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Cybersecurity ist Chefsache

Nico Freitag & Ann-Katrin Lange
Cybersecurity ist Chefsache
Neueste Episode

153 Episoden

  • Cybersecurity ist Chefsache

    Zwischen Vibe Coding und Vendor Lock-in: Die neuen Risiken der Softwareentwicklung

    05.10.2026 | 45 Min.
    Ein eigenes CRM in zwei Tagen entwickeln, ein Abrechnungsprogramm selbst bauen oder mit einem Prompt die nächste App erstellen: KI macht vieles möglich, wofür früher ein ganzes Entwicklungsprojekt nötig war. Aber wird daraus automatisch gute Software? Und braucht es noch Softwareentwickler, wenn der Code von der KI kommt?
    In dieser Folge von „Cybersecurity ist Chefsache“ sprechen Nico Freitag und Ann-Katrin Lange mit Pierre Wilken über die Zukunft der Softwareentwicklung, die Grenzen von Vibe Coding und die Frage, wie Unternehmen neue Möglichkeiten nutzen können, ohne Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Verantwortung aus dem Blick zu verlieren.
    Pierre kommt selbst aus der Softwareentwicklung und dem Softwarebetrieb, hat unter anderem mit Kubernetes und Private Clouds gearbeitet und Unternehmen dazu beraten. Heute unterstützt er IT-Selbstständige und IT-Unternehmer beim Aufbau und der Weiterentwicklung ihres Geschäfts und beschäftigt sich außerdem mit der sicheren Einführung von KI in Unternehmen.
    Seine Antwort auf die Einstiegsfrage fällt differenziert aus: Wer sich ausschließlich darauf konzentriert, Code zu erzeugen, wird sich verändern müssen. Wer dagegen versteht, welches Problem ein Kunde wirklich lösen möchte, gute Fragen stellt und tragfähige Lösungen entwickelt, bleibt gefragt. Pierre sieht KI vor allem als Beschleuniger für schnellere Feedbackzyklen. Ideen lassen sich früher ausprobieren und konkret zeigen, bevor Fachleute daraus eine belastbare Lösung entwickeln.
    Besonders konkret wird das Gespräch beim Unterschied zwischen Prototyp und produktivem System. Pierre findet es ausdrücklich gut, wenn Menschen ohne Entwicklungshintergrund eigene Ideen ausprobieren. Kritisch wird es dort, wo ein schnell zusammengebautes CRM plötzlich echte Kunden- und personenbezogene Daten verarbeitet. Ein funktionierender Bildschirm sagt noch nichts darüber aus, ob die Anwendung sicher betrieben werden kann. Deshalb geht es immer wieder um dieselbe Frage: Was kann im schlimmsten Fall passieren?
    Auch die wirtschaftliche Seite kommt nicht zu kurz. Eine selbst entwickelte Lösung verspricht eingesparte Lizenzkosten und Funktionen, die genau zum eigenen Unternehmen passen. Doch Wartung, Absicherung und die vielen zunächst übersehenen Anforderungen verschwinden dadurch nicht. Pierre erzählt außerdem offen, wie er früher selbst technisch spannende Werkzeuge eingeführt hat, deren Nutzen den zusätzlichen Aufwand im Nachhinein nicht rechtfertigte. KI kann auch diesen Effekt beschleunigen, wenn klare Ziele fehlen.
    Ein weiterer Schwerpunkt sind Abhängigkeiten von KI-Anbietern. Was passiert mit den eigenen Abläufen, wenn ein Modell deutlich teurer wird oder nicht mehr verfügbar ist? Die drei sprechen über Wechselmöglichkeiten, hybride Ansätze und die Bedeutung realistischer Ausfallszenarien. Dazu kommt die Frage, wie Open-Source-Projekte mit einer wachsenden Menge KI-generierter Schwachstellenmeldungen umgehen können, wenn hinter den Projekten weiterhin Menschen mit begrenzter Zeit stehen.
    Im letzten Teil geht es um die Weiterentwicklung von Fachkräften und Freelancern. Pierre spricht über Markt- und Zielgruppenverständnis, persönliche Sichtbarkeit und den Wert guter Fragen. Auch regulatorische Themen wie der Cyber Resilience Act und der Umgang mit Softwareabhängigkeiten kommen zur Sprache. Sein persönlicher Ansatz: Neue Anforderungen zunächst verstehen, ihre Bedeutung für das eigene Geschäft einordnen und daraus einen konkreten Plan machen.
    Im Gespräch geht es unter anderem um:
    Warum KI reine Codeproduktion verändert, aber echte Problemlösung nicht überflüssig macht
    Woran Kunden kompetente Softwareentwickler erkennen können
    Weshalb gute Fragen oft mehr über Expertise verraten als schnelle Antworten
    Warum KI vor allem Feedbackzyklen und das Ausprobieren von Ideen beschleunigen kann
    Wo die Grenze zwischen einem Prototyp und produktiver Software liegt
    Weshalb echte Kundendaten in schnell gebauten Eigenlösungen besondere Risiken schaffen
    Warum der Nachbau von CRM- und Abrechnungssystemen häufig unterschätzt wird
    Wie man Experimentierfreude fördert, ohne Sicherheitsrisiken zu verharmlosen
    Weshalb zusätzliche Tools und Agenten nicht automatisch einen wirtschaftlichen Mehrwert liefern
    Warum Führung ein klares Zielbild für den Einsatz neuer Technologien schaffen muss
    Welche Belastung KI-generierte Schwachstellenmeldungen für Open-Source-Projekte bedeuten können
    Wie Abhängigkeiten von Modellen und Anbietern entstehen und warum Wechselmöglichkeiten wichtig sind
    Weshalb Softwareentwickler ihre Neugier behalten und weiterlernen sollten
    Wie sich regulatorische Anforderungen in konkrete Aufgaben übersetzen lassen
    Warum Freelancer den Markt und die Probleme ihrer Zielgruppe verstehen müssen
    Welche Rolle Positionierung, Sichtbarkeit und Vertrauen bei der Kundengewinnung spielen
    Warum ein Security-Scanner kein Ersatz für Architekturverständnis und verlässliche Entwicklungsprozesse ist
    Weshalb Tests, Reviews und Sicherheitsprüfungen systematisch in die Entwicklung gehören
    Wie Pierre auf Junior-Entwickler, Produktionszugriffe und Verantwortung für KI-generierten Code blickt

