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BauertothePeople (B2P) - Der Podcast hinter den Kulissen von deinem Essen

Wilhelm Geiger
BauertothePeople (B2P) - Der Podcast hinter den Kulissen von deinem Essen
Neueste Episode

278 Episoden

  • BauertothePeople (B2P) - Der Podcast hinter den Kulissen von deinem Essen

    Future 4 Kids: Verein gründen, Zukunft bauen in Ruanda - Otto Fischer

    03.05.2026 | 2 Std. 54 Min.
    Mit Otto Fischer sitze ich zum dritten Mal vor dem Mikro. Dieses Mal im Garten seines Isange Paradise Resort im Norden Ruandas. Über die Veterinärmedizin und das Indigene Volk der Batwa haben wir schon gesprochen, jetzt geht es ans Eingemachte: Wie gründet man einen Verein in der Entwicklungszusammenarbeit? Wie führt man ihn? Und was macht man da eigentlich konkret?

    Otto kam 2007 wegen der Berggorillas nach Ruanda. 18 Jahre später ist daraus der Verein Future 4 Kids geworden, mit einem achtköpfigen Vorstand, der komplett ehrenamtlich arbeitet. Kein Büro, kein Sekretariat, jeder Euro geht direkt in die Projekte. Was mich besonders beschäftigt hat: Otto erzählt offen über die unbequeme Seite der Hilfe. Darüber, dass mehr nicht immer besser ist. Dass man irgendwann auch Nein sagen muss, damit die Unterstützung nachhaltig bleibt. Und dass Vertrauen die einzige Basis ist, auf der so etwas funktioniert, auch wenn es manchmal enttäuscht wird.

    Wir sprechen über die Vereinsgründung in Österreich, über Spendenabsetzbarkeit, über den Unterschied zwischen Stadt und Land in Ruanda und über ein Gesundheitssystem, in dem eine Jahresversicherung weniger als drei Euro kostet. Und wir schauen in die konkreten Projekte: die Schneiderinnen-Ausbildung, bei der rund 80 Prozent der Absolventinnen im Beruf bleiben. Den Hort, der jetzt zur Vorschule wird. Die Community Library, zu der am ersten Sonntag 250 Kinder kamen. Das Single-Mothers-Programm. Und das Hotel als Social Business, das mittlerweile rund 8 Prozent des Jahresbudgets erwirtschaftet.

    Wer diese Arbeit unterstützen möchte, findet alle Infos und Links in den Shownotes.

    Viel Freude beim Reinhören!

    00:00:00 Los gehts
    Einleitung und Vorstellung von Otto Fischer und Future 4 Kids
    00:04:21 Wie alles begann
    2007, Berggorillas, ein Patenkind und 50 Waisenkinder in Rasa
    00:09:08 Die Vereinsgründung
    Von der informellen Hilfe zum eingetragenen Verein Future 4 Kids
    00:19:06 Leben auf dem Land in Ruanda
    Subsistenzlandwirtschaft, Isolation und das Sozialsystem
    00:30:00 Teilen und Loslassen
    Über Besitz, Materialismus und die Freude am Geben
    00:40:01 Was es kostet und was es bringt
    Spendenabsetzbarkeit, 0% Verwaltungskosten und Fundraising
    00:52:23 Einen Verein aufbauen
    Vereinsgründung, Team und warum Unwissenheit helfen kann
    01:07:27 Das kleine Einmaleins der Hilfe
    Frustration, Vertrauen und wann man Nein sagen muss
    01:16:10 Ethnozentrismus vermeiden
    Eurozentrische Sicht, Zurückhaltung und lokale Zusammenarbeit
    01:33:00 Die Projekte im Detail
    Waisenkinder, Schneiderinnen-Ausbildung und Community Library
    01:58:03 Single Mothers und Social Business
    Alleinerziehende Mütter, das Isange Paradise Resort und Tiermedizin
    02:48:03 Wie man unterstützen kann
    Spenden, Patenschaften, Mitmachen und Kontakt

    Kurz-Bio Gast:
    Dr. Otto Fischer ist Veterinärmediziner aus Korneuburg und Gründer sowie Obmann des Vereins Future 4 Kids – Zukunft für Kinder in Ruanda. Seit 2007 reist er regelmäßig nach Ruanda und hat dort mehrere Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit aufgebaut, darunter Berufsausbildungen, ein Hortprogramm und ein Social-Business-Hotel. Der gesamte Vorstand des Vereins arbeitet ehrenamtlich.

