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Prost Mahlzeit! Der österreichische Wein und Kulinarik Podcast

Corni Winelover & Christoph Baumert
Prost Mahlzeit! Der österreichische Wein und Kulinarik Podcast
Neueste Episode

82 Episoden

  • Prost Mahlzeit! Der österreichische Wein und Kulinarik Podcast

    #82 Kamptal im Glas - Johannes Haimerl

    18.10.2026 | 55 Min.
    Prost Mahlzeit – Episode 82 mit Johannes Haimerl:

    „Kamptal im Glas – Herkunft, Feingefühl & die nächste Generation“

    In dieser Episode von Prost Mahlzeit geht es ins Kamptal, genauer gesagt nach Gobelsburg zum Weingut Haimerl. Seit 1829 ist die Familie dort ansässig – und mit Johannes Haimerl steht bereits die nächste Generation bereit, um den Familienbetrieb weiterzuführen. Im Mittelpunkt stehen frische, lebendige Weine, Grüner Veltliner und Riesling – und ein junger Winzer, der gerne tüftelt, dabei aber Herkunft und klassisches Handwerk nie aus den Augen verliert.
    Wir beginnen bei Johannes selbst und seinem Weg zum Winzer. Nach seiner Ausbildung an der HBLA für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg führte ihn 2020 ein Praktikum bis nach Neuseeland. Wir sprechen darüber, welche Erfahrungen er von dort mitgenommen hat, was ihn während seiner Ausbildung besonders geprägt hat und wie heute die Zusammenarbeit mit seinem Vater Karl Haimerl funktioniert. Dabei interessiert uns natürlich auch, wo Johannes bereits seine eigenen Wege geht – und wie viel Freiheit ihm die ältere Generation dabei lässt.

    Eine Zahl begegnet einem beim Weingut Haimerl immer wieder: 1829. Seit beinahe 200 Jahren ist die Familie in Gobelsburg verwurzelt. Was bedeutet eine solche Geschichte für einen jungen Winzer? Ist sie Motivation, Verpflichtung oder vielleicht ein bisschen von beidem? Johannes erzählt, welche Werte und Traditionen er unbedingt bewahren möchte und wie man ein Familienweingut weiterentwickelt, ohne dessen Wurzeln zu verlieren.
    Natürlich spielt auch das Kamptal selbst eine Hauptrolle. Hier treffen pannonische Wärme und die Kühle des Waldviertels aufeinander. Warme Tage, kühle Nächte sowie unterschiedliche Löss- und Schotterböden schaffen Bedingungen, die den Charakter der Weine entscheidend mitbestimmen. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, was einen typischen Kamptaler Wein auszeichnet – und was diese Region vielleicht besser kann als jede andere.
    Im Glas dreht sich vieles um die beiden großen Sorten der Region: Grüner Veltliner und Riesling. Johannes erklärt die Unterschiede zwischen Veltliner vom Löss, Ortswein aus Gobelsburg und den großen Riedenweinen. Besonders spannend ist dabei die Ried Spiegel 1ÖTW – eine Herkunft, die im Weingut eine besondere Rolle spielt und uns direkt zu unserem Wein der Episode führt.

    Johannes ist aber auch ein Tüftler im Keller. Welche kleinen Details machen am Ende den Unterschied zwischen einem guten und einem besonderen Wein? Wie stark darf oder soll ein Winzer in die Weinbereitung eingreifen? Und gibt es Experimente, von denen der spätere Weintrinker vielleicht überhaupt nichts bemerkt? Dabei sprechen wir auch über die vermeintlich einfache, tatsächlich aber ziemlich schwierige Frage: Wann ist ein Wein eigentlich fertig?
    Die Grundlage dafür entsteht für Johannes jedoch im Weingarten. Intensive Laubarbeit, Ausdünnen und die Pflege jeder einzelnen Rebe sind wichtige Bausteine für jene Leichtigkeit und Frische, die seine Weine auszeichnen sollen. Gleichzeitig verändert der Klimawandel die Arbeit – und damit stellt sich auch die Frage, ob Weinbau heute überhaupt noch so funktionieren kann wie vor 20 oder 30 Jahren.