    Der rote Faden der Folge: Gute Softwareentwicklung beginnt beim Verständnis des Problems und endet nicht mit erzeugtem Code. KI kann Ideen schneller greifbar machen und Rückmeldungen beschleunigen. Ob daraus eine sichere, wirtschaftliche und wartbare Lösung wird, hängt weiterhin von Fachwissen, klaren Prozessen und bewussten Entscheidungen ab.
    Eine Folge für Softwareentwickler, IT-Freelancer, Geschäftsführungen, IT- und Security-Verantwortliche sowie alle, die mit KI eigene Anwendungen bauen oder beurteilen müssen, wann aus einem Experiment ein produktiv nutzbares System werden kann.
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  • Cybersecurity ist Chefsache

    Wenn KI nicht nur antwortet, sondern handelt: Wer behält die Kontrolle?

    28.09.2026 | 1 Std. 5 Min.
    KI liefert Antworten, schreibt Code und übernimmt immer mehr Aufgaben. Je überzeugender die Ergebnisse werden, desto leichter gerät eine entscheidende Frage aus dem Blick: Verstehen wir noch, was die Systeme tun, und können wir erkennen, wenn sie falschliegen?
    In dieser Folge von „Cybersecurity ist Chefsache“ spricht Nico Freitag mit Marco Eggerling über den Schritt vom Chatbot zur agentischen KI, die Grenzen unseres Vertrauens und die Frage, wie Unternehmen aus technischen Möglichkeiten tatsächlich einen sinnvollen Nutzen ziehen können.
    Marco ist erneut im Podcast zu Gast. Er bringt mehr als 25 Jahre Erfahrung in IT und Informationssicherheit mit und berichtet von seiner aktuellen Tätigkeit bei UiPath, wo er sich mit EMEA und Asien beschäftigt. Im Mittelpunkt steht diesmal, wie unterschiedliche Modelle, Agenten und bestehende Automatisierungen zusammenarbeiten und welche Rolle der Mensch dabei behält.
    Zum Einstieg geht es um die Geschwindigkeit der Entwicklung und den eigenen Umgang mit KI. Marco erzählt, wie er verschiedene Modelle für unterschiedliche Aufgaben kombiniert und wie selbstverständlich selbst Menschen ohne technischen Hintergrund inzwischen mit Chatbots sprechen. Genau darin liegt aber auch eine Herausforderung: Eine Antwort kann schlüssig und überzeugend klingen und trotzdem falsch sein. Seine klare Aussage: KI ist keine „Truth Engine“.
    Im weiteren Gespräch wird es konkret: Was unterscheidet einen Chatbot von einem Agenten, der tatsächlich Aufgaben ausführt? Marco beschreibt das Zusammenspiel spezialisierter Agenten mit dem Bild einer Fußballmannschaft. Nicht jeder muss alles können. Entscheidend ist, dass Fähigkeiten, Aufgaben und Steuerung zusammenpassen. An Beispielen aus der Prozessautomatisierung und einer automatisch bestellten Pizza wird greifbar, was daraus entstehen kann und welche Zugriffe dafür erforderlich sind.
    Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Kosten und Abhängigkeiten. Nico hinterfragt, wie selbstverständlich wir KI inzwischen nutzen und was passieren würde, wenn ein genutztes Modell ausfällt, nicht mehr verfügbar ist oder deutlich teurer wird. Marco erläutert, wie die Orchestrierung verschiedener Modelle Abhängigkeiten reduzieren kann. Beide diskutieren, weshalb ein hoher Token-Verbrauch noch kein gutes Ergebnis bedeutet und warum Unternehmen vom gewünschten Resultat aus denken sollten.
    Auch beim Vibe Coding bleibt der Blick kritisch. Nur weil sich Software schnell erzeugen lässt, sind Wartung, Verständnis und Verantwortung nicht erledigt. Wer bestehende Unternehmenssoftware nachbauen möchte, muss mehr berücksichtigen als den ersten funktionierenden Prototyp. Ähnlich ist es beim Prompting: Viel Kontext und lange Eingaben führen nicht automatisch zu besseren Ergebnissen, können aber zusätzliche Kosten verursachen.
    Zum Abschluss geht es um spezialisierte Modelle, den Einstieg in KI, die Ausbildung von Nachwuchskräften und die Rolle der Unternehmenskultur. Marco spricht sich dafür aus, die Möglichkeiten aktiv zu erkunden und menschliches Urteilsvermögen weiterzuentwickeln. Nico betont, warum Unternehmen einen geregelten Umgang mit KI gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden gestalten sollten, bevor sich die Nutzung an ihnen vorbei etabliert.
    Im Gespräch geht es unter anderem um:
    Warum überzeugend formulierte KI-Antworten nicht automatisch richtig sind
    Wie sich Chatbots und handelnde KI-Agenten unterscheiden
    Welche Rolle spezialisierte Agenten, Orchestrierung und menschliche Kontrolle spielen
    Warum bestehende Automatisierungen auch in agentischen Abläufen wertvoll bleiben
    Wie ein Assistenzsystem eine Pizza passend zur Ankunft bestellen könnte und welche Daten es dafür benötigt
    Weshalb Unternehmen vom gewünschten Ergebnis aus planen sollten
    Warum möglichst viele verbrauchte Tokens kein sinnvolles Erfolgsmaß sind
    Wie unklare Prompts und unnötiger Kontext Kosten verursachen können
    Weshalb KI-generierter Code weiterhin Verständnis, Prüfung und Wartung braucht
    Welche Abhängigkeiten durch die Konzentration auf einzelne Modelle und Anbieter entstehen
    Wie lokale Modelle, Alternativen und Failover-Mechanismen in die Überlegungen einfließen
    Warum KI zugleich eine Chance für das Geschäft und eine Aufgabe für das Risikomanagement ist
    Wie Nico und Marco die Grenzen von Guardrails und die Nutzung von KI auf Angriffs- und Verteidigungsseite diskutieren
    Weshalb synthetische Inhalte neue Fragen an die Verlässlichkeit von Wissen stellen
    Warum Nachwuchsausbildung und menschliche Expertise weiterhin gebraucht werden
    Wie Unternehmen Mitarbeitende beim Einstieg begleiten können
    Weshalb reine Verbote die Frage nach einem sinnvollen Umgang mit Schatten-KI nicht lösen
    Welche Entwicklung Marco bei spezialisierten Sprachmodellen und den Kosten von KI erwartet

