
#561 Talk (148) | Johannes von Board Game Circus zu Gast mit spannender Neuheit
05.1.2026 | 22 Min.
In einer neuen Folge des Brettspiel News Podcasts ist Johannes zu Gast, früher Teil des Teams und inzwischen hauptberuflich in der Brettspielentwicklung tätig. Das Gespräch entsteht direkt vor Ort auf der SPIEL in Essen, am Stand des Spielezentrums Herne, und nutzt die Messekulisse als Ausgangspunkt, um über Neuheiten und beobachtete Branchentrends zu sprechen. Interviewer ist Daniel.Naishi als Zwei Personen Spiel mit offener AuslageZum Einstieg stellt Johannes das Zwei Personen Spiel Naishi vor. Thematisch ist es im feudalen Japan verortet und setzt auf strategisches Hand Management sowie Set Collection. Im Kern geht es darum, die eigene Provinz über Karten aufzubauen. Dafür werden Karten aus einer offenen Auslage und aus der eigenen Hand genutzt, wobei Entscheidungen nicht nur die eigene Wertung beeinflussen, sondern auch mit Blick auf den Zugrhythmus der Gegenseite getroffen werden müssen.Johannes beschreibt dabei einen Spannungsbogen aus Punkteaufbau und Schadensbegrenzung. Wer effizient sammelt, kann Wertungsketten vorbereiten, gleichzeitig wird aber immer wieder abgewogen, welche Optionen dem Gegenüber geöffnet werden und wie sich Minuspunkte vermeiden lassen. Ergänzend kommen Spezialaktionen ins Spiel, die einzelne Spielzüge gezielt verschieben können und laut Johannes für zusätzliche Dynamik sorgen.Auch die Gestaltung ist Thema. Johannes verweist auf die Illustrationen von Marine Los Co., die dem Titel eine klare Atmosphäre geben und den japanischen Rahmen visuell tragen.Mythwind erhält eine Erweiterung mit mehr MiteinanderNach Naishi richtet sich der Blick auf Mythwind und eine neue Erweiterung. Johannes ordnet Mythwind als Sandbox Spiel ein, das bislang eher solitär geprägt war, nun aber zusätzliche Interaktionsmöglichkeiten zwischen Spielenden und Figuren erhalten soll. Im Gespräch stehen vor allem Elemente, die Beziehungen im Dorf stärker betonen, etwa das Aufbauen von Verbindungen zwischen Dorfbewohnern und das gemeinsame Erleben von Ereignissen, die Freundschaften im Spielkontext abbilden.Die Erweiterung wird dabei als Schritt beschrieben, der das bisherige Spielgefühl um eine deutlichere soziale Ebene ergänzt, ohne den offenen, freien Charakter des Grundspiels aufzugeben.Neuheiten von Board Game Circus und beobachtete TrendsIm weiteren Verlauf geht es auch um Neuheiten aus dem Umfeld von Board Game Circus und um Tendenzen, die Johannes auf der Messe wahrnimmt. Genannt wird unter anderem eine wachsende Präsenz von Zwei Personen Spielen, die nicht nur als reines Duell gedacht sind, sondern unterschiedliche Genres abdecken.Als Beispiel kommt Deep Regrets zur Sprache, das Horror Elemente mit einer humorvoll inszenierten Darstellung kombiniert. Johannes hebt dabei vor allem Designentscheidungen hervor, die thematische Reibung bewusst einsetzen, und ordnet dies in eine breitere Entwicklung ein, in der Tonalität und Illustration stärker als eigener Teil des Spielerlebnisses verstanden werden.Einblicke in Arbeit und ZusammenarbeitNeben den Spielen selbst öffnet das Gespräch auch den Blick hinter die Kulissen. Johannes beschreibt seine Erfahrungen im Umfeld von Board Game Circus, spricht über Zusammenarbeit mit Autorinnen und Autoren sowie Illustratoren und ordnet ein, welche Rolle Abstimmung, Entwicklungsschritte und Teamarbeit in der Entstehung neuer Projekte spielen. Entlang dieser Stationen entsteht ein Messegespräch, das sowohl Neuheiten streift als auch zeigt, wie stark Trends, Produktion und kreative Entscheidungen in der Praxis miteinander verzahnt sind.

#560 Talk (147) | ARK: Survival Evolved Fans müssen dieses Brettspiel kennen
02.1.2026 | 1 Std. 3 Min.
