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BauertothePeople (B2P) - Der Podcast hinter den Kulissen von deinem Essen

Wilhelm Geiger
BauertothePeople (B2P) - Der Podcast hinter den Kulissen von deinem Essen
Neueste Episode

282 Episoden

  • BauertothePeople (B2P) - Der Podcast hinter den Kulissen von deinem Essen

    Einspruch Bachler | Herkunftskennzeichnung · Mercosur · Verantwortung

    31.05.2026 | 1 Std. 3 Min.
    Herkunftskennzeichnung als Heilsversprechen, Mercosur als Weltuntergang – stimmt das so? In der ersten Folge von "Einspruch Bachler" sitze ich mit Christian Bachler zusammen, Bergbauer aus der Krakauebene und seit vielen Jahren mein liebster Sparringspartner, wenn es um Landwirtschaft geht.

    Christian und ich sind uns selten einig, und genau das ist der Punkt. Wir diskutieren über drei Themen, die gerade die Agrarpolitik dominieren: die Herkunftskennzeichnung, das EU-Mercosur-Abkommen und die Frage, wer eigentlich verantwortlich ist für den Zustand der Landwirtschaft.

    Bei der Herkunftskennzeichnung hinterfragt Christian, ob sie wirklich das große Problem löst, das alle in ihr sehen. Sein Argument: Ja, Transparenz ist richtig und wichtig. Aber die Erwartung, dass danach alles besser wird, ist naiv. Denn wenn der Konsument zwei Gerichte nebeneinander sieht – eines heimisch, eines aus Südamerika zum halben Preis – dann wird es kompliziert mit dem Patriotismus am Teller. Gleichzeitig zeigt er am Beispiel der österreichischen Milchexporte nach Deutschland, wie schnell das eigene Qualitätsversprechen wackelt, wenn die Abnehmer genauer hinschauen.

    Bei Mercosur versuchen wir, die Zahlen einzuordnen. Die zusätzlichen Rindfleischimporte machen rund 1 bis 1,5 Prozent der EU-Produktion aus. Nicht die Menge ist das Problem, sagt Christian, sondern die Marktpsychologie – das Druckmittel in der Preisverhandlung. Und zum Schluss die vielleicht unbequemste Frage: Wer soll es richten, wenn nicht jeder bei sich selbst anfängt?

    Viel Freude beim Reinhören!

    00:00:00 Los gehts
    Willy und Christian stellen das neue Diskussionsformat "Einspruch Bachler" vor
    00:04:15 Herkunftskennzeichnung
    Sinnvolles Instrument oder agrarpolitisches Heilsversprechen?
    00:09:29 Was sagt Herkunft über Qualität?
    Ist Rot-Weiß-Rot automatisch ein Qualitätsmerkmal?
    00:14:17 Zwei Preise, eine Speisekarte
    Was passiert, wenn heimisch und international nebeneinander stehen?
    00:18:38 Das Milch-Märchen
    Warum die Bergbauernmilch-Story in Deutschland geplatzt ist
    00:25:16 Europa als Geisterfahrer
    Hohe Standards, aber keiner fährt mit
    00:32:00 Mercosur: Panik oder Realität?
    99.000 Tonnen Rindfleisch und was das wirklich bedeutet
    00:39:17 Die Zahlen hinter Mercosur
    Quoten, Zölle und Marktpsychologie im Detail
    00:44:53 Hormone und Ochsen
    Was hinter der südamerikanischen Rindermast steckt
    00:50:10 Wer soll es richten?
    Verantwortung zwischen Politik, Markt und dem eigenen Betrieb
    00:57:19 Der treue Konsument
    Warum der österreichische Käufer doch die Stange hält
    01:01:36 Blitzlicht und Ausblick
    Erstes Fazit zum neuen Format und wie es weitergeht

    Kurz-Bio Gast:
    Christian Bachler führt den Bergerhof in der Krakauebene, den höchstgelegenen ganzjährig bewirtschafteten Hof der Steiermark auf 1.450 Metern Seehöhe. Er hält seltene Nutztierrassen wie Yaks, Ennstaler Bergschecken und Alpenschweine und setzt auf Direktvermarktung statt konventioneller Landwirtschaft. Bekannt wurde er als "Wutbauer" durch seine kritischen Social-Media-Beiträge zur Agrarpolitik und die Rettung seines Hofes durch eine Crowdfunding-Aktion 2020.