    INFOS ZUR FOLGE
    Future 4 Kids - Website
    www.future4kids.at
    Kabagorozi Projekt (Batwa)
    www.future4kids.at/kabagorozi-projekt
    Spendenseite
    www.future4kids.at/jetzt-helfen
    Isange Paradise Resort – Website
    www.isangeparadiseresort.com
    Future 4 Kids auf Instagram
    www.instagram.com/future4kidsat
    Future 4 Kids auf Facebook
    www.facebook.com/futureforkids
    Folge zur Veterinärmedizin in Ruanda
    www.bauertothepeople.at/podcast/257
    Folge zu den Batwa
    www.bauertothepeople.at/podcast/260

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    B2P-Live "Ackerdemics Edition" - Marktgärtnerei: Zukunft auf 8000 m² – Alfred Grand

    26.04.2026 | 2 Std. 5 Min.
    Marktgärtnerei: 70 Gemüsekulturen auf weniger als einem Hektar, in Handarbeit, ohne Traktor, ohne Pestizide und direkt an die Kundschaft in der Region. Alfred Grand erklärt, warum das funktioniert.

    Alfred Grand bewirtschaftet die Grand Farm in Absdorf, Österreichs ersten Forschungs- und Demonstrationsbauernhof. Auf rund 90 Hektar betreibt er bio-regenerativen Ackerbau, auf einem kleinen Teil davon den Grand Garten, eine Marktgärtnerei, die zeigt, was auf kleinen Flächen möglich ist. Ich habe ihn vor Studierenden an der WU Wien getroffen, im Rahmen der Lehrveranstaltung "Zukunftsfähiges Wirtschaften". Passender hätte das Thema nicht sein können.

    Was mich an diesem Gespräch beeindruckt hat: Alfred denkt Landwirtschaft konsequent vom Boden her. Wer versteht, warum ein gesunder Boden Wasser hält, warum Regenwürmer dafür sorgen, dass im Schwarzen Meer weniger Fische sterben und warum ein System, das bei Blackout weiter produzieren kann, mehr ist als eine nette Idee, der versteht auch, warum Marktgärtnerei gerade so an Dynamik gewinnt. In Österreich gibt es inzwischen rund 200 solcher Betriebe, Tendenz steigend, viele davon gegründet von Quereinsteigern mit akademischem Hintergrund.

    Wir sprechen über den Unterschied zwischen bio, konventionell und regenerativ und warum es dafür keine einheitliche Definition gibt. Über die Geschichte der Marktgärtnerei, die von den Pariser Pferdemist-Gärtnereien über Eliot Coleman und Jean-Martin Fortier bis nach Absdorf führt. Über Vermarktung, Kistl-Abos und die Frage, ob man davon leben kann. Über die Taskforce Marktgärtnerei, die Rahmenbedingungen schaffen will, wo es bisher keine gibt. Und über die ROC-Zertifizierung, den weltweit höchsten Bio-Standard.

    Viel Freude beim Reinhören!