In dieser Folge von Brettspiel News Talk steht „Jurassic Crisis“ im Mittelpunkt. Das Survival Brettspiel von Sperling Games setzt auf eine Dinosaurier Insel als Schauplatz und greift laut Gespräch mehrere Motive auf, die viele aus digitalen Survival Spielen kennen, darunter Sammeln und Verwalten von Ressourcen, Crafting sowie das Zähmen von Dinosauriern. Zu Gast ist Andi von Sperling Games, der das Projekt entwickelt hat und gemeinsam mit Thomas und Stephan über Idee, Mechaniken und den Weg zur Veröffentlichung spricht. Zur Gamefound Kampagne.Im Kern starten die Personen am Tisch ohne nennenswerte Ausstattung und bauen ihre Überlebensgrundlage Schritt für Schritt auf. Dafür werden Rohstoffe beschafft, Aufträge abgearbeitet und Ausrüstung hergestellt. Ein zentrales Element ist dabei das Crafting, das sich als roter Faden durch die Partien zieht und Entscheidungen über Prioritäten, Risiko und Timing verlangt. Ergänzt wird das durch Begegnungen mit Dinosauriern, die nicht nur als Gefahr auftreten, sondern auch gezähmt werden können und damit neue Optionen eröffnen.Interessant ist zudem die Ausrichtung als Teamspiel mit eigenen Zielen. Im Spielverlauf arbeiten die Beteiligten zusammen, sind aber zugleich in Konkurrenz, weil jede Person eigene Vorgaben verfolgt. Diese Konstruktion soll dafür sorgen, dass Absprachen wichtig bleiben, ohne dass alle Entscheidungen vollständig gemeinsam getroffen werden. Für zusätzliche Bewegung im Ablauf sorgen Ereigniskarten und wechselnde Situationen auf der Insel, die laut Gespräch immer wieder neue Aufgaben und Herausforderungen setzen.Andi beschreibt außerdem den Hintergrund der Figuren. Zu Beginn wählt jede Person einen eigenen Charakter mit individueller Geschichte und besonderen Fähigkeiten. Die Charaktere stammen aus unterschiedlichen Zeitepochen und sind auf der mysteriösen Insel gestrandet. Über die Partien hinweg sollen so nach und nach mehr Informationen über die Insel, ihre Gefahren und ihre Besonderheiten sichtbar werden.Auch die Entwicklung von „Jurassic Crisis“ ist Thema. Erste Ideen reichen laut Andi bis 2017 zurück. Seitdem wurde der Entwurf wiederholt angepasst, um ein Gleichgewicht zwischen Komplexität und einem gut steuerbaren Spielfluss zu finden. Dabei spielten Testpartien und Rückmeldungen aus der Community eine wichtige Rolle, die im Gespräch als kontinuierliche Begleitung des Projekts beschrieben werden.Mit Blick auf die Veröffentlichung ist eine Crowdfunding Kampagne geplant, die im Gespräch für Juni 2024 genannt wird. Dabei wird betont, dass ein vollständig ausgearbeitetes Grundspiel im Fokus stehen soll und nicht ein Konzept, das erst über nachträgliche Inhalte fertiggestellt wird. Das Grundspiel ist laut Angaben für 1 bis 2 Personen vorgesehen, mit Erweiterungsoptionen bis zu 4 Personen.

#559 BSN Quiz (1) | Großes Brettspiel-Quiz - Wer wird Quizmeister 2025?
30.12.2025 | 1 Std. 40 Min.
