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Das KI-Kochbuch mit Malcolm Werchota

Malcolm Werchota
Das KI-Kochbuch mit Malcolm Werchota
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156 Episoden

  • Das KI-Kochbuch mit Malcolm Werchota

    #156 - Die Schwachstellen-Flut, Teil 2: Die KI findet die Lücken, Werner muss sie reparieren. Von Herberts Vater bis zur geklonten Chef-Stimme – warum der Engpass menschlich ist

    29.10.2026 | 1 Std. 14 Min.
    Drei Uhr in der Früh. Der Geschäftsführer schickt seinem IT-Leiter einen Link: Regierungen auf der ganzen Welt schalten gerade ihre Websites ab. Darunter eine Zeile: Müssen wir das auch? Der IT-Leiter heißt Werner, er hat acht Leute im Team, und die Hotline seines Hosters ist erst ab acht Uhr erreichbar.

    Teil 2 von 2 der Schwachstellen-Flut. In Teil 1 haben wir gesehen, wie die Türen aufgehen. Jetzt gehen wir hinter die Türen der IT. Die KI findet die Lücken schneller denn je. Aber reparieren, prüfen und entscheiden müssen immer noch Menschen. Und genau dort liegt der Engpass.

    In dieser Folge:
    ☎️ „Können wir heute normal weiterarbeiten?“ (00:59) — Werner, 600 Mitarbeiter, drei Werke, acht Leute in der IT. Was er um drei in der Früh eigentlich antworten soll, warum er den Hoster nicht erreicht, und warum der Geschäftsführer diese Woche in Asien sitzt.
    🏦 Die Maschine findet. Die Bank braucht mehr Hände (08:53) — Bank of America holt laut Brian Moynihan tausend externe Kräfte zum Beheben von Softwareproblemen, zusätzlich zu ihren bestehenden Teams. Und das Bild dazu: eine Codelandschaft so groß wie Frankreich, und ihr sucht den einen Stift, der giftig ist.
    📥 Der Posteingang ist nicht die Reparatur (16:57) — eine Entwicklerin betreut nebenbei eine Bibliothek, von der unzählige Anwendungen abhängen. Am Abend kommen die Meldungen, und keine davon ist ein fertiger Patch. Sichtbarkeit macht auf einmal sehr viel mehr Arbeit.
    🩻 Wer darf das Röntgengerät bedienen? (22:58) — Copilot ist, als ob deine Großmutter 2026 den Schwarz-Weiß-Fernseher feiert. Datenschutz, IT-Sicherheit, Betriebsrat und Einkauf haben alle berechtigte Fragen. Aber eure Entwickler nutzen die Werkzeuge längst, und nur sehr wenige Firmen geben ihnen das Röntgengerät offiziell.
    🧪 Ein guter Vorschlag ist noch keine sichere Änderung (31:57) — die KI findet die Lücke im Kundenportal und schlägt zwölf Zeilen Code vor. Dann kommen Testumgebung, Staging und Menschen, die prüfen müssen. Der Engpass ist kein elektronischer. Er ist ein menschlicher.
    🏚️ „Das hat Herberts Vater gebaut. Bitte nicht anfassen.“ (34:51) — Altsysteme, in denen Wissen steckt, das nirgendwo aufgeschrieben ist: zum Beispiel, dass die Maschine erst eine halbe Stunde warm laufen muss. Dazu das Experiment von Anthropic und Theorem, einen Interpreter für einen großen Teil von Python in Rust zu bauen: 1,7 Millionen zufällige Testprogramme, 99,95 Prozent gleiches Verhalten, aber eben nicht 100.
    📋 Freigegeben, geregelt, Firmenkonten (43:59) — aus der Grundsatzdiskussion wird ein Projekt: fünf Entwickler, vier Wochen, klare Leitplanken. Die Regeln: ein freigegebenes Werkzeug, Firmenzugänge statt Privatkreditkarte, klare Datenregeln, Regeln als Skill statt als Präsentation, und am Ende bleibt der Mensch verantwortlich.
    💸 Der Chef braucht nur schnell eine Überweisung (50:14) — die geklonte Stimme vom Chef, die gefälschte E-Mail und die neue Bankverbindung. Warum die Basics jetzt zählen: DMARC, ein Rückruf vor jeder großen Überweisung, Passkeys, Zwei-Faktor-Anmeldung und ein Kundenpasswort beim Mobilfunkanbieter.
    🌍 Estland, WannaCry, Maersk – und warum ich optimistisch bleibe (58:57) — Estland 2007, WannaCry 2017 und NotPetya bei Maersk: 4.000 Server und 45.000 PCs neu aufgebaut, gerettet von einer Kopie in Ghana, die nur wegen eines Stromausfalls überlebt hat. Menschen sind resilient, und Organisationen auch. Danach der ganze Song.