    Eng damit verbunden ist das Thema Nachhaltigkeit und Terroir. Wie viel überlässt man der Natur und wo muss der Winzer gezielt eingreifen? Johannes beschreibt einen Ansatz, bei dem die Natur gestalten darf, trotzdem aber nichts einfach dem Zufall überlassen wird. Wir sprechen darüber, welche Herausforderungen nachhaltiges Arbeiten mit sich bringt und warum dieses Denken gerade für eine junge Winzergeneration immer selbstverständlicher wird.
    Auch die Schlossquadrat-Trophy 2026 ist Thema unseres Gesprächs. Was bedeutet ein solcher Wettbewerb für einen jungen Winzer? Geht es nur um Auszeichnungen oder entstehen dabei auch Austausch, Freundschaften und ein Netzwerk innerhalb einer neuen österreichischen Winzergeneration? Und wohin entwickelt sich diese Generation, die heute beginnt, die heimische Weinwelt mitzugestalten?

    Dass Johannes durchaus Lust auf eigene Ideen hat, zeigt sein Projekt „Giovanni“. Ein Sparkling aus Grünem Veltliner, bewusst etwas abseits der klassischen DAC-Welt und mit Fokus auf unkomplizierten Trinkspaß. Wir sprechen darüber, wie die Idee entstand und ob Giovanni vielleicht jener Wein ist, in dem Johannes' ganz persönliche Handschrift besonders deutlich zum Vorschein kommt.

    Zum Abschluss schauen wir nach vorne. Johannes' Bruder Karl Nikolaus studiert BWL – könnte die Zukunft des Weinguts also irgendwann von den beiden Brüdern gemeinsam gestaltet werden? Soll der Betrieb wachsen oder bewusst familiär bleiben? Welche Weine möchte Johannes noch verwirklichen? Und wie soll das Weingut Haimerl in zehn Jahren aussehen?
    Und selbstverständlich wartet auch auf Johannes zum Abschluss wieder „Cornis kleines Verhör“ – vom besten Weinmoment über die kulinarische Sünde bis zur Frage nach seinem allerletzten Glas Wein.

    Wein der Episode:
    🍷 Grüner Veltliner Ried Spiegel 1ÖTW Kamptal Reserve 2023
    Mit dem Grünen Veltliner Ried Spiegel 1ÖTW landet genau jene Verbindung im Glas, die sich durch unser gesamtes Gespräch zieht: Kamptal, Herkunft, Grüner Veltliner und die individuelle Handschrift des Winzers. Ein Riedenwein, der hervorragend zu Johannes' Anspruch passt, Tradition weiterzuführen und ihr gleichzeitig seine eigene Interpretation zu geben.
    Grüner Veltliner Ried Spiegel 1ÖTW Kamptal Reserve 2023 – Weingut Haimerl

    Prost Mahlzeit!
    Mehr über Johannes Haimerl und das Weingut Haimerl findet ihr unter:
    Weingut Haimerl
    Eine Episode über fast 200 Jahre Familiengeschichte, das besondere Klima des Kamptals, Grünen Veltliner und Riesling – und über einen jungen Winzer, der mit Feingefühl, Experimentierfreude und Respekt vor seiner Herkunft die nächste Generation des Weinguts Haimerl einläutet.
  • Prost Mahlzeit! Der österreichische Wein und Kulinarik Podcast

    # 81 Wachau mit Handschrift - Christoph Donabaum

    11.10.2026 | 56 Min.
    Prost Mahlzeit – Episode 81 mit Christoph Donabaum:

    „Wachau mit Handschrift – Spitzer Graben, Familie & Wein“

    In dieser Episode von Prost Mahlzeit führt uns unsere Reise in die Wachau, genauer gesagt in den Spitzer Graben. Dort besuchen wir Christoph Donabaum vom Weingut Christoph Donabaum – einen Familienbetrieb, dessen Geschichte weit zurückreicht und dessen Weine von steilen Rieden, alten Reben, viel Handarbeit und einer der spannendsten Weinlandschaften Österreichs geprägt werden.

    Die Geschichte des Weinguts reicht bis mindestens 1668 zurück, seit 1853 befindet sich der Hof im Besitz der Familie Donabaum. Christoph selbst übernahm bereits 2012 Verantwortung für Keller und Weingarten und führt den Betrieb seit 2020. Wir sprechen darüber, wie es ist, eine derart lange Familiengeschichte weiterzuführen, wann für ihn klar wurde, dass Wein sein eigener Weg sein würde – und wie sich sein Blick auf den Betrieb verändert hat, seit er selbst die Verantwortung trägt.

