Pflegedialog - Der Podcast für einen Perspektivwechsel in der Pflege
Holger Ohm und Christian Karl

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#101 - PISA in der Pflege – was die schlechtesten Werte aller Zeiten für die Ausbildung bedeuten
02.10.2026 | 33 Min.Die PISA-Ergebnisse für Deutschland sind da, und sie fallen schlechter aus als je zuvor. Seit 25 Jahren gibt es diese Studie, und noch nie hat Deutschland so schwach abgeschnitten – im internationalen Vergleich ist es ins unterste Drittel gerutscht. Getestet werden alle fünf Jahre 15-jährige Schülerinnen und Schüler, diesmal in Mathematik, Lesekompetenz, Naturwissenschaften und im computergestützten Problemlösen. Mathematik und Lesen sind weiter gefallen, die Naturwissenschaften liegen etwa auf dem Niveau der letzten Erhebung.
Christian Karl und Holger Ohm übertragen diese Zahlen auf die Pflege. Denn die Jugendlichen, die hier getestet wurden, stehen in drei bis vier Jahren als Auszubildende in den Einrichtungen. Was bedeutet eine Rechenschwäche, wenn eine dreiprozentige Desinfektionslösung angesetzt werden soll? Was passiert mit einem Lernauftrag, wenn laut Studie nur ein Drittel der Befragten das eigene Lernen überhaupt plant? Und wie sollen Praxisanleiter Grundkompetenzen nachholen, wenn ein Auszubildender in der Generalistik nur einen kleinen Teil seiner Praxiseinsätze im eigenen Betrieb verbringt?
Die Folge nimmt drei Perspektiven ein: den Ausbildungsbetrieb, den Praxisanleiter und die jungen Menschen, die gerade vor der Berufswahl stehen. Es geht um Basiskompetenzen, um strukturierte Lernbegleitung statt überfordernder Arbeitsaufträge, um digitale Lernhilfen und künstliche Intelligenz – und um eine angstfreie Fehlerkultur, in der Fragen erlaubt sind.
Eine Folge für Praxisanleiter, Leitungskräfte, Ausbildungsverantwortliche und alle, die junge Menschen in den Pflegeberuf begleiten.
ShowNotes:
Pisa Studie: https://www.oecd.org/content/dam/oecd/de/publications/reports/2026/09/pisa-2025-results-volume-i-country-notes_88d1164e/germany_20677961/8a1ce578-de.pdf
Sozialen Kanäle:
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https://www.youtube.com/@Pflegedialog-Podcast_Clips#100 - Update PNOG: Was die Pflegereform für Angehörige und Pflegebedürftige bedeuten würde
25.09.2026 | 25 Min.Das Pflegeneuordnungsgesetzes, kurz PNOG, steht Stand 21. September immer noch als „geplant" auf der Agenda des Bundestags. In Kraft treten soll es zum 1. Januar 2027. Pflegedienste und Pflegeheime hängen seit Mai in der Luft. Doch was würde das Gesetz eigentlich für pflegende Angehörige und für Menschen mit Pflegegrad bedeuten?
Christian Karl und Holger Ohm holen in dieser Folge nach, was in den bisherigen PNOG-Folgen zu kurz kam: den Blick der Familien. Es geht um die vier geplanten Budgets im ambulanten Bereich, um das Sozialraumbudget von 175 Euro und die Frage, warum mehr Geld auf dem Papier aufs Jahr gesehen weniger bedeuten könnte. Holger Ohm erklärt, was der geplante Wegfall von Verhinderungs- und Kurzzeitpflege als eigene Töpfe für Familien heißen würde, warum die Rentenbeiträge für pflegende Angehörige auf 70 Prozent sinken sollen und weshalb der 75-Prozent-Zuschuss zum Heim-Eigenanteil erst ab dem 55. Monat greifen soll.
Außerdem: höhere Schwellen für die Pflegegrade und Bestandsschutz, Beiträge für Minijobber, mögliche Schließungen von Betreuungsdiensten und die Grundsatzfrage, ob an der richtigen Stelle gespart wird. Und ganz praktisch: Was ist eigentlich meine Pflegekasse?
