132 Episoden
- Am 3. Oktober 1226 starb einer der interessantesten und einflussreichsten Menschen des Mittelalters: Franz von Assisi. Der Sohn aus wohlhabendem Hause predigte ein Leben in Armut und im Einklang mit der Natur. Mit seiner Forderung, allem Besitz zu entsagen, stellte Franz die Grundsatz-Frage: "Was für eine Kirche wollen wir, und für wen soll die Kirche da sein?" Und traf damit einen Nerv.
Rasch verbreitete sich der Orden der Franziskaner im gesamten abendländischen Europa. Dabei folgte auch manch hochgeborene Person dem heiligen Franziskus nach. So die Landgräfin auf der Eisenacher Wartburg, die später heiliggesprochenen Elisabeth von Thüringen. Welche Spuren haben die Franziskaner in Mitteldeutschland hinterlassen?
Hostin: Linda Schildbach
Autor und Producer: Hartmut Schade
Sprecherin: Conny Wolter
Redaktion: Stefan Nölke
Produktion: MDR Kultur und Jugend 2026 - Er hat mit "Das Wandern ist des Müllers Lust" und "Am Brunnen vor dem Thore" bzw. "Der Lindenbaum" Gedichte geschrieben, die zu Volksliedern geworden sind. Beide gehören in Gedichtzyklen, die durch Vertonungen von Franz Schubert weltberühmt wurden. "Das Wandern" entstammt der "Schönen Müllerin", "Der Lindenbaum" der "Winterreise". Freilich ist das schriftstellerische Schaffen Wilhelm Müllers wesentlich umfangreicher, umfasst neben Gedichten, Essays, Novellen, Literaturkritiken auch Übersetzungen. Wer auf Grund seiner bedeutendsten Werke denkt, die Lyrik des Dessauer Dichters falle unbedingt traurig aus, liegt daneben. Wilhelm Müller konnte heitere Töne anschlagen, frech sein, pathetisch, anzüglich, hat Trinklieder geschrieben - und im griechischen Befreiungskampf schlug er sich als propagandistischer Poet auf die Seite der Hellenen.
Hostin: Linda Schildbach
Autor und Producer: Thomas Hartmann
Sprecherin: Conny Wolter
Sprecher: Andreas Herrler
Technische Distribution: Theresa Wünsch Redaktion: Stefan Noelke
Produktion: MDR Kultur und Jugend 2026
Mitwirkende:
Maria-Verena Leister (Literaturhistorikerin);
Marco Hillemann (Literaturwissenschaftler);
Klaus Kegler (Autor, Lehrer) - Haben Sie schon mal einen in Bernstein eingeschlossenes Frosch gesehen? Wissen sie wie chinesischen Glückshunde aussehen? Standen sie schon am Sarg der Shep-en-Hor? Wenn nicht, dann waren sie noch nie in Waldenburg. Einer Kleinstadt bei Zwickau, die den Beinamen "Töpferstadt" trägt. Treffender wäre barocke Wunderstadt, denn in Waldenburg ist eine der am vollständigsten erhaltenen barocken Naturkabinette zu bestaunen.
Hostin: Linda Schildbach
Autor und Producer: Hartmut Schade
Sprecherin: Conny Wolter
Redaktion: Stefan Nölke
Produktion: MDR Kultur und Jugend 2026
Mitwirkende:
Lisa Brunner, Historikerin Universität Innsbruck
Simon Bucher, Museumsleiter Naturalienkabinett Waldenburg
Julia Schmidt-Funke, Professor Geschichte der Neuzeit, Universität Leipzig
Susanna Seufert, Leiterin des Sächsischen Apothekenmuseums - Kennen Sie Christian Deegen? Er eröffnet in Köstritz im Jahre 1826 die erste deutsche Handelsgärtnerei für Dahlien. Über 1000 Sorten der eigentlich in Mexiko beheimateten Pflanze züchtet er in seiner überaus erfolgreichen Karriere, er macht sich einen Namen weit über die deutschen Lande hinaus. Nachahmer in Köstritz folgen seinem Beispiel und so prägt die Stadt Europas Dahlienkultur im 19. Jahrhundert entscheidend. 1928 öffnet dann im nahen Gera der weltweit erste ausschließlich der Dahlie gewidmete Schaugarten seine Pforten. Dieser Dahliengarten existiert heute noch und ist immer noch einen Besuch wert. Genau wie das Dahlienzentrum Bad Köstritz, das an die große Dahlientradition der Stadt erinnert.
Hostin: Linda Schildbach
Autor und Producer: Thomas Hartmann
Sprecherin: Conny Wolter
Sprecher: Andreas Herrler
Redaktion: Stefan Noelke
Produktion: MDR Kultur und Jugend 2026
Mitwirkende:
Wolfgang Ritschel (Mitarbeiter Dahlienzentrum Bad Köstritz); Alexander Fröhlich (Abteilungsleiter im Geraer Amt für Stadtgrün);
Nicole Lausus (Medizinische Fachangestellte, Gartenführerin) - Jena – ist die Stadt des Lichts. So zumindest in der Eigenwahrnehmung und Eigenwerbung. Nicht nur, weil hier helle Köpfe wie Schiller, die Schlegelbrüder, Fichte oder der Physiker Ritter wirkten, sondern weil hier Ernst Abbe und Carl Zeiss die Grundlagen der optischen Industrie schufen. Seit hundert Jahren gibt es zudem eine Einrichtung, die wie keine andere zu allgemeinen Erhellung beiträgt: das Planetarium Jena. Wer erleben will, was über unseren Köpfen und in den Tiefen des Weltalls passiert, muss nicht in den Kosmos reisen, sondern kann seit 100 Jahren das Sternentheater besuchen.
Hostin: Linda Schildbach
Autor und Producer: Hartmut Schade
Sprecherin: Conny Wolter
Technische Distribution: Theresa Wünsch
Redaktion: Stefan Nölke
Produktion: MDR Kultur und Jugend 2026
Mitwirkende:
Eike Günther, Astronom, Landessternwarte Thüringen
Stefan Harnisch, Technischer Leiter Planetarium Jena
Jörg Hühn, Geschäftsführer Planetarium Jena
Reinhard Schielicke, Astronomiehistoriker und Buchautor
Musik: Johannes Kraas für das Planetarium Jena
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Über Weltgeschichte vor der Haustür
Warum ist ein sechs Meter hoher Hügel bei Leubingen die Wiege des modernen Europa? „Weltgeschichte vor der Haustür“ begibt sich auf Spurensuche nach besonderen, kuriosen oder scheinbar ganz gewöhnlichen Orten und Objekten, ergründet deren Geschichte und Bedeutung - und erzählt zugleich ein Stück Weltgeschichte.
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