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BauertothePeople (B2P) - Der Podcast hinter den Kulissen von deinem Essen

Wilhelm Geiger
BauertothePeople (B2P) - Der Podcast hinter den Kulissen von deinem Essen
Neueste Episode

292 Episoden

  • BauertothePeople (B2P) - Der Podcast hinter den Kulissen von deinem Essen

    Bauernbund-Präsident Georg Strasser über Freiheit und Maß

    20.09.2026 | 1 Std. 31 Min.
    In eigener Sache: Menschen.at
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    Bauernbund-Präsident Georg Strasser über Agrarpolitik in Österreich: Dürrejahr, Herkunftskennzeichnung, Mercosur, Tierhaltung und die Frage, wie viel Freiheit zumutbar ist.

    Georg Strasser sitzt mit mehreren Hüten am Tisch: Nationalratsabgeordneter, Präsident des Österreichischen Bauernbundes, stellvertretender Klubchef der ÖVP – und Bauer. Ich wollte zuerst wissen, ob er selbst immer weiß, welcher Hut gerade gilt. Seine Antwort war, er komme mit allen drei ins Gespräch, und genau so hat es sich dann auch angefühlt. Weil Georg danach noch einen wichtigen Termin hatte, musste ich bei den Fragen improvisieren und einiges streichen. Wir haben ausgemacht, dass wir einen zweiten Teil aufnehmen. Wenn dir dabei etwas unter den Nägeln brennt, schick mir deine Frage.

    Was mich überrascht hat: wie offen er über einen Hänger vor drei Jahren spricht, über 60 bis 80 Stunden Arbeit pro Woche und darüber, dass Politik kein familienfreundlicher Job ist. Genauso deutlich wird er, wenn es um Zuschreibungen geht – oberster Bauer sei er ausdrücklich nicht, der Bauernbund ist eine Teilorganisation der ÖVP und etwas anderes als die Landwirtschaftskammer.

    Inhaltlich reden wir über die Struktur des Bauernbundes von der Ortsgruppe bis ins Wiener Büro, über die Mitgliedschaft in den Bundesländern und das Zusammenspiel der Bünde in der Volkspartei. Danach wird es strittig: Ich halte ihm den Citizen-Consumer-Gap entgegen, er verteidigt Transparenz statt Vorschrift und eine gemeinsame ÖVP-Linie für ein einheitliches Herkunftssystem nach einer freiwilligen Phase. Beim Dürrejahr mit rund einer Milliarde Euro Schaden laut Hagelversicherung erklärt er, warum er eine Pflichtversicherung ablehnt, und ich frage nach, ob Freiheit nicht auch den Extremfall einschließt. Dazu kommen Klimaschutzgesetz und Renaturierung mit offenen Finanzierungsfragen, die Debatte um Tierhaltung und EU-Förderungen, Kontrollen an den Außengrenzen, seine klare Absage an eine schnelle agrarische Marktfusion mit der Ukraine und das Jahr der Bäuerin mit der Frage, wer am Hof was am Laufen hält.

    Viel Freude beim Reinhören!

    00:00:00 Los gehts
    Willy stellt Georg Strasser und die Themen des Gesprächs vor.
    00:02:15 Drei Hüte: Bauer, Politiker, Familie
    Welche Rolle wann gilt und was ihm zwei Frauen für den Weg mitgegeben haben.
    00:08:13 Dicke Haut und ein Hänger
    60 bis 80 Stunden Arbeit, Überarbeitung und der Weg zurück in die Balance.
    00:13:07 Nöchling, Soßhof und Fußball
    Kindheit am Hof, Hausnamen, Studium und wie ihn die Politik erwischt hat.
    00:30:04 Bauernbund: Rolle und Struktur
    Teilorganisation der ÖVP, Abgrenzung zur Kammer, Ortsgruppen und Bundesländer.
    00:42:27 Die Mitte und das verlorene Gespür
    Warum Strasser Links-Rechts-Kategorien für unbrauchbar hält.
    00:46:13 Freiheit und Herkunftskennzeichnung
    Citizen-Consumer-Gap, Gastronomie und die Grenzen von Transparenz.
    00:53:05 Dürre und Pflichtversicherung
    Milliardenschaden, Prämienzuschuss und die Frage nach Eigenverantwortung.
    01:03:38 Klimaschutz und Renaturierung
    Offene Finanzierungsfragen, Anreize statt Verbote, Investitionen in dürren Jahren.
    01:12:06 Tierhaltung, Standards, Ukraine
    EU-Förderungen, Haltungsnormen, Kontrollen und der Blick auf den Weltmarkt.
    01:21:03 Jahr der Bäuerin und Rollenbilder
    Betriebsleiterinnen, Kinderbetreuung und gemeinsame Betriebsführung.