    🧵 Der rote Faden — das Finden ist nicht mehr der Engpass. Der Engpass ist die menschliche Prüfung und das Umsetzen. Wer jetzt Werkzeuge, Regeln und Verantwortung sauber aufsetzt, wird schneller. Teil 1 (#155) erklärt, wie die Türen aufgegangen sind.

    Macht diese Woche aus „Sollen wir KI nutzen?“ ein Projekt: ein freigegebenes Werkzeug, ein abgegrenztes System, vier Wochen, und am Ende zeigt ihr, was es gebracht hat.

    Klarstellungen zur Aufnahme:
    • Jason Clinton ist stellvertretender Sicherheitschef (Deputy CISO) bei Anthropic, nicht Chief Information Officer.
    • Anthropics Dashboard meldet zum Stand 2. Oktober 6.157 an Projekte übermittelte Befunde. Für 516 davon waren Reparaturen bekannt. Es sind nicht „6.500 mit Software-Updates“, und nicht jeder Befund ist eine bestätigte Lücke.
    • Stack Overflow: Zwei Drittel der Befragten nutzen Coding-Assistenten oder -Agenten. Deutlich weniger berichten von freigegebenen Werkzeuglisten. Eine Quote, wie vielen es verboten ist, liefert die Umfrage nicht.
    • „75 Prozent aller Firmen“: Laut W3Techs nutzen rund 69 % der Websites mit bekannter serverseitiger Sprache PHP. Betroffen sind nicht aktualisierte Versionen.
    • Eine SIM-PIN schützt die Karte im Gerät, verhindert aber keinen SIM-Swap beim Anbieter. Dagegen hilft ein Kundenpasswort beim Mobilfunkanbieter.

    Quellen: CNBC (14.10.2026, Brian Moynihan, Bank of America); red.anthropic.com (Stand 02.10.2026); Anthropic & Theorem, „LLMs are making formal software verification feasible at a much larger scale“ (22.10.2026), inklusive des Python-Interpreters in Rust; Stack Overflow Developer Survey 2026 (06.10.2026); Jason D. Clinton auf X (22.10.2026); W3Techs; Wired (Rekonstruktion NotPetya/Maersk). Offenlegung: Malcolm ist Anthropic Claude Ambassador.

    📱 Schreib Malcolm auf WhatsApp/Telegram/Signal: +43 676 6144 904
    🌐 werchota.ai

    Das KI-Kochbuch — KI für Menschen, nicht für Roboter. Bleib neugierig. Bleib menschlich.
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    #155 - Die Schwachstellen-Flut, Teil 1: Der Staat schaltet seine eigenen Websites ab. Eine Lücke im Motor hinter sieben von zehn Websites – und Anthropics Sicherheitsvize sagt: Es wird noch schlimmer

    26.10.2026 | 1 Std. 6 Min.
    Stellt euch vor, ihr arbeitet für eine Regierung, und eure Aufgabe ist, dass Menschen ihre Behördenwege online erledigen können. Und dann trefft ihr am Mittwoch, den 21. Oktober, eine Entscheidung, die mehrere Länder zur selben Zeit treffen: Wir schalten unsere eigene Website ab. Nicht weil wir angegriffen wurden, sondern weil wir wissen, dass man es könnte.

    Teil 1 von 2 der Schwachstellen-Flut. Eine Lücke im PHP-Motor, der hinter rund sieben von zehn Websites mit bekannter Serversprache läuft. Gefunden mit KI, ausnutzbar aus der Ferne, ohne Passwort. Die Niederlande, Offenbach, Saarbrücken, Finnland, Frankreich und New South Wales nehmen vorsorglich Seiten vom Netz. Und Anthropics stellvertretender Sicherheitschef sagt: Es wird noch schlimmer.