    00:00:00 Los gehts
    Live an der WU Wien: Willy stellt Alfred Grand und das Format vor
    00:03:17 Der Weg zur Landwirtschaft
    Alfreds Familie, der Weinbau und die Entscheidung für die Regenwürmer
    00:09:19 Warum Regenwürmer unterschätzt werden
    Vom Kindergartenwissen zur Grünen Revolution und ihren Folgen
    00:13:51 Bio, konventionell, regenerativ
    Was die Begriffe bedeuten und warum es keine einheitliche Definition gibt
    00:22:21 Sustainable reicht nicht mehr
    Warum Gleichbleiben zu wenig ist und Regenerieren nötig wird
    00:27:09 Was Marktgärtnerei ausmacht
    Biointensiver Gemüseanbau, SDGs und ein blackout-sicheres System
    00:39:36 Wer macht das und lohnt es sich?
    Betriebswirtschaft, Startkapital und das Profil der Marktgärtner
    00:50:04 Fehler, Lernkurve, Bodenaufbau
    Kaltstart ins kalte Wasser und warum gesunder Boden alles entscheidet
    00:56:21 Beete statt Traktorspuren
    Warum sich bei der Marktgärtnerei die Natur nicht der Maschine anpasst
    01:07:00 Marktgärtnerei vs. Gärtnerei
    Die Begriffsdebatte und der Unterschied zum Market Gardening
    01:14:01 Vermarktung: Kistl, Gastro, Markt
    Drei Vertriebswege, Wintergemüse und ganzjährige Produktion
    01:45:00 Taskforce und Rahmenbedingungen
    Warum Marktgärtnereien Förderstrukturen und Ausbildung brauchen
    01:53:18 ROC-Zertifizierung und Ausblick
    Regenerative Organic Certified, Resilienz und die letzte Frage

    Kurz-Bio Gast:
    Alfred Grand ist Bio-Landwirt, Regenwurmexperte und Gründer der Grand Farm in Absdorf, Niederösterreich, Österreichs erstem Forschungs- und Demonstrationsbauernhof. Er betreibt auf rund 90 Hektar bio-regenerativen Ackerbau und mit dem Grand Garten eine der ersten Marktgärtnereien Europas mit ROC-Zertifizierung. 2025 wurde er als einer von Europas Top 50 Farmers ausgezeichnet.

    INFOS ZUR FOLGE
    Grand Garten Website
    www.grandgarten.at
    Grand Garten auf Instagram
    www.instagram.com/grandgarten
    Grand Garten auf Facebook
    www.facebook.com/grandgarten
    Alfred Grand auf YouTube
    www.youtube.com/@AlfredGrandFarm
    Alfred Grand auf Linkedin
    www.linkedin.com/in/alfred-grand-vermigrand
    B2P055 Alfred Grand (Grand Farm) – Visionär mit Bodenhaftung
    www.bauertothepeople.at/podcast/67
    Verein Marktgärtnerei Österreich
    www.marktgaertnerei.at

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    Wirtschaft als Teil der Natur - Ökologische Ökonomie - Sigrid Stagl

    19.04.2026 | 2 Std. 41 Min.
    Ökologische Ökonomie: Sigrid Stagl erklärt, warum unsere Wirtschaft die Natur nicht länger ignorieren kann und was das für die Landwirtschaft bedeutet.

    Sigrid Stagl ist auf einem kleinen Bauernhof im Waldviertel aufgewachsen. Ihre Eltern waren Quereinsteiger, haben Land von der Kirche gepachtet und im Sinne der Grünen Revolution bewirtschaftet. Was mich dabei besonders beschäftigt hat: Schon als Kind hat Sigrid bemerkt, dass im eigenen Garten anders gewirtschaftet wurde als auf dem Feld. Was die Familie selbst gegessen hat, wurde ohne Spritzmittel angebaut. Diese Inkonsistenz hat sie früh irritiert.

    Heute ist Sigrid Professorin an der Wirtschaftsuniversität Wien, hat das Institut für Ökologische Ökonomie gegründet und wurde 2024 als Wissenschaftlerin des Jahres ausgezeichnet. Im Gespräch erklärt sie mir, warum die herkömmliche Ökonomie die Natur nur sehr zurückhaltend berücksichtigt und welche Folgen das hat. Wir reden über Thermodynamik und Entropie, über Nikolaus Georgescu-Roegens Erkenntnis, dass wirtschaftliche Prozesse physikalischen Gesetzmäßigkeiten unterliegen, und über die Frage, warum die Photosynthese im Grunde das Einzige ist, was wirklich neue Energie in unser System bringt.