    Kurz-Bio Gast:
    Georg Strasser ist seit 2013 Abgeordneter im Nationalrat, Präsident des Österreichischen Bauernbundes und stellvertretender Klubchef der ÖVP. Aufgewachsen ist er auf einem Milchviehbetrieb in Nöchling im südwestlichen Waldviertel, er studierte Lebensmittel- und Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur und war Bürgermeister seiner Heimatgemeinde. Gemeinsam mit seiner Frau führt er einen landwirtschaftlichen Betrieb in einem Drei-Generationen-Haushalt.

    INFOS ZUR FOLGE
    Österreichischer Bauernbund - Website
    www.bauernbund.at
    Georg Strasser – Profil im Parlament
    www.parlament.gv.at/person/83153
    Georg Strasser – ÖVP-Parlamentsklub
    www.oevpklub.at/georg-strasser
    Georg Strasser auf Instagram
    www.instagram.com/georg_strasser
    Georg Strasser auf Facebook
    www.facebook.com/strassergeorg
    Lebensqualität Bauernhof – Beratung und Bäuerliches Sorgentelefon
    www.lebensqualitaet-bauernhof.at

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  • BauertothePeople (B2P) - Der Podcast hinter den Kulissen von deinem Essen

    Marchfeldkanal: Wasser für die Kornkammer - Franz Steiner

    13.09.2026 | 2 Std. 2 Min.
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    Der Marchfeldkanal bringt Donauwasser in eine der trockensten Regionen Österreichs. Franz Steiner hat mir erklärt, was dieses System kann und was nicht.

    Ich bin mit der Vorstellung ins Gespräch gegangen, ein Kanal sei ein Graben, durch den Wasser fließt. Nach zwei Stunden mit Franz Steiner, dem Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal, ist daraus ein ziemlich vielschichtiges Bauwerk geworden: 19 Kilometer neu angelegtes Gewässer, dazu Rußbach, Ober-Siebenbrunner Kanal und Stempfelbach, in Summe rund 91 Kilometer nach Angaben der Betriebsgesellschaft. Andere Quellen sprechen von knapp 100 Kilometern, je nachdem, was man mitzählt.

    Am meisten hängen geblieben ist bei mir das Bild der Badewanne. Franz erklärt den größten zusammenhängenden Grundwasserkörper Österreichs als eine mit Schotter gefüllte, leicht geneigte Wanne zwischen Wien und Bratislava. Wenn man an einer Stelle Wasser einbringt, entsteht kein See, sondern ein Kegel, der sich über Monate ausbreitet. Das erklärt auch, warum die Anlagen in einem Jahr wie diesem nicht eins zu eins nachliefern können, was auf den Feldern verbraucht wird.

    Überrascht hat mich der historische Teil. Geplant und gebaut wurde in einer Zeit, in der gerade Linien und glatte Böschungen als Fortschritt galten. Trotzdem entstand ein naturnah gestaltetes Gewässer mit Aufweitungen, Buchten und Fischaufstiegen. Dass ausgerechnet ein technisches Bewässerungsprojekt heute wie ein großes Renaturierungsprojekt wirkt, ist eine der Widersprüchlichkeiten, über die wir länger reden.

    Wir sprechen außerdem über Keller im Marchfeld, über Kläranlagen, die einen verlässlichen Vorfluter brauchen, über Nitrat im Grundwasser und über die Frage, wem das Wasser gehört, wenn es knapper wird. Und darüber, warum Franz sagt, dass Renaturierung in der Fläche wichtig ist, nach wochenlanger Dürre aber auch der beste Boden am Ende ist.

    Viel Freude beim Reinhören!

