Was steckt wirklich hinter der Walpurgisnacht?
In dieser Folge gehen wir zurück zu den Ursprüngen einer Nacht, die heute oft mit Hexen, Feuern und düsteren Legenden verbunden wird – und stoßen dabei auf eine überraschend andere Geschichte.
Im Zentrum steht eine historische Person: Walburga, eine angelsächsische Missionarin des 8. Jahrhunderts. Ihr Name prägt bis heute den 1. Mai – obwohl sie selbst nichts mit Hexen oder Magie zu tun hatte.
Doch im Laufe der Jahrhunderte verändert sich die Bedeutung dieser Nacht.
Aus einem kirchlichen Gedenktag wird ein Schauplatz von Angst, Aberglauben und später ein Symbol für Hexenverfolgungen. Bücher wie der Malleus Maleficarum und Werke wie Goethes Faust prägen das Bild, das wir heute kennen.
Gleichzeitig bleibt die Walpurgisnacht ein Fest: Maifeuer, Freinächte, studentische Traditionen in Schweden und Finnland – all das gehört ebenso dazu.
Diese Folge trennt klar zwischen belegbaren historischen Fakten und späteren Überlieferungen – und zeigt, wie aus Geschichte ein Mythos wurde.