    In dieser Folge:
    🚨 Der Staat macht die Tür zu (00:56) — die Niederlande nehmen staatliche Websites vorsorglich vom Netz, sogar die Seiten, die alle anderen warnen sollten. In Offenbach sind das Bewerbungssystem und die Vergabeplattform einen ganzen Arbeitstag weg. Und dann stellt euch denselben Moment in eurer Firma vor: Der Vertrieb braucht das Kundenportal, die IT hat es abgeschaltet, und keiner weiß, wie lange.
    🏨 Ihr wollt doch nur ein Zimmer buchen (09:18) — Couch, Booking, ein Familienhotel mit Sauna. Was hinter dem Buchungsknopf passiert, was der PHP-Motor eigentlich ist, und warum das kein Problem von Hans mit dem Restaurant ums Eck ist, sondern eines für sehr viele Firmen auf der ganzen Welt.
    🕵️ Der Fremde hinter der Rezeption (15:53) — Remote Code Execution, erklärt an einer Hotelrezeption: Jemand von außen führt Befehle auf eurem Webserver aus, ohne Konto und ohne Passwort. Der Schaden hängt davon ab, wie viel Macht ihr euren Webdiensten gegeben habt, und in Zeiten von API und MCP ist das sehr viel.
    🔍 Der Fehler war da. Der Beweis hat alles verändert (24:31) — erste Hinweise auf das Speicherproblem gab es schon 2024 in einer externen Sicherheitsprüfung. Neu ist, dass KI heute den Beweis liefert, dass man die Lücke wirklich ausnutzen kann. OpenAI mit „Patch the Planet“ und unabhängig davon das Cloud-Sicherheitsunternehmen Wiz.
    🔧 Die Reparatur ist veröffentlicht. Eure Firma noch nicht (33:33) — wir haben unsere eigenen KI-Agenten auf unsere Infrastruktur losgelassen, und es war ein Schlag ins Gesicht. Dazu Finnland (Valtori), französische Präfekturen und New South Wales, die vorsorglich abschalten, obwohl noch niemand angegriffen wurde.
    🏭 Unsere echten Systeme sind SAP und Microsoft (40:48) — „Die Website ist ja nur Marketing.“ Für die Personalabteilung nicht: Bewerbungen, Zeugnisse, Telefonnummern, Gehaltsrahmen. Und während euer Team PHP prüft, kommen schon die nächsten Meldungen, zu Node.js und GitLab.
    ⏳ Warum er sagt: Es wird erst noch schlimmer (45:43) — Jason Clintons Post vom 22. Oktober: Sicherheitsverantwortliche sollen zum Vorstand gehen, nicht für mehr Lizenzen, sondern für die Grundlagen. Warum man Code nicht einfach in ein Chatfenster wirft, und was eine abgeschottete Forschungsumgebung ist.
    ☕ Montag in der Früh (54:15) — drei Gespräche mit eurer IT, ohne Fachbegriffe: Wer betreibt eure wichtigste Website eigentlich? Wer darf um drei in der Früh den Knopf drücken? Und wie läuft der Betrieb, während repariert wird?
    🧭 Was sich diese Woche verändert hat (60:40) — von außen sah es aus wie ein peinlicher Ausfall. Von innen war es die verantwortungsvollste Entscheidung, die man treffen konnte. Danach der ganze Song.

    🧵 Der rote Faden — die Lücke ist nicht neu. Neu ist die Geschwindigkeit, mit der KI sie findet und beweist, auf beiden Seiten. Teil 2 (#156, Donnerstag) geht hinter die Türen der IT: Wer repariert jetzt eigentlich die Firma?

    Geht am Montag zu eurer IT und stellt die drei Fragen: Wer betreibt unsere wichtigste Website, wer darf sie nachts abschalten, und wie arbeiten wir weiter, während repariert wird?

    Klarstellungen zur Aufnahme:
    • „70 Prozent“ beziehungsweise „drei Viertel aller Websites“: Laut W3Techs nutzen rund 69 % der Websites mit bekannter serverseitiger Sprache PHP. Betroffen sind nur nicht aktualisierte Versionen.
    • Gefunden hat die Lücke Ryan Austin von der Sicherheitsfirma Calif, mit OpenAIs GPT-5.6 Sol im Rahmen von „Patch the Planet“. Jason Clinton ist stellvertretender Sicherheitschef (Deputy CISO) bei Anthropic.
    • Was die Geheimdienste mit der Lücke gemacht haben, ist reine Spekulation, ein Gedankenspiel und keine berichtete Tatsache.

