50 Episoden
Mit 68 aufrechter denn je: Was Yogatherapie verändern kann mit Christine Varriale #50
23.10.2026 | 41 Min.Kann sich unsere Körperhaltung auch mit über 50 noch deutlich verändern? Und was braucht es, um über Jahre eingeschliffene Bewegungsmuster Schritt für Schritt zu verbessern?
In dieser Folge von „Yogatherapie bewegt“ spreche ich mit Christine, die 2015 an einer meiner ersten Yogatherapie-Ausbildungen teilgenommen hat. Damals hatte sie einen ausgeprägten Rundrücken und eine Skoliose, also eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule. Heute ist sie 68 Jahre alt und berichtet von Veränderungen, die sie selbst kaum für möglich gehalten hätte.
Durch gezielte, individuell angepasste Übungen, die Arbeit mit den Faszien und eine zunehmend bewusste Körperwahrnehmung hat Christine über viele Jahre an ihrer Haltung gearbeitet. Heute kann sie sich deutlich besser aufrichten, ihre Brustwirbelsäule freier bewegen und wesentlich tiefer atmen.
Wir sprechen unter anderem darüber:
Warum klassische Yogaübungen nicht für jeden Körper gleichermaßen geeignet sind.
Welche Rolle Faszien, Brustwirbelsäule und Zwerchfell für die Aufrichtung und Atmung spielen.
Wie Christine ihre Skoliose und ihren Rundrücken gezielt angegangen ist.
Warum bereits 15 bis 20 Minuten regelmäßige Übungspraxis einen festen Platz im Alltag finden können.
Wie aus bewusst geübten Bewegungen mit der Zeit neue Gewohnheiten werden.
Warum es sich auch in der zweiten Lebenshälfte lohnt, den eigenen Körper besser kennenzulernen.
Besonders interessant finde ich, wie Christine ihre Erfahrungen heute weitergibt. Seit mehreren Jahren unterrichtet sie ehrenamtlich Yoga beim Hilfswerk in Wien und begleitet dort Menschen, die teilweise mit erheblichen finanziellen und persönlichen Herausforderungen leben.
Ihre Geschichte zeigt sehr schön, was entstehen kann, wenn wir beginnen, unseren Körper besser zu verstehen, geduldig bleiben und die Verantwortung für unsere Bewegung selbst in die Hand nehmen.
Ich wünsche dir viel Freude beim Zuhören!
Wenn du mit Yogatherapie beginnen möchtest: https://peterpoeckh.short.gy/grundlagen-yogatherapieYoga und Anatomie, zwischen Hohlkreuz, Spiraldynamik und Epigenetik mit Lilla Wuttich #49
02.10.2026 | 49 Min.Muss sich unser Körper eigentlich an eine Yogaübung anpassen, oder sollte es genau umgekehrt sein?
In dieser Folge spreche ich mit der Physiotherapeutin und Yogalehrerin Lilla Wuttich über Anatomie, Bewegung und darüber, warum wir manche Vorstellungen von „richtig“ und „falsch“ im Yoga genauer hinterfragen sollten.
Lilla verbindet Physiotherapie, Spiraldynamik und Yoga. Dabei geht es ihr nicht darum, anatomische Fakten auswendig zu lernen, sondern zu verstehen, wie Menschen sich tatsächlich bewegen und was dieses Wissen für die eigene Yogapraxis bedeutet.
Wir sprechen unter anderem darüber,
• warum sich Yoga an die Anatomie des Menschen anpassen sollte und nicht umgekehrt
• weshalb reines anatomisches Faktenwissen für die Praxis oft wenig hilfreich ist
• wie du besser einschätzen kannst, ob du tatsächlich ein ausgeprägtes Hohlkreuz hast oder einfach eine normale Krümmung der Lendenwirbelsäule
• was die Form deiner Wirbelsäule für bestimmte Yogaübungen bedeuten kann
• welche Rolle die Spiraldynamik für Lillas Verständnis von Bewegung spielt
• warum sie manche Inhalte in der Physiotherapie-Ausbildung kritisch betrachtet
• und weshalb die Epigenetik unseren Blick auf Gesundheit und Veränderung in Zukunft noch stärker beeinflussen könnte
Ein Gespräch über funktionelle Anatomie, individuelle Unterschiede und die Frage, wie wir lernen können, unseren Körper weniger nach vorgegebenen Formen zu beurteilen und stattdessen besser zu verstehen.