Eine Folge für alle, die zu Hause pflegen, einen Pflegegrad haben oder Angehörige beraten.
## ShowNotes:
- Pflegeneuausrichtungsgesetz (PNOG), Referentenentwurf: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/detail/pflegeneuordnungsgesetz-pnog
- Tagesordnung/Agenda des Deutschen Bundestags: https://www.bundestag.de/parlament/plenum/tagesordnungen
- Aktuelle Beträge zu Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege, Stand heute:
https://www.pflege.de/altenpflege/verhinderungspflege/
https://www.pflege.de/altenpflege/kurzzeitpflege/
- Statistisches Bundesamt, Daten zur Verweildauer im Pflegeheim: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Pflege/_inhalt.html
- Bisherige Pflegedialog-Folgen zum PNOG mit Blick auf Pflegedienste und Pflegeheime: Folge 86 - https://pflegedialog.podigee.io/89-pflege-neuordnungsgesetz-2026-reform-oder-risiko-fur-die-pflege
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https://www.youtube.com/@Pflegedialog-Podcast_Clips#99 – Demenz ist nicht gleich Demenz – die wichtigsten Formen für Angehörige erklärt
18.09.2026 | 37 Min.Demenz ist kein einzelnes Krankheitsbild, sondern ein Oberbegriff für mehr als fünfzig verschiedene Erkrankungen des Gehirns. In dieser Grundlagenfolge nehmen sich Christian Karl und Holger Ohm die Zeit, die wichtigsten Demenzformen zu sortieren und voneinander abzugrenzen – für Angehörige, die gerade zum ersten Mal mit dem Thema konfrontiert sind.
Holger Ohm erklärt, was die Alzheimer-Demenz von der vaskulären Demenz unterscheidet, warum die Lewy-Körperchen-Demenz oft mit Parkinson verwechselt wird und weshalb er die frontotemporale Demenz in vielen Fällen für die schwerste Form hält. Ebenso wichtig ist die Gegenrichtung: Depression im Alter, Korsakow-Syndrom, Schilddrüsenunterfunktion, Flüssigkeitsmangel oder ein chronischer Vitamin-B12-Mangel können eine Demenz täuschend echt nachahmen, ohne eine zu sein. Christian Karl bringt seine eigene Erfahrung ein, als sein Vater innerhalb kürzester Zeit verwirrt wurde – Auslöser waren Chemotherapie, Bestrahlung und ein Hämatom im Kopf.
Der zweite Teil der Folge gehört den Angehörigen: Warum Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung in jedes Alter gehören, was Validation im Alltag bedeutet und warum ein gut gemeintes „Das stimmt doch gar nicht" so viel zerstört. Dazu gibt es konkrete Anlaufstellen – von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft über Selbsthilfegruppen bis zu den Pflegestützpunkten – und einen Blick auf das neu gegründete Demenznetz Anhalt-Bitterfeld.
ShowNotes:
https://demenz-abi.de/
https://www.deutsche-alzheimer.de/
https://www.meelo.care/
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https://www.youtube.com/@Pflegedialog-Podcast_Clips- Seit dem 1. Juli gelten im ambulanten Bereich neue Qualitätsprüfungs-Richtlinien. Holger Ohm hat in den Wochen danach mit drei Kundinnen und Kunden gesprochen, die bereits geprüft wurden: zwei ambulante Dienste in Niedersachsen, einer in Hessen. Das Ergebnis dieser Rückmeldungen ist der Ausgangspunkt dieser Folge – und es fällt sehr unterschiedlich aus.
In Hessen wurde die individuelle Pflege ausdrücklich positiv hervorgehoben, weil die Dokumentation den realen Verhältnissen angepasst war. In Niedersachsen dagegen stand die Evaluation der Expertenstandards so stark im Vordergrund, dass die persönlichen Verhältnisse vor Ort kaum Gewicht bekamen. Für Holger Ohm ist das eine Diskrepanz zur Richtlinie selbst, die die individuellen Verhältnisse ausdrücklich in den Vordergrund stellt.