    Quellen: php.net und GitHub-Security-Advisories; OpenAI („Patch the Planet“), Calif; Wiz; W3Techs; NCSC Niederlande; Stadt Offenbach; Stadt Saarbrücken; Valtori (Finnland); Präfekturen (Frankreich); NSW Government (22.10.2026); UK Parliament; Node.js- und GitLab-Sicherheitsmeldungen; Jason D. Clinton auf X (22.10.2026). Offenlegung: Malcolm ist Anthropic Claude Ambassador.

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    #154 - Wem gehört dein Kunde jetzt? Metas Muse schreibt deiner Bank

    27.09.2026 | 29 Min.
    Ein Journalist hat Muse den Zugriff auf seine Nachrichten verweigert. Zwei Tage später fand er 187.000 Zeilen seiner Nachrichtendatenbank synchronisiert und gelesen.

    Meta hat am 8. September Muse veröffentlicht — einen persönlichen KI-Agenten, der in WhatsApp wohnt. Du schreibst einen Satz, und er bucht das Restaurant, bestätigt den Babysitter, bestellt den Toner nach und schreibt deiner Bank wegen besserer Konditionen. Zwischen 2,3 und 4,3 Millionen Menschen haben ihn in den ersten Wochen heruntergeladen, schneller als ChatGPT. Und angefangen hat das Ganze als Hobbyprojekt eines Wieners.

    In dieser Folge:
    🍳 Was ist Muse eigentlich (04:17) — warum die europäische Presse alles durcheinanderwirft, was Muse von Muse Spark unterscheidet, und was du für 20 Euro beziehungsweise 100 Dollar im Monat tatsächlich bekommst. Es ist dasselbe Modell. Du zahlst für Tokens, nicht für Intelligenz.
    🍳 Datenschutz, Banken und Versicherer (09:44) — liebe Datenschutz-Dinosaurier, einmal tief durchatmen. Denn die eigentliche Frage ist nicht, ob du es nutzt, sondern wem dein Kunde künftig gehört. Muse kann bei jedem Händler nachhaken, was im Vertrag steht, und Geld zurückholen. Muse kann jede einzelne Bank anschreiben. Die Meta-Aktie stieg, Bloomberg und Allstate fielen. Die Wall Street hat es sehr wohl verstanden.
    🍳 Die Sicherheitslücken (15:06) — KI-Agenten machen Türen auf. Bei Open-Source-Agenten sind es nicht drei oder vier, sondern fünfzig. Der Kolumnist Jason Atten sagte Nein zum Zugriff auf seine Nachrichten und wurde trotzdem gelesen — und belogen. Der Sicherheitsforscher Patrick Wardle fand, dass jede App auf dem Mac den Muse-Login-Token abgreifen konnte. Meta hat es innerhalb eines Tages geflickt. Amazon sperrt Konten, die Muse nutzen.
    🍳 Ist das ein ChatGPT-Moment (19:17) — TechCrunch hat die ersten zwölf Tage über Drittanbieter-Tracker gemessen. Die Traktion ist echt. Aber ist es ein Apple-iPhone-Moment oder ein Nokia-Moment? Bei OpenClaw haben wir gesehen, wie schnell so etwas auch wieder abflacht.
    🍳 Europa, Warteliste und VPN (22:08) — es gibt keinen Zeitplan. Nur eine Warteliste. In der EU darf Meta nicht mit EU-Daten trainieren, es gibt die DSGVO und den EU AI Act. Ja, ein VPN und eine amerikanische Kreditkarte funktionieren — ich sage nicht, dass ihr das machen sollt, und Konten werden bereits gesperrt. Ihr braucht es ohnehin nicht: setzt euch ein OpenClaw auf, das Wiener Original. In Indien nutzen 500 Millionen Menschen WhatsApp, in Brasilien 150 Millionen, und dort mietet man damit sein Auto.
    🍳 Muse Charm (25:11) — der Schlüsselanhänger ohne Kamera und ohne Telefonie, eine Art Funkgerät zwischen deinem Telefon und Muse.

    🧵 Der rote Faden — dieser KI-Agent kommt aus einem Wiener Hobbyprojekt. Peter Steinberger schrieb OpenClaw und gab dem Agenten mit einer Textdatei namens SOUL.MD eine Seele. Metas Version trägt dieselben Dateinamen. Nat Friedman, der frühere GitHub-Chef, sitzt heute bei Meta und nennt es keinen Zufall. Und Meta erreicht 3,6 Milliarden Menschen — die größte Distributionsplattform der Welt.

    Schaut euch diese Woche an, welche eurer Kundenkontakte künftig über einen Agenten laufen könnten — und was dann von eurer Kundenbeziehung übrig bleibt.

