Wall Street mit Markus Koch - featured by Handelsblatt
Markus Koch

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- US-Finanzministerium will seine Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen mehr als verdoppeln. Damit reagiert Washington auf den zuletzt starken Renditeanstieg am Treasury-Markt. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen war zeitweise auf den höchsten Stand seit fast 20 Jahren gestiegen. Die Nachricht sorgte unmittelbar für Entspannung: Die Anleihekurse zogen an, die Renditen fielen deutlich. Wichtig: Bei den Rückkäufen handelt es sich nicht um ein neues QE-Programm der Fed. Ziel des Treasury ist es vielmehr, die Liquidität und Funktionsfähigkeit des Marktes zu verbessern. Für die Wall Street ist der Schritt kurzfristig positiv. Sinkende langfristige Renditen entlasten insbesondere Technologie- und Wachstumsaktien. Gleichzeitig zeigt die Intervention aber auch, wie groß die Nervosität angesichts steigender US-Staatsschulden und hoher Finanzierungskosten inzwischen ist.
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*Werbung - Die Wall Street steht heute wegen weiter anziehender Renditen bei Staatsanleihen unter Druck. Die Rendite der 30-jährigen US-Treasuries steigt auf über 5,32 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 19 Jahren, während die zehnjährige Rendite über 4,73 Prozent klettert. Besonders hart trifft das den Technologiesektor. Neben den höheren Ölpreisen und zunehmenden Spannungen mit Iran rücken vor allem die gewaltigen Haushaltsdefizite und die explodierende Emission neuer Anleihen zur Finanzierung des KI-Booms in den Fokus. Der Kapitalmarkt muss zunehmend die Lücke schließen, die durch Investitionen weit oberhalb der operativen Cashflows entsteht. Bei den Unternehmen liefert Home Depot starke Zahlen. Umsatz, Gewinn und vergleichbare Umsätze übertreffen die Erwartungen, allerdings wird lediglich der Jahresausblick bestätigt und ein Teil der Ergebnisstärke stammt aus Zollrückerstattungen. Fabrinet schlägt ebenfalls die Erwartungen und gibt einen besseren Ausblick, wird aber wegen schwächerer Datacom-Umsätze und der erneut extrem hohen Erwartungen verkauft. Baidu profitiert von einem Wachstum von 50 Prozent im KI-Cloud-Geschäft, während das traditionelle Geschäft deutlich schrumpft und der Gewinn die Erwartungen verfehlt. Bank of America verteidigt unterdessen Nvidia und sieht die Aktie trotz der zunehmenden Risiken durch Vendor-Finanzierungen als attraktiv bewertet; bei den Zahlen am 26. August werden allerdings zusätzliche Details zu den außerbilanziellen Verpflichtungen erwartet.
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*Werbung - Die Wall Street startet uneinheitlich in die neue Woche, wobei der Nasdaq mit einem Plus führt, während der Dow Jones nachgibt. Im Tech-Sektor richtet sich der Blick erneut auf den gigantischen Kapitalbedarf des KI-Booms. Nvidia reduziert zwar die direkte Absicherung für das geplante OpenAI-Rechenzentrum in Ohio von ursprünglich 250 auf rund 120 Milliarden US-Dollar, könnte über die Finanzierung von Chipkäufen aber weitere rund 350 Milliarden US-Dollar bereitstellen und damit insgesamt weiterhin für bis zu 470 Milliarden US-Dollar im Risiko stehen. Gleichzeitig erwägt Nvidia eine Investition von bis zu 3 Milliarden US-Dollar in den Rechenzentrumsentwickler SB Energy. Für Aufmerksamkeit sorgt außerdem Berkshire Hathaway, das seine Beteiligung an Google um fast 50 Millionen Aktien auf rund 106 Millionen Aktien erhöht hat, aktuell etwa 36 Milliarden US-Dollar wert und damit inzwischen die drittgrößte Aktienposition des Konzerns hinter Apple und American Express. PayPal profitiert von Berichten über Übernahmegespräche mit Stripe und Advent International, nachdem ein erstes Angebot von 60,50 US-Dollar je Aktie offenbar als zu niedrig abgelehnt wurde, während Piper Sandler das Kursziel auf 59 US-Dollar erhöht. Positiv bleibt auch die Stimmung bei Cybersecurity: Wells Fargo stuft Okta hoch und sieht eine zunehmende KI-getriebene Nachfrage, während die Kursziele für Palo Alto Networks, CrowdStrike und Zscaler angehoben werden. Belastend wirkt dagegen der Ölpreis, Brent steigt auf rund 89 US-Dollar, nachdem sich das Verhältnis zwischen den USA und Iran zuletzt wieder verschlechtert hat.
