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BauertothePeople (B2P) - Der Podcast hinter den Kulissen von deinem Essen

Wilhelm Geiger
BauertothePeople (B2P) - Der Podcast hinter den Kulissen von deinem Essen
Neueste Episode

280 Episoden

  • BauertothePeople (B2P) - Der Podcast hinter den Kulissen von deinem Essen

    Bauernprotest erklärt – Ernst Tschida

    17.05.2026 | 3 Std. 8 Min.
    Bauernprotest, Weltmarktpreise, Herkunftskennzeichnung — Ernst Tschida ist einer der Organisatoren der Bauern-Demonstration vom 1. April 2026 in Wien und hat sich zu mir ins Studio gesetzt, um in Ruhe zu erklären, was hinter den Forderungen der Landwirte steckt.

    Ernst ist Biobauer aus Pamhagen im Seewinkel, bewirtschaftet Flächen in Österreich und Ungarn und ist gleichzeitig ÖVP-Gemeinderat, Kammerrat und Obmann des Vereins Bündnis Zukunft Landwirtschaft. Er ist also Teil des Systems und Teil des Widerstands dagegen. Und ja, das muss kein Widerspruch sein.

    Ich wollte dieses Gespräch eigentlich knackig halten, so ein Stunderl war der Plan. In dieser Hinsicht habe ich völlig versagt. Aber die Materie ist so vielschichtig, dass sich jede Minute gelohnt hat. Wir reden darüber, warum die Herkunftskennzeichnung allein nicht reicht, wie ein Weizenpreis in Chicago oder Paris das Einkommen eines burgenländischen Bauern bestimmt, warum Photovoltaik-Anlagen und Blühwiesen inzwischen lukrativer sind als Getreideanbau und wieso die Inflation der letzten Jahre bei den Ausgleichszahlungen einfach nie angekommen ist.

    Ernst nimmt uns auch mit nach Brüssel, wo er Tränengas in die Nase bekommen hat, nach Parndorf, wo die erste Demo mit 100 Traktoren startete, und auf die Wiener Ringstraße, wo am 1. April mehr als 200 Traktoren rollten. Es geht um die Frage, ob Landwirtschaft noch Teil der freien Marktwirtschaft sein kann oder ob wir sie ganz anders denken müssen. Eine einfache Antwort darauf gibt es nicht, aber nach diesem Gespräch versteht man besser, warum.

    Viel Freude beim Reinhören!

    00:00:00 Los gehts
    Willys Einleitung zu Ernst Tschida und den Bauernprotesten vom 1. April
    00:06:03 Wer ist Ernst Tschida?
    Biobauer im Seewinkel, Betrieb in Österreich und Ungarn, Praktikum in Kanada
    00:12:32 Bio aus Überzeugung
    Warum der Betrieb seit 2000 biologisch arbeitet und wo die Grenzen liegen
    00:21:24 Funktionär und Rebell
    ÖVP-Gemeinderat organisiert überparteiliche Demo — ein Widerspruch?
    00:31:09 Der Weg zur Demo
    Von Brüssel mit Tränengas über Parndorf nach Wien mit 200 Traktoren
    00:49:13 Vereinnahmung und Message
    Wie eine überparteiliche Demo in Wien funktioniert — und was nicht klappt
    01:00:24 Forderung 1: Herkunftskennzeichnung
    Warum man wissen soll, was im Schnitzel und in der Wurst steckt
    01:12:53 Das Puten-Paradoxon
    Höhere Standards, weniger Wettbewerbsfähigkeit — das Dilemma am Beispiel
    01:26:33 Forderung 3: Perspektiven und Inflation
    Warum Ausgleichszahlungen nie an die Inflation angepasst wurden
    01:46:39 Inputkosten und Weltmarkt
    Pacht, Saatgut, Dünger, Diesel — wo das Geld hingeht und woher es kommt
    02:06:03 Wie der Weizenpreis entsteht
    Chicago, Paris, Rotterdam — und Russlands neue Rolle am Getreidemarkt
    02:17:20 Photovoltaik vs. Acker
    Wenn Blühwiesen und Solarpanele mehr bringen als Weizenanbau
    02:42:04 Wer soll es richten?
    Tourismusabgabe, Ernährungssouveränität und die ökosoziale Marktwirtschaft
    Kurz-Bio Gast:
    Ernst Tschida ist Biobauer aus Pamhagen im Seewinkel (Burgenland) und bewirtschaftet Ackerbau- und Holunderflächen in Österreich sowie einen Ackerbaubetrieb in Ungarn. Er ist ÖVP-Gemeinderat, Landwirtschaftskammer-Kammerrat und Obmann des Vereins Bündnis Zukunft Landwirtschaft, der am 1. April 2026 die Bauerndemonstration in Wien organisiert hat.

