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    Monika Mokre & Matthias Meisner: MUT ZUM UNMUT. Anleitung zur politischen Widerspenstigkeit

    24.05.2026 | 59 Min.
    Eine Veranstaltung im Rahmen unseres Schwerpunktes
    Im Fokus: FALSCHE PATRIOTEN - DIE OFFENE GESELLSCHAFT UND IHRE FEINDE

    Es gibt eine gute Kraft der Renitenz! Und wir brauchen sie gerade jetzt, wo negative Nachrichten und Resignation alles zu dominieren scheinen. Dieses Buch hat einen erfrischenden Ansatz: Es plädiert dafür, aktiv zu werden, die Gleichgültigkeit abzulegen, »Nein!« zu sagen, anzuecken – im Job, auf der Straße und in der Politik. Die Autoren finden dafür viele prominente Beispiele von Menschen, die unbequem sind, aufbegehren und ihre Finger absichtlich in Wunden legen wie Petra Kelly, Kevin Kühnert, Werner Schulz, Marco Wanderwitz, Kristina Hänel, Anne Wizorek, Marie von Kuck, Heidi Reichinnek u. v. a.

    »Quertreiber« haben bei uns keinen guten Ruf. Überall wird Anpassung verlangt. Die Autoren drehen den Spieß um. Sie zeigen anhand konkreter Fälle, warum es gefährlich ist, wenn niemand mehr den Mut hat, »Nein!« zu sagen, und wie konstruktiver Ungehorsam geht. Sie rufen dazu auf, die Renitenz nicht den Rechten zu überlassen. Widerstand ja, aber fröhlich, nicht verbittert, fair, nicht fies! Eine Mischung aus Ratgeber, politischem Sachbuch und Streitschrift – mit Inspirationen für alle, die unzufrieden sind mit den aktuellen Zuständen und die glauben, dass wir es besser können.

    Matthias Meisner, geb. 1961, ist freier Journalist und Buchautor. Er schreibt unter anderem für die taz, die Blätter für deutsche und internationale Politik, den Volksverpetzer und das Katapult-Magazin. Seine Themen: Menschenrechte, Demokratie, Rechtsextremismus, Feminismus. Er lebt in Berlin und Tirana.

    Monika Mokre ist Politikwissenschaftlerin und arbeitet seit 1991 an der Akademie der Wissenschaften in Wien. Ihre Expertisen umfassen ua. Demokratietheorie, Arbeiten zu Repräsentation, Migration und widerständischen Bewegungen. 

    Moderation:
    Robert Misik, Autor und Journalist
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    Thant Myint-U: HOW PEACE WAS MADE IN THE 1960’S – AN INSPIRATION FOR NOW?

    21.05.2026 | 1 Std.
    There are good and bad news when it comes to peacemaking. Bad news first: In today’s world, we see more conflicts and wars than ever. At this moment of time, “peacemaking” looks like “deal-making”. And, by the way, ego-driven autocratic leaders and their entourage even financially profit from the deadly power games they have inflicted on others. The environment and conditions for trust and real dialogue, fact-based media, respect for international law and multilateral organizations seem to be worse than ever.

    The good news, however, is: Peacemaking has always been difficult, already in the 1960s – nevertheless, several UN peacemaking, mandate enforcement and peacekeeping missions have been successful. New concepts and methods around involving protest and civil rights movements, and – since 2010 – a focus on Women, Peace and Security have become part of contemporary diplomacy.

    But: Today’s conflicts are pressing and have the potential to lead us to the brink of self-extermination – due to disinformation, technology and weapons of mass destruction, but most importantly due to unqualified and populist political leadership. 

    What can inspire us from the 1960s when the United Nations became really global, with so many newly independent states in Africa and Asia, and an organization vetted with hope, competence and good leadership, with capacity and vision for a better and more peaceful world?

    Historian Thant Myint-U, the grandson of the third UN Secretary General U Thant – the first one from the Global South – will present and discuss his latest book “Peacemaker: U Thant, the United Nations, and the Untold History of the 1960s” and what this never-before-told story reveals about global politics and the prospects for future peace. 

