen und technischen Aspekte der Energiewende gegeben hat. Dabei kamen wir auf das Konzept der sechs Phasen der Energiewende zu sprechen, das von der Internationalen Energieagentur stammt. Im weiteren Verlauf der Episode analysieren wir einen Streit zwischen Lion Hirth und Philipp Schröder, der die Argumente um die Wirtschaftlichkeit von Aufdachsolaranlagen ins Rampenlicht rückt. Lion kritisiert die Rentabilität dieses Modells und bezieht sich auf die Notwendigkeit ein neues Anreizsystem zu entwickeln, um die Herausforderungen im deutschen Stromnetz zu adressieren. Philipp hingegen argumentiert, dass die Nutzung von Dachsolaranlagen netzdienlich ist und Kosten für alle senkt, wenn sie richtig gesteuert wird. Hier nehmen wir beide die Rollen der Protagonisten ein und diskutieren die unterschiedlichen Perspektiven intensiv. Ich erläutere die Bedenken, die von der Idealisierung der netzdienlichen Einspeisung kommen. Dabei verweise ich auf die tatsächlichen physikalischen Gegebenheiten und die Zusammenhänge im Netzbetrieb, die zeigen, dass die Einspeisung von Solarstrom in Spitzenlastzeiten nicht den gewünschten Effekt hat. Das vergessen wir oft in der Diskussion um Eigenverbrauch und Netzentgelte.

    Die Diskussion zwischen den beiden bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/posts/philipp-schr%C3%B6der-b94b6576_lernen-wir-nie-vor-vier-jahren-begann-durch-activity-7434218693338873856-crVs

    Webseite: http://www.energiezone.org
    Community: https://forum.energiezone.org
    Feedback: [email protected]
    Alexander Graf: https://www.linkedin.com/in/alexandergraf
    Ilan Momber: https://www.linkedin.com/in/imomber/
  • ENERGIEZONE

    Milliarden-Schock: Zerstört die Bundesnetzagentur den deutschen Speicher-Boom? (E#111)

    15.03.2026 | 1 Std. 12 Min.
    In dieser Episode der Energiezone tauchen wir tief in aktuelle Entwicklungen der Regulierungs- und Rechtslage im Energiesektor ein. Ich habe Simon Hillmann, Partner bei AssmannPeiffer, einen erfahrenen Experten im Energierecht, eingeladen, um die neuesten Trends und Herausforderungen im Zusammenhang mit der Energiewende zu analysieren. Aufgrund unvorhergesehener Umstände nehmen wir die Folge virtuell auf, was jedoch nicht davon ablenkt, dass der Austausch über die komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen umso wertvoller ist.

    Wir beginnen mit einem Update zur Kundenanlage, einem Thema, das wir in unserer letzten Episode ausführlich behandelt haben. Simon erläutert, wie das Urteil des Bundesgerichtshofs Verwirrung gestiftet hat und nach wie vor Unsicherheit im Markt herrscht. Das kürzlich eingeführte Gesetz, das für bestehende Kundenanlagen bis Ende 2028 eine Art Schutz bietet, wirft eine Vielzahl von Fragen auf. Besonders kritisch ist, ob diese Regelung tatsächlich langfristigen rechtlichen Schutz bietet oder ob es sich lediglich um eine kurzfristige Entwarnung handelt.

    Darüber hinaus widmen wir uns dem Agnes-Paket der Bundesnetzagentur, das grundlegende Änderungen bei der Berechnung von Netzentgelten und der Regulierung von Erzeugern und Speicheranbietern mit sich bringt. Simon erklärt die Notwendigkeit von dynamischen Netzentgelten, die Anreize schaffen sollen, das Einspeiseverhalten nach der Auslastung des lokalen Netzes zu orientieren. Wir diskutieren jedoch auch die Bedenken, die in der Branche hinsichtlich der Finanzierungsbeiträge von Erzeugern und Speicherbetreibern bestehen, die potenziell die Investitionen in neue Projekte gefährden könnten.

    Ein zentrales Thema ist die aktuelle Diskussion um den Industriestrompreis. Simon bringt seine Perspektive dazu ein, wie dieser Preis als Subventionsinstrument gesehen wird und welche Kritik es an den damit verbundenen Anforderungen gibt. Er erläutert, dass viele Unternehmen enttäuscht sind, weil sie nicht in den Kreis der Begünstigten fallen, und wir beleuchten, wie wichtig es ist, die Subventionspolitik entsprechend den wirtschaftlichen Realitäten zu gestalten.