    Was mich nachhaltig beeindruckt hat: Die Studie 'The Hidden Bill' über die niederländische Landwirtschaft zeigt, dass deren Agrar-Lebensmittelsystem 13,3 Milliarden Euro Wertschöpfung erzeugt, aber 18,6 Milliarden Euro gesellschaftliche Kosten verursacht. Ein jährliches Defizit von 5,3 Milliarden Euro. Gleichzeitig fließen in der EU rund 82 Prozent der Agrarsubventionen in die Tierproduktion, die 84 Prozent der landwirtschaftlichen Treibhausgase verursacht, aber nur 36 Prozent der Kalorien liefert. Sigrid sagt: Wir brauchen kein neues Wissen, wir müssen nur die ökonomischen Strukturen so verändern, dass nachhaltiges Handeln leichter, günstiger und attraktiver wird als das Gegenteil.

    Ihr zentraler Punkt: Wir brauchen ein positives Zukunftsbild für die Landwirtschaft und ein nachhaltiges Ernährungssystem in Österreich, nicht nur Schadensbegrenzung. Und Bäuerinnen und Bauern sind die Schlüsselakteure dafür.

    Viel Freude beim Reinhören!

    00:00:00 Los gehts
    Sigrid Stagl über Sonnenenergie, Eigenversorgung und falsche Subventionen
    00:01:12 Vorstellung und Einstieg
    Willy stellt Sigrid Stagl vor und erklärt, worum es heute geht
    00:04:33 Aufwachsen am Bauernhof
    Kindheit im Waldviertel zwischen Feldarbeit und Freiheit
    00:14:03 Der Weg in die Wissenschaft
    Von der WU über Argentinien zum Doktorat in den USA
    00:29:06 Was ist ökologische Ökonomie?
    Wirtschaft als Teil der Natur und warum das die Ökonomik verändern muss
    00:43:01 Energie, Entropie und Sonnenlicht
    Warum die Photosynthese das Einzige ist, das wirklich Neues schafft
    01:04:04 Trägheit und Ausreden
    Warum wir trotz besseren Wissens nicht handeln
    01:14:18 Kostenwahrheit und Marktversagen
    Externe Effekte, Verursacherprinzip und warum Bio billiger sein müsste
    01:28:17 Landwirtschaft neu denken
    Die vier Hebel der niederländischen Hidden-Bill-Studie
    01:52:08 Boden, Eigentum und Versorgung
    Lebensmittel als lebensnotwendiges Gut und die Frage der Eigenversorgung
    02:14:28 Mercosur und Freihandel
    Warum Rindfleisch über den halben Globus zu schippern keinen Sinn macht
    02:22:01 Positives Zukunftsbild und Abschluss
    Partizipative Prozesse, Bürgerräte und das Zitat mit den zwei Planeten

    Kurz-Bio Gast:
    Sigrid Stagl ist Professorin für Umweltökonomie und -politik an der Wirtschaftsuniversität Wien und Gründerin des dortigen Instituts für Ökologische Ökonomie. 1999 promovierte sie am Rensselaer Polytechnic Institute als weltweit erste Person in Ökologischer Ökonomie. 2024 wurde sie in Österreich als Wissenschaftlerin des Jahres ausgezeichnet.

