Wir starten an der Wall Street fest in den Tag, wobei die Bilanz der letzten Wochen schwach ausfällt. Der S&P 500 verbuchte seit Jahresauftakt nur drei freundliche Wochen und steuert auf sein schwächstes Quartal seit 2022 zu. Seit fünf Wochen schmilzt die Wall Street kontinuierlich ab. Was heute für Stimmung sorgt, ist die Meldung, dass NVIDIA eine 2 Mrd. US-Dollar Beteiligung an Marvell Technology erwirbt. Außerdem berichtet das Wall Street Journal, daß Donald Trump bereit zu sein scheint, den Militäreinsatz gegen Iran zu beenden, selbst wenn die Straße von Hormus weitgehend geschlossen bleibt. Demnach sei eine vollständige Öffnung des Nadelöhrs militärisch zu zeitaufwendig und würde den geplanten US-Rahmen von vier bis sechs Wochen sprengen. Stattdessen wolle Washington die wichtigsten Ziele, die Schwächung der iranischen Marine und Raketenkapazitäten, als erreicht ansehen und den Konflikt zurückfahren, während gleichzeitig diplomatischer Druck auf Teheran aufgebaut wird. Mal abgesehen davon, dass dieser Ausgang für die Region ein Desaster wäre, stellt sich die Frage, wie Israel darauf reagieren würde. Morgan Stanley wird vorsichtiger, empfiehlt mehr Liquidität und US-Staatsanleihen und stuft globale Aktien zurück. Was US-Aktien betrifft, ist man wegen der fortgeschrittenen Korrektur konstruktiver. Wells Fargo bleibt ebenfalls zurückhaltend. Die Jahresendziele für den S&P 500 werden von 7800 auf 7300 gesenkt, und die Strategen bemängeln, dass der finale Washout aktuell noch fehle.
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