    Eine Hauptrolle in unserem Gespräch spielt natürlich der Spitzer Graben. Er gehört zu den kühlsten Bereichen der Wachau. Höhenlage, Wälder und kühle Winde sorgen für besondere Bedingungen und beeinflussen die Reife der Trauben. Christoph erzählt, warum gerade diese vermeintlich schwierigeren Voraussetzungen für die Stilistik seiner Weine so wertvoll sind und was den Spitzer Graben für ihn auch im internationalen Vergleich besonders macht.
    Wer hier Wein machen möchte, muss allerdings bereit sein, ordentlich anzupacken. Viele Weingärten liegen in extremen Steillagen, in denen Handarbeit nicht romantisches Marketing, sondern tägliche Realität ist. Wir sprechen über die herausforderndsten Rieden, darüber, welche Lagen Christoph besonders stolz machen, und über die unterschiedlichen Charaktere von Herkünften wie Setzberg, Offenberg und Spitzer Point. Und natürlich wollen wir wissen: Erkennt Christoph bei einer Blindverkostung tatsächlich sofort seinen Spitzer Graben?
    Bei den Rebsorten stehen naturgemäß Grüner Veltliner und Riesling im Mittelpunkt. Doch beim Weingut Donabaum spielt auch der Neuburger eine besondere Rolle – eine Rebsorte, die gerade im Spitzer Graben eine lange Tradition besitzt. Wir sprechen über alte Rebanlagen, darüber, was Neuburger von anderen Sorten unterscheidet, und warum auch Weißburgunder und Muskateller ihren Platz im Sortiment gefunden haben.

    „Unsere Hände, unsere Böden, unsere Weine“ – dieser Gedanke beschreibt die Philosophie des Hauses besonders gut. Christoph erzählt, was echtes Handwerk im Weinbau für ihn bedeutet, warum die Familie ihre alten Rebanlagen bis ins Detail kennt und wie viel Handarbeit tatsächlich in einer Flasche Donabaum steckt. Besonders wichtig sind dabei zwei Faktoren, die sich nicht beschleunigen lassen: Zeit und Geduld. Sie entscheiden mit darüber, wann der richtige Moment für die Lese gekommen ist und wann ein Winzer eingreifen – oder die Natur einfach machen lassen sollte.

    Spannend wird es auch beim Thema Generationenwechsel. Was wollte Christoph verändern, als er 2020 endgültig die Verantwortung übernahm? Welche Dinge seiner Eltern wollte er unbedingt bewahren? Und wie entwickelt man als nächste Generation eine eigene Handschrift, ohne die Geschichte des Familienbetriebs über Bord zu werfen? Wir sprechen über Entscheidungen, bei denen der Rat des Vaters noch immer gefragt ist – und jene Bereiche, bei denen inzwischen klar ist: Das ist Christophs Sache.

    Als Mitglied der Vinea Wachau ist das Weingut außerdem eng mit dem besonderen Qualitätsverständnis der Region verbunden. Wir sprechen über Steinfeder, Federspiel und Smaragd, über die Bedeutung klar definierter Herkunft und darüber, was für Christoph den Unterschied zwischen einem guten und einem wirklich großen Wachauer Wein ausmacht.

    Zum Weingut Donabaum gehört aber nicht nur Wein, sondern auch echte Wachauer Heurigenkultur. Der Heurige blickt auf eine Geschichte von mehr als 100 Jahren zurück und öffnet mittlerweile dreimal jährlich seine Türen. Rund 80 Gäste finden im Lokal und weitere etwa 100 im Hof und Garten Platz. Wir sprechen darüber, was dort auf den Tisch kommt, welche Weine besonders gerne getrunken werden und warum der direkte Kontakt zu den Gästen heute vielleicht wichtiger ist denn je.

    Dahinter steht die ganze Familie: Christophs Mutter Herta kümmert sich um die Küche, sein Vater Josef unterstützt weiterhin im Weingarten und Keller. Damit arbeiten teilweise drei Generationen gleichzeitig im Betrieb. Wir erfahren, warum genau dieses Zusammenspiel eine große Stärke des Weinguts ist – auch wenn natürlich nicht immer alle derselben Meinung sein müssen.