    Based in part on recently declassified papers, the book tells the story of a schoolteacher in a remote Burmese town who, within a little more than a decade, finds himself at the very center of global politics, as the UN’s Secretary-General, mediating the Cuban Missile Crisis between Kennedy, Khrushchev and Castro, and then going on to confront one war after another through the turbulent 1960s, from Vietnam to the Congo and the Middle East. The story is the missing piece in the puzzle of how our world came to be and shines a fresh light on our real options today.

    Moderator Ulrike Lunacek together with Thant Myint-U will discuss what can inspire us from then and what real options we have or might have today. How to imagine a world where trust in functioning international organizations and multilateral rules-based United Nations can again become vibrant, including in the implementation of the necessary changes that have been postponed for too long.
     
    Thant Myint-U is an award-winning writer, historian, conservationist, and a former international public servant. He has served on three United Nations peacekeeping operations as well many years with the UN in New York as chief of policy planning. For over a decade, he helped lead reform efforts in Burma (Myanmar), including as a peace mediator. He is the founding chair of Yangon Heritage Trust. The author of five books, he is an Honorary Fellow of Trinity College, Cambridge, UK.

    Ulrike Lunacek, currently Special Envoy for Austria’s candidature for a non-permanent seat in the UN Security Council, has had a long career in Austrian and European politics: between 1995 and 2020 she was i.a. Member of the Austrian Parliament, Member and Vicepresident of the European Parliament, and in 2020 briefly part of the ÖVP/Grüne government as Secretary of State for Arts and Culture. An active member of development/North-South as well as feminist and LGBTIQ activities/NGOs before and after her time in party politics, she has written and edited four books and lives in Vienna as moderator, speaker and author.
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    Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Medienmanager und Ex-ORF-Generalintendant Gerhard Zeiler

    17.05.2026 | 1 Std. 20 Min.
    AUS KREISKYS WOHNZIMMERIm Februar 2026 wurde bekannt, dass der Hollywood-Konzern Warner Bros. Discovery der Übernahme durch Paramount Skydance zugestimmt hat.

    111 Milliarden Dollar hat Paramount Skydance dafür geboten und so den zweiten Anwärter, Netflix ausgebotet. Der neue Eigentümer des nun entstehenden Medien-Riesen ist der milliardenschwere Filmproduzent David Ellison. Dessen Vater, der Software-Pionier Larry Ellison, belegt Platz 5 auf der Bloomberg Liste der Milliardäre und ist ein enger Freund und Unterstützer von Donald Trump.
    2012 wechselte der Ex-ORF-Chef Zeiler von RTL als „President International“ zu Time Warner, heute Warner Media, das nun zu Paramount Skydance gehört.
    Ein Anlass, mit Gerhard Zeiler nicht nur über seine sozialdemokratische Herkunft und Erziehung und über Bruno Kreisky zu reden, sondern auch über die Mechanismen der globalen Medien und die Zukunft des ORF.Aufgezeichnet im Bruno Kreisky Forum am 23. April 2026Technische Produktion: Maximilian Hofko
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    Oliver Rathkolb: ÖKONOMIE DER ANGST

    14.05.2026 | 1 Std. 18 Min.
    Barbara Tóth im Gespräch mit Oliver Rathkolb

    ÖKONOMIE DER ANGST.
    Die Rückkehr des nervösen Zeitalters

    „Rathkolb sieht große Ähnlichkeiten mit der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg und hat sich an einen Epochenvergleich gewagt.“ Kurier

    Radikalisierung, Autoritarismus, Kriegstreiberei, Xenophobie und Kontrollverlust: Wir alle spüren das nervöse Fieber, und es erinnert uns an längst vergangen geglaubte Zeiten.
    Oliver Rathkolb macht die Ursache an der »ersten und zweiten Turboglobalisierung« fest. Politische Umwälzungen, ökonomische Krisen und technologische Innovationen überfordern im Vorfeld des Ersten Weltkriegs wie auch heute die nationalen Gesellschaften und ihre politischen Eliten – und rufen die Raubritter der Wirtschaft auf den Plan. Irrationale Fehlentscheidungen in der Politik, eine Polarisierung der Bevölkerung und das Gefühl der Marginalisierung des Einzelnen wecken eine Sehnsucht nach dem »starken Mann« und einfachen, oft gewaltvollen Lösungen für komplexe Probleme.
    Steht uns ein neues autoritäres Zeitalter bevor?