    INFOS ZUR FOLGE
    Prof. Sigrid Stagl (Gast) – Wirtschaftsuniversität Wien
    www.wu.ac.at/en/ecolecon/institute/team/sstagl
    Institut für Ökologische Ökonomie, WU Wien
    www.wu.ac.at/en/ecolecon/institute
    Sigrid Stagl – persönliche Website
    www.sigridstagl.org
    Sigrid Stagl auf LinkedIn
    www.linkedin.com/in/sigrid-stagl-795bb719
    Sigrid Stagl – Wikipedia (de)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Sigrid_Stagl
    WU (Wirtschaftsuniversität Wien) auf Instagram
    www.instagram.com/wuvienna
    WU (Wirtschaftsuniversität Wien) auf Facebook
    www.facebook.com/wu.wirtschaftsuniversitaet.wien
    WU (Wirtschaftsuniversität Wien) auf LinkedIn
    www.linkedin.com/school/wu-wirtschaftsuniversitaet-wien
    WU Institute for Ecological Economics auf LinkedIn
    www.linkedin.com/company/wu-ecolecon

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    B2P-Live "Ackerdemics Edition" - Lebensmittel retten als Geschäftsmodell - Andreas Diesenreiter

    12.04.2026 | 1 Std. 44 Min.
    Lebensmittel retten als Geschäftsmodell – wie das funktioniert, wo es hakt und warum gerettete Produkte manchmal teurer sind als konventionelle, darüber habe ich mit Andreas Diesenreiter gesprochen.

    Andreas hat zusammen mit seiner Schwester Cornelia 2016 das Unternehmen Unverschwendet gegründet. Was als kleiner Verein begann, bei dem die beiden noch selbst in Wiener Schrebergärten Marillen geerntet und am Schwendermarkt Marmelade verkauft haben, ist heute ein Unternehmen mit rund 20 Mitarbeitenden, einer eigenen Feinkostmarke und einer Plattform namens Kostbar Markt, die im Auftrag des Ministeriums Lebensmittelüberschüsse an soziale Einrichtungen vermittelt.

    Diese Folge ist ein Ackerdemics-Spezialformat, aufgenommen als Live-Podcast an der Wirtschaftsuniversität Wien vor 30 Studierenden. Ihre Fragen haben das Gespräch um ehrliche Einblicke ins Unternehmertum bereichert: Wie trifft man Entscheidungen, wenn alles gleichzeitig dringend ist? Wie streitet man produktiv mit der eigenen Schwester? Und wie hält man die Balance zwischen Idealismus und wirtschaftlicher Realität?

    Andreas erzählt offen, wie frustrierend es sein kann, trotz hunderter Medienauftritte kaum fünf Prozent der Bevölkerung zu erreichen. Wie ernüchternd die Erkenntnis war, dass Bewusstseinsbildung allein das Problem nicht löst. Und warum er trotzdem genau das Gleiche nochmal machen würde. In Österreich fallen jährlich rund 288.000 Tonnen Lebensmittelüberschüsse in der vorgelagerten Kette an. Unverschwendet kann davon bisher nur einen Bruchteil retten. Die Frage, ob das ein Tropfen auf dem heissen Stein ist oder der Anfang von etwas Größerem, zieht sich durch das ganze Gespräch.

    Viel Freude beim Reinhören!

    00:00:00 Los gehts
    Live-Podcast an der WU Wien mit Studierenden zum Thema Lebensmittelrettung
    00:02:18 Vom Comic-Zeichner zum Gründer
    Andreas' Kindheit in Steyr, frühe Kreativität und der Weg zum Design-Studium
    00:09:26 Wie Unverschwendet entstand
    Cornelias Restmüllanalyse in England und die Anfänge als Verein
    00:15:29 Geschwister-Dynamik und Risiko
    Warum eine Riesenkarotte am Naschmarkt 10.000 Euro kostet
    00:20:06 Lebensmittelüberschüsse in Zahlen
    288.000 Tonnen in der vorgelagerten Kette, eine Million Tonnen gesamt
    00:29:49 Der Wendepunkt bei 2 Minuten 2 Millionen
    Kein Investment, aber Rewe im Hinterzimmer und der Weg zur Professionalisierung
    00:38:15 Was lässt sich retten und was nicht
    Ketchup vs. Bruschetta: Warum nicht jeder Überschuss zum Produkt wird
    00:49:11 Tierische Produkte und Schoko-Cornflakes
    Neue Überschusskategorien und die Geschichte der zu kleinen Cornflakes
    00:56:01 Gerettet als Standard
    Warum es ein Prüfsystem wie bei Bio braucht und die EU-Richtlinie gegen Greenwashing
    01:03:15 Sinn, Geld und albanische CEOs
    Was Social Business bedeutet und warum Reichwerden nicht das Ziel ist
    01:14:44 Tropfen auf dem heißen Stein?
    Über 1.400 Tonnen gerettet, aber eine Million Tonnen Abfall pro Jahr
    01:27:21 Nochmal machen? Ja. Aber schneller.
    Rückblick auf zehn Jahre, Kill Your Darlings und Zukunftspläne
    01:39:02 Kostbar Markt und Ausblick
    Neue Plattform für soziale Einrichtungen im Auftrag des Ministeriums

