257 Episoden
- DANIEL PERRAUDIN ist Gründer und Geschäftsführer der Typefoundry Gallery Type. Davor war er Mitgründer und Leiter des Berliner Büros von Capitale Design Studio, einem auf visuelle Systeme in Branding, Editorial und Signaletik spezialisierten Büro mit Sitz in Berlin und Wien. Außerdem war er tätig für KMS Team, büro uebele und Studio Gourdin. Gallery Type versteht sich als Typefoundry von Designern für Designer. Neben der Entwicklung von Retail und Custom Fonts liegt der Fokus daher auch auf einem radikal vereinfachten Lizenzmodell und einem intensiven Austausch und enger Zusammenarbeit mit Branding- und Designagenturen. Daniel hat einen Master (M.A.) in Type & Media von der Royal Academy of Art in Den Haag (Niederlande) sowie ein Diplom der FH Joanneum Graz (Österreich), wo er seit mehr als zehn Jahren Typografie und Schriftgestaltung lehrt. Seine Arbeiten wurden mehrfach international ausgezeichnet, u.a. von: Type Directors Club of New York (2026), European Design Award (2023), Designpreis der Bundesrepublik Deutschland, iF Award, red dot Award, Schönste Bücher Österreichs, etc. (2010–2020)
MICHAEL MENGE, Geschäftsführer und Kreativdirektor hat umfassende internationale Berufserfahrung in verschiedenen Bereichen der visuellen Kommunikation. Er arbeitete in renommierten Designbüros in Köln, Sydney (Australien) und Düsseldorf, bevor er 2022 seine Agentur oppa franz gründete, die 2024 in Studio Franz umfirmiert wurde. Michael Menge engagiert sich sozial und ist Vorstandsmitglied des Deutschen Design Club e. V. (DDC) und Mitglied des Art Directors Club Deutschland (ADC). Darüber hinaus war er Mitglied zahlreicher Designjurys im DDC und ADC, hält Vorträge und arbeitet als Gastdozent an verschiedenen Hochschulen, darunter der HS Niederrhein, der AMD Düsseldorf, der FH Augsburg und der Hochschule Rhein-Waal. - Konstantin Grcic (*1965) absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Möbelschreiner an der John Makepeace School for Craftsmen in Wood und studierte anschließend Design am Royal College of Art in London. Seit der Gründung seines eigenen Studios 1991 entwickelt er Möbel, Produkte und Leuchten für international führende Unternehmen. Heute ist Konstantin Grcic Design in Berlin ansässig und arbeitet in den Bereichen Industrie- und Ausstellungsdesign sowie an Projekten an den Schnittstellen zu Architektur und Mode.
Zu seinen Partnern im Industriedesign zählen Cassina, Flos, Kettal, Laufen, Magis, Mattiazzi, Muji, Mutina, Nespresso, Plank und Vitra. Im Mode- und Lifestylebereich arbeitet er unter anderem für Audi, Hugo Boss, Issey Miyake, Louis Vuitton, Prada, Rado und smart/Daimler.
Viele seiner Produkte wurden mit internationalen Designpreisen ausgezeichnet, darunter der Compasso d’Oro und der German Design Award.
Seine Arbeiten sind in den ständigen Sammlungen bedeutender Museen vertreten, darunter MoMA New York, Centre Pompidou Paris, Triennale di Milano und Die Neue Sammlung München.
Neben dem Produktdesign bilden Ausstellungen und Installationen einen wichtigen Schwerpunkt seiner Arbeit. Grcic war dabei wiederholt zugleich Kurator und Ausstellungsdesigner, zuletzt für White Out in der Triennale di Milano (2026). Weitere Projekte umfassen unter anderem den Deutschen Pavillon der Architekturbiennale Venedig sowie Ausstellungen für das Vitra Design Museum.
2009 wurde Grcic zum Royal Designer for Industry ernannt, 2010 war er Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Von 2020 bis 2024 lehrte er als Professor an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, der er seither als Honorarprofessor verbunden ist. Er ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der Bayerischen Akademie der Schönen
Künste.
Grcics Arbeit verbindet formale Strenge mit geistiger Präzision und Humor. Sie basiert auf intensiver Auseinandersetzung mit Kunst-, Design- und Architekturgeschichte sowie einer ausgeprägten Leidenschaft für Technologie und Materialien. DDCAST 255 - Kaweh Mansoori "Die Stärke der Kreativen liegt im Gestalten von Neuem"
27.08.2026 | 23 Min.Kaweh Mansoori ist seit Januar 2024 Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum sowie Stellvertretender Ministerpräsident des Landes Hessen. Zuvor war der Jurist Mitglied des Deutschen Bundestages und beschäftigte sich insbesondere mit Fragen der Bau-, Wohnungs- und Stadtentwicklung. Seine politische Arbeit verbindet wirtschaftliche Stärke mit gesellschaftlichem Zusammenhalt. Im Mittelpunkt stehen für ihn Innovation, bezahlbares Wohnen, moderne Infrastruktur und die Frage, wie Staat, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam Zukunft gestalten können. Geboren in Gießen als Sohn iranischer Eltern, prägen ihn bis heute die Erfahrungen von Migration, Aufstieg durch Bildung und das Leben zwischen verschiedenen kulturellen Identitäten.- Svetlana Jakel ist Geschäftsführerin der Kombinatrotweiss GmbH, einer Kommunikationsagentur für konzeptionelle Illustration, Animation und Sound Design.