    Der rote Faden der Folge: Der Wert von KI entsteht durch sinnvolle Ergebnisse, nachvollziehbare Abläufe und einen bewussten Umgang mit Risiken. Wer Agenten Aufgaben überträgt, muss weiterhin verstehen, was sie tun dürfen, wie Ergebnisse geprüft werden und welche Abhängigkeiten dabei entstehen. Menschliches Urteil bleibt ein entscheidender Teil der Arbeit.
    Eine Folge für Geschäftsführungen, CISOs, IT- und Security-Verantwortliche, Verantwortliche für KI und Automatisierung sowie alle, die KI-Agenten im Unternehmen einsetzen und dabei Nutzen, Kosten und Kontrolle zusammenbringen möchten.
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  • Cybersecurity ist Chefsache

    Motivation statt Pflichtprogramm: Wie Menschen Lust auf Sicherheit bekommen

    21.09.2026 | 52 Min.
    Der Mensch ist das schwächste Glied.“ Ein Satz, der in der Cybersecurity ständig fällt. Aber was macht diese Botschaft mit den Menschen, die sich jeden Tag sicher verhalten sollen? Wer Mitarbeitenden immer wieder erklärt, dass sie das Problem sind, fördert womöglich genau das Gegenteil von dem, was eigentlich erreicht werden soll: Resignation statt Verantwortung.
    In dieser Folge von „Cybersecurity ist Chefsache“ sprechen Ann-Katrin Langeund Nico Freitag mit Lia Fey über Security Awareness, Motivationspsychologie und die Frage, wie aus verpflichtenden Schulungen wirklich sicheres Verhalten entstehen kann.
    Lia arbeitet in der Informationssicherheit, berät Unternehmen beim Aufbau von Informationssicherheitsmanagementsystemen und beschäftigt sich besonders damit, wie man Menschen für Sicherheit begeistert. Ihre klare Botschaft: Wer möchte, dass Menschen zuhören und mitmachen, muss ihnen ein nachvollziehbares Warum geben. Die eigene Familie, Kinder und Freunde schützen zu können, ist dabei oft ein stärkerer Antrieb als die nächste Compliance-Vorgabe.
    Zum Einstieg stellt Nico eine scheinbar einfache Frage: Warum klickt ein Mitarbeiter auf einen Phishing-Link, obwohl er weder dumm noch nachlässig noch unmotiviert ist? Lias Antwort: „Weil der Link gut war.“ Angreifer nutzen Neugier, Hilfsbereitschaft, Angst und Zeitdruck. Auch Menschen, die sich mit Sicherheit auskennen, können im falschen Moment darauf hereinfallen. Entscheidend ist deshalb auch, wie ein Unternehmen anschließend reagiert und ob Fehler ohne Angst gemeldet werden können.
    Im weiteren Gespräch wird deutlich, warum ein Training für alle selten zu allen passt. Wer in der Produktion kaum E-Mails nutzt, braucht andere Inhalte als jemand, der den ganzen Tag im Postfach arbeitet. Lia spricht darüber, wie Humor, persönliche Relevanz und die Beteiligung unterschiedlicher Abteilungen helfen können, Menschen besser zu erreichen. Statt Schulungen einfach vorzugeben, sollten Unternehmen auch diejenigen fragen, die bisher wenig damit anfangen können.
    Besonders greifbar wird die Diskussion beim Zusammenspiel von Technik und Verhalten. Ann-Katrin erzählt von einer E-Mail, die wegen restriktiver Sicherheitsregeln nicht weitergeleitet werden konnte. Die Lösung im Arbeitsalltag: ein Foto, verschickt über WhatsApp. Das Beispiel zeigt, warum Sicherheitsmaßnahmen auch praktikabel sein müssen und weshalb sich Menschen mit zusätzlicher Technik allein nicht aus der Gleichung nehmen lassen.