    INFOS ZUR FOLGE
    Ernst Tschida auf Instagram
    www.instagram.com/ernsttschida
    Ernst Tschida auf Facebook
    www.facebook.com/p/Ernst-Tschida-100064252053811
    Ernst Tschida auf LinkedIn
    www.linkedin.com/in/ernst-tschida-0a78213b8
    ORF-Bericht zur Bauerndemonstration (01.04.2026)
    https://wien.orf.at/stories/3348333
    Copa-Cogeca Website (EU-Bauernlobby)
    www.copa-cogeca.eu
    Folge - Die Ökosoziale Marktwirtschaft mit Josef Riegler
    www.bauertothepeople.at/podcast/222

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    B2P-Live "Ackerdemics Edition" - Wer bestimmt die Spielregeln der Wirtschaft? - Jonas Bunte

    10.05.2026 | 2 Std. 2 Min.
    Zukunftsfähiges Wirtschaften – was bedeutet das eigentlich? Und wer hat die Hebel in der Hand, um die Wirtschaft wirklich zu verändern? Darüber habe ich mit Jonas Bunte gesprochen, Professor für internationale politische Ökonomie an der WU Wien.

    Das Gespräch war Teil unserer Ackerdemics-Reihe, aufgenommen live vor Studierenden im Rahmen der Lehrveranstaltung "Zukunftsfähiges Wirtschaften". Jonas hat nicht einfach vorgetragen, sondern die Studierenden direkt eingebunden – mit Mentimeter-Umfragen, Diskussionen und ziemlich unbequemen Fragen. Zum Beispiel: Warum kaufen die meisten von uns die Gurke um 99 Cent statt die Bio-Gurke um 1,79, auch wenn wir wissen, dass es anders besser wäre?

    Wir haben uns durch alle Ebenen gearbeitet. Von der Frage, ob wir als Individuen zukunftsfähig handeln können, über die Rolle von Unternehmen zwischen Profit und Verantwortung, bis hin zur großen Bühne der internationalen Politik. Jonas hat dabei seine eigene Geschichte eingebracht – vom Zivildienst in Washington D.C. bei einer Organisation für Schuldenerlass bis zu seinem Buch über die Kreditentscheidungen von Entwicklungsländern. Besonders hängen geblieben ist mir seine Überzeugung, dass es nicht um die eine richtige Antwort geht, sondern darum, gemeinsam die besseren Fragen zu stellen. Und dass manchmal nur 3,5 Prozent der Menschen reichen, um echten Wandel auszulösen.

    Viel Freude beim Reinhören!