    Zum Abschluss blicken wir in die Zukunft. Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf den vergleichsweise kühlen Spitzer Graben? Könnte dessen Lage langfristig sogar zu einem Vorteil werden? Wie verändert sich die Arbeit in den Steillagen, soll der Betrieb überhaupt noch wachsen und wie möchte Christoph das Weingut in zehn oder zwanzig Jahren sehen?

    Weine der Episode:
    🍷 Grüner Veltliner Smaragd Ried Zornberg
    Ein Grüner Veltliner, der hervorragend zu unserem Gespräch über Herkunft, Steillagen und die besondere Charakteristik des Spitzer Grabens passt – und gleichzeitig jene Verbindung aus Boden, Handarbeit, Reife und Wachauer Identität ins Glas bringt, die Christophs Arbeit prägt.
    Grüner Veltliner Smaragd Ried Zornberg – Weingut Donabaum

    🍷 Riesling Smaragd Ried Offenberg
    Mit dem Riesling aus der Ried Offenberg steht eine zweite große Wachauer Rebsorte im Mittelpunkt. Ein idealer Gegenpart zum Grünen Veltliner und ein Wein, mit dem sich besonders schön zeigen lässt, wie deutlich Rebsorte, Lage und Herkunft die Handschrift eines Weines bestimmen können.
    Riesling Smaragd Ried Offenberg – Weingut Donabaum

    Prost Mahlzeit!

    Mehr über Christoph Donabaum und das Weingut Donabaum findet ihr unter:
    Weingut Donabaum
    Eine Episode über den Spitzer Graben, extreme Steillagen und alte Reben, Veltliner, Riesling und Neuburger – und über einen Familienbetrieb, in dem Tradition, Handarbeit und Christoph Donabaums eigene Handschrift gemeinsam die Zukunft bestimmen.
  • Prost Mahlzeit! Der österreichische Wein und Kulinarik Podcast

    #80 Mehr als alkoholfrei – Raureif / Bernd Menzl

    04.10.2026 | 56 Min.
    Prost Mahlzeit – Episode 80 mit Bernd Menzl:

    „Mehr als alkoholfrei – Raureif, Verjus & die Zukunft des Genusses“

    In dieser Episode von Prost Mahlzeit verlassen wir die klassische Weinwelt – bleiben ihr aber näher, als man zunächst vermuten würde. Unser Gast ist Bernd Menzl, Gründer von Raureif, einer österreichischen Marke für hochwertige alkoholfreie Speisenbegleiter auf Basis von Verjus, dem Saft unreif geernteter Weintrauben. Was 2016 aus einer Idee während seiner Zeit als Koch entstand, ist heute ein spannender Beweis dafür, dass anspruchsvoller Genuss nicht zwangsläufig Alkohol braucht.

    Wir beginnen bei Bernd selbst: Aufgewachsen im Mühlviertel, lebt er heute im Mostviertel. Ursprünglich führte sein Weg in die Küche, bevor Getränke immer stärker in den Mittelpunkt rückten. Wir sprechen darüber, wie ihn seine gastronomische Erfahrung geprägt hat, welche Rolle seine Zeit an der FH Krems spielte und ob er sich damals überhaupt vorstellen konnte, eines Tages sein eigenes Getränk auf den Markt zu bringen.
    Natürlich wollen wir wissen, wie die Idee zu Raureif überhaupt entstanden ist. Warum fiel die Wahl ausgerechnet auf Verjus als Basis? Gab es diesen einen berühmten Aha-Moment? Und wie weit ist der Weg von einer spannenden Idee bis zu einem Produkt, das tatsächlich in Flaschen gefüllt und Gästen serviert werden kann? Bernd erzählt von Entwicklungsarbeit, Überzeugungsarbeit und den ersten Schritten einer Getränkekategorie, die vor zehn Jahren noch deutlich erklärungsbedürftiger war als heute.

    Damit landen wir bei einer der spannendsten Fragen dieser Episode: Ist alkoholfrei nur ein Trend – oder erleben wir gerade die Entstehung einer neuen Genusskultur? Seit der Gründung von Raureif im Jahr 2016 hat sich das Bewusstsein deutlich verändert. Immer mehr Menschen möchten bewusst auf Alkohol verzichten, erwarten dabei aber trotzdem ein Getränk mit Anspruch, Komplexität und einer ernsthaften Rolle als Speisenbegleiter. Wir diskutieren darüber, welche Bedeutung die Gastronomie für diese Entwicklung hat und ob alkoholfreie Begleitung eines Tages genauso selbstverständlich sein könnte wie ein Glas Wein.

