120 Episoden
- Die Fondsbranche misst fast alles, nur Führung kaum. Christian Haas will das ändern. Der Managing Partner der Personalberatung Eleway sucht seit rund zehn Jahren Chefs, und zwar ausschließlich für Asset Manager. Jetzt hat er mit dem Leadership Alpha Award einen Preis gestartet, der nicht das Ergebnis auszeichnet, sondern das Wie: „die Architektur hinter der Performance".
Im Gespräch mit Christoph Fröhlich erklärt Haas, warum gute Zahlen kein Beweis für gute Führung sind, woran man erkennt, ob eine Unternehmenskultur echt ist und was passiert, wenn der Star-Portfoliomanager großartiges Alpha liefert und gleichzeitig das Team zerlegt. Außerdem: Welchen Hintergrund ein CEO im Asset Management wirklich braucht, warum die besten Chefs oft gar keine werden wollten, und was von einer Führungsleistung übrig bleibt, wenn der Chef weg ist.
Zum Schluss verrät Haas in der Entweder-oder-Runde, warum man ihn beim Betriebsausflug besser nicht ans Mikrofon lässt.
„For Professional Investors Only" ist der gemeinsame Podcast von DAS INVESTMENT und private banking magazin. Kurz vor dem Notartermin sagte er dem Investor ab – jetzt sucht er 1,5 Millionen
18.09.2026 | 27 Min.Ein Restaurant am Dienstagabend, halb leer. Die meisten Gäste denken: schön ruhig heute. Malte Herbst dachte: das ist entgangener Umsatz.
Aus diesem Abend ist HiddenTable geworden: Eine App, die kurzfristig freie Plätze in gehobenen Restaurants als fertig kuratiertes Menü vermittelt. Anderthalb Jahre hat der gelernte Bankkaufmann das Unternehmen komplett aus eigenen Mitteln aufgebaut, mittlerweile hat es knapp über 80.000 Nutzer und mehr als 15.000 vermittelte Gäste in fünf Städten. Jetzt sucht er 1,5 Millionen Euro.
Im Gespräch mit Christoph Fröhlich erklärt Herbst, warum jeder zusätzlich vermittelte Gast für den Gastronomen fast reiner Gewinn ist, weshalb er konsequent auf Rabattcodes verzichtet und wie es sich anfühlt, Kapital für ein Food-Startup zu suchen, während der Markt fast nur über KI spricht.
Außerdem: der Business-Angel-Deal, den er kurz vor dem Notartermin hat platzen lassen. Der teuerste Gründerfehler, den er sich je geleistet hat. Und die Frage, ob er morgen verkaufen würde.
Eine Folge über Deckungsbeiträge, Plattformökonomie und eine Branche, die Herbst selbst „angeknackst" nennt.- Ein ETF hat drei Buchstaben und ein einfaches Versprechen. Darunter steckt deutlich mehr Technik, als die meisten vermuten und ein Stück US-Steuerrecht, über das im Kostenvergleich kaum jemand redet.
Arne Scheehl verantwortet bei Amundi die Produktentwicklung für ETFs und Indexlösungen in Deutschland und Österreich. In dieser Folge nimmt er die Konstruktion synthetischer ETFs auseinander: Was passiert eigentlich mit 100 Euro, die in einen Swap-ETF fließen? Warum können im S&P-500-ETF japanische Aktien liegen, ohne dass es eine Mogelpackung ist? Und was geschieht an einem hypothetischen Montagmorgen, an dem zwei von sieben Swap-Gegenparteien ausfallen?
Scheehl erklärt, warum er die Gleichung „physisch gleich sicher, synthetisch gleich riskanter" für zu bequem hält, wie das Trägerportfolio fast täglich umgebaut wird, um Dividenden und Quellensteuern zu vermeiden, und warum bei einem irischen Fonds nur 85 Prozent der US-Dividende ankommen – beim Swapper dagegen fast 100. Dazu deutsche Teilfreistellung, Vorabpauschale, geldmarktnahe ETFs und der eine ETF-Mythos, der sich hartnäckig hält.
