Kunstblick - Der Kunstpodcast zum Thema Sammeln
Andreas Maurer & Sascha Worrich

Neueste Episode
108 Episoden
- Über Oper sprechen wir in dieser Kunstblick-Folge zwar nicht, aber ebenso schwärmerisch widmet sich Rechtsanwalt Prof. Dr. Stephan Scherer der bildenden Kunst. In seiner täglichen Arbeit hat er viel damit zu tun, insbesondere dann, wenn es um das Vererben einer Kunstsammlung geht.
In diesen Fällen stellen sich Fragen wie: Wer bekommt die Sammlung? Bleibt sie zusammen oder wird sie unter den Erben aufgeteilt? Wie bestimmt man überhaupt ihren Wert? Und was passiert, wenn die Kinder mit der über Jahrzehnte aufgebauten Leidenschaft der Eltern eigentlich gar nichts anfangen können?
Stephan Scherer ist Partner der Wirtschaftskanzlei SZA Schilling, Zutt & Anschütz in Mannheim, Fachanwalt für Erbrecht und Steuerrecht sowie Honorarprofessor an der Universität Mannheim. Seit über 20 Jahren berät er Sammler:innen und deren Erben, von der Nachfolgeplanung bis zur gütlichen Einigung.
In unserem Gespräch gehen wir unter anderem der Frage nach, ab welcher Sammlungsgröße man sich ernsthaft mit der Nachfolge beschäftigen sollte. Wir sprechen über typische Fehler bei unberatenen Testamenten, die jahrelange Familienstreitigkeiten auslösen können, darüber, wie Kunstwerke im Erbfall bewertet werden, und darüber, inwieweit sich Stiftung oder GbR eignen, um eine Sammlung als Ganzes zu erhalten. Und wir sprechen darüber, warum Kinder die Sammelleidenschaft ihrer Eltern oft nicht teilen – und was das für die Nachfolgeplanung bedeutet.
Bevor ihr jetzt die Kopfhörer rausnehmt: Keine Angst, beim Vererben von Kunst geht es nicht nur um Steuern und Paragrafen. Es geht um sehr persönliche Entscheidungen auch für Stephan Scherer selbst, der offen über seine eigene "Ansammlung" spricht.
Viel Vergnügen wünschen Sascha Worrich und Andreas Maurer. - Was macht den internationalen Kunstmarkt eigentlich aus? Wer entscheidet, welche Werke Millionen wert sind? Und wie verändert sich das Sammeln in einer Zeit, in der digitale Kunst, Luxusobjekte und eine neue Generation von Käuferinnen und Käufern den Markt prägen?
Unser heutiger Gast kennt diese Entwicklungen wie kaum ein anderer: Dirk Boll ist Kulturmanager, Kunstmarktexperte und Teil des globalen Führungsteams von Christie's. Seit Jahrzehnten beobachtet und gestaltet er den internationalen Kunsthandel mit – von London über Paris bis New York und Hongkong.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser Folge von KUNSTBLICK! Am Mikrofon begrüßen euch Sascha Worrich und Andreas Maurer.
Wir haben mit Dirk Boll über seinen Weg von der documenta-Stadt Kassel an die Spitze eines der bedeutendsten Auktionshäuser der Welt gesprochen. Wir blicken auf aktuelle Trends am Kunstmarkt, eine neue Generation von Sammlerinnen und Sammlern, das Phänomen NFTs und darauf, warum Kunst trotz aller Marktmechanismen vor allem eines bleibt: eine faszinierende Sprache.
Also, viel Vergnügen! - Man steht vor einem Kunstwerk und irgendwann kommt der Moment, in dem das bloße Betrachten nicht mehr genügt. Man möchte es besitzen, festhalten, es in den eigenen Lebenskontext überführen.
Aus diesem Impuls ist über Jahrzehnte eine der konsequentesten Privatsammlungen Deutschlands entstanden: die Sammlung Haubrok in Berlin. Was mit abstrakter Malerei begann, entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einer international profilierten Privatsammlung, die heute über tausend Werke der Konzeptkunst und Minimal Art umfasst.
Mit Positionen von Wolfgang Tillmans, Franz West, Olafur Eliasson bis hin zu Christopher Williams besticht die Sammlung Haubrok nicht nur durch ihren Umfang, sondern vor allem durch ihre inhaltliche Schärfe. Beheimatet ist sie an einem Ort, der mit klassischen Ausstellungskonventionen bricht: der ‚Fahrbereitschaft‘ in Berlin-Lichtenberg. Auf einem ehemaligen DDR-Gewerbeareal trifft internationale Kunst auf industriellen Pragmatismus.
Dieser Kontrast spiegelt die Haltung von Barbara und Axel Haubrok wider: Kunst ist für sie kein dekoratives Endprodukt, sondern ein intellektuelles Arbeitsfeld.
Wir freuen uns, in dieser Folge von KUNSTBLICK mit Axel Haubrok über den Mut zum inhaltlichen Fokus, die Vision der Fahrbereitschaft und die Frage zu sprechen, warum die eigene Intuition beim Kunstkauf manchmal der schlechteste Berater ist. Viel Vergnügen wünschen Sascha Worrich und Andreas Maurer. Friederike Gräfin von Brühl: Wann ist Kunst wirklich echt? Über Beweislast, Marktmacht und rechtliche Besonderheiten.