In dieser Folge der Brettspiel-News Quiz-Show geht es um den Titel „Quizmeister 2025“. Peter, Tobi, Nils und Stefan treten in einem klar strukturierten Format gegeneinander an: Sieben Runden, wechselnde Kategorien und pro Frage mehrere Antwortmöglichkeiten. Für zusätzliche Spannung sorgt, dass alle Kandidaten zwei Joker zur Verfügung haben, die sie gezielt einsetzen können, wenn eine Frage zum Risiko wird. Moderation: Daniel.Den Auftakt macht eine Runde rund um „Catan“. Hier werden sowohl historische Details als auch Regeln und spielmechanische Aspekte abgefragt. Schnell zeigt sich: Es reicht nicht, eine Antwort nur zu erahnen – wer sicher punkten will, muss Wissen abrufen und im Zweifel auch begründen können, warum eine Jahreszahl oder Regelvariante plausibel ist.Mit „Klecks für Klecks“ verschiebt sich der Fokus stärker auf Brettspiel-Allgemeinwissen: etwa dazu, wie viele Spiele ein bestimmter Illustrator gestaltet hat oder welche Titel auf Plattformen wie BoardGameGeek besonders viele Bewertungen gesammelt haben. Neben Faktenwissen spielt hier auch ein Gefühl für die Szene mit hinein, weil sich manche Antworten eher über Einordnung als über reines Auswendiglernen nähern.Dazwischen liegen Schätzfragen, die das Feld regelmäßig neu sortieren: Verkaufszahlen, Größenordnungen und Einschätzungen zu bekannten und weniger bekannten Titeln fordern nicht nur Wissen, sondern auch ein gutes Maß für Zahlen und Trends. Immer wieder entstehen dabei kurze Diskussionen am Tisch – mal als Abgleich, mal als humorvoller Schlagabtausch, wenn sich Begründungen widersprechen oder ein Joker plötzlich zum entscheidenden Werkzeug wird.Zum Abschluss wartet mit „Pixel-Brei“ eine visuelle Runde: verpixelte Cover, schnelle Reaktionen und der Vorteil für die Person, die zuerst den richtigen Titel erkennt. Damit wird das Finale weniger zur Rechenaufgabe als zum direkten Duell um Aufmerksamkeit und Wiedererkennung.Am Ende entscheidet die Punktzahl über den Titel – und weil das Feld eng beieinanderliegt, bleibt der Ausgang bis in die letzte Runde offen. Die Episode verbindet Quiz-Struktur mit lockerer Dynamik: Wissen steht im Mittelpunkt, getragen von Wortgefechten, spontanen Allianzen und dem typischen Druck, wenn jede richtige Antwort plötzlich doppelt zählt.

#558 BSN Team (107) | Jahresende - Rückblick und Ausblick
25.12.2025 | 1 Std. 32 Min.
In dieser Episode des BSN-Teams-Podcasts sprechen wir über die persönlichen Highlights und die Erlebnisse des Jahres 2025. Ich, Sven, sitze zusammen mit Tobi, Philipp und Johanna, um unsere eigenen Erfahrungen zu reflektieren und uns über unsere Leidenschaft für Spiele auszutauschen.Philipp erzählt von seinem Highlight, der Gründung eines lokalen Spielevereins, Würfeljagd e.V., wo Brett- und Rollenspiele im Mittelpunkt stehen. Für ihn war es eine wertvolle Erfahrung, die Organisation eines Vereins kennenzulernen, ohne selbst in eine der Ämterrollen schlüpfen zu müssen. Die Gespräche über die Vorzüge des Vereinslebens und wie es den Austausch und die Spielgemeinschaft stärkt, zeigen, wie wichtig solche sozialen Strukturen für uns Spielbegeisterte sind. Auch die Spielewochenenden mit der BSN-Redaktion waren für uns alle ein großes Highlight.Philipp hat besonders gute Erfahrungen mit dem Spiel „Deception: Murder in Hong Kong“ gemacht, das sich als ideales Spiel für größere Gruppen erwiesen hat. Johanna hat in diesem Jahr zahlreiche Spieleabende organisiert, die sich um bestimmte Spiele gruppiert haben, was einen deutlich besseren Spielfluss und eine tiefere Einarbeitung in die Spiele ermöglicht hat. Besonders hervorhebt sie ihre Abende zu „Terraforming Mars“, die sehr erfolgreich waren. Sie bringt auch die Bedeutung hervor, thematisches Essen zu den Spieleabenden zu servieren, um das Spielerlebnis zu verbessern. Ihre Überlegungen zu musikalischer Untermalung während der Spiele zeigen weiterhin, wie Genuss und Atmosphäre beim Spielen wichtig sind.Tobi enthüllt sein Highlight, den Stand der BSN-Redaktion auf der Messe in Essen, wo er Neues entdeckt und Spielerfahrungen austauschen konnte. Er berichtet auch von seinen Crowdfunding-Kampagnen, die er in diesem Jahr gespielt hat, und thematisiert die Herausforderungen, die sich beim Unterstützen von Projekten ergeben können. Besonders das Spiel „Alice is Missing“ hat ihm gefallen, wobei er die Verzögerungen bei der Crowdfunding-Kampagne als frustrierend empfand. Er hebt auch „Fromage“ hervor, ein Worker-Placement-Spiel, das schnell und unterhaltsam ist, und seine erste Partie mit „The Old King's Crown“, ein Spiel voller strategischer Tiefe und einzigartiger Illustrationen.Nicht zuletzt teilen wir die Vorfreude auf Spiele, die 2026 herauskommen könnten. Philipp ist gespannt auf „Old King's Crown“ und die Erweiterung von „Slay the Spire“. Johanna hat ein Auge auf die „Downfall“-Erweiterung von "Slay the Spire" geworfen, während ich mich auf die Erweiterung von „Feed the Kraken“ freue, inklusive der zahlreichen neuen Module, die das Spiel spannender und dynamischer machen sollen. Insgesamt spiegelt diese Episode die Vielfalt unserer Spielerlebnisse, die Neugier auf neue Titel und die große Freude am gemeinsamen Spielen wider, die uns alle verbindet. Wir blicken erwartungsvoll auf das nächste Jahr und die neuen Möglichkeiten, die es mit sich bringen wird.