    00:00:00 Los gehts
    Willy stellt Franz Steiner und das Marchfeldkanalsystem vor.
    00:03:35 Vom Waldviertel zum Wasser
    Kindheit am Bach, Umweg über die HTL, Studium an der BOKU.
    00:15:02 Warum das Marchfeld austrocknete
    Donauregulierung, Urbarmachung und sinkende Grundwasserstände.
    00:23:11 Der Grundwasserkörper als Badewanne
    Schotter, Flurabstand und wer dem Grundwasser Wasser entnimmt.
    00:32:05 Naturnah statt Betonrinne
    Warum in den 80ern kein Trapezprofil gebaut wurde.
    00:36:40 Hainburg und die Ersatzbaustelle
    Wie politische Umstände dem Projekt zum Durchbruch verhalfen.
    00:46:07 Vier Gewässer, rund 91 Kilometer
    Marchfeldkanal, Rußbach, Ober-Siebenbrunner Kanal und Stempfelbach.
    00:54:05 Versickern und Steuern
    Wehrklappen, Filterbecken und drei Grundwasseranreicherungsanlagen.
    01:05:01 Kläranlagen, Hochwasser, Fische
    Weitere Funktionen des Systems und was sie für die Region bedeuten.
    01:17:17 Was das System kostet
    Errichtungskosten, laufendes Budget und offene Darlehen bis 2043.
    01:26:26 Wasser für die Landwirtschaft
    Warum Bewässerung trotz Wasser im Boden an Grenzen stößt.
    01:36:46 Ressource Wasser in Zukunft
    Verdunstung, Nitrat, Nutzungskonflikte und internationale Abstimmung.

    Kurz-Bio Gast:
    Franz Steiner ist Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal und leitet das dort angesiedelte Kompetenzzentrum Bewässerung, das Landwirtinnen und Landwirte in ganz Niederösterreich berät. Aufgewachsen ist er auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im nördlichen Waldviertel, studiert hat er an der BOKU Kulturtechnik und Wasserwirtschaft. Vor seinem Wechsel 2022 war er bei der via donau für den Flussbau an March und Thaya zuständig.

    INFOS ZUR FOLGE
    Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal
    www.marchfeldkanal.at
    Kompetenzzentrum Bewässerung – Land Niederösterreich
    www.noe.gv.at/noe/Wasser/Kompetenzzentrum_Bewaesserung.html
    Tätigkeitsbericht 2025 der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal (PDF)
    www.marchfeldkanal.at/wp-content/uploads/2026/08/JB-2025-zur-Veroeffentlichung.pdf
    Aussendung Dürre 2026: Wasser als Zukunftsfrage der Landwirtschaft
    www.marchfeldkanal.at/duerre-2026-wasser-ist-zentrale-zukunftsfrage-der-landwirtschaft
    B2P-Folge mit Christian Griebler zum Thema Grundwasser
    www.bauertothepeople.at/podcast/289

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    Physik, Dürre und die Frage nach Qualität – Werner Gruber

    30.08.2026 | 2 Std. 55 Min.
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    Dürre, Landwirtschaft und Physik: Werner Gruber über das Trockenjahr 2026, Kostenwahrheit bei Lebensmitteln und die Frage, warum sich Qualität so selten schmecken lässt.

    Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Gespräch kürzen soll. Habe ich nicht. Werner Gruber ist jemand, der auf eine Frage nicht mit einer Antwort reagiert, sondern mit einer Geschichte, einem Gegenbeispiel und meistens noch mit einer Pointe. Drei Stunden sind viel, ich weiß. Dafür gibt es die Kapitelmarken, und du musst dir das wirklich nicht in einem Stück anhören.

    Wir starten bei der Trockenheit dieses Sommers. Laut Landwirtschaftsministerium liegen die Ertragseinbußen beim Getreide bei rund zwanzig Prozent, im Grünland drohen Ausfälle von bis zu fünfzig Prozent. Werner rechnet damit, dass uns das im Herbst über die Preise einholt, weil das, was hier fehlt, importiert werden muss. Von dort landen wir bei der Frage, warum Gesellschaften manche Veränderungen mühelos schaffen und andere über Jahrzehnte nicht, und warum das seiner Meinung nach seltener ein technisches und öfter ein psychologisches Problem ist.

