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One and a half sportsmen

Dr. Christian Theis & Prof. Dr. Tim Bindel
One and a half sportsmen
Neueste Episode

60 Episoden

  • One and a half sportsmen

    1500 Stunden Sportunterricht – Was bleibt hängen? (Ep. #57)

    28.05.2026 | 1 Std. 1 Min.
    Nach ungefähr 1500 Stunden Sportunterricht stellt sich irgendwann die vielleicht wichtigste Frage überhaupt: Was soll am Ende eigentlich übrig bleiben? Ein perfekter Sprungwurf? Freude an Bewegung? Teamfähigkeit? Gesundheitsbewusstsein? Oder einfach nur die Fähigkeit, nie wieder freiwillig einen Bocksprung machen zu müssen?

    In dieser Episode sprechen wir darüber, welche Ziele der Sportunterricht überhaupt verfolgt – oder verfolgen soll. Denn je nachdem, wen man fragt, fallen die Antworten ziemlich unterschiedlich aus: Manche denken leistungsorientiert, andere sehen den Schwerpunkt in Erfahrungen und Emotionen, wieder andere betonen Gesundheit, Persönlichkeitsentwicklung oder soziale Kompetenzen. Und irgendwo dazwischen versucht der Sportunterricht seit Jahrzehnten, gleichzeitig Bildung, Bewegung, Erziehung und Motivation zu sein. Keine kleine Aufgabe für 90 Minuten in der Doppelstunde.

    Wir diskutieren, ob man sich nicht viel klarer darüber verständigen müsste, was am Ende einer Schullaufbahn tatsächlich erreicht werden soll – und ob es überhaupt möglich ist, sich auf gemeinsame Kernziele zu einigen. Dabei sprechen wir über ganz unterschiedliche Bereiche, die Sportunterricht berührt: das Lernen von Spielen und Spielkulturen, soziale Kompetenzen, motorische und kognitive Fähigkeiten sowie die Frage, ob Schule Menschen tatsächlich dazu befähigen kann, auch außerhalb der Schule dauerhaft Sport zu treiben.

    Natürlich landen wir dabei auch bei der großen Leitidee des lebenslangen Sporttreibens. Ein oft formuliertes Ziel – aber wie realistisch ist das eigentlich? Kann Sportunterricht wirklich nachhaltige Bewegungsbiografien prägen oder überschätzen wir manchmal den Einfluss von Schule auf das spätere Leben?

    Zwischendurch wird jedenfalls deutlich: Kaum ein Fach soll gleichzeitig so viel leisten wie der Sportunterricht – und kaum ein Fach diskutiert dabei so regelmäßig darüber, was seine eigentliche Aufgabe überhaupt ist.

    Was sonst so passiert: Tim und Christian philosophieren überraschend ausführlich über Grillen, Gasgrills, offene Küchen, Biofleisch und die anstehende Fußball-WM – also im Grunde über all die großen gesellschaftlichen Fragen, die man üblicherweise kurz nach „Was ist guter Sportunterricht?“ diskutiert.
  • One and a half sportsmen

    Kein Sport ohne Platz – Räume zum Bewegen (Ep. #56)