    00:00:00 Los gehts
    Begrüßung und Vorstellung von Professor Jonas Bunte an der WU Wien
    00:02:32 Vom Dorf in die Welt
    Jonas Weg von Baden-Württemberg über Washington D.C. nach Wien
    00:07:03 Zivildienst, Schulden und die Weltbank
    Wie ein Zufallsjob Jonas zur politischen Ökonomie brachte
    00:13:11 Was ist politische Ökonomie?
    Wer macht die Regeln am Markt und wer gewinnt dabei?
    00:22:20 Mentimeter: Herausforderungen der Zukunft
    Die Studierenden stimmen ab: Klimawandel, Überalterung, Ressourcen
    00:28:27 Rente privatisieren oder solidarisch?
    Das Pensionsdilemma zwischen Effizienz und Gerechtigkeit
    00:42:02 Individuum, Unternehmen und Staat
    Wer kann zukunftsfähiges Wirtschaften wirklich vorantreiben?
    00:48:26 Die Gurke um 99 Cent
    Citizen-Consumer-Gap: Warum wir anders kaufen als wir denken
    01:01:46 Können Unternehmen die Welt retten?
    Shareholder vs. Stakeholder und die Grenzen von Green Labels
    01:14:40 Politik als Marktplatz der Ideen
    Demokratie, Kurzfristigkeit und die Rolle der Europäischen Zentralbank
    01:29:13 Schulden, Schuldenerlass und neue Ideen
    Von Abraham Lincoln über HIPC bis zu Debt-for-Nature-Swaps
    01:39:04 Drei Prozent reichen
    Warum wenige Menschen großen Wandel anstoßen können
    01:50:15 Universität als Raum der Veränderung
    Raus aus der Bubble, rein in den Austausch

    Kurz-Bio Gast:
    Jonas Bunte ist Professor für Internationale Politische Ökonomie und Leiter des gleichnamigen Instituts an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er hat Philosophie und Volkswirtschaftslehre in Bayreuth, Development Studies an der London School of Economics und Politikwissenschaft an der University of Minnesota studiert. Sein preisgekröntes Buch "Raise the Debt – How Developing Countries Choose Their Creditors" untersucht, wie Entwicklungsländer zwischen konkurrierenden Kreditgebern wählen.

    INFOS ZUR FOLGE
    Jonas Bunte – Institut für Internationale Politische Ökonomie, WU Wien
    www.wu.ac.at/ipe/menschen/jonas-bunte
    Jonas Bunte – persönliche Website
    https://jonasbunte.com
    WU Wien - Zukunftsfähiges Wirtschaften
    www.wu.ac.at/soziooekonomie/zukunftsfaehiges-wirtschaften-vertiefung-und-anwendung
    WU Wien - Department für Sozioökonomie
    www.wu.ac.at/soziooekonomie
    Zukunftfähiges Wirtschaften auf Instagram
    www.instagram.com/zuwi_va
    WU Wien auf Instagram
    www.instagram.com/wuvienna
    WU Wien auf Facebook
    www.facebook.com/wu.wirtschaftsuniversitaet.wien
    WU Wien auf LinkedIn
    www.linkedin.com/school/wu-wirtschaftsuniversitaet-wien

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    Future 4 Kids: Verein gründen, Zukunft bauen in Ruanda - Otto Fischer

    03.05.2026 | 2 Std. 54 Min.
    Mit Otto Fischer sitze ich zum dritten Mal vor dem Mikro. Dieses Mal im Garten seines Isange Paradise Resort im Norden Ruandas. Über die Veterinärmedizin und das Indigene Volk der Batwa haben wir schon gesprochen, jetzt geht es ans Eingemachte: Wie gründet man einen Verein in der Entwicklungszusammenarbeit? Wie führt man ihn? Und was macht man da eigentlich konkret?

    Otto kam 2007 wegen der Berggorillas nach Ruanda. 18 Jahre später ist daraus der Verein Future 4 Kids geworden, mit einem achtköpfigen Vorstand, der komplett ehrenamtlich arbeitet. Kein Büro, kein Sekretariat, jeder Euro geht direkt in die Projekte. Was mich besonders beschäftigt hat: Otto erzählt offen über die unbequeme Seite der Hilfe. Darüber, dass mehr nicht immer besser ist. Dass man irgendwann auch Nein sagen muss, damit die Unterstützung nachhaltig bleibt. Und dass Vertrauen die einzige Basis ist, auf der so etwas funktioniert, auch wenn es manchmal enttäuscht wird.