    Dann wird es kulinarisch. Werner hat Weihnachtsgänse verschiedener Herkunft unter identischen Bedingungen zubereitet, Gulasch mit unterschiedlichsten Fleischqualitäten gekocht und heuer fünf Marmorkuchen mit fünf verschiedenen Eiersorten gebacken. Sein Befund ist unbequem: In vielen Fällen entscheidet der Zubereitungsprozess mehr als das Etikett. Bei Tomaten oder Salat sieht er das anders. Mich hat vor allem interessiert, was das für die Art bedeutet, wie wir über Qualität reden und werben.

    Wir sprechen außerdem über Laborfleisch und E-Fuels, über die Grenzen der Effizienz, über seine Kindheit in Oberösterreich, über den Herzstillstand 2015, über Humor als Gradmesser für Freiheit und darüber, warum er mit hundert über die Autobahn fährt.

    Viel Freude beim Reinhören!

    Kurz-Bio Gast:
    Werner Gruber, geboren 1970 in Ostermiething und aufgewachsen in Ansfelden, ist Physiker, Autor und Wissenschaftsvermittler. Er studierte Physik an der Universität Wien, arbeitete am Institut für Experimentalphysik und lehrt heute an der Fakultät für Informatik. Er leitete das Planetarium Wien samt Kuffner- und Urania-Sternwarte, war Mitgründer der Science Busters, drei Jahre Forschungskoordinator des Landes Burgenland und schrieb unter anderem das Buch Die Genussformel über kulinarische Physik.

    INFOS ZUR FOLGE
    Werner Gruber – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Gruber
    Fakultät für Informatik, Universität Wien
    https://informatik.univie.ac.at/
    Science Busters
    https://sciencebusters.at/
    Heinz Oberhummer – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Oberhummer
    Solar Foods (Solein)
    https://solarfoods.com/
    Factory 01 von Solar Foods in Vantaa
    https://solarfoods.com/factory-01/

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    Grundwasser: Speicher mit langem Gedächtnis - Christian Griebler

    16.08.2026 | 2 Std. 24 Min.
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    Grundwasser ist das größte Süßwasser-Ökosystem der Erde – und es liegt direkt unter unseren Füßen. Ich bin mit dem Bild von einem unterirdischen See in dieses Gespräch gegangen. Und dieses Bild war so falsch, wie es nur geht.

    Christian Griebler ist Limnologe an der Universität Wien und einer der wenigen Forschenden weltweit, die sich mit dem Grundwasser nicht nur als Ressource, sondern als Lebensraum beschäftigen. Was er mir in diesen zwei Stunden erklärt hat, hat mein Verständnis von Wasser ziemlich durcheinandergebracht. Alle Flüsse und Seen der Welt zusammen machen nur einen Bruchteil dessen aus, was im Untergrund als Grundwasser liegt. Und dieser Untergrund ist kein toter Speicher, sondern ein belebtes System, das sich selbst sauber hält – solange wir es lassen.

    Wir reden über das trockenste Jahr seit Langem, über die Frage, ob uns das Wasser ausgehen kann, und warum die Antwort darauf komplizierter ist, als man denkt. Christian erklärt, warum jeder Fluss einen unsichtbaren Zwilling hat, der unterirdisch mitfließt. Warum die Begradigung von Flüssen nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein wasserwirtschaftliches Problem ist. Wie Quellen funktionieren, was der Marchfeldkanal mit der Donau zu tun hat, und warum das Grundwasser ein extrem langes Gedächtnis hat – was wir heute eintragen, kriegen wir so schnell nicht mehr raus.

    Und dann wird es auch politisch: Wem gehört das Wasser, wenn es knapp wird? Was passiert, wenn Landwirtschaft und Trinkwasserversorgung um dieselbe Ressource konkurrieren? Und warum holt die Politik das beste verfügbare Wissen nicht ab, obwohl es auf dem Tisch liegt?

    Viel Freude beim Reinhören!