    Oliver Rathkolb, geboren 1955, war langjähriger Vorstand und Professor des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur österreichischen und internationalen Zeit- und Kulturgeschichte sowie Herausgeber der Zeitschrift »zeitgeschichte« und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Hauses der europäischen Geschichte in Brüssel. Rathkolb ist Vorsitzender des Wiener Instituts für Kultur und Zeitgeschichte (VICCA) und des wissenschaftlichen Beirats des Kreisky Forums.

    Moderation:  Barbara Tóth, Journalistin, Autorin und Historikerin, leitende Redakteurin in der Stadtzeitung FALTER
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    HELLMUT BUTTERWECKS "MÖGLICHKEITEN"

    12.05.2026 | 1 Std. 6 Min.
    HELLMUT BUTTERWECKS „MÖGLICHKEITEN“
    Was wäre gewesen, wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte?

    Der heute 98 jährige Journalist und Zeitzeuge Hellmut Butterweck hat sich in seinem publizistischen Werk intensiv mit dem nationalsozialistischen Ungeist und seinem Weiterwirken in der Zweiten Republik beschäftigt. Aus der Schule hinausgeworfen, 1944 zur Arbeit in der deutschen Kriegsindustrie zwangsrekrutiert und der Sabotage verdächtigt, entzog sich Butterweck dem Dienst in der deutschen Wehrmacht. Ab 1948 schreibt er für zahlreiche Medien Kritiken, Glossen, Satiren, Reportagen und Essays zu unterschiedlichen Themen sowie zeitgeschichtliche Beiträge und Stellungnahmen gegen antidemokratische, antisemitische und neonazistische Tendenzen. Viele Jahre war Butterweck in der Wochenzeitung „Die Furche“ für Zeitgeschichte, Literatur und Theaterkritik verantwortlich und verfasste darüber hinaus Theaterstücke, Hörspiele und Romane.

    Für seine Arbeit erhielt er den Wiener Kunstfonds-Preis, den Theodor-Körner-Preis, den Preis der Stadt Wien für Publizistik und 2025 den Theodor-Kramer-Preis.

    Um das NS-Erbe geht es auch in Hellmut Butterwecks soeben erschienen Buch “Möglichkeiten”. Das Szenario des Romans: Hitler hat dank der „Wunderwaffe“ den Krieg gewonnen, doch nach den Feiern zu seinem 100. Geburtstag bricht das Nazireich zusammen. Es verabschiedet sich auf ähnliche Weise wie wenige Monate später in der realen Geschichte die DDR: Die Menschen haben die Nase voll, gehen auf die Straße und bringen auf unblutige Weise den Staat zu Fall.

    Dass Hitler längst tot ist, ist ein Staatsgeheimnis, er wird laufend durch Doppelgänger ersetzt: alte Narren, die sich für ihn halten und die der „große Klein“ im Wiener Narrenturm vorrätig hält. Nun fliegt alles auf und Reichsmarschall Kraut kann nur noch die Demokratie ausrufen.

    Diese hinreißend erzählte, burleske Handlung findet ihren zarten Gegenpol in der Liebesgeschichte des SS-Mannes Horst mit der Jüdin Esther. Sie lässt sein eingelerntes NS-Geschichtsbild krachend in sich zusammenbrechen.
    Hellmut Butterwecks Roman ist ein wildes Spiel mit „MÖGLICHKEITEN“, die der Welt erspart geblieben sind.

    Über den Autor Hellmut Butterweck:
    Rudolf Scholten, Präsident des Bruno Kreisky Forums

    Einführung:
    Richard Pils, Verlag Bibliothek der Provinz

    Lesung:
    Cornelius Obonya, Kammerschauspieler

    Musikalische Umrahmung:
    Gernot Winischhofer, Violine
    Endre Guran, Viola
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Über Kreisky Forum Talks
Das Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog ist ein Ort des europäischen und globalen Denkens, der Solidarität und Zusammenarbeit. Namhafte Kurator*innen sprechen mit unseren Gästen über politisch brisante Themen unserer Zeit und unserer Gesellschaften. Der Podcast zur Stunde. Alle Informationen zum Kreisky Forum sowie das Programm finden Sie hier: https://www.kreisky-forum.org/
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