    INFOS ZUR FOLGE
    Bergerhof Krakauebene (Website)
    www.bergerhof-krakauebene.at
    Bergerhof Krakauebene auf Instagram
    www.instagram.com/bergerhof_krakauebene
    Bergerhof Krakauebene auf Facebook
    www.facebook.com/BergerhofKrakauebene
    Herkunftskennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung (BMLUK)
    www.bmluk.gv.at/themen/lebensmittel/herkunft-von-lebensmitteln/herkunftskennzeichnung/herkunftskennzeichnung-gemeinschaftsverpflegung.html
    AMA-Gütesiegel Tierhaltung Plus
    www.amainfo.at/de-at/tiere/nutztierhaltung-haltungsformen/rinder/milchkuehe/tierhaltung_plus
    Mercosur – Factsheet WKO Österreich (PDF Download)
    www.wko.at/oe/oesterreich/factsheet-mercosur.pdf

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    B2P-Live "Ackerdemics Edition" - Fleisch, Familie und Verantwortung – Thomas Berger

    24.05.2026 | 1 Std. 52 Min.
    Thomas Berger führt in fünfter Generation Berger Schinken, eines der bekanntesten Fleischunternehmen Österreichs. Ein Gespräch, das so vielfältig war wie die Branche selbst.

    Thomas war schon einmal bei mir im Podcast, damals 2021, mitten in der Corona-Zeit mit Maske durch den Betrieb. Seither ist viel passiert: ein Großbrand, der die Schinkenproduktion lahmgelegt hat, ein Markt, der sich ständig verändert, und eine Übergabe von der vierten auf die fünfte Generation, die gerade mitten im Laufen ist. Thomas hat an der WU Wien Wirtschaftsrecht studiert und parallel dazu die Lehre zum Fleischverarbeiter gemacht, inklusive Meisterprüfung. Diese Verbindung aus akademischer und handwerklicher Perspektive merkt man im Gespräch.

    Was mich besonders beschäftigt hat: der ehrliche Umgang mit den Widersprüchen. Das Unternehmen betreibt einen eigenen kleinen Schlachthof, der ökonomisch nicht optimal läuft, aber die direkte Anbindung an die Landwirtschaft sichert. Das Regional-Optimal-Programm spart laut einer Studie des FiBL bis zu 45 Prozent CO2 ein, lässt sich aber am Markt nur schwer refinanzieren. Thomas sagt offen: einen Teil der Mehrkosten muss das Unternehmen einfach tragen. Gleichzeitig wäre es aus seiner Sicht falsch, damit aufzuhören.

    Wir reden auch über eine Tierwohl-Krise beim Zulieferbetrieb, die das Unternehmen dazu gebracht hat, ein eigenes Kontrollsystem aufzubauen. Über pflanzliche Produkte und warum die Oma bei der Verkostung nicht begeistert war. Über den Fachkräftemangel im Handwerk und warum Berger seinen Lehrlingen deutlich mehr zahlt als branchenüblich. Und darüber, wie es sich anfühlt, wenn die eigene Produktionshalle brennt und man nicht weiß, ob morgen weitergearbeitet werden kann.

    Diese Folge ist ein Live-Podcast an der Wirtschaftsuniversität Wien, die Studierenden haben mitdiskutiert und richtig gute Fragen gestellt.

    Viel Freude beim Reinhören!

    00:00:00 Los gehts
    Begrüßung und Vorstellung von Thomas Berger an der WU Wien
    00:02:06 136 Jahre Berger Schinken
    Firmengeschichte von der Fleischerei 1890 bis zur fünften Generation
    00:11:10 Zahlen, Daten, Sortiment
    Umsatz, Mitarbeiter, Standort und Kundschaft des Unternehmens
    00:15:24 Eigener Schlachthof und Landwirtschaft
    Warum Berger trotz Mehrkosten am eigenen Schlachthof festhält
    00:21:00 Tierwohl und Regional Optimal
    Die Herzensprojekte der Familie: Regionalität und bessere Tierhaltung
    00:32:06 Schrumpfender Markt, pflanzliche Wege
    Fleischkonsum im Wandel und der Einstieg in pflanzliche Produkte
    00:46:32 Marke vs. Handelsmarke
    Marketing, Markenstärke und der Generationenkonflikt bei Social Media
    00:58:45 Vom Fleischhacker zum Proteinverarbeiter
    Berufsbild im Wandel und wie man Fleischer für Neues begeistert
    01:09:31 VGT-Skandal und was danach kam
    Tierwohl-Krise beim Zulieferbetrieb und das eigene Kontrollsystem
    01:23:04 Großbrand im April 2024
    55 Tonnen Fleisch verloren, sechs Tage Stillstand, Zusammenhalt
    01:31:19 Fachkräfte und Lehrlingsausbildung
    Neue Lehrwerkstatt, bessere Entlohnung und das Image des Handwerks
    01:40:01 Energie, Verpackung, EU-Regulierung
    Photovoltaik, Windenergie-Pläne und die EmpCo-Richtlinie

