Der Märchendoktor

Joachim Huber
Der Märchendoktor
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  • Der Märchendoktor

    König Laurin und sein Rosengarten

    14.06.2026 | 17 Min.
    König Laurin ist eine der bekanntesten Sagenfiguren aus dem Alpenraum,
    er war der mächtige König eines Zwergenvolkes, das im Inneren der Dolomiten (speziell im Gebiet des heutigen Rosengartens in Südtirol) über unterirdische Kristallpaläste herrschte.
    Laurin besaß zwei mächtige Zaubergegenstände: einen Gürtel, der ihm die Kraft von zwölf Männern verlieh, und eine Tarnkappe, die ihn unsichtbar machte. Sein ganzer Stolz war ein prächtiger Garten vor seinem unterirdischen Palast, der von einem dünnen, goldenen Seidenfaden geschützt wurde.
    Das Betreten und Pflücken der Rosen war strengstens verboten.
    Laurin entführte die Königstochter Similde in seinen Rosengarten. Daraufhin zogen die Recken um den berühmten Helden Dietrich von Bern in die Berge, um die Prinzessin zu befreien. Sie zerrissen den seidenen Faden und zerstörten den Rosengarten.
    Dietrich von Bern, die berühmteste Sagengestalt der deutschen Heldendichtung, entspricht historisch dem Ostgotenkönig Theoderich dem Großen (ca. 455–526 n. Chr.). Der Beiname „von Bern“ leitet sich vom mittelhochdeutschen Namen für Verona ab. Im Nibelungenlied ist Dietrich ein edler, aber oft tragischer Recke und Diplomat. Begleitet wird er von seinem treuen Waffenmeister Hildebrand. Ihm werden fantastische Fähigkeiten zugeschrieben: er soll Drachen und Zwerge bekämpft haben und in der Lage gewesen sein, bei Wut Feuer aus dem Mund zu speien.
    Trotz seiner magischen Hilfsmittel wurde König Laurin von Dietrich von Bern im Zweikampf besiegt, gefangen genommen und sein Zwergenreich fiel.
    Laurin belegte den verlorenen Garten mit einem Fluch. Er verzauberte ihn so, dass er weder bei Tag noch bei Nacht von Menschen gesehen werden kann.
    Da er aber den Sonnenuntergang vergaß, erstrahlen die Felsen der Dolomiten heute noch an klaren Abenden in einem atemberaubenden Rot – die sogenannte Enrosadira (das Alpenglühen). Das Wort stammt vom Ladinischen "rosadüra" ab und bedeutet "sich rosa verfärben".
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    Weitere Geschichten vom Pfeifer Huisele

    07.06.2026 | 20 Min.
    Liebe Märchen- und Sagenfreunde,
    unser Großvater Karl Huber (der Ehemann von Luise Huber), stammte aus einer Vorarlberger Beamtenfamilie geb.1884 in Dornbirn - gest. 1929 bei einem Schiunfall.

    Nach dem Studium des Bauingenieurwesens in Graz und seiner Graduierung zum Diplomingenieur wurde DI Karl Huber Baurat in der k. u. k. Straßen-verwaltung. Er wurde zum k. k. Statthalter von Trient bestellt.
    Unsere Großmutter Luise wurde 1885 in Feldkirch geboren, ihre Eltern waren Johann „Hans“ Drexel (Oberlehrer in Lingenau im Bregenzerwald.

    Karl und Luise, heirateten 1912 in Bregenz, sie hatten zusammen 2 Kinder: Leni, und Fritz, also unser Vater, er ist 2017 in Bozen auf die Welt gekommen.
    Oma Luise hat mir öfters mal Sagen und Märchen aus Südtirol erzählt. Darunter auch die Geschichten vom Pfeifer.

    Quellen: Ignaz Vinzenz Zingerle "Sagen aus Tirol", 1859 und Hermann Holzmann, Innsbruck 1953.
    Huisele ist die tirolerische Verkleinerungsform des Vornamens Matthäus (Häusl/Huisel).

    Der echte historische Kern der Sage wird als Matthäus Hägele identifiziert, der um 1620 in Flading geboren wurde.
    Die Bezeichnung „Pfeifer“ stammt vermutlich von seinem Herkunftshof. Er stammte aus dem Pfeifer-Hof in Flading im Ratschingstal.

