Man muss schon etwas wissen, um verbergen zu können, dass man nichts weiß“, lautet ein Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach. Da Wissen jedoch Macht bedeuten kann und wir nicht über alles Bescheid wissen können, aber zu allem eine Meinung haben möchten, wird es komplex.Wenn man nach bestem Wissen und Gewissen besser schweigt, Unwissenheit zugibt oder nach Sesamstraßen-Manier dumm bleibt, weil man nicht fragt, kann das dazu führen, dass man sich aufs Glatteis führen lässt oder ins Schwitzen gerät. Viele Meinungen – selbst unter Expert:innen – gehen nicht selten auseinander, und am Ende steht man da und ist kaum klüger als zuvor.Was also tun, wenn man nichts weiß und das Gefühl hat, alles glauben zu müssen? Vielleicht geht es weniger darum, sofort Antworten zu haben, sondern darum, Fragen zu stellen, Unsicherheit auszuhalten und sich ein Urteil erst nach und nach zu bilden.Und die innere Stimme? Die gibt es – aber sie ist kein sicherer Kompass. Sie speist sich aus Erfahrung, Gefühl und Prägung. Entscheidend ist, sie nicht blind zu glauben, sondern mit Denken und Hinterfragen zu verbinden.