    Und weil wir nun einmal ein Weinpodcast sind, kommen wir an einigen Fragen natürlich nicht vorbei: Trinkt Bernd selbst Wein? Welche Rebsorten und Regionen mag er? Was macht für ihn einen guten Wein aus? Seine Sommelier-Ausbildung liefert dabei eine besonders interessante Perspektive. Vor allem aber klären wir eine entscheidende Frage: Soll Raureif Wein überhaupt ersetzen – oder bewusst als vollkommen eigenständiges Genusserlebnis verstanden werden?

    Wir schauen auch hinter die Kulissen der Herstellung. Woher kommt der Verjus, woher stammen die weiteren Zutaten und welche Rolle spielt Regionalität? Gerade bei einem Produkt, das sich als hochwertiger Speisenbegleiter versteht, geht es nicht nur darum, etwas Alkoholfreies anzubieten. Geschmack, Säure, Struktur und das Zusammenspiel der Zutaten müssen funktionieren – und hinter jeder neuen Sorte steckt entsprechende Entwicklungsarbeit.

    Spannend ist auch Bernds Weg vom Start-up zur etablierten Marke. Wie schwierig war es 2016, mit einem Produkt zu starten, dessen Kategorie vielen Menschen zunächst erklärt werden musste? Welche Hürden gab es? Gab es Momente, in denen Bernd selbst gezweifelt hat? Und worauf ist er heute besonders stolz, wenn er auf die Entwicklung von Raureif zurückblickt?

    Natürlich interessiert uns auch, was als Nächstes kommt. Wir sprechen über neue Sorten, weitere Projekte und andere Genussbereiche, die Bernd reizen könnten. Wie entscheidet man überhaupt, welche Geschmackskombination das Potenzial für ein neues Raureif-Produkt hat? Und wo soll die Marke in zehn Jahren stehen?

    Zum Abschluss wird es persönlich: Wein oder Raureif? Kochen oder Getränke entwickeln? Was steht bei Bernd privat im Kühlschrank und was motiviert ihn nach all den Jahren noch immer, neue Ideen umzusetzen? Unsere Abschlussfrage blickt schließlich zehn Jahre voraus: Was soll Raureif bis dahin erreicht haben – und woran möchte Bernd Menzl persönlich gemessen werden?
    Und selbstverständlich bleibt Bernd trotz alkoholfreier Episode unser „Cornis kleines Verhör“ nicht erspart – vom besten Weinmoment über das perfekte Katerfrühstück bis zum letzten Glas Wein seines Lebens.

    Getränke der Episode:

    🥂 Raureif Sparkling Verjus mit Quitte
    Verjus trifft auf Quitte: eine alkoholfreie Alternative mit Säure, Frucht und Struktur, die nicht versucht, Wein zu imitieren, sondern als eigenständiger Speisenbegleiter gedacht ist.

    Raureif Sparkling Verjus mit Quitte
    🥂 Raureif Sparkling Verjus mit Dirndl BIO
    Mit der Dirndl – der Kornelkirsche – bekommt der Verjus einen weiteren spannenden Partner. Eine Kombination, die Regionalität und die Idee eines anspruchsvollen alkoholfreien Genusserlebnisses miteinander verbindet.
    Raureif Sparkling Verjus mit Dirndl BIO

    Prost Mahlzeit!

    Mehr über Bernd Menzl und Raureif findet ihr unter:
    Raureif

    Eine Episode über Verjus, Gastronomie und Unternehmergeist – und über die spannende Frage, ob „alkoholfrei“ längst aufgehört hat, Verzicht zu bedeuten und stattdessen zu einer eigenen Form des Genusses geworden ist. 🥂🍇✨
  • Prost Mahlzeit! Der österreichische Wein und Kulinarik Podcast

    #79 Urgestein, Leidenschaft & Weinviertel DAC - Johannes Kölbl

    27.09.2026 | 49 Min.
    Prost Mahlzeit – Episode 79 mit Johannes Kölbl:

    „Urgestein, Leidenschaft & Weinviertel DAC – Herkunft und die nächste Generation“

    In dieser Episode von Prost Mahlzeit führt uns die Reise ins nordwestliche Weinviertel, genauer gesagt nach Röschitz zum Respiz-Hof Kölbl. Dort betreibt die Familie Kölbl bereits seit 1660 Weinbau. Mit Johannes Kölbl steht heute die nächste Generation im Mittelpunkt – ein junger Winzer, der eine jahrhundertealte Familiengeschichte mit seinen eigenen Vorstellungen und modernen Ideen verbindet.