    Wir sprechen über die Vereinsgründung in Österreich, über Spendenabsetzbarkeit, über den Unterschied zwischen Stadt und Land in Ruanda und über ein Gesundheitssystem, in dem eine Jahresversicherung weniger als drei Euro kostet. Und wir schauen in die konkreten Projekte: die Schneiderinnen-Ausbildung, bei der rund 80 Prozent der Absolventinnen im Beruf bleiben. Den Hort, der jetzt zur Vorschule wird. Die Community Library, zu der am ersten Sonntag 250 Kinder kamen. Das Single-Mothers-Programm. Und das Hotel als Social Business, das mittlerweile rund 8 Prozent des Jahresbudgets erwirtschaftet.

    Wer diese Arbeit unterstützen möchte, findet alle Infos und Links in den Shownotes.

    Viel Freude beim Reinhören!

    00:00:00 Los gehts
    Einleitung und Vorstellung von Otto Fischer und Future 4 Kids
    00:04:21 Wie alles begann
    2007, Berggorillas, ein Patenkind und 50 Waisenkinder in Rasa
    00:09:08 Die Vereinsgründung
    Von der informellen Hilfe zum eingetragenen Verein Future 4 Kids
    00:19:06 Leben auf dem Land in Ruanda
    Subsistenzlandwirtschaft, Isolation und das Sozialsystem
    00:30:00 Teilen und Loslassen
    Über Besitz, Materialismus und die Freude am Geben
    00:40:01 Was es kostet und was es bringt
    Spendenabsetzbarkeit, 0% Verwaltungskosten und Fundraising
    00:52:23 Einen Verein aufbauen
    Vereinsgründung, Team und warum Unwissenheit helfen kann
    01:07:27 Das kleine Einmaleins der Hilfe
    Frustration, Vertrauen und wann man Nein sagen muss
    01:16:10 Ethnozentrismus vermeiden
    Eurozentrische Sicht, Zurückhaltung und lokale Zusammenarbeit
    01:33:00 Die Projekte im Detail
    Waisenkinder, Schneiderinnen-Ausbildung und Community Library
    01:58:03 Single Mothers und Social Business
    Alleinerziehende Mütter, das Isange Paradise Resort und Tiermedizin
    02:48:03 Wie man unterstützen kann
    Spenden, Patenschaften, Mitmachen und Kontakt

    Kurz-Bio Gast:
    Dr. Otto Fischer ist Veterinärmediziner aus Korneuburg und Gründer sowie Obmann des Vereins Future 4 Kids – Zukunft für Kinder in Ruanda. Seit 2007 reist er regelmäßig nach Ruanda und hat dort mehrere Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit aufgebaut, darunter Berufsausbildungen, ein Hortprogramm und ein Social-Business-Hotel. Der gesamte Vorstand des Vereins arbeitet ehrenamtlich.

    INFOS ZUR FOLGE
    Future 4 Kids - Website
    www.future4kids.at
    Kabagorozi Projekt (Batwa)
    www.future4kids.at/kabagorozi-projekt
    Spendenseite
    www.future4kids.at/jetzt-helfen
    Isange Paradise Resort – Website
    www.isangeparadiseresort.com
    Future 4 Kids auf Instagram
    www.instagram.com/future4kidsat
    Future 4 Kids auf Facebook
    www.facebook.com/futureforkids
    Folge zur Veterinärmedizin in Ruanda
    www.bauertothepeople.at/podcast/257
    Folge zu den Batwa
    www.bauertothepeople.at/podcast/260

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    „Leit hoits zamm“ – Haindling
    thx an Jürgen Buchner

    „Power to the People“ – Junior Kelly
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    … und ein bisserl selbst gesungen 😊
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    B2P-Live "Ackerdemics Edition" - Marktgärtnerei: Zukunft auf 8000 m² – Alfred Grand

    26.04.2026 | 2 Std. 5 Min.
    Marktgärtnerei: 70 Gemüsekulturen auf weniger als einem Hektar, in Handarbeit, ohne Traktor, ohne Pestizide und direkt an die Kundschaft in der Region. Alfred Grand erklärt, warum das funktioniert.

