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Bunnybrains - Leben und Schreiben mit ADHS

Anne Solveig und Erina Wissing
Bunnybrains - Leben und Schreiben mit ADHS
Neueste Episode

77 Episoden

  • Bunnybrains - Leben und Schreiben mit ADHS

    #76 Buchmesse mit ADHS | Warum tut man sich das an? (mit Hanna Bergmann)

    06.04.2026 | 41 Min.
    Jedes Jahr findet wieder die Leipziger Buchmesse statt. Dieses Jahr waren wir auch wieder dabei, um Bücher zu kaufen, zu quatschen und vor allem um uns selbst zu motivieren, weiter an unseren Projekten zu arbeiten.
    Zu dritt haben wir für die Dauer der Messe eine kleine Autorinnen-WG gegründet. Und zum Abschluss der Messe unterhalten wir uns mit unserer Messe-Mitbewohnerin und Autorin Hanna Bergmann noch einmal über unsere Messe-Erfahrung, das was uns gefallen hat, und warum die Messe trotzdem schwierig ist.
     Die Buchmesse ist für mich immer wieder eine ambivalente Erfahrung. Wir haben in dieser Folge über viele Themen gesprochen, die uns auch auf der Messe beschäftigt haben. Drei Punkte fasse ich nochmal für euch zusammen:
    Die Buchmesse verbindet uns mit unserem Autorinnensein. Nicht nur, weil wir die vielen Bücher sehen und hoffen, dass unsere Bücher auch irgendwann mal hier vertreten sein werden, sondern vor allem, weil wir beobachten, Gespräche führen, Diskussionsrunden lauschen. Und weil Themen aufkommen, über die wir uns dann stundenlang unterhalten können.
    Die Messe gibt uns Orientierung, wer wir in der Buchbubble sein wollen. Wir treffen Vorbilder und sehen, was uns nicht gefällt. Wir sammeln Anekdoten und profitieren so von den Erfahrungen anderer in der Buchwelt.
    Es kann wahnsinnig anstrengend sein, an der Buchmesse teilzunehmen, insbesondere, wenn man versucht, alles mitzunehmen. Spoiler: Man verpasst immer mehr, als man erlebt. Statt möglichst viel erleben zu wollen, heißt es priorisieren, um die Messe zur besten Erfahrung zu machen.

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    #75 Räume | Wie wirken Feng Shui und co. bei ADHS?

    30.03.2026 | 36 Min.
    Die Räume, in denen wir uns bewegen, beeinflussen auch unser Innenleben. Dabei spielen sowohl praktische als auch psychologische Aspekte eine Rolle. Fragen wie: Ist es ordentlich? Sind die Dinge so angeordnet, dass sie mich an Alltagsaufgaben oder gewünschte Gewohnheiten erinnern und bei der Durchführung unterstützen? Oder behindern sie mich eher? Fühle ich mich wohl oder unwohl? Fällt es mir leicht, innerlich ruhig zu sein, wenn ich nach Hause komme? Welchen Platz wähle ich in einem Restaurant? Welches Restaurant wähle ich? Wähle ich überhaupt Restaurants?
    In dieser Folge erforschen Anne und ich die Räume, die uns umgeben. Was sorgt dafür, dass wir uns gerne dort aufhalten, was stößt uns ab? Welche Materialien und Dinge tragen dazu bei, dass wir uns wohlfühlen? Und was sind vielleicht die psychologischen oder praktischen Gründe hinter diesen Aspekten?
    Und jetzt: Willkommen im Raum der Räume. Kommt rein, nehmt euch einen Keks und macht es euch bequem.

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    #74 Selfpublishing | Haben wir Angst davor, unsere Texte selbst zu veröffentlichen?

    23.03.2026 | 32 Min.
    Selfpublishing ist inzwischen eine echte Alternative zum traditionellen Weg über Agentur und Verlag. Viele junge Selfpublisher:innen entscheiden sich bewusst für diesen Weg, weil er mit Kontrolle und Flexibilität verbunden ist.
    Ich zögere. Ich bewundere die erfolgreichen Selfpublisher:innen, die mit Mut und Fokus am Werk sind, aber ich habe Schwierigkeiten mich selbst in dieser Rolle zu sehen. Habe ich relevante, nachvollziehbare Bedenken oder einfach nur Angst? 
    In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Selfpublishing sich gleichzeitig revolutionär und bedrohlich anfühlen kann, was es in uns triggert, andere dabei zu beobachten, und welche Ängste uns davon abhalten, unsere Texte selbst zu veröffentlichen.
     
    Drei Gedanken aus der Folge:
    Selfpublishing bedeutet Selbstwirksamkeit. Das klingt erstmal toll, kann aber auch Angst machen. Wenn die Gatekeeper wegfallen, dann gibt es keine äußere Legitimation mehr. Das kann befreiend sein, aber auch verunsichern: Alles liegt beim Autoren, Inhalt, Qualität, Sichtbarkeit, Erfolg. Selfpublishing fordert nicht nur Kreativität, sondern auch Verantwortung. Und manche von uns fühlen sich einfach sicherer, wenn jemand in der eigenen Ecke steht und mit einem kämpft.
    Wenn wir andere mutig veröffentlichen sehen und dabei Neid ider Sehnsucht empfinden, dann spiegelt das häufig eine Version von uns selbst, die wir uns wünschen. Das Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Freiheit kann schmerzhaft sein und ist gleichzeitig ein Hinweis darauf, was uns eigentlich wichtig ist.
    Sich für oder gegen Selfpublishing zu entscheiden, sollte eine Entscheidung sein, die wir aufgrund von guten Gründen und sinnvollen Überlegungen treffen, nicht, weil wir Angst haben. Experimente, kleine Veröffentlichungen, Routinen, können uns helfen diese Angst zu reduzieren und dann zu schauen, welcher Veröffentlichungsweg der richtige für uns ist. Und nichts ist endgültig. Selfpublishing darf ein Versuch sein, genauso wie traditionelles Veröffentlichen. 