    00:00:00 Los gehts
    Was ist Grundwasser und warum wissen wir so wenig darüber?
    00:02:14 Wer ist Christian Griebler?
    Vom Insektensammler zum Grundwasserökologen – ein ungewöhnlicher Weg
    00:10:11 Trockenheit: Wetter oder Klima?
    27 Prozent weniger Niederschlag und die Frage, wo das Wasser hin ist
    00:16:36 Vom Berg ins Tal – wie Wasser wandert
    Das West-Ost-Gefälle und warum der Osten benachteiligt ist
    00:20:36 Grundwasser ist kein See
    Stockwerke, Lückenräume und das Aquarium-Bild erklärt
    00:30:11 Flüsse und ihr unsichtbarer Zwilling
    Warum jeder Fluss einen unterirdischen Begleiter hat
    00:39:10 Wasser in der Landschaft halten
    Flussbegradigung, Überschwemmungsflächen und Running Sushi
    00:52:11 Zahlen, die Perspektiven verschieben
    97 Prozent Salzwasser und das Verhältnis von Oberfläche zu Untergrund
    01:03:06 Kommunizierende Gefäße
    Wie Flüsse und Grundwasser sich gegenseitig am Leben halten
    01:20:00 Politik, Wissenschaft und Komfortzonen
    Warum das beste Wissen nicht abgeholt wird
    01:30:54 Grundwasser und Landwirtschaft
    Wer hat Vorrang beim Wasser – und wer zahlt am Ende?
    01:51:04 Lebensraum Untergrund
    Wie Mikroben das Grundwasser sauber halten – und wann das kippt
    02:02:01 Das lange Gedächtnis des Grundwassers
    Was wir heute eintragen, bleibt dort für Jahrhunderte
    02:19:30 Was bleibt – ein Plädoyer
    Kommunikation im Wasserkreislauf und was jeder tun kann

    Kurz-Bio Gast:
    Christian Griebler ist Professor für Limnologie an der Universität Wien und Leiter des Departments für funktionelle und evolutionäre Ökologie. Er erforscht Grundwasserökosysteme, ihre Biodiversität und die Rolle von Mikroorganismen bei der natürlichen Wasserreinigung. Vor seiner Rückkehr nach Wien 2019 war er 18 Jahre in Deutschland, unter anderem am Helmholtz Zentrum München.

    INFOS ZUR FOLGE
    Christian Griebler – Universität Wien
    https://ecology.univie.ac.at/about-us/unit-limnology/working-group-groundwater-ecology/team/christian-griebler
    Christian Griebler – Google Scholar Profil
    https://scholar.google.com/citations?user=uFmlqxsAAAAJ
    Wiener Hochquellenwasserleitung – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Hochquellenwasserleitung
    Wiener Wasserversorgung – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Wasserversorgung
    Marchfeldkanal – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Marchfeldkanal

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    KI am Bauernhof - Stefan Romstorfer

    02.08.2026 | 1 Std. 20 Min.
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    KI in der Landwirtschaft – nicht am Acker, sondern im Büro: Wie setzt ein Bio-Landwirt KI-Tools im täglichen Arbeitsalltag ein? Darüber habe ich mich mit Stefan Romstorfer von Neuland Bio unterhalten.

    Das hier ist die zweite Folge mit Stefan. In der ersten ging es um den Erdnussanbau im Weinviertel und ein KI-gesteuertes Hackgerät. Diesmal haben wir uns seinen ganz alltäglichen Umgang mit KI im Büro vorgenommen, nicht am Acker – hemdsärmelig, praxisnah, ohne Hochglanz.

    Stefan ist nicht nur Bio-Landwirt, sondern betreibt in Wien auch eine Web- und Werbeagentur und hat Wirtschaftsinformatik studiert. Das macht ihn zu einem dieser Menschen, die technisch tief genug drin sind, um zu verstehen, was passiert, aber gleichzeitig beide Beine fest am Boden haben. Er zeigt, wie er sich mit KI eine Pflanzenschutzmittelliste erstellt hat, die den neuen rechtlichen Anforderungen entspricht. Wie er Etiketten auf Lebensmittelkonformität prüft. Wie er Fotos hochlädt, um Pflanzenkrankheiten zu erkennen. Und wie KI einen Fehler in seiner Steuererklärung gefunden hat, den der Steuerberater übersehen hatte.