    Ein weiterer Schwerpunkt ist die Situation nach dem Fehlklick. Viele Phishing-Simulationen zeigen, woran man eine verdächtige Nachricht erkennt. Doch was passiert, wenn der Rechner plötzlich nicht mehr funktioniert und der Stress steigt? Nico, Ann-Katrin und Lia diskutieren, warum Meldewege, Notfallabläufe und die ersten Reaktionen genauso geübt werden müssen. Ein Plan auf Papier hilft nur begrenzt, wenn ihn im Ernstfall niemand anwenden kann.
    Im Gespräch geht es unter anderem um:
    Warum auch gut geschulte und motivierte Menschen auf Phishing hereinfallen
    Wie Angreifer Neugier, Angst, Zeitdruck und Hilfsbereitschaft ausnutzen
    Weshalb die Botschaft vom „schwächsten Glied“ Resignation und Verantwortungsabgabe fördern kann
    Warum ein persönliches Warum mehr bewirken kann als eine reine Compliance-Vorgabe
    Wie Humor und Emotionen helfen können, Inhalte im Gedächtnis zu verankern
    Weshalb Awareness auch im privaten und familiären Umfeld relevant ist
    Warum Produktion, Verwaltung und Führungskräfte unterschiedliche Inhalte brauchen
    Wie Mitarbeitende an der Entwicklung ihrer Trainings beteiligt werden können
    Weshalb zu restriktive Schutzmaßnahmen unsichere Umwege begünstigen
    Warum Klickraten allein noch keine funktionierende Sicherheitskultur belegen
    Welche Rolle Melderaten und ein offener Umgang mit Fehlern spielen
    Weshalb regelmäßige Übungen und Micro-Learnings wichtiger sind als eine einzelne Jahresveranstaltung
    Wie Phishing-Simulationen mit passenden Schwierigkeitsgraden fördern statt frustrieren können
    Warum Simulationen keine Falle sein sollten, um Mitarbeitende bloßzustellen
    Was unter Stress nach einem Fehlklick passiert und wie sich die Reaktion trainieren lässt
    Wie öffentlich verfügbare Informationen persönliche Angriffspunkte bei Führungskräften sichtbar machen können
    Warum Medienkompetenz und niedrigschwellige Lernangebote auch Kinder und ältere Menschen erreichen sollten
    Wie KI und glaubwürdige Täuschungen die Herausforderungen weiter verändern
    Warum Motivation und gutes Systemdesign zusammengehören

    Der rote Faden der Folge: Wissen allein führt noch nicht zu sicherem Verhalten. Menschen brauchen einen persönlichen Bezug, verständliche und praktikable Abläufe sowie die Möglichkeit, regelmäßig zu üben. Eine funktionierende Sicherheitskultur entsteht dort, wo Technik, Prozesse und Menschen zusammenspielen und Fehler gemeldet werden, statt aus Angst verborgen zu bleiben.
    Eine Folge für Geschäftsführungen, CISOs, Informationssicherheitsbeauftragte, Security- und Awareness-Verantwortliche, Personalentwicklung sowie alle, die Menschen für Cybersecurity gewinnen und Sicherheitskultur im Alltag verankern möchten.
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    Selbstständig in der Cybersecurity: Projekte finden, Preise setzen, Fehler vermeiden

