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Die RAF in Hessen

Hessische Landeszentrale für politische Bildung
Die RAF in Hessen
Neueste Episode

15 Episoden

  • Die RAF in Hessen

    Ulrike Meinhofs Tod und der Kampf um die Deutungshoheit

    19.05.2026
    Moderation: Duška Roth und Lorenz Hoffmann

    Interviewpartner: Kevin Lenk

    Musik: Henrik von Holtum

    Abmischung: Henrik von Holtum

    In dieser Folge geht es um den Tod von Ulrike Meinhof am 9. Mai 1976 in der JVA Stammheim – und um die politische Schlacht um seine Interpretation. War es Suizid oder Staatsmord? Warum wurde genau diese Frage zum Wendepunkt für die RAF und die bundesdeutsche Linke? Gemeinsam mit Historiker Kevin Lenk analysieren wir die Ereignisse, die Beerdigung, die publizistischen Kämpfe und den langfristigen Wandel der linken Debattenkultur.

    Timestamps Folge 14

    00:00 Der Morgen in Stammheim

    00:42 Suizid oder Mord?

    01:18 Die Auffindesituation in der Zelle

    02:24 Die RAF reagiert

    03:08 Die „Welt“ veröffentlicht die Spaltungsthese

    04:16 Warum die Suizidthese eine Katastrophe für die RAF war

    05:21 Die Gegenoffensive der RAF-Anwälte

    08:03 Die Beerdigung als politische Bühne

    08:50 Die Trauerreden und der Streit um Meinhofs Vermächtnis

    11:32 Pastor Gollwitzer und die Krise der Linken

    12:35 Die Entstehung der „Gegen-Meinhof“

    13:42 Die RAF verliert die Deutungshoheit

    14:34 „Letzte Texte von Ulrike“ – ein publizistischer Flop

    16:25 Der Streit um Brückners Buch

    19:56 Die internationale Untersuchungskommission

    21:19 Mord oder Selbstmord? Vielleicht die falsche Frage

    22:52 Joschka Fischer fordert die Abkehr von der Stadtguerilla

    24:37 Meinhof als tragische Identifikationsfigur

    25:01 Das entnommene Gehirn und die Pathologisierung der RAF

    27:15 Ausblick auf die nächste Folge

    Literatur und Links:

    Lenk, K.: Tod und Gemeinschaft. Die politische Instrumentalisierung der Toten des deutschen Linksterrorismus 1971–1977, Berlin: De Gruyter Oldenbourg, 2024 (in Druck): https://www.degruyter.com/document/isbn/9783111504377/html?lang=de .

    Internationales Komitee zur Verteidigung politischer Gefangener in Westeuropa (Hrsg.): Letzte Texte von Ulrike. Eigendruck im Selbstverlag, 1976.

    https://socialhistoryportal.org/sites/default/files/raf/0019760600_01_2.pdf

    Peter Brückner: Ulrike Meinhof und die deutschen Verhältnisse. Berlin: Klaus Wagenbach, 1976.

    Stammheim Protokoll 109. Verhandlungstag

    https://www.stammheim-prozess.de/109-verhandlungstag/



    Zeitschriften und Periodika

    konkret (Zeitschrift)

    Info BUG (Berliner Undogmatischer Gruppen) / Info HUG (Hamburger undogmatischer Gruppen)

    Pflasterstrand (Frankfurter Stadtmagazin)
  • Die RAF in Hessen

    Operation Müll: Der Abhörskandal um Atommanager Klaus Traube

    03.03.2026
    Ein Atommanager, ein internationaler Terrorist – und eine geheime Abhöraktion. In dieser Folge erzählen wir die Geschichte von Klaus Traube und der Operation „Müll“, einer spektakulären Überwachungsaktion der Sicherheitsbehörden in den 1970er-Jahren.

    Nach dem OPEC-Anschlag gerät Traube wegen seiner Kontakte in die radikale linke Szene rund um Hans-Joachim Klein und die Frankfurter Anwältin Inge Hornischer ins Visier der Ermittler. Aus Angst, Terroristen könnten Zugriff auf nukleares Wissen oder Atomkraftwerke bekommen, beschließen die Behörden, sein Haus heimlich zu verwanzen.

    Was folgt, ist ein Spionagekrimi: Ein nächtlicher Einbruch, eine geheime Wanze – und später ein politischer Skandal, der bis in die Bundesregierung reicht. Als ein Magazin die Aktion öffentlich macht, beginnt eine Debatte über Bürgerrechte, Geheimdienste und die Frage: Wie weit darf ein Staat im Kampf gegen Terrorismus gehen? Eine Folge über Kontaktschuld, Sicherheitsdenken in den 1970er-Jahren und einen der größten Abhörskandale der alten Bundesrepublik.

    Moderation: Duška Roth und Lorenz Hoffmann

    Interviewpartner: Marcel Schmeer und Robert Wolff

    Musik: Henrik von Holtum

    Abmischung: Henrik von Holtum

    Timestamps

    00:00 – Ein Atommanager in der linken Szene: Wer ist Klaus Traube?