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Die Wall Street startet nach dem 27. Rekordhoch des S&P 500 in diesem Jahr leicht freundlich in den Freitag. Im Tech-Sektor bleibt ein bekanntes Problem bestehen: Gute Zahlen sind vereinzelt nicht gut genug. Applied Materials übertrifft bei Umsatz und Gewinn die Erwartungen und stellt für das laufende Quartal deutlich mehr Wachstum, als erwartet in Aussicht. Das Management spricht von einer beispiellosen KI-Nachfrage, erhöht die Erwartungen für das Halbleitergeschäft und rechnet auch 2027 mit starkem Wachstum. Trotzdem wird die Aktie vorbörslich verkauft, weil die Messlatte für KI-Werte hoch liegt. Im Memory-Segment geht die Rallye bei Sandisk hingegen weiter. Die Wachstumsaussichten bis ins Jahr Fiskaljahr 2030 hineingehend, sehen stärker als die Wall Street dachte. Gleichzeitig nimmt der Investitionsboom weiter Fahrt auf. Lam Research will in den kommenden fünf Jahren mehr als 3 Milliarden US-Dollar in zusätzliche Forschungskapazitäten investieren, Goldman Sachs beginnt mit der Kapitalbeschaffung für Nvidias geplante KI-Finanzierungsinitiative von mehr als 500 Milliarden US-Dollar, und OpenAI soll inzwischen auf einen annualisierten Umsatz von über 40 Milliarden US-Dollar kommen. Unter Druck stehen Globant nach schwächeren Margen und einer gesenkten Jahresprognose sowie StoneCo nach einer leichten Ergebnis- und Umsatzverfehlung. Geopolitisch zieht der Ölpreis an, nachdem die USA den wirtschaftlichen Druck auf Iran verschärfen wollen und Finanzminister Scott Bessent mit einer weiteren wirtschaftlichen Isolation des Landes sowie der Fortsetzung der Blockade der Straße von Hormus droht.
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*Werbung - Der Dow Jones startet freundlich in den Handel, nachdem auch die Erzeugerpreise für Juli auf eine weitere Abkühlung der Inflation hindeuten. Zusammen mit den bereits moderateren Verbraucherpreisen und dem schwachen Juli-Arbeitsmarkt nimmt das den Renditen etwas Druck und reduziert das Risiko einer Zinsanhebung der Fed im September. Der Nasdaq sieht dennoch Druck. Gute Zahlen sind nicht automatisch gut genug. Cisco, Coherent und Cerebras übertreffen die Erwartungen und geben jeweils einen besseren Ausblick, werden aber trotzdem verkauft. Cisco spricht sogar von einem „Networking Supercycle“, nachdem die Produktaufträge um 35 Prozent gestiegen sind und allein von Hyperscalern KI-Aufträge über 4 Milliarden US-Dollar eingingen. Coherent profitiert massiv vom Wechsel der KI-Rechenzentren von Kupfer zu optischen Verbindungen und liefert ebenfalls Zahlen und Ausblick über Konsens. Außerhalb der USA sorgt Lenovo mit einem Umsatzsprung von 43 Prozent und einem Wachstum von 98 Prozent im Infrastrukturgeschäft für ein Ausrufezeichen, während Birkenstock den Jahresausblick für Umsatzwachstum und EBITDA anhebt. Analystenseitig erhöht JPMorgan das Kursziel für Microsoft auf 625 US-Dollar und sieht KI als zentralen Treiber einer Wachstumsbeschleunigung bei Azure und Microsoft 365.
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Über Wall Street mit Markus Koch - featured by Handelsblatt
Herzlich Willkommen bei dem Podcast „Wall Street mit Markus Koch - featured by Handelsblatt“. Seit Mitte der 90er Jahre berichte ich unter anderem für nTV und das Handelsblatt direkt von der Wall Street und dort auch aus der New Yorker Aktienbörse über das Auf und Ab am amerikanischen Aktienmarkt.
Ob Profitrader oder Privatanleger - dieser Podcast ist für alle, die sich für Aktien, Anleihen, Gold und Rohstoffe, Investieren und Trading interessieren.
Welche Aktien liegen im Trend und welchen geht gerade die Luft raus? Worauf achtet die Wall Street ganz besonders? Wo liegen die Chancen und wo die unterschwelligen Gefahren? Was bewegt die Kurse und worüber spricht man eigentlich gerade in der New Yorker Finanzmeile? Die Antworten gibt es jeden Tag bis spätestens 16 Uhr in diesem Podcast.
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