    14.09.2026 | 34 Min.
    Die IT und insbesondere die Cybersecurity gelten als Branchen mit großem Fachkräftebedarf. Trotzdem ist der Einstieg kein Selbstläufer, weder für Quereinsteiger noch für Menschen, die sich als Freelancer selbstständig machen möchten.
    In dieser Sonderfolge von „Cybersecurity ist Chefsache“, gemeinsam aufgenommen in Frankfurt, sprechen Nico Freitag und Ann-Katrin Lange darüber, was beim Einstieg wirklich zählt. Ann-Katrin berichtet offen von ihrem eigenen Weg in die Selbstständigkeit und davon, welche Entscheidungen sie rückblickend anders treffen würde. Dazu gehört vor allem, nicht erst nach der Kündigung mit der Suche nach Projekten und der Vorbereitung des Geschäfts zu beginnen.
    Denn Selbstständigkeit besteht nicht nur aus der eigentlichen fachlichen Arbeit. Rechtsform, Versicherungen, Steuern, Geschäftskonto, Vertragsfragen, Preisgestaltung und Projektakquise gehören ebenso dazu. Wer diese Themen unterschätzt, kann schon zu Beginn unnötige Risiken eingehen.
    Ein weiterer Schwerpunkt ist der Quereinstieg in die IT. Nico und Ann-Katrin zeigen, warum vorhandene Berufserfahrung kein Hindernis sein muss, sondern zum entscheidenden Vorteil werden kann. Das Beispiel eines Lageristen macht es greifbar: Er begann damit, Abläufe und Systeme in seinem eigenen Arbeitsumfeld zu verbessern, baute dadurch praktische Referenzen auf und spezialisierte sich später auf die Weiterentwicklung von Lagersystemen.
    Im Gespräch geht es außerdem um die Frage, wie Freelancer ihr Kompetenzprofil formulieren, Projektreferenzen sammeln und auf Vermittlungsplattformen sichtbar werden. Die klare Botschaft: Ein halb ausgefülltes Profil und passives Warten reichen nicht. Wer ein Projekt sucht, muss den eigenen fachlichen Schwerpunkt verständlich darstellen, passende Ansprechpartner aktiv kontaktieren und in Kundengesprächen Kompetenz zeigen, ohne sofort eine komplette kostenlose Beratung zu liefern.
    Auch die finanzielle Seite kommt nicht zu kurz. Wie entsteht ein realistischer Stunden- oder Tagessatz? Welche Marge eines Vermittlers ist nachvollziehbar? Warum müssen Remote- und Vor-Ort-Sätze getrennt kalkuliert werden? Und weshalb können Reisen, Hotels und zusätzliche Arbeitstage ein vermeintlich gutes Projekt wirtschaftlich unattraktiv machen?
    Im Gespräch geht es unter anderem um:
    Warum Ann-Katrin ihren Start in die Selbstständigkeit rückblickend anders vorbereiten würde
    Weshalb man idealerweise vor der Kündigung mit Projektakquise und Planung beginnt
    Welche organisatorischen, steuerlichen und versicherungsbezogenen Aufgaben oft unterschätzt werden
    Warum ein klares Kompetenzprofil wichtiger ist als eine beliebige Liste von IT-Themen
    Wie belastbare Projektreferenzen entstehen
    Weshalb Ehrenamt, interne Verbesserungsprojekte oder praktische Eigeninitiative den Einstieg erleichtern können
    Wie ein Lagerist über die Automatisierung von Abläufen den Quereinstieg in die IT geschafft hat
    Warum man nicht allein deshalb Pentester werden sollte, weil der Markt gerade Pentester sucht
    Welche Rolle Leidenschaft, Spezialisierung und Durchhaltevermögen spielen
    Warum mehr Geld allein selten eine tragfähige Motivation für die Selbstständigkeit ist
    Weshalb Work-Life-Balance im Freelancing nicht automatisch einfacher wird
    Wie Freelancer-Portale und Projektvermittler sinnvoll genutzt werden können
    Warum vollständige Profile, aktive Ansprache und gute Erreichbarkeit entscheidend sind
    Ob der direkte Start in die Selbstständigkeit nach Ausbildung oder Studium sinnvoll ist
    Wie man Stunden- und Tagessätze realistisch einschätzt
    Warum KI-Antworten keine verlässliche Marktpreisrecherche ersetzen
    Wie Vermittlermargen, Reisekosten und Vor-Ort-Tage in die Kalkulation gehören
    Weshalb zu viel „Free Consulting“ im Erstgespräch kontraproduktiv sein kann
    Wie Mentoring typische Stolpersteine beim Quereinstieg und beim Start als Freelancer reduzieren kann
    Warum der Fachkräftemangel in der Cybersecurity nicht allein durch KI verschwinden wird