    Wir beginnen bei beeindruckenden 365 Jahren Familiengeschichte. Wie fühlt es sich an, Teil einer Tradition zu sein, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht? Woher stammt eigentlich der Name Respiz-Hof? Und war für Johannes von Anfang an klar, dass auch sein Weg einmal in den Weinbau führen würde? Wir sprechen über Werte, die ihm seine Eltern mitgegeben haben, aber auch über die Verantwortung, die mit einer derart langen Familiengeschichte verbunden ist.

    Bevor Johannes im Familienbetrieb seine eigene Handschrift entwickelte, absolvierte er die Weinbauschule Krems und sammelte Erfahrungen bei Praktika – unter anderem beim Weingut Knoll sowie in der Schweiz. Wir wollen wissen, welche Eindrücke ihn besonders geprägt haben, was er bewusst aus anderen Betrieben mitgenommen hat und was er heute vielleicht anders macht als die Generation vor ihm. Natürlich geht es dabei auch um die Zusammenarbeit mit seinen Eltern – bis hin zur entscheidenden Frage: Wer hat eigentlich im Keller das letzte Wort?

    Besonders spannend wird es beim Thema Boden. Während man das Weinviertel häufig mit Löss verbindet, spielen rund um Röschitz auch Urgestein und Granit eine entscheidende Rolle. Johannes erklärt, wie diese Böden seine Weine prägen und was die Rieden Himmelreich, Reipersberg und Galgenberg voneinander unterscheidet. Und wir gehen der Frage nach, ob man jene viel zitierte Mineralität tatsächlich im Glas schmecken kann.
    Im Mittelpunkt des Respiz-Hofs steht natürlich der Grüne Veltliner – fast die Hälfte der Rebfläche ist dieser Rebsorte gewidmet. Warum ist gerade sie das Aushängeschild des Betriebs? Was zeichnet für Johannes einen richtig guten Weinviertel DAC aus? Und wie wichtig sind dabei die einzelnen Rieden und ihre unverwechselbare Herkunft?

    Ein Satz von Johannes bringt seine Philosophie besonders gut auf den Punkt: „Qualität wird am Weinstock entschieden und nicht im Keller.“ Wir sprechen darüber, wie viel Arbeit tatsächlich im Weingarten steckt, wann ein Winzer eingreifen muss und wann es besser ist, dem Wein seinen Lauf zu lassen. Dabei geht es um Vinifikation, Geduld und die Überzeugung, dass die Grundlage eines großen Weines lange vor dem Keller gelegt wird.
    Dass dieser Weg Aufmerksamkeit bekommt, zeigen auch seine bisherigen Erfolge: Weinviertel DAC Champion, Sieger der Jungwinzer-Trophy und Finalist bei der Schlossquadrat-Trophy. Was bedeuten solche Auszeichnungen für einen jungen Winzer? Sind sie vor allem Bestätigung und Motivation – oder erhöhen sie auch den Druck, beim nächsten Jahrgang wieder abzuliefern?

    Der Respiz-Hof soll allerdings nicht nur über seine Flaschen erlebbar sein. Gäste können dort verkosten, übernachten und das Weingut persönlich kennenlernen. Johannes erzählt, warum ihm der direkte Kontakt mit Weinliebhaber:innen wichtig ist und weshalb Wein heute immer stärker mit Erlebnissen, Begegnungen und den Geschichten hinter dem Produkt verbunden wird.

    Zum Abschluss blicken wir gemeinsam nach vorne: Wo soll der Respiz-Hof in zehn Jahren stehen? Welche Herausforderungen beschäftigen junge Winzer heute? Welche neuen Projekte und Weine hat Johannes im Kopf? Und was möchte er in der österreichischen Weinwelt noch erreichen? Unsere Abschlussfrage geht sogar noch weiter: Wenn Johannes in 30 Jahren auf seine Arbeit zurückblickt – woran sollen sich die Menschen erinnern, wenn sie den Namen Johannes Kölbl hören?

