Liebe Märchen- und Sagenfreunde,
unser Großvater Karl Huber (der Ehemann von Luise Huber), stammte aus einer Vorarlberger Beamtenfamilie geb.1884 in Dornbirn - gest. 1929 bei einem Schiunfall.
Nach dem Studium des Bauingenieurwesens in Graz und seiner Graduierung zum Diplomingenieur wurde DI Karl Huber Baurat in der k. u. k. Straßen-verwaltung. Er wurde zum k. k. Statthalter von Trient bestellt.
Unsere Großmutter Luise wurde 1885 in Feldkirch geboren, ihre Eltern waren Johann „Hans“ Drexel (Oberlehrer in Lingenau im Bregenzerwald.
Karl und Luise, heirateten 1912 in Bregenz, sie hatten zusammen 2 Kinder: Leni, und Fritz, also unser Vater, er ist 2017 in Bozen auf die Welt gekommen.
Oma Luise hat mir öfters mal Sagen und Märchen aus Südtirol erzählt. Darunter auch die Geschichten vom Pfeifer.
Quellen: Ignaz Vinzenz Zingerle "Sagen aus Tirol", 1859 und Hermann Holzmann, Innsbruck 1953.
Huisele ist die tirolerische Verkleinerungsform des Vornamens Matthäus (Häusl/Huisel).
Der echte historische Kern der Sage wird als Matthäus Hägele identifiziert, der um 1620 in Flading geboren wurde.
Die Bezeichnung „Pfeifer“ stammt vermutlich von seinem Herkunftshof. Er stammte aus dem Pfeifer-Hof in Flading im Ratschingstal.
Der Pfeifer Huisile war bisher fast unbekannt in der Tiroler Sagenforschung, ein Schalk wie Till Eulenspiegel, der große Verwandlungskünstler, ein moderner Flugkünstler, ein Wasser Beherrscher und Wetterbeschwörer, er war dem Schwarzen Schutzengel verschrieben, wurde von der Mutter Gottes wie Faust bald erlöst.
Die Gnade missachtet, vom Teufel geholt und das seltsamste: Er hat wirklich gelebt, gestorben 1680 in Meran findest Du seine Spuren und Geschichten überall in Südtirol.