In Folge 383 von Tee Time starten Jens Zielinski und Bernd Ritthammer mit einem nachträglichen Geburtstagsgruß an Bernd und einem kurzen Abstecher in die Fußballwelt, bevor es direkt in die großen Themen der Golfwoche geht. Sportlich steht zunächst Matt Fitzpatricks Playoff-Sieg gegen Scottie Scheffler im Fokus. Die beiden sprechen darüber, warum Fitzpatrick sich in dieser emotionalen, teils hitzigen US-Atmosphäre offenbar immer wohler fühlt und warum solche Siege aus europäischer Sicht mit Blick auf den Ryder Cup besonders Spaß machen.
Apropos Ryder Cup: Jens und Bernd schauen auf den Besuch von Luke Donald, Eduardo Molinari und Co. in Adare Manor. Dabei geht es nicht nur um schöne Bilder und PR, sondern auch um die Frage, wie sehr Platzbesuche, Set-up-Ideen und Datenanalysen am Ende Einfluss auf Nominierungen und Strategie haben könnten. Klar ist für beide: Beim Ryder Cup 2026 wollen sie unbedingt wieder vor Ort dabei sein.
Dann wird es bunt – im wahrsten Sinne. Jens berichtet von seiner Begeisterung für LP Putter und macht kein Geheimnis daraus, dass sein neuer Putter vor allem eins werden soll: pink. Bernd kann mit dem Look noch nicht ganz warm werden, gibt aber offen zu, dass selbst ihn der Konfigurator ziemlich angefixt hat. Das Ganze wird zu einer herrlich typischen Tee-Time-Diskussion über Stil, Geschmack und Golf-Eitelkeit.
Das große inhaltliche Hauptthema der Folge ist aber die LIV Tour. Jens und Bernd arbeiten die jüngsten Gerüchte und Berichte rund um die Finanzierung der Liga auf und diskutieren, was es bedeuten könnte, dass in der neuen Strategie des PIF der Sport angeblich keine zentrale Rolle mehr spielt. Die beiden schauen dabei bewusst über Golf hinaus: Wenn Saudi-Geld wirklich selektiver oder deutlich vorsichtiger eingesetzt würde, hätte das womöglich Auswirkungen auf viele Sportarten und große Organisationen weltweit. Im Golf könnte das für LIV besonders heikel werden – vor allem dann, wenn Unsicherheit bei Spielern, Managements und Investoren zunimmt.
Spannend ist auch der Blick auf einzelne Protagonisten: Jon Rahm erscheint den beiden auffallend kontrolliert und zurückhaltend, fast so, als sei jedes Wort genau abgestimmt. Bernd äußert offen den Eindruck, dass Rahm diesen Schritt vielleicht sportlich nicht mit voller Überzeugung genießt. Auch Bryson DeChambeau, die Eventqualität und das grundsätzlich weiterhin diffuse Profil der LIV Tour werden kritisch eingeordnet. Das Fazit: 2026 dürfte wohl noch stehen – aber was danach passiert, ist völlig offen.
Dazu gibt es Tee-Time-typisch natürlich auch die leichteren Momente: Bernd erzählt von seiner “Tagesbuchung” als Golfcoach, was zunächst deutlich zweideutiger klingt, als es gemeint ist. Außerdem gibt es endlich wieder einen Hammergag der Woche. Und beim großen Community-Projekt „500 Bälle für ein Hole-in-One“ wird es konkret: Es sind zahlreiche Bewerbungen eingegangen, die Entscheidung über den Austragungsort soll in der übernächsten Folge fallen, das Event selbst ist eher für den Herbst geplant – samt Happening, Partnern und möglichem Charity-Rahmen.
Zum Schluss blickt Tee Time voraus: Die 400. Folge wird während der German Challenge im Wittelsbacher Golfclub gefeiert. Und schon in der nächsten Woche wartet eine besondere Sonderfolge zum 50-jährigen Jubiläum von Golf House – inklusive spannender Einblicke hinter die Kulissen und in das Kaufverhalten deutschsprachiger Golfer.