    14.04.2026 | 59 Min.
    Sport braucht Bewegung – und Bewegung braucht Raum. Klingt erstmal banal, ist aber erstaunlich komplex, wenn man einmal genauer hinschaut. In dieser Episode widmen wir uns genau dieser Frage: Wo findet Sport eigentlich statt – und warum genau dort? Wir sprechen über klassische, geschaffene Sporträume wie Turnhallen, Sportplätze oder Stadien – also Orte, die oft klar strukturiert sind und bestimmten Regeln folgen. Gleichzeitig richten wir den Blick auf informelle und natürliche Bewegungsräume: Parks, Wälder, urbane Flächen oder einfach der Bordstein vor der Haustür. Orte, die weniger geplant sind, dafür aber häufig mehr Kreativität ermöglichen. Denn nicht jeder Raum ist für jede Bewegung gemacht – und genau darin liegt oft sein Reiz. Dabei wird schnell deutlich, dass Räume nicht nur Möglichkeiten eröffnen, sondern auch begrenzen. Bestimmte Sportarten brauchen spezifische Infrastrukturen, während andere gerade von offenen, flexiblen Umgebungen leben. Wir diskutieren, wie sich diese Unterschiede auf das Sporttreiben auswirken – und wie sich daraus auch Fragen von Zugang, Teilhabe und sozialer Ungleichheit ergeben. Ein besonderer Blick geht in die Zukunft: Wie werden Sporträume von morgen aussehen? Wer plant sie – und für wen? Denn spätestens bei der kommunalen Sportstättenpolitik wird klar: Welche Anlagen gefördert werden, entscheidet mit darüber, wer sich wie, wo und mit wem bewegen kann. Auch die Schule spielt dabei eine zentrale Rolle. Nicht umsonst heißt es: Der Raum ist der dritte Erzieher. Ob Turnhalle, Schulhof oder alternative Bewegungsflächen – Sporträume prägen Bewegungsbiografien, oft nachhaltiger, als uns im ersten Moment bewusst ist. Was sonst so passiert: Wir klären, wie man Tetris tatsächlich durchspielen kann (oder zumindest glaubt, es zu können), wundern uns über die gelegentlich fragwürdige Eleganz mancher KI-Formulierungen und landen zwischendurch bei frühkindlichen Bewegungserinnerungen – irgendwo zwischen Schlucht, rotem Berg und genau den Räumen, die uns vermutlich stärker geprägt haben, als wir damals ahnten.
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    Achtsames Podcasten – Die Episode zum Durchatmen (Ep. #55)

    14.03.2026 | 1 Std. 2 Min.
    Eigentlich wollten wir in dieser Folge über die Eignungsprüfung im Sportstudium sprechen. Ein Thema, das vielerorts diskutiert wird. Allerdings passiert im Hintergrund derzeit so viel, dass wir beschlossen haben: Das verdient eine weitgreifendere Episode – die über die Mainzer Perspektive hinaus geht und aktuelle Entwicklungen aufzeigt. Kurz gesagt: Hier bitten wir um noch etwas Geduld.
    Stattdessen nehmen wir uns in dieser Folge etwas Zeit zum achtsamen Podcasten – also für drei präsente Themen, die im stressigen Alltag oft zu kurz kommen. Zunächst sprechen wir über Ragebait auf Social Media: Inhalte, die gezielt provozieren, um maximale Aufmerksamkeit zu erzeugen. Wir überlegen, warum gerade seriöse Wissens- und Wissenschaftskommunikation im Sport gegen solche Mechanismen häufig ins Hintertreffen gerät – und warum Differenziertheit im Algorithmus selten gewinnt.
    Danach richten wir den Blick auf Karrieren in der Sportwissenschaft. Was macht diesen Weg eigentlich attraktiv? Welche Strategien können junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verfolgen? Und ist es klüger, früh ein klares Profil zu entwickeln oder lieber viele Interessen parallel zu verfolgen, bis sich irgendwann eine Richtung herauskristallisiert?
    Zum Abschluss schauen wir auf aktuelle Jugendstudien, die zeigen, dass sich insbesondere männliche Jugendliche wieder stärker an konservativen Rollenbildern orientieren. Wir sprechen darüber, welche Rolle Sport-, Fitness- und Körperkulturen dabei spielen – und was es mit Trends wie Looksmaxxing und neuen (alten) Schönheitsidealen auf sich hat.
    Was sonst so passiert: Wir philosophieren kurz über den Einfluss des Wetters auf Sport und Stimmung, lassen uns mehrmals von Tims Achtsamkeits-App zu Atemübungen anleiten und versuchen dabei, wenigstens für ein paar Sekunden so zu tun, als hätten wir das Prinzip der Achtsamkeit vollständig verstanden. Ob uns das gelingt oder ob wir doch wieder schneller reden als wir atmen – hört am besten selbst rein.
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    Ab auf die Piste – Schneesport in Schule und Gesellschaft (Ep. #54)