Ich wünsche dir viel Freude und einige neue Gedanken beim Zuhören.Ich wünsche dir viel Freude und einige neue Erkenntnisse beim Zuhören.
Wenn du mit Yoga-Anatomie durchstarten möchtest: https://peterpoeckh.short.gy/anatomie
Mehr zu Lilla erfährst du hier: https://www.lillawuttich.de/Beckenboden im Yoga, zwischen Kraft, Entspannung und Wahrnehmung mit Christina Stolavetz #48
18.09.2026 | 33 Min.Beim Beckenboden denken viele zuerst an eines: kräftigen. Doch was ist, wenn ein Beckenboden gar nicht zu schwach, sondern zu angespannt ist? Oder wenn sogar beides gleichzeitig vorkommt?
Genau hier lohnt es sich, etwas genauer hinzusehen.
In dieser Folge von Yogatherapie bewegt spreche ich mit Christina Stolavetz. Sie ist Beckenboden-Fachfrau, Achtsamkeitslehrerin, Yogalehrerin und Ernährungstrainerin und beschäftigt sich intensiv damit, wie wir unseren Beckenboden nicht nur trainieren, sondern zunächst einmal besser wahrnehmen und verstehen können.
Denn der Beckenboden ist weit mehr als ein Muskel, den wir einfach an- und wieder entspannen. Er besteht aus unterschiedlichen Schichten, erfüllt wichtige Funktionen im Alltag und steht in enger Verbindung mit anderen Bereichen unseres Körpers.
Wir sprechen unter anderem darüber,
• wie der Beckenboden aufgebaut ist und welche Aufgaben er übernimmt
• woran du erkennen kannst, ob dein Beckenboden eher zu schwach oder zu angespannt ist
• warum Kräftigung nicht automatisch die richtige Antwort ist
• weshalb Anspannen und Loslassen gleichermaßen wichtig sind
• wie sich der Beckenboden sinnvoll in die Yoga- und Asana-Praxis integrieren lässt
• welche Verbindung zwischen Beckenboden und Kiefer besteht
• und warum Wahrnehmung ein wichtiger erster Schritt sein kann, bevor wir überhaupt ans Trainieren denken.
Ein Gespräch, das den Blick auf eine Körperregion verändert, von der wir häufig ungefähr wissen, wo sie liegt – mit der wir uns aber oft erst beschäftigen, wenn Beschwerden auftreten.
Ich wünsche dir viel Freude und einige neue Erkenntnisse beim Zuhören.
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Mehr zu Christina erfährst du hier: https://christinastolavetz.com/- Was passiert, wenn man als Ärztin jahrelang für andere Menschen da ist und dabei die Bedürfnisse des eigenen Körpers kaum noch wahrnimmt?
Mein Gast Elisabeth Gaudernak kennt diese Situation sehr gut. Als Anästhesistin und Intensivmedizinerin war sie lange in einem Alltag tätig, in dem vor allem eines gefragt war: funktionieren. Erst eigene Rückenbeschwerden brachten sie dazu, genauer hinzusehen. Yoga wurde für sie zu einem Weg, Bewegung, Atmung und Regulation wieder stärker in ihr Leben zu integrieren.
Heute arbeitet Elisabeth als Schmerzmedizinerin und verbindet klassische medizinische Verfahren mit ergänzenden Methoden.
Wir sprechen unter anderem darüber,
warum gerade Menschen im Gesundheitssystem ihre eigene Gesundheit leicht aus dem Blick verlieren
weshalb regelmäßige Bewegung nicht unbedingt viel Zeit benötigen muss
wie sich einfache Yoga-Bewegungen sogar am Bürostuhl einsetzen lassen
welche Rolle Atmung und vegetatives Nervensystem spielen
wie Düfte mit Erinnerungen und Emotionen verbunden sein können
was ein Aromatogramm ist
welche Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit ätherischen Ölen wichtig sind
Besonders ungewöhnlich fand ich Elisabeths Bericht über einen Patienten mit multiresistenten Keimen, bei dem nach ihrer Schilderung ein Aromatogramm und eine daraus entwickelte Rezeptur mit ätherischen Ölen eingesetzt wurden.