    Kurz-Bio Gast:
    Thomas Berger ist Teil der fünften Generation des niederösterreichischen Familienunternehmens Berger Schinken (Fleischwaren Berger GmbH & Co KG) in Sieghartskirchen. Er hat an der Wirtschaftsuniversität Wien den Master in Wirtschaftsrecht abgeschlossen und parallel dazu die Lehre zum Fleischverarbeiter samt Meisterprüfung gemacht. Im Unternehmen verantwortet er die Bereiche Produktion und Mitarbeiter.

    INFOS ZUR FOLGE
    Berger Schinken Website
    www.berger-schinken.at
    Berger Schinken auf Instagram
    www.instagram.com/berger.schinken
    Berger Schinken auf Facebook
    www.facebook.com/bergerschinken
    Berger Schinken auf LinkedIn
    www.linkedin.com/company/bergerschinken
    WU Wien auf Instagram
    www.instagram.com/wuvienna
    WU Wien auf Facebook
    www.facebook.com/wu.wirtschaftsuniversitaet.wien
    WU Wien auf LinkedIn
    www.linkedin.com/school/wu-wirtschaftsuniversitaet-wien
    Folge - Familie Berger - Bergerschinken – Fleischverarbeitung vom Schwein bis zum Schinken
    www.bauertothepeople.at/podcast/29
    Folge - Florian Hütthaler – Vier Generationen Fleisch
    www.bauertothepeople.at/podcast/161

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    Bauernprotest erklärt – Ernst Tschida

    17.05.2026 | 3 Std. 8 Min.
    Bauernprotest, Weltmarktpreise, Herkunftskennzeichnung — Ernst Tschida ist einer der Organisatoren der Bauern-Demonstration vom 1. April 2026 in Wien und hat sich zu mir ins Studio gesetzt, um in Ruhe zu erklären, was hinter den Forderungen der Landwirte steckt.

    Ernst ist Biobauer aus Pamhagen im Seewinkel, bewirtschaftet Flächen in Österreich und Ungarn und ist gleichzeitig ÖVP-Gemeinderat, Kammerrat und Obmann des Vereins Bündnis Zukunft Landwirtschaft. Er ist also Teil des Systems und Teil des Widerstands dagegen. Und ja, das muss kein Widerspruch sein.

    Ich wollte dieses Gespräch eigentlich knackig halten, so ein Stunderl war der Plan. In dieser Hinsicht habe ich völlig versagt. Aber die Materie ist so vielschichtig, dass sich jede Minute gelohnt hat. Wir reden darüber, warum die Herkunftskennzeichnung allein nicht reicht, wie ein Weizenpreis in Chicago oder Paris das Einkommen eines burgenländischen Bauern bestimmt, warum Photovoltaik-Anlagen und Blühwiesen inzwischen lukrativer sind als Getreideanbau und wieso die Inflation der letzten Jahre bei den Ausgleichszahlungen einfach nie angekommen ist.

    Ernst nimmt uns auch mit nach Brüssel, wo er Tränengas in die Nase bekommen hat, nach Parndorf, wo die erste Demo mit 100 Traktoren startete, und auf die Wiener Ringstraße, wo am 1. April mehr als 200 Traktoren rollten. Es geht um die Frage, ob Landwirtschaft noch Teil der freien Marktwirtschaft sein kann oder ob wir sie ganz anders denken müssen. Eine einfache Antwort darauf gibt es nicht, aber nach diesem Gespräch versteht man besser, warum.

    Viel Freude beim Reinhören!