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    Das KI-Kochbuch — KI für Menschen, nicht für Roboter. Bleib neugierig. Bleib menschlich.
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    #153 - Der Computer sieht keinen Bildschirm. Und bucht trotzdem den Flug. Jev, die schnelle Urteilsschicht zwischen Code und Sprachmodell.

    20.09.2026 | 39 Min.
    Stellt euch vor, euer Computer öffnet Google Flights, wählt Zürich, wählt London, setzt das Datum und bucht — ohne jemals einen Bildschirm zu sehen. Sieben Sekunden, ein Drittel Cent. Genau das macht Jev möglich: ein Modell, das am 15. September erschienen ist und keinen einzigen Satz schreibt. Ihr gebt ihm einen Zustand und getippte Fragen, es gibt Urteile und Wahrscheinlichkeiten zurück. 0,042 Dollar pro Million Input-Tokens, Output gratis, Antwort in Millisekunden.

    Jev von TypeSafe AI. Kein Chatbot, kein kleineres Sprachmodell, kein Ersatz für eines — sondern eine neue Schicht zwischen eurem Code und dem Sprachmodell. Was ich damit an einem Wochenende gebaut habe, was es gekostet hat, und der Abend, an dem meine eigenen Daten Nein gesagt haben.

    In dieser Folge:
    🍳 Kaltstart: Sieben Sekunden bis London (00:10) — der Computer sieht keinen Bildschirm und bucht trotzdem den Flug. Warum das kein Taschenspielertrick ist, sondern eine andere Architektur.
    🤐 Das Modell, das sich weigert zu reden (04:07) — TypeSafe AI aus San Francisco, gegründet von Diogo Almeida, Erik Gafni und Sasha Sheng. Almeida hat bei OpenAI an RLHF und InstructGPT gearbeitet. Und der entscheidende Unterschied: Stellt einem Sprachmodell dreimal dieselbe Frage, bekommt ihr drei Antworten. Bei Jev bekommt ihr dreimal dieselbe — ein Ja oder Nein, und wie sicher sich die KI ist.
    🖱️ Wie Jev Computer Use beschleunigt (11:19) — "Warte, Malcolm, der kann nur Ja und Nein, und dein erster Use Case ist Browser Use?" Ja. Genau deshalb. Und zur Einordnung: eine Stunde wildes Durchklicken kostet zwei bis drei Dollar. Ihr findet keinen Mitarbeiter zu dem Stundensatz.
    📊 Im Business-Kontext (15:45) — wie ihr es aufsetzt, und die Wahrscheinlichkeitsfalle: Bei klassischen Ketten potenziert sich die Unsicherheit mit jedem Schritt. Bei probabilistischen Modellen läuft es genau andersherum.
    🧾 Claude Code, Codex und die Rechnungsklassifizierung (21:28) — wir haben es mit Fable 5 probiert, mit Codex, mit Claude Code. Dann: nimm die Rechnungen des letzten Monats aus der gesamten Firma und klassifiziere sie.
    📅 Der Monatsabschluss und die 5,5 Minuten (26:44) — keine Spielerei, echte Arbeit. Und der langsame Teil war nicht das Klassifizieren. Es waren 5,5 Minuten, um aus PDFs Text zu machen. Jev hat nie ein PDF gesehen. Jev hat nur Text gesehen.
    🤔 Wie es sich angefühlt hat (31:04) — kein Feel-Good-Podcast. Aber verdammt billig und verdammt schnell, und was das mit einem macht.
    📌 Euer Montag — und was Jev nicht ist (34:20) — bitte geht am Montagmorgen nicht in die Firma und sagt, ihr nutzt Jev jetzt statt ChatGPT. Dann outet ihr euch als Blender. Hier ist, wofür es wirklich taugt.

    Stay chaotic. Stay happy. Stay healthy.
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    #152 - KI-Angreifer zum Herunterladen: Eine Weltreise durch die Cyberkriminalität. Malis 25 Millionen SIM-Karten, 14 von 42 europäischen Zielen und 5.000 KI-Personas.

    13.09.2026 | 43 Min.
    Anthropic hat einen 150-seitigen Report veröffentlicht, in dem steht, was Leute mit Claude wirklich machen. Malis Staatsnachrichtendienst hat damit eine Überwachungsplattform gebaut — LACANA 360, gegen rund 25 Millionen SIM-Karten. Ein französischsprachiger Akteur hat 42 europäische Organisationen angegriffen, kam bei 14 durch und hat rund 140.000 Datensätze von einer politischen Plattform gezogen. Und ein Studio in China betrieb über 20 Dating-Apps mit etwa 5.000 KI-Personas.