    Alfred Grand bewirtschaftet die Grand Farm in Absdorf, Österreichs ersten Forschungs- und Demonstrationsbauernhof. Auf rund 90 Hektar betreibt er bio-regenerativen Ackerbau, auf einem kleinen Teil davon den Grand Garten, eine Marktgärtnerei, die zeigt, was auf kleinen Flächen möglich ist. Ich habe ihn vor Studierenden an der WU Wien getroffen, im Rahmen der Lehrveranstaltung "Zukunftsfähiges Wirtschaften". Passender hätte das Thema nicht sein können.

    Was mich an diesem Gespräch beeindruckt hat: Alfred denkt Landwirtschaft konsequent vom Boden her. Wer versteht, warum ein gesunder Boden Wasser hält, warum Regenwürmer dafür sorgen, dass im Schwarzen Meer weniger Fische sterben und warum ein System, das bei Blackout weiter produzieren kann, mehr ist als eine nette Idee, der versteht auch, warum Marktgärtnerei gerade so an Dynamik gewinnt. In Österreich gibt es inzwischen rund 200 solcher Betriebe, Tendenz steigend, viele davon gegründet von Quereinsteigern mit akademischem Hintergrund.

    Wir sprechen über den Unterschied zwischen bio, konventionell und regenerativ und warum es dafür keine einheitliche Definition gibt. Über die Geschichte der Marktgärtnerei, die von den Pariser Pferdemist-Gärtnereien über Eliot Coleman und Jean-Martin Fortier bis nach Absdorf führt. Über Vermarktung, Kistl-Abos und die Frage, ob man davon leben kann. Über die Taskforce Marktgärtnerei, die Rahmenbedingungen schaffen will, wo es bisher keine gibt. Und über die ROC-Zertifizierung, den weltweit höchsten Bio-Standard.

    Viel Freude beim Reinhören!

    00:00:00 Los gehts
    Live an der WU Wien: Willy stellt Alfred Grand und das Format vor
    00:03:17 Der Weg zur Landwirtschaft
    Alfreds Familie, der Weinbau und die Entscheidung für die Regenwürmer
    00:09:19 Warum Regenwürmer unterschätzt werden
    Vom Kindergartenwissen zur Grünen Revolution und ihren Folgen
    00:13:51 Bio, konventionell, regenerativ
    Was die Begriffe bedeuten und warum es keine einheitliche Definition gibt
    00:22:21 Sustainable reicht nicht mehr
    Warum Gleichbleiben zu wenig ist und Regenerieren nötig wird
    00:27:09 Was Marktgärtnerei ausmacht
    Biointensiver Gemüseanbau, SDGs und ein blackout-sicheres System
    00:39:36 Wer macht das und lohnt es sich?
    Betriebswirtschaft, Startkapital und das Profil der Marktgärtner
    00:50:04 Fehler, Lernkurve, Bodenaufbau
    Kaltstart ins kalte Wasser und warum gesunder Boden alles entscheidet
    00:56:21 Beete statt Traktorspuren
    Warum sich bei der Marktgärtnerei die Natur nicht der Maschine anpasst
    01:07:00 Marktgärtnerei vs. Gärtnerei
    Die Begriffsdebatte und der Unterschied zum Market Gardening
    01:14:01 Vermarktung: Kistl, Gastro, Markt
    Drei Vertriebswege, Wintergemüse und ganzjährige Produktion
    01:45:00 Taskforce und Rahmenbedingungen
    Warum Marktgärtnereien Förderstrukturen und Ausbildung brauchen
    01:53:18 ROC-Zertifizierung und Ausblick
    Regenerative Organic Certified, Resilienz und die letzte Frage

    Kurz-Bio Gast:
    Alfred Grand ist Bio-Landwirt, Regenwurmexperte und Gründer der Grand Farm in Absdorf, Niederösterreich, Österreichs erstem Forschungs- und Demonstrationsbauernhof. Er betreibt auf rund 90 Hektar bio-regenerativen Ackerbau und mit dem Grand Garten eine der ersten Marktgärtnereien Europas mit ROC-Zertifizierung. 2025 wurde er als einer von Europas Top 50 Farmers ausgezeichnet.