    Der rote Faden der Folge: Ein erfolgreicher Einstieg in die IT braucht nicht zwingend den geradlinigsten Lebenslauf. Entscheidend sind ein glaubwürdiges Kompetenzprofil, praktische Referenzen, Eigeninitiative und eine realistische Vorbereitung. Wer sich selbstständig machen möchte, sollte nicht ins Leere springen, sondern Risiken früh erkennen und sich Unterstützung holen.
    Zum Ende kündigen Nico und Ann-Katrin an, ihr Wissen künftig stärker im Rahmen eines persönlichen Mentorings zu teilen. Das Angebot richtet sich an Menschen, die über Selbstständigkeit oder einen Quereinstieg nachdenken und sich bei Positionierung, Vorbereitung und Projektakquise Unterstützung wünschen. Weitere Einzelheiten sollen über die bekannten Kanäle folgen.
    Eine Folge für Quereinsteiger, Berufseinsteiger, IT-Fachkräfte, angehende Freelancer und alle, die über einen Wechsel in die Cybersecurity oder eine selbstständige Tätigkeit nachdenken.
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    Awareness ist tot - warum Cyber-Trainings nicht wirken und Spielen besser schützt

    07.09.2026 | 1 Std. 10 Min.
    „Awareness ist tot.“ Eine provokante Aussage aber dahinter steckt eine Erfahrung, die viele Unternehmen kennen: Mitarbeitende klicken sich durch verpflichtende Web-Based-Trainings, beantworten die Fragen und erhalten ein Zertifikat. Ob sich ihr Verhalten im entscheidenden Moment tatsächlich verändert, bleibt oft offen.
    In dieser Folge von „Cybersecurity ist Chefsache“ sprechen Nico Freitag und Ann-Katrin Lange mit Florian Haacke und Marcus Schaper über die Grenzen klassischer Security-Awareness-Programme und die Frage, wie aus vermitteltem Wissen echtes, souveränes Handeln werden kann.
    Florian bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung als Sicherheitsverantwortlicher in DAX-Konzernen und unterschiedlichen Branchen mit. Seine zentrale These: Die Human Firewall beginnt nicht beim einzelnen Mitarbeitenden, sondern an der Spitze des Unternehmens. Wenn Geschäftsführung und Führungskräfte Cybersicherheit nicht sichtbar vorleben, wird das Thema auch in der Belegschaft nicht nachhaltig verankert.
    Marcus und Florian erzählen, wie aus ihren Erfahrungen im Energieumfeld die Idee zu „What the Hack!“ entstand. Statt Menschen allein vor ein weiteres Pflichttraining zu setzen, bringt das Serious Business Game Teams miteinander ins Gespräch. Die Teilnehmenden bewerten reale Situationen, diskutieren unterschiedliche Antworten, sammeln Spielvorteile und versuchen gemeinsam, einen Hacker zu stoppen.
    In der Folge bleibt es nicht bei der Theorie: Die Runde startet eine Live-Demo. Dabei wird sichtbar, warum der eigentliche Lerneffekt nicht allein in „richtig“ oder „falsch“ liegt. Er entsteht im Austausch, wenn Menschen ihre Entscheidungen begründen, andere Perspektiven kennenlernen und unter Zeitdruck zu einer gemeinsamen Lösung kommen.
    Im Gespräch geht es unter anderem um:
    Warum klassische Pflichttrainings häufig keine nachhaltige Verhaltensänderung auslösen