    Kurz-Bio Gast:
    Andreas Diesenreiter ist Mitgründer und Geschäftsführer von Unverschwendet, einem österreichischen Unternehmen, das überschüssige Lebensmittel aus Landwirtschaft und Produktion zu Feinkostprodukten verarbeitet. Gemeinsam mit seiner Schwester Cornelia gründete der Multimedia-Art-Absolvent das Unternehmen 2016 in Wien. Neben der Eigenmarke Unverschwendet Feinkost verantwortet er die Plattform Kostbar Markt zur Lebensmittelweitergabe an soziale Einrichtungen.

    INFOS ZUR FOLGE
    Unverschwendet Website
    www.unverschwendet.at
    Kostbar Markt – Plattform für Lebensmittelweitergabe
    www.kostbarmarkt.at
    Unverschwendet auf Instagram
    www.instagram.com/unverschwendet
    Unverschwendet auf Facebook
    www.facebook.com/unverschwendet
    Unverschwendet auf YouTube
    www.youtube.com/@unverschwendet1107
    Unverschwendet auf Linkedin
    www.linkedin.com/company/unverschwendet

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    → Instagram: @bauertothepeople
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    Tiroler Schnitzkunst in Brasilien

    05.04.2026 | 1 Std. 29 Min.
    Holzschnitzen und Bildhauerei in Brasilien – und was das mit Tirol zu tun hat: Ich treffe Werner Thaler in Dreizehnlinden, einem Ort, den österreichische Einwanderer 1933 mitten in den brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina gepflanzt haben.

    Werner ist Bildhauer. Aufgewachsen in der Werkstatt seines Großvaters, ausgebildet an der Schnitzschule Elbigenalp im Tiroler Lechtal, heute einer der bekanntesten Holzschnitzer und Bildhauer seiner Region. Und ich bin ganz zufällig auf meiner 'glokalen Perspektiven-Tour' durch Brasilien bei ihm gelandet.

    Das Gespräch geht tiefer, als ich erwartet hatte. Werner erklärt mir, wann Handwerk zur Kunst wird – nämlich dann, wenn eine Skulptur etwas anderes transportiert als das, was man direkt sieht. Eine Hand ist eine Hand. Aber wenn diese Hand Zärtlichkeit bedeutet oder Gewalt andeutet, dann entsteht Kommunikation. Und ohne Kommunikation, sagt er, gibt es keine Kunst. Wer sein Publikum nicht erreicht, trägt dafür selbst die Verantwortung.

    Wir reden über Auftragskunst und den Eiertanz zwischen Kundenwunsch und eigenem Anspruch. Über den Unterschied zwischen Zirbenholz und Fichtenholz, über warum man ein Modell in Plastilin macht, bevor man ans Holz geht, und warum er ein nasses Holz lieber grob bearbeitet. Über Bienenwachs als Finish. Über Motorsägen mit dünneren Schwertern. Und über die Frage, was bleibt, wenn Maschinen tausend identische Figuren fräsen können.