    INFOS ZUR FOLGE
    Grand Garten Website
    www.grandgarten.at
    Grand Garten auf Instagram
    www.instagram.com/grandgarten
    Grand Garten auf Facebook
    www.facebook.com/grandgarten
    Alfred Grand auf YouTube
    www.youtube.com/@AlfredGrandFarm
    Alfred Grand auf Linkedin
    www.linkedin.com/in/alfred-grand-vermigrand
    B2P055 Alfred Grand (Grand Farm) – Visionär mit Bodenhaftung
    www.bauertothepeople.at/podcast/67
    Verein Marktgärtnerei Österreich
    www.marktgaertnerei.at

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    Wirtschaft als Teil der Natur - Ökologische Ökonomie - Sigrid Stagl

    19.04.2026 | 2 Std. 41 Min.
    Ökologische Ökonomie: Sigrid Stagl erklärt, warum unsere Wirtschaft die Natur nicht länger ignorieren kann und was das für die Landwirtschaft bedeutet.

    Sigrid Stagl ist auf einem kleinen Bauernhof im Waldviertel aufgewachsen. Ihre Eltern waren Quereinsteiger, haben Land von der Kirche gepachtet und im Sinne der Grünen Revolution bewirtschaftet. Was mich dabei besonders beschäftigt hat: Schon als Kind hat Sigrid bemerkt, dass im eigenen Garten anders gewirtschaftet wurde als auf dem Feld. Was die Familie selbst gegessen hat, wurde ohne Spritzmittel angebaut. Diese Inkonsistenz hat sie früh irritiert.

    Heute ist Sigrid Professorin an der Wirtschaftsuniversität Wien, hat das Institut für Ökologische Ökonomie gegründet und wurde 2024 als Wissenschaftlerin des Jahres ausgezeichnet. Im Gespräch erklärt sie mir, warum die herkömmliche Ökonomie die Natur nur sehr zurückhaltend berücksichtigt und welche Folgen das hat. Wir reden über Thermodynamik und Entropie, über Nikolaus Georgescu-Roegens Erkenntnis, dass wirtschaftliche Prozesse physikalischen Gesetzmäßigkeiten unterliegen, und über die Frage, warum die Photosynthese im Grunde das Einzige ist, was wirklich neue Energie in unser System bringt.

    Was mich nachhaltig beeindruckt hat: Die Studie 'The Hidden Bill' über die niederländische Landwirtschaft zeigt, dass deren Agrar-Lebensmittelsystem 13,3 Milliarden Euro Wertschöpfung erzeugt, aber 18,6 Milliarden Euro gesellschaftliche Kosten verursacht. Ein jährliches Defizit von 5,3 Milliarden Euro. Gleichzeitig fließen in der EU rund 82 Prozent der Agrarsubventionen in die Tierproduktion, die 84 Prozent der landwirtschaftlichen Treibhausgase verursacht, aber nur 36 Prozent der Kalorien liefert. Sigrid sagt: Wir brauchen kein neues Wissen, wir müssen nur die ökonomischen Strukturen so verändern, dass nachhaltiges Handeln leichter, günstiger und attraktiver wird als das Gegenteil.

    Ihr zentraler Punkt: Wir brauchen ein positives Zukunftsbild für die Landwirtschaft und ein nachhaltiges Ernährungssystem in Österreich, nicht nur Schadensbegrenzung. Und Bäuerinnen und Bauern sind die Schlüsselakteure dafür.