    Weshalb „Awareness ist tot“ nicht das Ende von Awareness, sondern das Ende überholter Methoden meint
    Warum angstgetriebene Schulungen Mitarbeitende eher zum Problem erklären, als sie zu stärken
    Weshalb absolvierte Trainings und Phishing-Klickraten nur begrenzt etwas über Sicherheitskultur aussagen
    Warum die Human Firewall bei Vorstand und Geschäftsführung beginnt
    Wie „Tone from the Top“ die Haltung der gesamten Organisation beeinflusst
    Weshalb Security Ownership nicht einfach an einzelne Mitarbeitende delegiert werden kann
    Wie haptische Erlebnisse und gemeinsame Übungen abstrakte Konzepte wie Security by Design verständlich machen
    Warum spielerisches Lernen auch im professionellen Umfeld eine ernsthafte Methode ist
    Wie „What the Hack!“ aus einer früheren Awareness-Initiative im Energiesektor entstanden ist
    Warum Diskussion, Zusammenarbeit und Wiederholung für den Lernerfolg entscheidend sind
    Wie Unternehmen eigene Kampagnen, Themen und Schwierigkeitsgrade in das Spiel integrieren können
    Welche Rolle aktuelle Angriffslagen, Ransomware, Phishing, Datenschutz und NIS 2 spielen können
    Weshalb die beste Lernerfahrung häufig in kleineren Gruppen mit ungefähr acht Personen entsteht
    Wie physische, digitale, moderierte und KI-gestützte Spielvarianten funktionieren
    Was Serious Gaming leisten kann und welche technischen Sicherheitsprobleme es ausdrücklich nicht löst
    Warum eine starke Sicherheitskultur kein Single-Player-, sondern ein Community-Thema ist

    Der rote Faden der Folge: Menschen sind nicht einfach „das Problem“. Sie sind ein entscheidender Teil der Sicherheitsorganisation aber nur dann, wenn Führung, Technik, Prozesse und Kultur zusammenspielen. Wissen allein reicht nicht. Menschen müssen Sicherheit erleben, besprechen, anwenden und wiederholen können.
    Eine Folge für Geschäftsführungen, Vorstände, CISOs, Security- und Awareness-Verantwortliche, Personalentwicklung, Compliance-Teams sowie alle, die Cybersecurity-Trainings wirksamer und menschlicher gestalten möchten.
    Hinweis: Die Vorstellung von „What the Hack!“ erfolgt aus Überzeugung der Beteiligten und ist keine bezahlte Werbung.
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Der wöchentliche Podcast „Cybersecurity ist Chefsache“ ist eine Plattform, auf der verschiedene Experten aus der Welt der Digitalisierung und Cybersecurity zusammenkommen, um über aktuelle Themen, Trends und praktische Anwendungen zu sprechen. Die Hosts Nico Freitag und Ann-Kathrin Lange laden regelmäßig Freunde, Kollegen und Gleichgesinnte aus unterschiedlichen Branchen ein, um ihre Erfahrungen und Perspektiven zu teilen. Gemeinsam diskutieren sie aktuelle Themen rund um Digitalisierung, Cybersecurity, OT-Sicherheit, Datenschutz und Informationssicherheit sowie deren praktische Umsetzung. Die Themen werden durch die Community mitbestimmt, sodass die Zuhörer:innen relevante, praxisnahe und aktuelle Einblicke erhalten.
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Generated: 10/12/2026 - 3:05:41 AM