    Und selbstverständlich wartet zum Schluss wieder „Cornis kleines Verhör“ – vom besten Weinmoment und dem perfekten Katerfrühstück bis zum letzten Glas Wein seines Lebens.

    Wein der Episode:
    🍷 Grüner Veltliner Ried Reipersberg
    Ein Wein, der perfekt zu unserem Gespräch mit Johannes passt: Grüner Veltliner aus Röschitz, bei dem Herkunft und die besonderen Böden der Region im Mittelpunkt stehen. Genau jene Verbindung aus Rebsorte, Riede und Terroir, über die wir in dieser Episode ausführlich sprechen.
    Wein der Episode – Respiz-Hof Kölbl

    Prost Mahlzeit!

    Mehr über Johannes Kölbl und den Respiz-Hof Kölbl findet ihr unter:
    Respiz-Hof Kölbl

    Eine Episode über 365 Jahre Familiengeschichte, Granit und Urgestein, Grünen Veltliner und Weinviertel DAC – und über einen jungen Winzer, der seine Herkunft nicht verändern, sondern mit einer eigenen Handschrift in die nächste Generation führen möchte.
  • Prost Mahlzeit! Der österreichische Wein und Kulinarik Podcast

    #78 Zwei Generationen, ein Ziel - Franz Leth & Franz Leth jun.

    20.09.2026 | 56 Min.
    Prost Mahlzeit – Episode 78 mit Franz Leth & Franz Leth jun.:
    „Zwei Generationen, ein Ziel – Wagram, Herkunft & die Zukunft des Weins“

    In dieser Episode von Prost Mahlzeit bleiben wir am Wagram und treffen gleich zwei Generationen eines der prägenden Weingüter der Region: Franz Leth und Franz Leth jun. vom Weingut Leth in Fels am Wagram. Mit rund 60 Hektar Rebfläche steht der Familienbetrieb seit Jahrzehnten für Qualität, Innovation und eine klare Handschrift – geprägt von den mächtigen Lössböden des Wagrams und einer großen Leidenschaft für Veltliner in all seinen Facetten.

    Wir beginnen unsere Reise bei der Geschichte der Familie Leth. Welche Entscheidungen haben den Betrieb zu dem gemacht, was er heute ist? Welche Momente waren richtungsweisend – und worauf blickt Franz Leth senior heute mit besonderem Stolz zurück? Dabei wird schnell deutlich: Ein erfolgreiches Familienweingut entsteht nicht über Nacht, sondern entwickelt sich über Generationen hinweg.

    Besonders spannend ist natürlich die Zusammenarbeit von Vater und Sohn. Zwei Generationen bedeuten Erfahrung und neue Perspektiven – aber manchmal auch unterschiedliche Vorstellungen. Wir fragen, wer von beiden mutiger ist, wenn neue Ideen auf den Tisch kommen, wo über Stil und Strategie diskutiert wird und was Franz senior und Franz junior jeweils am anderen besonders schätzen. Vor allem aber geht es darum, welche Werte des Familienbetriebs auch in Zukunft unverändert bleiben sollen.

    Ein wichtiger Bestandteil dieser Zukunft ist der Umgang mit der Natur. Das Weingut Leth ist sowohl BIO-zertifiziert als auch Nachhaltig Austria zertifiziert. Wir sprechen darüber, warum die Familie diesen Weg eingeschlagen hat, wie biologischer und nachhaltiger Weinbau im Alltag tatsächlich aussieht und was getan werden muss, damit die Böden auch für kommende Generationen gesund und lebendig bleiben. Gleichzeitig geht es um die Herausforderungen, die biologischer Weinbau heute am Wagram mit sich bringt.

    Ein weiteres großes Thema ist die Herkunft. Als Mitglied der Österreichischen Traditionsweingüter (ÖTW) beschäftigt sich das Weingut intensiv mit der Charakteristik einzelner Rieden. Warum wird die genaue Herkunft eines Weines immer wichtiger? Wie unterschiedlich können sich einzelne Lagen ausdrücken? Und welche Rieden liegen Franz und Franz persönlich besonders am Herzen?