Christian Karl und Holger Ohm ordnen ein, was sich konkret geändert hat: die Umstellung vom Schulnotensystem auf eine Buchstabenbewertung, vor allem aber das neue Fachgespräch und die stärkere Berücksichtigung der pflegenden Angehörigen sowie des Gewaltschutzes. Sie sprechen darüber, warum eine Evaluation alle vier Wochen am Bildschirm keine Evaluation ist, wie der Pflegeprozess als Verbindung zwischen Fachwissen und individueller Lebenssituation gedacht ist und was ambulante Dienste jetzt konkret tun können, um im Fachgespräch sicher zu argumentieren.
Eine Folge für Leitungskräfte, QM-Verantwortliche und Pflegefachkräfte, die wissen wollen, worauf es bei der nächsten Begutachtung wirklich ankommt.
Shownotes:
Unterlagen zur Folge: https://kdrive.livento-bildung.online/app/share/3512381/465aaa7c-35c3-445e-a1dc-4db2215e4ed6
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https://www.youtube.com/@Pflegedialog-Podcast_Clips - Ein neuer Gesundheitsminister, ein Gesetzentwurf mitten im parlamentarischen Verfahren und ein Starttermin, der immer näher rückt: In Folge 97 des Pflegedialog Podcast ordnen Christian Karl und Holger Ohm ein, was die Kabinettsumbildung für das Pflegeneuordnungsgesetz bedeutet.
Carsten Linnemann hat selbst angekündigt, dass er Einarbeitungszeit braucht. Gleichzeitig sollen wesentliche Änderungen des PNOG bereits zum 1. Januar 2027 greifen. Zwischen Aufnahme und Starttermin liegen vier Monate, von denen ein Teil auf die parlamentarische Sommerpause fällt. Die beiden diskutieren, ob dieser Zeitplan realistisch ist, was es bedeutet, wenn die Zahl der Krankenkassen von über 90 auf 10 sinken soll, und warum ausgerechnet dieser Umbau die Pflege trifft: Die Pflegeberatung soll zu einer Pflegebegleitung werden, die über die Krankenkassen koordiniert wird.
Es geht um die Unruhe, die ein früh veröffentlichter Entwurf an der Basis auslöst, um Betreuungskräfte, die Qualifizierungen aufschieben, und um eine Berufsgruppe, in der bis zu 35 Prozent der Mitarbeitenden in den nächsten fünf Jahren in den Ruhestand gehen. Holger Ohm erklärt, warum er die Chance auf Nachbesserungen für gering hält.
Im zweiten Teil wird gefeiert: Der Pflegedialog Podcast wird zwei Jahre alt. Die beiden blicken zurück auf über 1,1 Millionen Aufrufe, auf Projekte wie "Brief in die Zukunft" und Meelo und darauf, warum sie das Format bewusst als Hobbyprojekt ohne Werbeeinnahmen führen.
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Über Pflegedialog - Der Podcast für einen Perspektivwechsel in der Pflege
Pflege im Wandel – bleib informiert! Ob du in der Pflege tätig bist, Angehörige betreust oder einfach nur interessiert an der Zukunft dieser wichtigen Branche bist, der Pflegedialog Podcast ist dein neuer Begleiter. Tauche ein in die relevanten Themen, die den Pflegealltag beeinflussen – von politischen Entscheidungen bis zu innovativen Technologien.
Was passiert wirklich hinter den Kulissen? Wie beeinflussen aktuelle Gesetze und technologische Entwicklungen deinen Arbeitsalltag? Mit zwei Experten aus der Pflege und Unternehmensberatung bieten wir dir fundierte Einblicke aus unterschiedlichen Perspektiven und bringen dir das Wissen, das du brauchst, um auf dem Laufenden zu bleiben und besser informiert zu sein.
Stell dir vor, du bist immer einen Schritt voraus. Du verstehst die Auswirkungen der neuesten politischen Entscheidungen, entdeckst neue Pflegetechniken und erfährst, wie künstliche Intelligenz deinen Job verbessern kann. Mit dem Pflegedialog Podcast bekommst du nicht nur Antworten, sondern auch wertvolle Impulse für deinen beruflichen und persönlichen Alltag.
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