    Wir wagen auch einen Blick nach vorn und betrachten den Gesamtzustand der Energiewende in Deutschland. Simon beschreibt die aktuelle Phase als einen entscheidenden Punkt, an dem die Systemintegration der erneuerbaren Energien eine Vielzahl von Herausforderungen mit sich bringt. Die Bedeutung einer harmonisierten Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren der Branche wird als essenziell hervorgehoben. Es wird deutlich, dass ein gemeinsames Ziel verfolgt werden muss, um die Energiewende erfolgreich voranzutreiben.

    Diese intensive Diskussion bietet nicht nur Einblicke in die rechtlichen Aspekte der Energiewende, sondern auch in die praktischen Herausforderungen, die sich für Marktteilnehmer ergeben. Simon und ich sind uns darin einig, dass eine klare Kommunikation und eine verlässliche rechtliche Basis für Investitionen in den Energiesektor unerlässlich sind, um die angestrebten Ziele der Energiewende zu erreichen.

    Webseite: http://www.energiezone.org
    Community: https://forum.energiezone.org
    Feedback: [email protected]
    Alexander Graf: https://www.linkedin.com/in/alexandergraf
    Ilan Momber: https://www.linkedin.com/in/imomber/
  • ENERGIEZONE

    Heimenergiemanagementsystemen (HEMS) im Vergleich (E#110)

    04.03.2026 | 47 Min.
    Im heutigen Energiezone-Podcast haben wir Thomas Haupt zu Gast, einen wissenschaftlichen Mitarbeiter und Doktoranden der Hochschule Ansbach, der sich intensiv mit Heimenergiemanagementsystemen (HEMS) beschäftigt. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um Thomas nach seinen Erfahrungen und Erkenntnissen zu den Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich HEMS zu fragen. Dabei haben wir grundlegend diskutiert, wie diese Systeme dazu beitragen können, Energieeffizienz und Kosteneinsparungen in Privathaushalten zu steigern, insbesondere in Verbindung mit Photovoltaikanlagen.

    Thomas erklärt, dass HEMS darauf abzielen, den Verbrauch von Energie im Eigenheim durch intelligente Steuerung optimieren. In den letzten Jahren hat sich der Begriff HEMS weit verbreitet, und er hat tiefere Einblicke in die Marktstrukturen und -dynamiken erhalten, die es den Haushalten ermöglichen, ihre Energiekosten erheblich zu senken. Sein persönlicher Einstieg in das Thema kam durch seine Masterarbeit, die sich mit der ökonomischen Analyse von HEMS befasste. Diese Analyse hat ihm aufgezeigt, welche Einsparungen potentiell möglich sind, und motivierte ihn, das Thema weiter zu erforschen.

    Ein zentraler Punkt unserer Unterhaltung war die Frage, inwiefern HEMS eine breitere Akzeptanz finden werden. Thomas stellt fest, dass trotz der hohen Einsparungspotenziale, die in der Werbung oft angepriesen werden, viele Endverbraucher sich der Möglichkeiten von HEMS noch nicht bewusst sind. Besonders im Hinblick auf die technologische Komplexität von HEMS und der mangelnden Transparenz im Markt zeigt sich, dass viele Verbraucher unsicher sind, wie sie die richtige Lösung auswählen sollten. Dies führt oft dazu, dass sie sich an Komplettanbieter wenden, die als „One-Stop-Shops“ fungieren, was die Entscheidungsfindung zusätzlich erschwert.

    Projekt: https://hems-finder.org/

    Webseite: http://www.energiezone.org
    Community: https://forum.energiezone.org
    Feedback: [email protected]
    Alexander Graf: https://www.linkedin.com/in/alexandergraf
    Ilan Momber: https://www.linkedin.com/in/imomber/

Weitere Firmengründung Podcasts

Über ENERGIEZONE

ENERGIEZONE analysiert ENERGIE-Strategien und -Geschäftsmodelle. Wöchentlich sprechen Gründer und CEOs von Energieproduzenten, Netzbetreibern, Startups und anderen wichtigen Akteuren über ihr Geschäftsmodell und die eigene Strategie. Die Gäste werden befragt von Ilan Momber & Alexander Graf ([email protected])
Podcast-Website

Höre ENERGIEZONE, Aspire with Emma Grede und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.at-App

Hol dir die kostenlose radio.at App

  • Sender und Podcasts favorisieren
  • Streamen via Wifi oder Bluetooth
  • Unterstützt Carplay & Android Auto
  • viele weitere App Funktionen
Rechtliches
Social
v8.8.6| © 2007-2026 radio.de GmbH
Generated: 4/9/2026 - 5:53:25 AM