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Bunnybrains - Leben und Schreiben mit ADHS

Anne Solveig und Erina Wissing
Bunnybrains - Leben und Schreiben mit ADHS
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91 Episoden

  • Bunnybrains - Leben und Schreiben mit ADHS

    #90 Intrinsische Motivation | Kann man etwas wollen und trotzdem nicht intrinsisch motiviert sein?

    13.07.2026 | 41 Min.
    Es gibt Dinge, die will ich wirklich tun. Meinen Roman schreiben, zum Beispiel. Und gleichzeitig kann ich mich einfach nicht aufraffen, mich dran zu setzen. 
    In einer früheren Folge habe ich mal erwähnt, dass intrinsische Motivation, also die Motivation, bei der man eine Tätigkeit um der Tätigkeit willen macht, für mich ein schwieriges Thema ist. Weil ich ohne Aussicht auf zusätzliche Belohnungen vermutlich nur noch essen, schlafen und fernsehen würde.
    Aber stimmt das tatsächlich? Was ist intrinsische Motivation, was bedeutet das? Kann man etwas wirklich wollen und trotzdem nicht intrinsisch motiviert sein? Und wenn ja, kann man sich dazu bringen intrinsisch motiviert zu sein? Darüber sprechen wir in dieser Folge.

    3 Punkte aus der Folge:
    Intrinsische Motivation ist toll. Wenn wir etwas einfach nur tun, weil wir es tun wollen. Aber es ist nicht die einzige Form von Motivation, nicht das Einzige, was uns antreibt. Und auch Dinge, die wir eigentlich gern tun, machen wir nicht immer gern. Und das ist okay. Nur weil wir uns manchmal zusätzliche Motivationsquellen suchen müssen, heißt das nicht, dass wir die Sache an sich nicht tun wollen.
    Zu viel extrinsische Motivation, also zusätzliche Anreize und Belohnungen außerhalb der Tätigkeit selbst, kann die intrinsische Motivation, den Spaß an der Sache, schmälern. Wir beobachten das zum Beispiel, wenn wir unser Hobby zum Beruf machen und plötzlich das Geld verdienen zum motivierenden Faktor wird.
    Intrinsische Motivation existiert nicht im kontextfreien Raum. Die Tätigkeit muss mit dem Selbstverständnis und den eigenen Werten vereinbar sein. Außerdem brauchen wir das Gefühl der Selbstwirksamkeit, einen gewissen Spielraum, in dem wir uns bewegen und selbst Entscheidungen treffen können. Und nicht zuletzt sollten auch die Grundlagen stimmen, denn Freude an der Sache entsteht viel eher dann, wenn wir uns generell gut fühlen. 

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  • Bunnybrains - Leben und Schreiben mit ADHS

    #89 Entscheidungsmüdigkeit | Warum erschöpft es, Entscheidungen zu treffen?

    06.07.2026 | 35 Min.
    Aufstehen oder den Wecker auf Snooze stellen? Sport machen oder Muskelkater auskurieren? Was gibt’s zum Frühstück? Welchen Tee mache ich mir? Was ziehe ich heute an? Welchen Punkt meiner To-Do-Liste bearbeite ich als erstes? 
    Wir treffen jeden Tag so viele Entscheidungen und irgendwann macht sich Entscheidungsmüdigkeit breit. Aber warum fühlen wir uns oft so erschöpft, obwohl wir eigentlich nichts Großes entschieden haben? Warum fällt es morgens leichter, klare Entscheidungen zu treffen und abends ist schon die Frage nach dem Abendessen überfordernd? 
    In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Entscheidungen so viel Energie kosten, wo im Alltag überall Entscheidungen versteckt sind, ohne dass wir sie bewusst wahrnehmen, und wie wir uns das Entscheiden erleichtern können, ohne ständig gegen uns selbst zu arbeiten.
    Ein kurzer Hinweis: Wir sind keine Therapeutinnen oder Ärztinnen. In dieser Folge berichten wir aus unserer persönlichen Erfahrung, aus Beobachtung und aus dem, was uns geholfen hat, nicht aus einer professionellen oder klinischen Perspektive.  
     
    Drei Gedanken aus der Folge:
    Entscheidungen verbrauchen mentale Energie, unabhängig davon, wie klein sie wirken. Unser Gehirn arbeitet mit begrenzten kognitiven Ressourcen. Jede Entscheidung bedeutet Abwägen, Impulse regulieren, Unsicherheit aushalten. Ob es um eine große berufliche Weichenstellung geht oder um die Frage, welches T-Shirt wir anziehen, die zugrunde liegende geistige Arbeit ist ähnlich. Faktoren wie Stress, Schlafmangel, Hunger, Perfektionismus oder hohe Reizempfindlichkeit verstärken diesen Energieverbrauch zusätzlich.
    Viele kleine Entscheidungen summieren sich über den Tag. Soziale Interaktionen, Priorisierung bei der Arbeit, innere Bewertung, Selbstkontrolle, Mikromanagement des eigenen Verhaltens, all das sind fortlaufende Entscheidungen. Und die Liste der Symptome von Entscheidungsmüdigkeit liest sich wie eine Auflistung dessen, womit wir mit ADHS ohnehin schon zu kämpfen haben. 
    Entlastung entsteht nicht durch bessere Selbstdisziplin, sondern durch weniger Entscheidungsdruck. Routinen, Standardisierung, klare Regeln, Vorentscheidungen und das bewusste Reduzieren von Optionen helfen, mentale Energie zu schützen. Wichtige Entscheidungen früh zu treffen, Unwichtiges schneller oder intuitiver zu entscheiden und Perfektionismus loszulassen können helfen, nicht in Apathie zu verfallen.