    Eine Weltreise durch die Cyberkriminalität — Mali, Europa, Russland und die Ukraine, China. Und dann der Teil, den niemand laut sagt: wie du es zu Hause ausprobierst, und warum genau das die eigentliche Geschichte ist.

    In dieser Folge:
    🔎 Ein Schritt zurück: Was heißt das überhaupt (02:49) — bevor die Fälle kommen: das sind gemeldete Erkenntnisse, keine Ermittlungen. Anthropic hat aus den Chats abgeleitet, wofür Claude benutzt wurde. Der Unterschied trägt die ganze Folge.
    🕵️ Russland und die Ukraine (06:15) — russische Spionage gegen ukrainische Regierungsstellen und Drohnenzulieferer. Wir bleiben bei den benannten Quellen: diesem Report. Mir kitzelt es nicht, ob vor mir ein Ukrainer oder ein Russe sitzt — es geht um die Methode.
    🌍 Mali — ab nach Westafrika (12:28) — mein Vater ist früher oft nach Mali geflogen, wegen Timbuktu. Heute steht Mali im Report, weil Claude beim Bau von LACANA 360 geholfen hat, einer Überwachungsplattform für den Staatsnachrichtendienst.
    ⬇️ Modelle zum Herunterladen (17:40) — was passiert, wenn dich Claude oder ChatGPT blockiert. Du holst dir offene Gewichte und lässt sie lokal laufen. Kein Ferrari. Ein Volkswagen. Für diesen Zweck vollkommen ausreichend.
    🧰 Das Grundgerüst und die Schnittstellen (21:40) — was ein Harness eigentlich ist: das Gerüst um ein Modell, das es Befehle ausführen, Ergebnisse lesen und nochmal probieren lässt. Das Ding, das aus einem Chatbot einen Arbeiter macht.
    🏗️ Der Vergleich mit der Baustelle (25:37) — du kommst auf die Baustelle und bekommst nicht einen Elektriker, sondern gleich die ganze Kiste Werkzeug, um alles zu machen, was die Person sonst dort macht.
    💔 Ab nach China (29:10) — ein App-Studio, das mehrere KI-Anbieter für betrügerische Dating-Apps nutzt. Nicht eine App: über 20 Apps, rund 5.000 KI-Personas.
    🇪🇺 Und dann Europa (33:52) — politische Parteien, Medien, deren Dienstleister. Früher brauchte so etwas eine Gruppe von fünfzig Leuten.
    ⚖️ Was legal ist — und was Firmen nicht tun (37:40) — heute hat jeder clevere 16-Jährige mit einem Konto mehr Möglichkeiten, bei euch durchzukommen, als früher eine ganze Gruppe. Und genau diese regelmäßige KI-Cyber-Überprüfung machen die meisten Firmen eben noch nicht.
    🧵 Schluss (41:27) — Claude hat entdeckt, dass Leute Claude zum Angreifen benutzen, und Claude hat beim Bauen geholfen, weil niemand jeden Chat liest.

    Eine Sache für diese Woche: Frag, ob in eurer Firma irgendjemand merken würde, wenn nachts um drei ein neues Admin-Konto angelegt wird. Wenn die Antwort nein ist, ist das euer erstes Projekt — vor jedem KI-Projekt.

    Quelle: Anthropics Threat-Intelligence-Report. Alle in dieser Folge genannten Werkzeuge sind öffentliche Repositories.

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    Das KI-Kochbuch — ein Thema, richtig auseinandergenommen. Bleib neugierig.
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Über Das KI-Kochbuch mit Malcolm Werchota
Malcolm Werchotas KI-Kochbuch ist der Ort, wo künstliche Intelligenz auf authentische Business-Transformation trifft. Bekannt für seinen direkten Stil und seine Bereitschaft, KI live in Aktion zu zeigen – sogar während Präsentationen – hilft Malcolm Organisationen zu verstehen, dass es bei KI nicht darum geht, Menschen zu ersetzen, sondern ihre Fähigkeiten zu verstärken. Von Sprachnotiz-Produktivitäts-Hacks bis hin zu Echtzeit-Meeting-Intelligenz liefert dieser Podcast umsetzbare Einblicke für die sofortige Implementierung.
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