    Viel Freude beim Reinhören!

    00:00:00 Los gehts
    Sigrid Stagl über Sonnenenergie, Eigenversorgung und falsche Subventionen
    00:01:12 Vorstellung und Einstieg
    Willy stellt Sigrid Stagl vor und erklärt, worum es heute geht
    00:04:33 Aufwachsen am Bauernhof
    Kindheit im Waldviertel zwischen Feldarbeit und Freiheit
    00:14:03 Der Weg in die Wissenschaft
    Von der WU über Argentinien zum Doktorat in den USA
    00:29:06 Was ist ökologische Ökonomie?
    Wirtschaft als Teil der Natur und warum das die Ökonomik verändern muss
    00:43:01 Energie, Entropie und Sonnenlicht
    Warum die Photosynthese das Einzige ist, das wirklich Neues schafft
    01:04:04 Trägheit und Ausreden
    Warum wir trotz besseren Wissens nicht handeln
    01:14:18 Kostenwahrheit und Marktversagen
    Externe Effekte, Verursacherprinzip und warum Bio billiger sein müsste
    01:28:17 Landwirtschaft neu denken
    Die vier Hebel der niederländischen Hidden-Bill-Studie
    01:52:08 Boden, Eigentum und Versorgung
    Lebensmittel als lebensnotwendiges Gut und die Frage der Eigenversorgung
    02:14:28 Mercosur und Freihandel
    Warum Rindfleisch über den halben Globus zu schippern keinen Sinn macht
    02:22:01 Positives Zukunftsbild und Abschluss
    Partizipative Prozesse, Bürgerräte und das Zitat mit den zwei Planeten

    Kurz-Bio Gast:
    Sigrid Stagl ist Professorin für Umweltökonomie und -politik an der Wirtschaftsuniversität Wien und Gründerin des dortigen Instituts für Ökologische Ökonomie. 1999 promovierte sie am Rensselaer Polytechnic Institute als weltweit erste Person in Ökologischer Ökonomie. 2024 wurde sie in Österreich als Wissenschaftlerin des Jahres ausgezeichnet.

    INFOS ZUR FOLGE
    Prof. Sigrid Stagl (Gast) – Wirtschaftsuniversität Wien
    www.wu.ac.at/en/ecolecon/institute/team/sstagl
    Institut für Ökologische Ökonomie, WU Wien
    www.wu.ac.at/en/ecolecon/institute
    Sigrid Stagl – persönliche Website
    www.sigridstagl.org
    Sigrid Stagl auf LinkedIn
    www.linkedin.com/in/sigrid-stagl-795bb719
    Sigrid Stagl – Wikipedia (de)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Sigrid_Stagl
    WU (Wirtschaftsuniversität Wien) auf Instagram
    www.instagram.com/wuvienna
    WU (Wirtschaftsuniversität Wien) auf Facebook
    www.facebook.com/wu.wirtschaftsuniversitaet.wien
    WU (Wirtschaftsuniversität Wien) auf LinkedIn
    www.linkedin.com/school/wu-wirtschaftsuniversitaet-wien
    WU Institute for Ecological Economics auf LinkedIn
    www.linkedin.com/company/wu-ecolecon

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    „Leit hoits zamm“ – Haindling
    thx an Jürgen Buchner

    „Power to the People“ – Junior Kelly
    thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records

    … und ein bisserl selbst gesungen 😊
    thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle

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Über BauertothePeople (B2P) - Der Podcast hinter den Kulissen von deinem Essen
Wissen, Perspektiven & Hintergründe rund um unsere Lebensmittel & die Menschen dahinter. Ehrliche und offene Gespräche direkt auf den Höfen, in den Unternehmen und bei den Menschen zu Hause. Wissen aus erster Hand, ungecoacht und authentisch, von denen, die es wissen müssen. Und ja, ein bisserl Humor darf auch nicht fehlen. Reicht doch, wenn der Rotwein trocken ist.
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