    Wir reden aber auch darüber, was KI nicht ist: kein allwissender Freund, kein Ersatz für eigenes Wissen. Und am Ende wird es ein bisschen nachdenklich: Was bedeutet es, wenn uns nach den Händen jetzt auch noch das Denken abgenommen wird? Es sind Impulse und Ideen, keine fertige Anleitung. Wer schon mit KI arbeitet, findet hoffentlich ein paar neue Gedanken. Wer noch nicht angefangen hat, bekommt vielleicht den nötigen Schubs.

    Viel Freude beim Reinhören!

    00:00:00 Los gehts
    Willy fasst die vorige Folge zusammen und gibt einen Ausblick auf die KI-Episode.
    00:03:01 Der ChatGPT-Moment
    Wann Stefan zum ersten Mal mit KI in Berührung kam und was ihn angefixt hat.
    00:08:04 Was ist KI – und was nicht?
    KI als Denkpartner, die Grenzen der Maschine und warum man Danke sagt.
    00:15:19 Einstieg für Anfänger
    Account anlegen, erste Prompts formulieren und die Angst vor dem Start verlieren.
    00:21:58 Prompting und Kontext
    Warum bessere Eingaben bessere Antworten liefern – und wo die Grenzen sind.
    00:30:19 KI am Acker vs. KI im Büro
    Autonome Traktoren, Hackgeräte und wo KI in der Landwirtschaft steht.
    00:35:05 Praxisbeispiele aus dem Alltag
    Pflanzenschutzlisten, Etikettenkontrolle, Krankheitserkennung per Foto.
    00:43:29 Direktvermarktung und Textarbeit
    Wie KI bei Förderanträgen, Stundenlisten und Arbeitsplanung unterstützt.
    00:59:09 Finanzen und Steuererklärungen
    KI findet einen Fehler in der Steuererklärung – 15.000 Euro mehr Rückzahlung.
    01:07:03 Chancen, Risiken und die Zukunft
    Was passiert mit unseren Jobs, wenn uns das Denken abgenommen wird?
    01:17:08 Einfach starten
    Stefans Appell zum Schluss: Offen sein, dranbleiben, keine Angst haben.

    Kurz-Bio Gast:
    Stefan Romstorfer ist Bio-Landwirt und Unternehmer aus Auersthal im niederösterreichischen Weinviertel. Gemeinsam mit seinem Bruder Roman bewirtschaftet er einen Ackerbau- und Weinbaubetrieb und baut unter der Marke neuland.bio seit 2016 die ersten Bio-Erdnüsse Österreichs an. Darüber hinaus ist er an der Entwicklung des KI-gesteuerten Hackgeräts VarioChop AI beteiligt, einer Kooperation der Firmen Samo und Ulmanna.

    INFOS ZUR FOLGE
    neuland.bio (Stefan & Roman Romstorfer, Bio-Erdnüsse aus dem Weinviertel)
    www.neuland.bio
    neuland.bio auf Instagram
    www.instagram.com/neuland.bio.erdnuss
    neuland.bio auf Facebook
    www.facebook.com/neuland.bio
    Samo Maschinenbau (Hackgerät VarioChop, Thomasroith, OÖ)
    www.samo-gmbh.at
    VarioChop AI Hackgerät (KI-gesteuerte In-Row-Hacktechnik)
    www.samo-gmbh.at/hackgeraet-variochop
    YouTube-Video zu VariaChop AI (damit man sich auch was vorstellen kann :)
    www.youtube.com/watch?v=FTduEZq-BFo
    Ulmanna (KI-Kamerasysteme für Hacktechnik, Tschechien)
    www.ullmanna.eu
    Erste Folge mit Stefan Romstorfer - Erdnüsse aus Österreich
    www.bauertothepeople.at/podcast/287

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Über BauertothePeople (B2P) - Der Podcast hinter den Kulissen von deinem Essen
Wissen, Perspektiven & Hintergründe rund um unsere Lebensmittel & die Menschen dahinter. Ehrliche und offene Gespräche direkt auf den Höfen, in den Unternehmen und bei den Menschen zu Hause. Wissen aus erster Hand, ungecoacht und authentisch, von denen, die es wissen müssen. Und ja, ein bisserl Humor darf auch nicht fehlen. Reicht doch, wenn der Rotwein trocken ist.
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