    Der Pfeifer Huisile war bisher fast unbekannt in der Tiroler Sagenforschung, ein Schalk wie Till Eulenspiegel, der große Verwandlungskünstler, ein moderner Flugkünstler, ein Wasser Beherrscher und Wetterbeschwörer, er war dem Schwarzen Schutzengel verschrieben, wurde von der Mutter Gottes wie Faust bald erlöst.
    Die Gnade missachtet, vom Teufel geholt und das seltsamste: Er hat wirklich gelebt, gestorben 1680 in Meran findest Du seine Spuren und Geschichten überall in Südtirol.
  • Der Märchendoktor

    Geschichten über den Pfeifer Huisile aus Südtirol

    31.05.2026 | 15 Min.
    Liebe Märchen- und Sagenfreunde,
    unser Großvater Karl Huber (der Ehemann von Luise Huber), stammte aus einer Vorarlberger Beamtenfamilie geb.1884 in Dornbirn - gest. 1929 bei einem Schiunfall.

    Nach dem Studium des Bauingenieurwesens in Graz und seiner Graduierung zum Diplomingenieur wurde DI Karl Huber Baurat in der k. u. k. Straßen-verwaltung. Er wurde zum k. k. Statthalter von Trient bestellt.
    Unsere Großmutter Luise wurde 1885 in Feldkirch geboren, ihre Eltern waren Johann „Hans“ Drexel (Oberlehrer in Lingenau im Bregenzerwald.

    Karl und Luise, heirateten 1912 in Bregenz, sie hatten zusammen 2 Kinder: Leni, und Fritz, also unser Vater, er ist 2017 in Bozen auf die Welt gekommen.
    Oma Luise hat mir öfters mal Sagen und Märchen aus Südtirol erzählt. Darunter auch die Geschichten vom Pfeifer.

    Quellen: Ignaz Vinzenz Zingerle "Sagen aus Tirol", 1859 und Hermann Holzmann, Innsbruck 1953.
    Huisele ist die tirolerische Verkleinerungsform des Vornamens Matthäus (Häusl/Huisel).

    Der echte historische Kern der Sage wird als Matthäus Hägele identifiziert, der um 1620 in Flading geboren wurde.
    Die Bezeichnung „Pfeifer“ stammt vermutlich von seinem Herkunftshof. Er stammte aus dem Pfeifer-Hof in Flading im Ratschingstal.

    Der Pfeifer Huisile war bisher fast unbekannt in der Tiroler Sagenforschung, ein Schalk wie Till Eulenspiegel, der große Verwandlungskünstler, ein moderner Flugkünstler, ein Wasser Beherrscher und Wetterbeschwörer, er war dem Schwarzen Schutzengel verschrieben, wurde von der Mutter Gottes wie Faust bald erlöst.
    Die Gnade missachtet, vom Teufel geholt und das seltsamste: Er hat wirklich gelebt, gestorben 1680 in Meran findest Du seine Spuren und Geschichten überall in Südtirol.
  • Der Märchendoktor

    Sagen aus dem Bregenzerwald

    24.05.2026 | 20 Min.
    Heute erzähle ich Euch von sagenhaften Ereignissen aus meiner Heimat Vorarlberg.

    Quelle: Die Sagen Vorarlbergs, Franz Josef Vonbun, * 1824 in Laz am Muttersberg, + im 46. Lj. 1870 in Schruns.
    Als sechstes Kind von Franz Josef und Katharina Vonbun, wurde er mit 4 Jahren in die Obhut seines Vetters Johann Martin in Raggal gegeben. Dort besuchte er die Dorfschule und lernte Latein beim Pfarrer Johann Baptist Rinder. Dieser veranlasste auch die Aufnahme in das Gymnasium in Feldkirch im Herbst 1836. 1842 bezog er das Lyzeum in Innsbruck, um sich der Philosophie zu widmen.

    1844 ging er an nach Wien, um dort Medizin zu studieren, wechselte 1848 an die Universität München und kehrte 1849 wieder nach Wien zurück, wo er promovierte.