#557 Pile of Shame (25) | Vier spannende Titel zum Jahresabschluss
24.12.2025 | 1 Std. 1 Min.
In dieser Folge von „Pile of Shame“ kommen Sven, Steffen, Torben und Daniel zusammen, um über Spiele zu sprechen, die lange im Regal lagen – den sprichwörtlichen „Pile of Shame“. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, warum bestimmte Titel trotz Interesse nicht auf den Tisch kamen und was sich nach den ersten Partien daran bestätigt oder verändert hat. Als gemeinsamer Rahmen dient ein spielerisches Vorgehen: Zu Beginn wählt jede Person eine Kategorie, die das mitgebrachte Spiel besonders beschreibt, und die anderen versuchen im Gespräch zu erraten, um welchen Titel es geht.Sven eröffnet die Runde mit „Dungeon Up“, einem Print-and-Play-Kartenspiel, das er vor mehr als zwei Jahren über Kickstarter unterstützt hat. Thema ist dabei auch der praktische Teil: Karten müssen zunächst selbst produziert werden, bevor es überhaupt losgehen kann. Inhaltlich dreht sich das Spiel um einen Helden, der sich durch einen Dungeon arbeitet, gegen Monster antritt und versucht, den Ausgang zu erreichen. Aufbau und Mechanismen werden Schritt für Schritt skizziert, sodass nachvollziehbar wird, wie das Kartenspiel seine Spannung aus dem Kampf gegen Gegner und dem Fortschritt im Dungeon bezieht.Steffen bringt „Hamlet“ mit, das bei ihm ebenfalls länger ungespielt blieb. Im Gespräch geht es darum, wie das Dorf im Spielverlauf organisch wächst und warum dabei Logistik und Planung eine zentrale Rolle einnehmen. Neben dem System aus Wegen, Gebäuden und Versorgungsketten werden auch die Produktion und das visuelle Detailniveau angesprochen – ebenso wie die Frage, wie stark sich Mitspielende gegenseitig beeinflussen, wenn das Dorf größer wird und Abläufe ineinandergreifen.Torben ergänzt die Auswahl mit „Forgotten Waters“, einem semi-kooperativen Abenteuerspiel mit Piraten-Thema. Hier steht der Spagat zwischen gemeinsamer Reise und individuellen Zielen im Fokus: Alle arbeiten am Fortschritt der Geschichte, verfolgen aber zugleich persönliche Vorgaben. Thematisiert werden außerdem die App-Unterstützung und die Art, wie Interaktion am Tisch entsteht – gerade dann, wenn Entscheidungen nicht nur den eigenen Charakter, sondern die gesamte Crew betreffen.Im weiteren Verlauf streift die Folge auch Wettspiele und die Dynamik, die dadurch in großen Runden entstehen kann. „Ready, Set, Bet“ kommt als Beispiel dafür auf den Tisch: Live-Wetten, schnelle Entscheidungen und der ständige Blick auf den Rennverlauf sorgen dafür, dass sich Partien stark über die Gruppe definieren. Die Runde ordnet ein, warum solche Spiele besonders dann funktionieren, wenn viele Personen am Tisch sitzen und die Entscheidungen im Takt des Spiels fallen müssen.So entsteht eine Folge, die nicht nur Titel vorstellt, sondern vor allem den Austausch darüber in den Vordergrund rückt, weshalb Spiele liegen bleiben – und was passiert, wenn sie dann doch endlich gespielt werden.



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