    01:23 – Neue Staffel: Terror, Politik und die RAF im Jahr 1976

    02:18 – Der OPEC-Anschlag: Wie Hans-Joachim Klein ins Zentrum rückt

    03:47 – Ein ungewöhnlicher Topmanager: Traubes Lebensstil sorgt für Misstrauen

    06:30 – Kontaktschuld: Bekanntschaft mit Terroristen?

    14:13 – Der Albtraum der Behörden: Terroristen und Atomkraftwerke

    16:30 – „Operation Müll“: Der heimliche Einbruch in Traubes Haus

    19:52 – Ein Skandal im Skandal: Geheimdienste überschreiten Grenzen

    24:04 – Sicherheit oder Freiheit? Der Staat im Anti-Terror-Modus

    32:52 – Der Spiegel enthüllt alles: Wie die Abhöraffäre öffentlich wird

    34:07 – Politische Folgen: Bundesinnenminister Werner Maihofer gerät unter Druck

    35:20 – Wer hat die Akten geleakt? Die Whistleblower-These

    38:33 – Klaus Traube in den Medien: Kampf um seine Rehabilitierung

    45:33 – Ein Leben im Schatten des Terrors: Das Stigma der Inge Hornischer

    48:50 – Vom Atommanager zum Atomgegner: Traubes zweites Leben

    51:23 – Fazit: Kontaktschuld, Überwachungsstaat und politische Folgen
  • Die RAF in Hessen

    Operation Müll: Der Abhörskandal um Atommanager Klaus Traube

    28.02.2026
    Ein Atommanager, ein internationaler Terrorist – und eine geheime Abhöraktion. In dieser Folge erzählen wir die Geschichte von Klaus Traube und der Operation „Müll“, einer spektakulären Überwachungsaktion der Sicherheitsbehörden in den 1970er-Jahren.

    Nach dem OPEC-Anschlag gerät Traube wegen seiner Kontakte in die radikale linke Szene rund um Hans-Joachim Klein und die Frankfurter Anwältin Inge Hornischer ins Visier der Ermittler. Aus Angst, Terroristen könnten Zugriff auf nukleares Wissen oder Atomkraftwerke bekommen, beschließen die Behörden, sein Haus heimlich zu verwanzen.

    Was folgt, ist ein Spionagekrimi: Ein nächtlicher Einbruch, eine geheime Wanze – und später ein politischer Skandal, der bis in die Bundesregierung reicht. Als ein Magazin die Aktion öffentlich macht, beginnt eine Debatte über Bürgerrechte, Geheimdienste und die Frage: Wie weit darf ein Staat im Kampf gegen Terrorismus gehen? Eine Folge über Kontaktschuld, Sicherheitsdenken in den 1970er-Jahren und einen der größten Abhörskandale der alten Bundesrepublik.

    Moderation: Duška Roth und Lorenz Hoffmann

    Interviewpartner: Marcel Schmeer und Robert Wolff

    Musik: Henrik von Holtum

    Abmischung: Henrik von Holtum

    Timestamps

    00:00 – Ein Atommanager in der linken Szene: Wer ist Klaus Traube?

    01:23 – Neue Staffel: Terror, Politik und die RAF im Jahr 1976

    02:18 – Der OPEC-Anschlag: Wie Hans-Joachim Klein ins Zentrum rückt

    03:47 – Ein ungewöhnlicher Topmanager: Traubes Lebensstil sorgt für Misstrauen

    06:30 – Kontaktschuld: Bekanntschaft mit Terroristen?

    14:13 – Der Albtraum der Behörden: Terroristen und Atomkraftwerke

    16:30 – „Operation Müll“: Der heimliche Einbruch in Traubes Haus

    19:52 – Ein Skandal im Skandal: Geheimdienste überschreiten Grenzen

    24:04 – Sicherheit oder Freiheit? Der Staat im Anti-Terror-Modus

    32:52 – Der Spiegel enthüllt alles: Wie die Abhöraffäre öffentlich wird

    34:07 – Politische Folgen: Bundesinnenminister Werner Maihofer gerät unter Druck

    35:20 – Wer hat die Akten geleakt? Die Whistleblower-These

    38:33 – Klaus Traube in den Medien: Kampf um seine Rehabilitierung

    45:33 – Ein Leben im Schatten des Terrors: Das Stigma der Inge Hornischer

    48:50 – Vom Atommanager zum Atomgegner: Traubes zweites Leben

    51:23 – Fazit: Kontaktschuld, Überwachungsstaat und politische Folgen
  • Die RAF in Hessen

    Die OPEC-Geiselnahme in Wien 1975 – Auswirkungen auf das linksradikale Milieu in Hessen und die Operation Müll

    29.12.2025 | 30 Min.
    Wien, 21. Dezember 1975: Während einer OPEC-Konferenz stürmen Terroristen die Zentrale, töten mehrere Menschen und nehmen 62 Geiseln. Hinter der Tat stehen internationale Netzwerke, staatliche Interessen und der Kampf um Öl und Macht. Die Folge rekonstruiert die Geiselnahme, ihre politischen Hintergründe und die Rolle deutscher Beteiligter – ein Ereignis mit globalen Folgen.