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  • Bunnybrains - Leben und Schreiben mit ADHS

    #88 Universal Design | Gewinnen alle, wenn wir die Welt inklusiv gestalten?

    29.06.2026 | 40 Min.
    Manchmal nutzen wir unseren Podcast als Ausrede, um Themen zu recherchieren, die uns interessieren. So auch heute. Gespickt mit eigenen Erfahrungen, Einsichten und Gedanken beleuchten wir das Thema Universal Design– also die Idee, Orte, Gegenstände, Apps oder anderes so zu gestalten, das sie für möglichst viele Leute nutzbar sind.
     
    Wie sieht so etwas bei ADHS aus? Hilft es allen oder bleibenLeute auf der Strecke? Was sind die Vor- und Nachteile und wo sind die Grenzen?
     
    Dies ist nur ein kleiner Exkurs in ein Thema, für das wirbeide keine Expertinnen sind. Spaß hatten wir trotzdem dabei.
     
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  • Bunnybrains - Leben und Schreiben mit ADHS

    #87 Reife vs. Vermeidung | Kann man zu lange an einem Buch schreiben?

    22.06.2026 | 39 Min.
    Soll ich den Roman, der mir so viel Kopfzerbrechen bereitet,abbrechen oder mich zwingen, weiterzuschreiben? Was ist, wenn ich meine Darlings nicht ermorden möchte? Wie trifft man souverän kreative Entscheidungen? Gerade dann, wenn man mit dem Schreiben anfängt, häufen sich irgendwann die Unsicherheiten. Man fragt sich ständig: Will ich abbrechen, weil es das richtige ist, oder renne ich nur vor unangenehmen Gefühlen weg?

    In dieser Folge sprechen wir über darüber, was es bedeutet,aus Reife zu handeln oder aus Vermeidung. Wann stellt sich Sicherheit im Bezug auf das eigene Schreiben ein? Wann kann man überhaupt von so etwas wie „Reife“ sprechen? Gehen die Zweifel je weg?
     
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    #86 Debütroman | Sollte man das erste Buch, das man schreibt, veröffentlichen?

    15.06.2026 | 39 Min.
    Sollte man das erste Buch, das man schreibt, veröffentlichen, oder lieber nicht? Oft hört man, dass das erste Projekt ein Lernprojekt sei. Das kann enorm demotivierend sein, schließlich stecken viele Stunden Arbeit, Leidenschaft und Kreativität im ersten Projekt. Gleichzeitig nagen die Zweifel: Ist das Werk gut genug? Habe ich genug gelernt? Bin ich bereit? 
     
    Drei Gedanken aus der Folge:
    Am ersten Buch lernt man besonders viel, die Lernkurve ist steil. Besonders, wenn man es veröffentlicht. Eine Veröffentlichung bringt echtes Feedback, Leser:innen-Reaktionen und den Kontakt mit professionellen Abläufen wie Lektorat und Korrektorat. Das kann unglaublich lehrreich und motivierend sein. Aber auch beängstigend. Ob man das erste Manuskript veröffentlichen will hängt natürlich von der Qualität des Buches ab, aber auch davon, wie wohl man sich mit dem Gedanken fühlt und wo man langfristig hin will. 
    Das erste Buch ist Teil der Ausbildung als Autor:in, nicht zwingend das Aushängeschild. Viele erste Romane entstehen aus Euphorie, Entdeckungsdrang und dem Stolz, überhaupt ein Buch geschrieben zu haben. In dieser Phase entwickelt sich der eigene Stil, das Gespür für Dramaturgie, Figuren und Themen. Dieses erste Buch darf ein Übungsfeld sein. Es darf lehren, wie Geschichten funktionieren, ohne dass es die Aufgabe haben muss, die gesamte Autor:innenidentität zu repräsentieren.
    Eine Verlagsablehnung heißt nicht, dass der Roman schlecht ist. Verlage lehnen Manuskripte aus vielen verschiedenen Gründen ab. Deswegen aber unreflektiert zu sagen, der Verlag verstehe das Manuskript einfach nur nicht und ins Selfpublishing zu gehen, ohne sich genauer mit Selfpublishing und kritisch mit dem eigenen Manuskript auseinanderzusetzen, wird aller Wahrscheinlichkeit nicht den gewünschten Erfolg bringen. Selfpublishing sollte kein Plan B, sondern eine bewusste Entscheidung sein.
     
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Über Bunnybrains - Leben und Schreiben mit ADHS
Willkommen bei den Bunnybrains. Wir sind Anne und Erina und wir sprechen in unserem Podcast über das Schreiben. Meistens. Manchmal auch über andere Dinge. Wie zum Beispiel Eichhörnchen. Wir gehen kompakt und auf den Punkt in die Tiefe. Unsere Gespräche finden auf Augenhöhe mit unseren Hörer:innen statt. Wir wissen es schließlich auch nicht besser. Der Podcast erscheint immer montags. Wenn wir es nicht vergessen. Mehr Info: www.bunnybrains.de Instagram: @bunnybrains.podcast
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