    00:00:00 Los gehts
    Willys Einleitung zu Ernst Tschida und den Bauernprotesten vom 1. April
    00:06:03 Wer ist Ernst Tschida?
    Biobauer im Seewinkel, Betrieb in Österreich und Ungarn, Praktikum in Kanada
    00:12:32 Bio aus Überzeugung
    Warum der Betrieb seit 2000 biologisch arbeitet und wo die Grenzen liegen
    00:21:24 Funktionär und Rebell
    ÖVP-Gemeinderat organisiert überparteiliche Demo — ein Widerspruch?
    00:31:09 Der Weg zur Demo
    Von Brüssel mit Tränengas über Parndorf nach Wien mit 200 Traktoren
    00:49:13 Vereinnahmung und Message
    Wie eine überparteiliche Demo in Wien funktioniert — und was nicht klappt
    01:00:24 Forderung 1: Herkunftskennzeichnung
    Warum man wissen soll, was im Schnitzel und in der Wurst steckt
    01:12:53 Das Puten-Paradoxon
    Höhere Standards, weniger Wettbewerbsfähigkeit — das Dilemma am Beispiel
    01:26:33 Forderung 3: Perspektiven und Inflation
    Warum Ausgleichszahlungen nie an die Inflation angepasst wurden
    01:46:39 Inputkosten und Weltmarkt
    Pacht, Saatgut, Dünger, Diesel — wo das Geld hingeht und woher es kommt
    02:06:03 Wie der Weizenpreis entsteht
    Chicago, Paris, Rotterdam — und Russlands neue Rolle am Getreidemarkt
    02:17:20 Photovoltaik vs. Acker
    Wenn Blühwiesen und Solarpanele mehr bringen als Weizenanbau
    02:42:04 Wer soll es richten?
    Tourismusabgabe, Ernährungssouveränität und die ökosoziale Marktwirtschaft
    Kurz-Bio Gast:
    Ernst Tschida ist Biobauer aus Pamhagen im Seewinkel (Burgenland) und bewirtschaftet Ackerbau- und Holunderflächen in Österreich sowie einen Ackerbaubetrieb in Ungarn. Er ist ÖVP-Gemeinderat, Landwirtschaftskammer-Kammerrat und Obmann des Vereins Bündnis Zukunft Landwirtschaft, der am 1. April 2026 die Bauerndemonstration in Wien organisiert hat.

    INFOS ZUR FOLGE
    Ernst Tschida auf Instagram
    www.instagram.com/ernsttschida
    Ernst Tschida auf Facebook
    www.facebook.com/p/Ernst-Tschida-100064252053811
    Ernst Tschida auf LinkedIn
    www.linkedin.com/in/ernst-tschida-0a78213b8
    ORF-Bericht zur Bauerndemonstration (01.04.2026)
    https://wien.orf.at/stories/3348333
    Copa-Cogeca Website (EU-Bauernlobby)
    www.copa-cogeca.eu
    Folge - Die Ökosoziale Marktwirtschaft mit Josef Riegler
    www.bauertothepeople.at/podcast/222

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    B2P-Live "Ackerdemics Edition" - Wer bestimmt die Spielregeln der Wirtschaft? - Jonas Bunte

    10.05.2026 | 2 Std. 2 Min.
    Zukunftsfähiges Wirtschaften – was bedeutet das eigentlich? Und wer hat die Hebel in der Hand, um die Wirtschaft wirklich zu verändern? Darüber habe ich mit Jonas Bunte gesprochen, Professor für internationale politische Ökonomie an der WU Wien.

    Das Gespräch war Teil unserer Ackerdemics-Reihe, aufgenommen live vor Studierenden im Rahmen der Lehrveranstaltung "Zukunftsfähiges Wirtschaften". Jonas hat nicht einfach vorgetragen, sondern die Studierenden direkt eingebunden – mit Mentimeter-Umfragen, Diskussionen und ziemlich unbequemen Fragen. Zum Beispiel: Warum kaufen die meisten von uns die Gurke um 99 Cent statt die Bio-Gurke um 1,79, auch wenn wir wissen, dass es anders besser wäre?

    Wir haben uns durch alle Ebenen gearbeitet. Von der Frage, ob wir als Individuen zukunftsfähig handeln können, über die Rolle von Unternehmen zwischen Profit und Verantwortung, bis hin zur großen Bühne der internationalen Politik. Jonas hat dabei seine eigene Geschichte eingebracht – vom Zivildienst in Washington D.C. bei einer Organisation für Schuldenerlass bis zu seinem Buch über die Kreditentscheidungen von Entwicklungsländern. Besonders hängen geblieben ist mir seine Überzeugung, dass es nicht um die eine richtige Antwort geht, sondern darum, gemeinsam die besseren Fragen zu stellen. Und dass manchmal nur 3,5 Prozent der Menschen reichen, um echten Wandel auszulösen.