Ein Gespräch über Medizin, Yoga und die Offenheit, auch dort weiterzufragen, wo die vertrauten Möglichkeiten an Grenzen kommen.
Ich wünsche dir viel Freude und einige neue Gedanken beim Zuhören.
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Mehr zu Elisabeth erfährst du hier: https://www.drgaudernak.at/ - Wann unterstützt uns eine intensive Yogapraxis und wann wird aus Disziplin ein Druck, der uns eher von uns selbst entfernt?
Mein Gast Caroline Eder verbindet als Physiotherapeutin, Heilpraktikerin und Kundalini-Yoga-Lehrerin zwei Perspektiven, die auf den ersten Blick sehr unterschiedlich wirken: einen anatomisch und körperlich orientierten Zugang mit der energetischen Praxis des Kundalini-Yoga.
Besonders spannend finde ich ihren persönlichen Weg. Caroline hat über viele Jahre einen sehr strengen und rigiden Yogastil praktiziert und unterrichtet. Mit der Zeit begann sie jedoch, diese Praxis zu hinterfragen und stärker darauf zu achten, was ihr Körper tatsächlich braucht.
Wir sprechen unter anderem darüber,
warum Schmerz nicht mit Intensität oder spiritueller Entwicklung verwechselt werden sollte,
wie sich Kundalini-Yoga an den individuellen Körper anpassen lässt,
weshalb eine gute körperliche Ausrichtung die energetische Wirkung nicht ausschließt,
wie innerer Druck unsere Yogapraxis beeinflussen kann,
was Caroline unter ihrer „Happy Inner Family“ versteht,
und warum es manchmal wichtiger ist, eine übernommene Praxis zu hinterfragen, als sie konsequent weiterzuführen.
Ein Gespräch über Körperwahrnehmung, Veränderung und einen Yogaweg, der nicht starrer werden muss, je länger wir ihn gehen.
Ich wünsche dir viel Freude und einige neue Gedanken beim Zuhören.
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Mehr zu Caroline erfährst du hier: https://carolineeder.com/
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Über Yogatherapie bewegt
In diesem Podcast entführt dich Dr. Peter Poeckh in die Welt der Yogatherapie – eine ganzheitliche Methode, die Bewegung, Bewusstsein und Heilung vereint. Ob Yogalehrer, Physiotherapeut oder fortgeschrittener Yogapraktizierender, hier findest du wertvolle Impulse, um Yoga therapeutisch anzuwenden und gesundheitliche Herausforderungen durch Achtsamkeit, Atmung und gezielte Bewegungen zu bewältigen.
In jeder Folge erwartet dich ein inspirierendes Gespräch mit Expertinnen und Referenten meiner Yogatherapie-Ausbildung, darunter Fachleute wie:
Mag. Eva Hager-Forstenlechner – Spezialistin für Spiraldynamik® im Yoga
Eberhard Bärr – Experte für vedantische Philosophie und Spiritualität
Florian Palzinsky – Meditationstrainer und ehemaliger buddhistischer Mönch
Dr. Robert Schleip – führender Faszienforscher
Volker Mehl – Ayurvedaspezialist und Visionär
Themen wie Pranayama (Atemtechniken), Meditation, Faszienforschung, Yoga-Philosophie, Anatomie und die Integration der ayurvedischen Doshas stehen im Fokus. Jede Episode taucht tief in ein Thema ein und gibt dir konkrete Tipps und Anwendungen, die du sofort umsetzen kannst.
Shownotes: In den Shownotes findest du zu jeder Episode Zeitangaben, damit du wichtige Inhalte schnell findest. Auch weiterführende Links und Ressourcen zu den besprochenen Themen stehen hier für dich bereit.
Wenn du nach Inspiration, Wissen und praktischen Tipps suchst, um Yoga ganzheitlich zu erfahren und therapeutisch einzusetzen, ist „Yogatherapie bewegt“ dein Podcast. Tauche ein in die Welt der Yogatherapie und entdecke, wie Yoga deinen Körper und Geist bewegen und heilen kann.
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