Wer nach dieser Folge noch allein auf die TER schaut, tut es zumindest mit offenen Augen. Die Finanzwelt zahlt Millionen für ESG-Siegel – ein Doktorand zeigt, was sie taugen
14.09.2026 | 36 Min.Nachhaltiges Investieren ist aus der Mode gekommen, und ausgerechnet jetzt legt Jan Heldmann 262 Seiten vor, die zeigen, was daran funktioniert und was nicht.
Der frisch promovierte Finanzwissenschaftler hat für seine Dissertation an der Universität Bayreuth fünf ESG-Rating-Anbieter, nachhaltige MSCI-Indizes und tausende mögliche Portfoliokonstruktionen durchgerechnet. Sein Befund ist zweigeteilt: Nachhaltigkeit und Rendite sind kein Zielkonflikt. Aber ESG-Ratings taugen als Renditesignal kaum etwas.
Im Gespräch mit Malte Dreher erklärt Heldmann, warum große Unternehmen fast automatisch bessere Scores bekommen, warum die Rating-Welt heterogen bleiben wird und wie sich über 60 Prozent CO2 aus einem Portfolio nehmen lassen, bei nur 0,64 Prozent Tracking Error und ohne radikale Branchenwetten.
Dazu: Was der Vorsitzende eines Kapitalanlageausschusses mit 100 Millionen Euro morgen anders machen sollte. Warum ein fertiger Index oft der bessere Weg ist als die eigene Optimierung. Und welche Kennzahlen in zehn Jahren wichtiger sein könnten als jeder ESG-Score.
Eine Folge für alle, die bei Nachhaltigkeit im Portfolio zwischen Marketingversprechen und Datenlage unterscheiden wollen.„Man muss irgendwo hinwollen“: Almut Sonnhalter über den Sprung ins eigene Family Office
11.09.2026 | 18 Min.Almut Sonnhalter hat die Sicherheit der Bank gegen unternehmerische Freiheit getauscht. Nach Stationen im Private Banking und Family Office gründete sie gemeinsam mit vier Partnern das Family Office Aequitas.
Im Gespräch mit Malte Dreher erzählt sie, wann aus dem Gedanken an Selbstständigkeit ein konkreter Plan wurde und welche Rolle dabei ein ziemlich ungewöhnliches Treffen auf einer Raststätte spielte.
Außerdem geht es um die Frage, warum ihre juristische Ausbildung bis heute wie ein „kleines Frühwarnsystem“ funktioniert, was die Beratung sehr großer Vermögen vom klassischen Private Banking unterscheidet und weshalb bei Familienvermögen manchmal die Familie wichtiger ist als das Portfolio.
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Über For Professional Investors Only
"For Professional Investors Only" ist der Podcast für alle, die professionell investieren – und verstehen wollen, wie Entscheidungen wirklich entstehen.
Malte Dreher (Chefredakteur private banking magazin) und Christoph Fröhlich (Chefredakteur DAS INVESTMENT) sprechen mit Portfoliomanagern, CIOs, Family Offices, institutionellen Investoren und ausgewählten Branchenexperten über Märkte, Strategien und strukturelle Veränderungen im Asset Management und Private Banking.
Im Mittelpunkt stehen nicht Produkte oder Kaufempfehlungen, sondern Entscheidungslogiken: Asset Allocation, Risikomanagement, systematische und aktive Ansätze, Private Markets, ETFs, regulatorische Entwicklungen, Nachwuchs- und Strukturfragen der Branche.
Jede Folge verbindet persönliche Beobachtungen „on the road“ – aus Konferenzen, Gesprächen und dem Redaktionsalltag – mit Einordnung aus journalistischer und praktischer Perspektive.
"For Professional Investors Only" ist nah an der Praxis – und offen für alle, die tiefer verstehen wollen, wie professionelles Investieren heute funktioniert.
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