    Viel Freude beim Reinhören!

    00:00:00 Los gehts
    Begrüßung und Vorstellung von Professor Jonas Bunte an der WU Wien
    00:02:32 Vom Dorf in die Welt
    Jonas Weg von Baden-Württemberg über Washington D.C. nach Wien
    00:07:03 Zivildienst, Schulden und die Weltbank
    Wie ein Zufallsjob Jonas zur politischen Ökonomie brachte
    00:13:11 Was ist politische Ökonomie?
    Wer macht die Regeln am Markt und wer gewinnt dabei?
    00:22:20 Mentimeter: Herausforderungen der Zukunft
    Die Studierenden stimmen ab: Klimawandel, Überalterung, Ressourcen
    00:28:27 Rente privatisieren oder solidarisch?
    Das Pensionsdilemma zwischen Effizienz und Gerechtigkeit
    00:42:02 Individuum, Unternehmen und Staat
    Wer kann zukunftsfähiges Wirtschaften wirklich vorantreiben?
    00:48:26 Die Gurke um 99 Cent
    Citizen-Consumer-Gap: Warum wir anders kaufen als wir denken
    01:01:46 Können Unternehmen die Welt retten?
    Shareholder vs. Stakeholder und die Grenzen von Green Labels
    01:14:40 Politik als Marktplatz der Ideen
    Demokratie, Kurzfristigkeit und die Rolle der Europäischen Zentralbank
    01:29:13 Schulden, Schuldenerlass und neue Ideen
    Von Abraham Lincoln über HIPC bis zu Debt-for-Nature-Swaps
    01:39:04 Drei Prozent reichen
    Warum wenige Menschen großen Wandel anstoßen können
    01:50:15 Universität als Raum der Veränderung
    Raus aus der Bubble, rein in den Austausch

    Kurz-Bio Gast:
    Jonas Bunte ist Professor für Internationale Politische Ökonomie und Leiter des gleichnamigen Instituts an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er hat Philosophie und Volkswirtschaftslehre in Bayreuth, Development Studies an der London School of Economics und Politikwissenschaft an der University of Minnesota studiert. Sein preisgekröntes Buch "Raise the Debt – How Developing Countries Choose Their Creditors" untersucht, wie Entwicklungsländer zwischen konkurrierenden Kreditgebern wählen.

    INFOS ZUR FOLGE
    Jonas Bunte – Institut für Internationale Politische Ökonomie, WU Wien
    www.wu.ac.at/ipe/menschen/jonas-bunte
    Jonas Bunte – persönliche Website
    https://jonasbunte.com
    WU Wien - Zukunftsfähiges Wirtschaften
    www.wu.ac.at/soziooekonomie/zukunftsfaehiges-wirtschaften-vertiefung-und-anwendung
    WU Wien - Department für Sozioökonomie
    www.wu.ac.at/soziooekonomie
    Zukunftfähiges Wirtschaften auf Instagram
    www.instagram.com/zuwi_va
    WU Wien auf Instagram
    www.instagram.com/wuvienna
    WU Wien auf Facebook
    www.facebook.com/wu.wirtschaftsuniversitaet.wien
    WU Wien auf LinkedIn
    www.linkedin.com/school/wu-wirtschaftsuniversitaet-wien

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    Future 4 Kids: Verein gründen, Zukunft bauen in Ruanda - Otto Fischer

    03.05.2026 | 2 Std. 54 Min.
    Mit Otto Fischer sitze ich zum dritten Mal vor dem Mikro. Dieses Mal im Garten seines Isange Paradise Resort im Norden Ruandas. Über die Veterinärmedizin und das Indigene Volk der Batwa haben wir schon gesprochen, jetzt geht es ans Eingemachte: Wie gründet man einen Verein in der Entwicklungszusammenarbeit? Wie führt man ihn? Und was macht man da eigentlich konkret?

    Otto kam 2007 wegen der Berggorillas nach Ruanda. 18 Jahre später ist daraus der Verein Future 4 Kids geworden, mit einem achtköpfigen Vorstand, der komplett ehrenamtlich arbeitet. Kein Büro, kein Sekretariat, jeder Euro geht direkt in die Projekte. Was mich besonders beschäftigt hat: Otto erzählt offen über die unbequeme Seite der Hilfe. Darüber, dass mehr nicht immer besser ist. Dass man irgendwann auch Nein sagen muss, damit die Unterstützung nachhaltig bleibt. Und dass Vertrauen die einzige Basis ist, auf der so etwas funktioniert, auch wenn es manchmal enttäuscht wird.