    Am Ende sagt Werner: 'Jeder Künstler ist ein bisschen von seinem Zeitalter ein Zeuge.' Das finde ich schön.

    Viel Freude beim Reinhören!

    00:00:00 Los gehts
    Einleitung: Willy trifft Werner Thaler in Dreizehnlinden, Brasilien.
    00:02:08 Familie, Herkunft, Werkstatt
    Werners Familie brachte die Schnitzkunst aus Tirol nach Brasilien.
    00:07:35 Ausbildung in Elbigenalp
    Ein Jahr an der Schnitzschule im Tiroler Lechtal – was das gebracht hat.
    00:10:18 Talent oder Handwerk?
    Was man braucht, um Bildhauer zu werden – und was man nicht lernen kann.
    00:17:01 Was ist Bildhauerei, was ist Kunst?
    Werner erklärt, wo Handwerk aufhört und Kunst beginnt.
    00:26:21 Auftrag und künstlerische Freiheit
    Wie man zwischen Kundenwunsch und eigenem Anspruch navigiert.
    00:32:51 Der Arbeitsprozess
    Von der Skizze über das Tonmodell bis zum fertigen Holzwerk.
    00:53:29 Das richtige Holz
    Welche Holzarten sich zum Schnitzen eignen – in Brasilien und in Österreich.
    00:58:16 Werkzeuge und Technik
    Schnitzeisen, Motorsäge, Schlägel: die Werkzeuge des Bildhauers.
    01:04:01 Feuchtigkeit, Trocknung, Oberfläche
    Nass schnitzen, langsam trocknen, mit Bienenwachs finishen.
    01:15:35 Kunst als Zeitzeugnis
    Jeder Künstler ist Zeuge seines Zeitalters – Werners Credo.
    01:21:07 KI, Roboter und die Zukunft
    Was bleibt vom Handwerk, wenn Maschinen tausend Kopien fräsen können?
    01:26:00 Rat an junge Schnitzer
    Was Werner jemandem mitgibt, der überlegt, das Handwerk zu lernen.

    Kurz-Bio Gast:
    Werner Thaler ist Bildhauer und Holzschnitzer aus Treze Tílias (Dreizehnlinden) im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina, einem 1933 von Tiroler Einwanderern gegründeten Ort. Er entstammt einer Schnitzerfamilie mit österreichischen Wurzeln und hat seine Ausbildung unter anderem an der Schnitzschule Elbigenalp im Tiroler Lechtal vertieft. Sein Werk umfasst Kirchenfiguren, öffentliche Skulpturen und Denkmäler in ganz Brasilien sowie internationale Aufträge.

    INFOS ZUR FOLGE
    Werners Website
    www.wernerthaler.com.br
    Werner Thaler auf Instagram
    www.instagram.com/wernerthaler_escultor
    Werner Thaler auf Facebook
    www.facebook.com/werner.thaler.5
    Dreizehnlinden – Die brasilianischen Tiroler
    www.bauertothepeople.at/podcast/269
    Website Treze Tillas
    www.trezetilias.com.br/deutsch
    Secretaria Municipal de Turismo auf Instagram
    www.instagram.com/trezetilias_turismo
    Prefeitura de Treze Tilias auf Instagram
    www.instagram.com/prefeituradetrezetilias
    Treze Tílias auf Instagram
    www.instagram.com/trezetilias_
    Karina Pattis Reiter auf Instagram
    www.instagram.com/karina.p.reiter
    Treze Tílias auf Facebook
    www.facebook.com/trezetilias1
    Rádio Tropical FM 99,1 auf Facebook
    www.facebook.com/radiotropicalfm99

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    „Power to the People“ – Junior Kelly
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    … und ein bisserl selbst gesungen 😊
    thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle

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Über BauertothePeople (B2P) - Der Podcast hinter den Kulissen von deinem Essen

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Generated: 5/6/2026 - 1:43:17 AM