    Shownotes

    Moderation: Duška Roth und Lorenz Hoffmann

    Interviewpartner: Thomas Riegler und Robert Wolff

    Musik: Olaf Parusel

    Abmischung: Duška Roth

    Timestamps Folge 12

    00:00 – Prolog: Wien im Winter 1975

    01:13 – Einführung & Thema der Folge

    01:32 – Die OPEC: Bedeutung, Mitglieder, Ölkrise

    04:23 – Politische Spannungen und Interessen innerhalb der OPEC

    05:15 – Libyen, Gaddafi und staatliche Hintermänner

    06:16 – Staatlich gelenkter Terrorismus als Strategie

    08:30 – Wadi Haddad und der internationale Terrorismus

    10:10 – Carlos und das internationale Kommando

    12:25 – Der Überfall auf die OPEC-Zentrale

    14:40 – Polizeireaktion und erste Todesopfer

    17:48 – Verhandlungen, Drohungen und Radiokommuniqué

    19:16 – Abflug aus Wien und internationale Odyssee

    21:31 – Ende der Geiselnahme und offene Fragen

    23:30 – Deutsche Netzwerke und Vorbereitung in Deutschland

    25:11 – Rollen im Kommando und Eskalation

    26:49 – Hans-Joachim Klein: Wirkung in der Szene

    28:13 – Folgen für die linke Szene und politische Debatten

    29:32 – Ermittlungen, Ausblick und nächste Folge
  • Die RAF in Hessen

    Die verlorene Ehre der Katharina Blum – Terrorismus, Medien und öffentliche Meinung

    28.12.2025 | 37 Min.
    Diese Episode widmet sich dem Kinostart des Films „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ im Oktober 1975, basierend auf der gleichnamigen Erzählung von Heinrich Böll. Wir erkunden die Reaktion der deutschen Öffentlichkeit auf den Film und die scharfe Kritik an der "Bild"-Zeitung und ihrer Berichterstattung über vermeintliche Terroristen. Wie beeinflusste der Film das öffentliche Bewusstsein und die Debatte über Terrorismus, Medienethik und staatliche Macht?

    Shownotes

    Moderation: Duška Roth und Lorenz Hoffmann

    Interviewpartner: Hanno Balz

    Musik: Olaf Parusel

    Abmischung: Duška Roth

    Timestamps Folge 11

    00:00 - Karl Carstens attackiert Heinrich Böll

    00:27 - Politische Instrumentalisierung und Sensationspresse der 70er

    01:49 - Rolle der Medien in der RAF-Geschichte

    02:27 - Medienlandschaft der 70er – zwei Lager

    03:12 - Zeitungen als politische Waffen

    04:08 - Boulevardblätter

    04:35 - Springer-Presse und Macht der Schlagzeilen

    06:03 - Studentenbewegung, Terrorismus und Medien als Brandbeschleuniger

    07:18 - Sensationsjournalismus und Angstlogik

    08:34 - Böll über die Gewalt der Worte und moralische Panik

    09:20 - Verschwörungserzählung - Verschwörunungspraxis

    10:23 - Entstehung und Wirkung des Begriffs „Sympathisant“

    11:03 - Bölls Spiegel-Essay: „Will Ulrike Gnade oder freies Geleit?“

    12:41 - Kritik an Bild und Vorverurteilungen

    14:27 - „6 gegen 60 Millionen“ – Bölls Versuch zur Deeskalation

    16:34 - Eskalation zwischen Böll und Springer

    18:01 - Kampagne gegen Böll und Sympathisanten-Diskurs

    19:50 - Kontaktschuld und Katharina Blum

    21:11 - SPIEGEL-Fortsetzungsroman und politischer Kontext

    22:33 - Roman als literarischer Gegenschlag

    23:59 - Bestseller, Film und reale Berufsverbote

    26:06 - Schlöndorff, von Trotta und die Wirkung des Films

    27:37 - Reaktion der Bild und „verlorene Wahrheit“

    29:28 - Berufsverbote und Peter Brückner

    30:40 - Parallelen heute: Medienkampagne gegen Brosius-Gersdorf

    32:00 – Politik und Medien

    33:00 - Fazit: Medien, Macht und Moral
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Über Die RAF in Hessen
Wir folgen in der Podcast-Reihe den Spuren der RAF in Hessen von den ersten Anschlägen der Gruppe im Mai 1972 bis zur Auflösung und zeigen, welche wechselvolle Geschichte das Land Hessen mit der Geschichte der RAF verbindet.
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Generated: 6/24/2026 - 12:47:45 AM