    Er ließ sich kurzzeitig in Feldkirch als Arzt nieder, zog aber 1850 wegen fehlender Praxis nach Schruns um.
    Dr. Vonbun war eine bedeutende Persönlichkeit für Vorarlberg und Liechtenstein. Er machte sich vor allem durch seine reichhaltige schriftstellerische Tätigkeit einen Namen.

    Er wurde der erste und wichtigste Sammler und Herausgeber von Sagen aus Vorarlberg. von großer, kultureller Bedeutung. Zudem war er auch als Mundartdichter und Reiseschriftsteller tätig.

    Seinem Schaffen verdanken wir zahlreiche Werke zu den Sagen Vorarlbergs.
    Ohne seine Sagenforschung wäre sicher ein wertvoller Teil schriftlichen und mündlichen Kulturguts nicht überliefert worden.
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    Das Märchen von den sieben Schwaben

    17.05.2026 | 19 Min.
    Ein lustiges Märchen, in dem es um die Abenteuer von sieben, etwas ungeschickten Schwaben geht.
    Das Herzogtum Schwaben -es wurde bis Mitte des 11. Jahrhunderts überwiegend als Herzogtum Alamannien bezeichnet.
    Der Name Alemannia leitet sich von „Menschen/Männer insgesamt“ ab.
    Es war neben Bayern, Franken, Lothringen und Sachsen eines der fünf jüngeren Stammesherzogtümer im ostfränkischen Reich.
    Es umfasste ein deutlich größeres Gebiet als das heutige „Schwaben“ im Südwesten Deutschlands.
    Es bestand etwa 350 Jahre, vom Jahr 911 bis 1250 und reichte im Osten über den Lech hinaus bis zum Ammersee, grenzte im Westen an die Vogesen, im Norden ungefähr bis Straßburg und im Süden, bis in die gesamte heutige Ostschweiz (inklusive Zürich) sowie Vorarlberg.
    Höhepunkt ist der Kampf mit einem Untier, das sich als Hase herausstellt.
    In Ludwig Bechsteins Märchenbuch steht das Märchen ab 1845 als Nr. 3, In der Märchensammlung der Gebrüder Grimm steht der Dummenschwank ab der 2. Auflage von 1819 an Stelle 119.
Weitere Geschichten für Kids Podcasts
Über Der Märchendoktor
Wieso macht ein Notarzt nun einen Podcast mit Märchen? Ganz einfach: schon unsere Kinder waren begeisterte Zuhörer und die oft auch selbst erfundenen Märchen waren so beliebt, dass ich jeden Abend an ihren Bettchen saß und erzählte. Die Kunst des Geschichtenerzählens habe ich auch auf meinen Reisen in afrikanischen, arabischen und asiatischen Ländern genutzt, um Freunde zu gewinnen, Menschen zu trösten und zu erfreuen.  Märchen als Therapie machen Alt und Jung mutig und gesund! Durch Märchen werden bei den Zuhörern individuelle Fähigkeiten gestärkt: Zuhören, Empathie und emotionales Erleben, psychische Widerstandskraft, Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauer und Teamgeist, Entdeckerfreude und Fantasie verbessert. Mir geht es auch darum, bei meinen Zuhörern mit Hilfe von Märchen die eigenen bewussten oder unbewussten inneren Stärken und Schwächen zu erkennen und die „Schwächen“ gezielt zu behandeln. Märchen sind (das wusste schon Siegmund Freud) ein Spiegelbild unserer Seele - ähnlich wie Träume - Tore zum Unbewussten. Sie erlauben uns auf der symbolischen Ebene innere Wahrheiten zu erkennen und zu erleben. Märchen, die wir lieben, sagen etwas über unsere Sehnsüchte, Wünsche und Bedürfnisse aus; sie offenbaren uns, mit welchen menschlichen Haltungen wir uns identifizieren, sie weisen uns aber auch darauf hin, welche Probleme wir noch angehen und welche Haltungen wir noch entwickeln müssen. Ich wünsche meinen Zuhörerinnen und Zuhörern, dass sie staunen, sich ein bisserl gruseln aber, ganz wichtig, Mut bekommen und nicht aufgeben, auch wenn es im echten Leben manchmal sehr schwierig wird.
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Generated: 6/14/2026 - 2:06:31 PM