28.03.2026 | 15 Min.Ein Kunstwerk hängt an der Wand. Signiert, dokumentiert und sogar mit Zertifikat.
Und doch steht plötzlich die Frage im Raum: Ist es auch wirklich echt?
Am Kunstmarkt entscheidet dieser Begriff über Vertrauen, Reputation und nicht selten sogar über Millionenbeträge. Juristisch jedoch ist „Echtheit“ kein Gefühl und kein ästhetisches Urteil, sondern eine Frage von Beweislast, Gewährleistung, Verjährungsfristen und vor allem von Zuständigkeiten. Denn wer darf eigentlich verbindlich sagen, dass ein Werk authentisch ist? Ein Experte, eine Expertin? Ein Werkverzeichnis? Die Kunstschaffenden selbst? Oder am Ende doch ein Gericht?
Die Praxis zeigt: Markt und Recht sprechen nicht immer dieselbe Sprache. In den 1990er-Jahren bestätigte zum Beispiel ein New Yorker Gericht ein Werk von Alexander Calder als echt – entgegen der Meinung der maßgeblichen Experten. Das Urteil lag am Tisch, aber: Der Markt akzeptierte es nicht. Das Werk blieb damit unverkäuflich.
An dieser sensiblen Schnittstelle zwischen Marktmechanik und Rechtsordnung bewegen wir uns in dieser Folge von Kunstblick. Wir sprechen mit Friederike Gräfin von Brühl, Juristin, Kunsthistorikerin und eine der führenden Expertinnen für Kunstrecht. Seit vielen Jahren berät sie international zu Fragen der Authentizität, der Provenienz und zu komplexen Eigentumslagen.
Im Zentrum unseres Gesprächs steht eine entscheidende Frage, die alle Sammlerinnen und Sammler betrifft: Was bedeutet Echtheit aus rechtlicher Sicht und wie lässt sich nachhaltiges Vertrauen in ein Kunstwerk überhaupt absichern? Also, viel Vergnügen.- Manche Berufe bewegen sich ganz nah an der Kunst – und bei manchen geht es kaum näher. Restauratorinnen, Restauratoren sehen nicht nur Oberfläche, Stil und Signatur, sondern jede Entscheidung, jeden Zweifel, jede Korrektur in einem Werk. In dieser Folge von Kunstblick sprechen wir mit Iris Schäfer, Restauratorin und Leiterin der Abteilung Kunsttechnologie und Restaurierung am Wallraf-Richartz-
Museum in Köln.
Es geht um die ersten Schritte, wenn ein Gemälde auf dem Untersuchungstisch liegt, um Röntgenbilder, Infrarotaufnahmen und überraschende Funde unter der Malschicht. Um die Frage, warum der „Originalzustand“ eines Werkes oft ein Mythos ist und warum gute Restaurierung gerade dadurch überzeugt, dass man sie nicht
sieht.
Und weil viele von euch selbst sammeln, sprechen wir auch über ganz praktische Dinge: Licht, Luftfeuchtigkeit – und darüber, wie man Schäden vermeidet, bevor sie entstehen. Natürlich hat uns Iris Schäfer auch erzählt, wie sie überhaupt zur Kunst gekommen ist. Also, viel Vergnügen!
Weitere Bildende Kunst Podcasts
Trending Bildende Kunst Podcasts
Über Kunstblick - Der Kunstpodcast zum Thema Sammeln
Ausstellungen, Junge Kunst, Atelierbesuche, Sammlerinterviews, spannende Einblicke in den Kunstmarkt und vieles mehr - darum dreht es sich beim Kunstblick Podcast.
Wir, Sascha und Andreas, werfen für Dich einen Blick hinter die Kulissen der Kunstwelt. Gemeinsam besuchen wir Kunstliebhaber, sprechen über deren Leidenschaft zur Kunst, die Anfänge ihrer Sammlungen und ihre spannendsten Entdeckungen. Wir stellen aber auch aufstrebende Künstlerinnen und Künstler vor, unterhalten uns mit Kuratoren und internationalen Expertinnen über ihre Arbeit, um so Einblicke in ihre spannenden Tätigkeiten zu geben, vom Rahmenbau über kreative Off-Spaces, bis hin zu Themen wie Kunstrecht, Kunstinvestment und Artist Management.
Falls Dich bestimmte Fragen interessieren, schreib uns gern! Wir freuen uns von Dir zu lesen.
Übrigens, nach dem tollen Erfolg unserer letzten Charity-Auktion, werden wir Anfang 2025 erneut eine Kunstauktion, zugunsten eines gemeinnützigen Projektes, durchführen. Mehr dazu erfährst Du natürlich im Podcast und auf unserer Webseite.
.
E-Mail
hello@kunstblick-podcast.com
.
Webseite
www.kunstblick-podcast.com
.
Instagram
www.instagram.com/kunstblick_podcast
Podcast-WebsiteHöre Kunstblick - Der Kunstpodcast zum Thema Sammeln, 10 Minuten Wissen - Kunst und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.at-App

Hol dir die kostenlose radio.at App
- Sender und Podcasts favorisieren
- Streamen via Wifi oder Bluetooth
- Unterstützt Carplay & Android Auto
- viele weitere App Funktionen
Hol dir die kostenlose radio.at App
- Sender und Podcasts favorisieren
- Streamen via Wifi oder Bluetooth
- Unterstützt Carplay & Android Auto
- viele weitere App Funktionen


Kunstblick - Der Kunstpodcast zum Thema Sammeln
Code scannen,
App laden,
loshören.
App laden,
loshören.





