    Wir sprechen über die Vereinsgründung in Österreich, über Spendenabsetzbarkeit, über den Unterschied zwischen Stadt und Land in Ruanda und über ein Gesundheitssystem, in dem eine Jahresversicherung weniger als drei Euro kostet. Und wir schauen in die konkreten Projekte: die Schneiderinnen-Ausbildung, bei der rund 80 Prozent der Absolventinnen im Beruf bleiben. Den Hort, der jetzt zur Vorschule wird. Die Community Library, zu der am ersten Sonntag 250 Kinder kamen. Das Single-Mothers-Programm. Und das Hotel als Social Business, das mittlerweile rund 8 Prozent des Jahresbudgets erwirtschaftet.

    Wer diese Arbeit unterstützen möchte, findet alle Infos und Links in den Shownotes.

    Viel Freude beim Reinhören!

    00:00:00 Los gehts
    Einleitung und Vorstellung von Otto Fischer und Future 4 Kids
    00:04:21 Wie alles begann
    2007, Berggorillas, ein Patenkind und 50 Waisenkinder in Rasa
    00:09:08 Die Vereinsgründung
    Von der informellen Hilfe zum eingetragenen Verein Future 4 Kids
    00:19:06 Leben auf dem Land in Ruanda
    Subsistenzlandwirtschaft, Isolation und das Sozialsystem
    00:30:00 Teilen und Loslassen
    Über Besitz, Materialismus und die Freude am Geben
    00:40:01 Was es kostet und was es bringt
    Spendenabsetzbarkeit, 0% Verwaltungskosten und Fundraising
    00:52:23 Einen Verein aufbauen
    Vereinsgründung, Team und warum Unwissenheit helfen kann
    01:07:27 Das kleine Einmaleins der Hilfe
    Frustration, Vertrauen und wann man Nein sagen muss
    01:16:10 Ethnozentrismus vermeiden
    Eurozentrische Sicht, Zurückhaltung und lokale Zusammenarbeit
    01:33:00 Die Projekte im Detail
    Waisenkinder, Schneiderinnen-Ausbildung und Community Library
    01:58:03 Single Mothers und Social Business
    Alleinerziehende Mütter, das Isange Paradise Resort und Tiermedizin
    02:48:03 Wie man unterstützen kann
    Spenden, Patenschaften, Mitmachen und Kontakt

    Kurz-Bio Gast:
    Dr. Otto Fischer ist Veterinärmediziner aus Korneuburg und Gründer sowie Obmann des Vereins Future 4 Kids – Zukunft für Kinder in Ruanda. Seit 2007 reist er regelmäßig nach Ruanda und hat dort mehrere Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit aufgebaut, darunter Berufsausbildungen, ein Hortprogramm und ein Social-Business-Hotel. Der gesamte Vorstand des Vereins arbeitet ehrenamtlich.

    INFOS ZUR FOLGE
    Future 4 Kids - Website
    www.future4kids.at
    Kabagorozi Projekt (Batwa)
    www.future4kids.at/kabagorozi-projekt
    Spendenseite
    www.future4kids.at/jetzt-helfen
    Isange Paradise Resort – Website
    www.isangeparadiseresort.com
    Future 4 Kids auf Instagram
    www.instagram.com/future4kidsat
    Future 4 Kids auf Facebook
    www.facebook.com/futureforkids
    Folge zur Veterinärmedizin in Ruanda
    www.bauertothepeople.at/podcast/257
    Folge zu den Batwa
    www.bauertothepeople.at/podcast/260

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    „Power to the People“ – Junior Kelly
    thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records

    … und ein bisserl selbst gesungen 😊
    thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle

    Und Jetzt?
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    Viel Spaß beim Reinhören und Entdecken!
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Über BauertothePeople (B2P) - Der Podcast hinter den Kulissen von deinem Essen
Wissen, Perspektiven & Hintergründe rund um unsere Lebensmittel & die Menschen dahinter. Ehrliche und offene Gespräche direkt auf den Höfen, in den Unternehmen und bei den Menschen zu Hause. Wissen aus erster Hand, ungecoacht und authentisch, von denen, die es wissen müssen. Und ja, ein bisserl Humor darf auch nicht fehlen. Reicht doch, wenn der Rotwein trocken ist.
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Generated: 6/3/2026 - 2:23:50 AM