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    #73 Juryarbeit | Was können wir als Autor:innen aus der Arbeit einer Buchjury lernen?

    09.03.2026 | 34 Min.
    Die heutige Folge weicht vom Format her ein wenig vonunseren anderen Folgen ab. Das liegt daran, dass es kein freies Gespräch ist, sondern ein Interview.
    Wie ihr euch vielleicht erinnert, hatte ich vor zwei Wochen bereits Ela und Anne zu Gast, in deren Anthologie ich eine Kurzgeschichte veröffentlichen durfte. Damals habe ich als Teilnehmerin gespannt von außen auf den Prozess geschaut, wie man aus einer Menge an Texten die passenden auswählt. In dieser Folge erzähle ich von meinen Erfahrungen auf deranderen Seite – als Jurymitglied eines Buchpreises.
    Der Wortwelten Buchpreis wurde im Rahmen der gleichnamigen Buchmesse in Münster im November 2025 verliehen. Dafür habe ich (Erina) als Jurorin viele verschiedene Texte gelesen, manche nur in Teilen, manche ganz, und mir ist aufgefallen, dass mir einige wesentlich besser gefallen haben als andere. Obwohl wir ein vorgegebenes Punktesystem hatten, habe ich mich gefragt, was meine persönlichen Bewertungskriterien sind und wie konkret sie sich äußern.Ein wichtiger Punkt – wie ihr noch öfter hören werdet – ist die Immersion – also wie sehr die Geschichte mich einnimmt und vergessen lässt, dass ich eine Geschichte lese. Zu dem Thema wird es auch noch eine eigenständige Folge geben.
    Welche Elemente haben gut funktioniert, welche weniger gut? Was hätten einige Texte besser machen können? Was haben andere besonders gut gemacht? Was können wir als Autorinnen von diesen Erfahrungen für unser eigenesSchreiben lernen?
    Bücher:» Welcome to my Ghost World vonCatherine Strefford
     
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    #72 Gamification | Kann man aus dem Leben mit ADHS ein Spiel machen?

    23.02.2026 | 34 Min.
    Ich liebe kleine Spiele. Manchmal ein bisschen zu sehr. Ich kann stundenlang Tetris spielen und mich an meinem eigenen Highscore messen. Aber man kann diese Affinität ja auch für seine Zwecke nutzen. Stichwort: Gamification.
    Wenn eine Aufgabe zu langweilig ist, dann machen wir ein Spiel draus. Sticker kleben, Wettbewerbe, lustige Apps mit bunten Bäumen, auszubrütenden Eiern oder rennenden Zombies. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich das Leben ein bisschen spielerischer zu gestalten.
    Deswegen reden wir in dieser Folge darüber, warum das funktioniert, was wir schon ausprobiert haben und was für Gefahren dabei bestehen können.  

    3 Punkte aus der Folge:
     Gamification kann langweilige oder auch langwierige Aufgaben spannender machen. Dabei gibt es verschiedene Mechanismen. Manche Gamification-Ansätze nehmen einem Entscheidungen ab, andere machen Fortschritt sichtbar oder arbeiten mit Belohnungen und kurzer Feedback-Schleife. Meistens funktionieren die Methoden aber leider nur für eine Weile, bevor sie dem ADHS-Gehirn langweilig werden.
    Wir haben schon eine ganze Menge Gamification Ansätze ausprobiert. Von Apps über Wettbewerbe und Challenges bis hin zu selbst gebauten Systemen. Es kann helfen, dem Dopamin zeitweise ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Es gibt diverse Angebote und Möglichkeiten, die unterschiedlich lange Wirkung zeigen.
    Man sollte sich nicht zu sehr auf Gamification verlassen, um sein Leben in den Griff zu kriegen. Es ist ein hilfreicher Ansatz, aber auch nicht ohne Schwierigkeiten. Manchmal vergessen wir zum Beispiel, um was es eigentlich geht und spielen nur noch das Spiel. Dann verlieren wir den Kontakt zu unseren Projekten, geben beim ersten Hindernis auf oder biegen alles so hin, dass es zum Gamification-Ansatz passt. 

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Über Bunnybrains - Leben und Schreiben mit ADHS

Willkommen bei den Bunnybrains. Wir sind Anne und Erina und wir sprechen in unserem Podcast über das Schreiben. Meistens. Manchmal auch über andere Dinge. Wie zum Beispiel Eichhörnchen. Wir gehen kompakt und auf den Punkt in die Tiefe. Unsere Gespräche finden auf Augenhöhe mit unseren Hörer:innen statt. Wir wissen es schließlich auch nicht besser. Der Podcast erscheint immer montags. Wenn wir es nicht vergessen. Mehr Info: www.bunnybrains.de Instagram: @bunnybrains.podcast
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