Ihre Karriere begann in der Mode: Nach ihrer Ausbildung zur Bekleidungstechnikerin mit Schwerpunkt Gestaltung, arbeitete sie unter anderem für Louis Ferraud, gründete ein eigenes Label und begleitete das Stilbüro Bora.Herke.Palmisano bei Trendanalysen für internationale Messen wie Interstoff, Heimtextil und Paperworld. Der Blick für Ästhetik, Materialität und visuelle Wirkung zog sich wie ein roter Faden durch ihre Laufbahn – von der Mode in die Werbung, wo sie als Art Buyerin bei Saatchi&Saatchi und Publicis internationale Fotoproduktionen für Kampagnen verantwortete.
2002 gründete sie mit zwei Kolleginnen Kombinatrotweiss – zunächst als Agentur für Fotografie, Illustration und Postproduktion. Seit 2015 ist sie alleinige Geschäftsführerin und hat den Fokus auf Illustration und Animation gelegt, aktuell wird der Bereich Konzeption weiter ausgebaut. Seit 2018 gibt sie ihr Wissen an der HfG Offenbach weiter und begleitet angehende Illustrator:innen in ihrer Entwicklung.
Ihr besonderes Gespür für visuelle Trends und gesellschaftliche Strömungen prägt ihre Arbeit. Dabei setzt sie sich kritisch mit der wachsenden Bedeutung generativer KI in der Bildproduktion auseinander. Sie warnt vor dem Verlust von Empathie, Authentizität und kreativem Handwerk – und plädiert für eine Bildsprache, die menschliche Erfahrung und gestalterisches Wissen ernst nimmt.
. - In dieser Ausgabe gehen wir der Frage nach, was es bedeutet, eine UNESCO City of Design zu sein, und werfen einen Blick auf Berlins 20-jährige Geschichte als Teil dieses weltweiten Kreativnetzwerks.
UNESCO steht für die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Das Creative Cities Network der UNESCO wurde 2004 ins Leben gerufen und verbindet heute mehr als 400 Städte in über 100 Ländern. Die Idee dahinter ist einfach: Städte zusammenzubringen, die Kreativität und Kultur als zentrale Motoren der Stadtentwicklung und als wesentliche Grundlage für eine nachhaltige Zukunft verstehen.
Innerhalb dieses Netzwerks wird jede Stadt in einer von acht kreativen Disziplinen ausgezeichnet: Architektur, Kunsthandwerk und Volkskunst, Design, Film, Gastronomie, Literatur, Medienkunst oder Musik.
Für die Mitgliedsstädte ist das Netzwerk weit mehr als ein Ehrentitel. Es eröffnet Möglichkeiten zum Austausch von Ideen, zur Entwicklung internationaler Partnerschaften und zum gegenseitigen Lernen. Gleichzeitig unterstützt es die Städte dabei, ihre Kreativwirtschaft zu stärken und international sichtbar zu machen.
In diesem Jahr feiert Berlin sein 20-jähriges Jubiläum als UNESCO City of Design. Als erste deutsche Stadt, der dieser Titel verliehen wurde, wurde Berlin für seine lebendige Designkultur und seinen Beitrag zu Innovation, Kreativität und Stadtentwicklung ausgezeichnet. Geprägt von einer einzigartigen Geschichte sowie einer außergewöhnlichen Vielfalt an Menschen und Ideen hat sich die Stadt zu einem internationalen Zentrum für Design entwickelt. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat Berlin kontinuierlich in sein kreatives Ökosystem investiert – durch Förderprogramme, Beratungsangebote, Designzentren und internationale Kooperationen. Dabei wird Design gleichermaßen als kulturelle Stärke und als bedeutender Wirtschaftsfaktor verstanden.
Anfang Juni dieses Jahres trafen sich rund 50 Vertreterinnen und Vertreter der UNESCO Cities of Design in Berlin und Frankfurt zu ihrem jährlichen Netzwerktreffen, um sich über Design, Innovation und die Zukunft der Städte auszutauschen.
Wir waren vor Ort, um mit einigen der Delegierten zu sprechen und sie zu fragen, was die Mitgliedschaft im Netzwerk für sie bedeutet. Außerdem wollten wir erfahren, welchen Eindruck Berlin bei ihnen hinterlassen hat – und welche Hoffnungen sie mit der Zukunft des Programms UNESCO Cities of Design verbinden.
Die Interviewten sind:
Dawn Lim, Singapore
Diana Soldane, Daugavelis, Latvia
Patrick Marmen, Montreal
Rachael Ho, Asahikawa, Japan
Stin Debaille, Kortrijk, Belgium
Emma Bugden, Whanganui, New Zealand
Kiana Wenzell, Detroit USA
Diese Sendung wurde im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums Berlins als ,UNESCO
City of Design produziert und unterstützt durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe der Stadt
Hinweis: Die Sprecherinnenstimme in dieser Folge wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt.
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‘What we design designs us back’ sagte einmal Jason Silva ein bekannter Techno Futurist aus den USA.
Design – das ist die Botschaft – nimmt großen Einfluss auf unser Dasein und Zusammenleben. Der Ruf nach grundlegenden Veränderungen unserer planetaren Realität indes wird immer lauter. So weitermachen wie bisher geht nicht und wird uns unweigerlich in die nächste Krise stürzen. Also ist gerade jetzt unsere Kreativität gefragter denn je. Was geht? Was kommt und was können wir BESSER machen. Wie können wir Design neu denken?
Dazu präsentiert der DDCAST des Deutschen Design Club jede Woche eine starke Stimme. Sie kommt aus allen Sparten des Design, aus angrenzenden Disziplinen, aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.
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