    Bemerkenswert ist auch die Konsequenz bei der Ernte: Im Weingut Leth wird ausschließlich von Hand gelesen. In einer Zeit, in der viele Betriebe zumindest teilweise maschinell ernten, ist das eine bewusste Entscheidung. Wir sprechen darüber, welchen Einfluss die Handlese auf die Traubenqualität hat, wie schwierig es geworden ist, ausreichend Erntehelfer:innen zu finden – und ob Handlese in Zukunft vielleicht sogar zu einem Luxus im Weinbau werden könnte.

    Natürlich geht es mit Franz Leth jun. auch um Innovation und die nächste Generation. Welche neuen Ideen bringt er in den Familienbetrieb ein? Wo sieht er Potenzial für die kommenden Jahre? Und wie gelingt der Spagat, Traditionen zu bewahren, ohne sich vor Veränderungen zu verschließen? Genau dieses Zusammenspiel zwischen Erfahrung und neuen Impulsen macht die Begegnung mit den beiden Generationen besonders spannend.
    Die Weine des Hauses werden längst weit über Österreich hinaus getrunken. Deshalb werfen wir auch einen Blick auf Export und internationale Märkte. Was erwarten internationale Weinliebhaber:innen heute von österreichischen Weinen? Wie hat sich deren Wahrnehmung verändert – und welche Rolle kann der Wagram dabei künftig spielen?

    Aber Wein lebt nicht nur vom Export, sondern vor allem von Begegnungen. Verkostungen, Besuche am Weingut und Weintourismus schaffen die Möglichkeit, die Geschichten hinter einer Flasche persönlich kennenzulernen. Franz und Franz erzählen, was Besucher:innen bei ihnen erwartet und warum der direkte Austausch mit Weinliebhaber:innen heute wichtiger denn je ist.

    Zum Abschluss wird es persönlich: Franz senior erzählt von prägenden Momenten seines Winzerlebens, während wir von Franz junior wissen wollen, wo er das Weingut eines Tages sehen möchte. Und schließlich stellen wir beiden gemeinsam eine Frage, die bei einem generationenübergreifenden Familienbetrieb besonders gut passt: Wenn ihr einen Brief an die nächste Generation schreiben würdet – was müsste unbedingt darin stehen?
    Und selbstverständlich müssen sich auch Franz & Franz unserem „Cornis kleinen Verhör“ stellen – vom besten Weinmoment über das perfekte Katerfrühstück bis hin zur alles entscheidenden Frage nach dem letzten Glas Wein.

    Wein der Episode:
    🍷 Roter Veltliner Ried Scheiben
    Mit dem Roten Veltliner Ried Scheiben steht diesmal eine Rebsorte im Mittelpunkt, die ganz besonders mit dem Wagram verbunden ist. Ein idealer Wein für eine Episode, in der es so intensiv um Herkunft, Böden, Tradition und die unverwechselbare Identität einer Weinregion geht.
    Roter Veltliner Ried Scheiben – Weingut Leth

    Prost Mahlzeit!

    Mehr über Franz Leth, Franz Leth jun. und das Weingut Leth findet ihr unter:
    Weingut Leth
    Eine Episode über zwei Generationen an einem Tisch, biologischen Weinbau, große Wagramer Lagen, kompromisslose Handlese und die Frage, wie man ein erfolgreiches Familienweingut weiterentwickelt, ohne seine Wurzeln aus den Augen zu verlieren.
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Über Prost Mahlzeit! Der österreichische Wein und Kulinarik Podcast
Jeden Sonntag um 8:00 laden Cornelia Becker aka Corni Winelover, eine der erfolgreichsten österreichischen Influencerinnen, und Christoph Baumert, Genussmensch, Event-Vagabund und Plattendreher, zu einer geschmackvollen Runde voller flüssiger, spritziger und schmackhafter Highlights ein. Ob edle Tropfen, spannende Food-Trends oder faszinierende Persönlichkeiten aus der Welt des Genusses – hier wird probiert, diskutiert und vor allem genossen! Mit einer Prise Humor, jeder Menge Know-how und lockeren Gesprächen servieren Corni & Christoph die perfekte Mischung für alle, die guten Wein und feines Essen lieben. 🎧 Immer Sonntags um 8:00 frisch auf allen gängigen Podcast-Plattformen! Prost & Mahlzeit! 🍷🥂🍽
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