In dieser Folge von Chronik der Schatten geht es um eine Geschichte, die so unglaublich klingt, dass sie leicht für eine Legende gehalten werden könnte.
Elmer McCurdy war zu Lebzeiten kein berühmter Name des Wilden Westens. Er war Arbeiter, Soldat, später Krimineller — und starb 1911 nach einem misslungenen Zugüberfall in Oklahoma. Doch seine eigentliche Bekanntheit begann erst nach seinem Tod.
Sein Leichnam wurde nicht beerdigt, sondern einbalsamiert, ausgestellt, weiterverkauft und über Jahrzehnte durch Schaustellungen, Museen, Filmkulissen und Vergnügungsparks gereicht.
Erst 1976 entdeckte ein Filmteam der Serie "The Six Million Dollar Man" in einem Geisterhaus in Long Beach, dass eine vermeintliche Requisitenfigur aus echtem menschlichem Knochen bestand.
Diese Folge erzählt die belegbare Geschichte hinter Elmer McCurdy: sein Leben, seinen Tod, die makabre Reise seines Körpers und die späte Rückgabe seiner Identität.
Es geht um den Mythos des Wilden Westens, um Schaustellerkultur, um den Umgang mit menschlichen Überresten — und um die Frage, was von einem Menschen bleibt, wenn andere seine Geschichte zur Attraktion machen.