    25.02.2026 | 1 Std. 2 Min.
    Schneesportfahrten gehören für viele zu den prägenden Erinnerungen der Schulzeit – doch welche pädagogische, gesellschaftliche und ökologische Bedeutung haben sie heute noch? In dieser Episode diskutieren wir aktuelle Chancen und Herausforderungen von Schneesportangeboten in Schule, Studium und Gesellschaft. Wir beleuchten die vielfältigen Lernpotenziale: motorische Entwicklung, soziale Erfahrungen, Selbstständigkeit und Gemeinschaftsgefühl. Gleichzeitig werfen wir einen kritischen Blick auf Nachhaltigkeit, ökologische Verantwortung und die Frage, ob Schneesportangebote unter veränderten klimatischen Bedingungen verantwortungsvoll gestaltet werden können. Darüber hinaus geht es um besondere Möglichkeiten z. B. des fächerübergreifenden Lernens in Schneesportwochen – von Mathematik über Geografie bis Biologie – sowie um organisatorische und strukturelle Fragen: Sind Kosten und Personalaufwand gerechtfertigt? Welche Rolle spielt Schneesport als kulturelles Kapital und wie lässt sich mehr Diversität und Zugänglichkeit schaffen? Dabei distanzieren wir uns bewusst von Argumenten nach dem Motto „Das haben wir schon immer so gemacht“ und suchen nach zeitgemäßen Perspektiven. Was sonst so passiert: Tim gerät ins Schwärmen über die Olympischen Winterspiele, während Christian – regelinteressiert wie eh und je – der Frage nachgeht, was beim Skicross eigentlich alles erlaubt ist. Zwischen Euphorie, Regelkunde und Winterfantasien wird klar: Schneesport ist mehr als kalte Füße und Après-Ski.
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    Zwischen Kompliment, Kritik und Korrektur – Die Kunst des Feedbacks im Sport (Ep. #53)

    16.01.2026 | 1 Std. 4 Min.
    „Gut gemacht!“ – aber was heißt das eigentlich? In dieser Episode dreht sich alles um Feedback: konstruktiv, kritisch, motivierend – und manchmal auch schmerzhaft ehrlich. Wir sprechen darüber, welche Formen von Feedback es gibt, was gutes Feedback auszeichnet und warum Rückmeldungen im Sport (und besonders im Sportunterricht) oft schneller unter die Haut gehen als in anderen Lebensbereichen. Warum fühlt sich Kritik im sportlichen Kontext häufig persönlich an? Wie kann man mit negativem oder unerwartetem Feedback umgehen, ohne direkt in den emotionalen Abwehrmodus zu schalten? Und welche Rolle spielen Lob und positive Verstärkung, wenn es darum geht, Entwicklung zu ermöglichen statt Frust zu produzieren? Neben klassischen Rückmeldeformaten geht es auch um Selbstevaluation, um neue digitale Feedbackformen – insbesondere im Jugendbereich – und um die Frage, wie man sich aktiv Feedback einholt. Spoiler: Auch Feedback zum Feedback kann verdammt hilfreich sein. Was sonst so passiert: Neues Jahr, neue Vorsätze: Willkommen 2026! Wir sprechen über plötzliche Neuzugänge im Fitnessstudio, alkoholarmes Leben, sportliche Neuanfänge – und darüber, warum Motivation im Januar oft größer ist als im März. Zwischen Rückmeldung und Selbstdialog wird klar: Veränderung beginnt im Kopf – und manchmal an der Getränketheke.
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Über One and a half sportsmen
Die Hauptakteure Prof. Dr. Tim Bindel und Dr. Christian Theis besprechen, skizzieren und diskutieren aktuelle sportwissenschaftliche oder sportrelevante Themen aus der Sicht von zwei Sportpädagogen. Prof. Dr. Tim Bindel ist geschäftsführender Leiter des Instituts für Sportwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Leiter der Abteilung Sportpädagogik/Sportdidaktik. Dr. Christian Theis ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Sportpädagogik/Sportdidaktik und forscht zu Themen des Jugendsports. Dabei richten sich die Inhalte ausdrücklich nicht nur an Sportwissenschaftler:innen, sondern ebenso z.B. an Sportlehrer:innen, Sportstudent:innen oder einfach nur sportbegeisterte Personen, die ihren Blick auf das große Gebiet des Sports erweitern möchten. Neben sachlich fundierter, wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Phänomenen des Sports, darf sich auf lebendige Diskussionen und pointierte sportlich-soziale Kurzweiligkeit gefreut werden.
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