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    Markus Brunner & Hans-Jürgen Wirth: SOZIALPSYCHOLOGIE DES AUTORITÄREN

    16.03.2026 | 1 Std. 7 Min.
    Robert Misik im Gespräch Markus Brunner und Hans-Jürgen Wirth

    SOZIALPSYCHOLOGIE DES AUTORITÄREN
    Was macht rechte Narrative für viele Menschen attraktiv?

    In atemberaubender Rasanz kippen die USA über den Abgrund, und auch in Europa werden autoritäre und neu-faschistische Bewegungen tonangebend. Sehr viele Analysen beschäftigen sich mit politikwissenschaftlichen und insbesondere auch mit ökonomischen Ursachen für den Aufstieg dieser Neuen Rechten. Dabei gibt es eine Vielzahl wichtiger sozialpsychologischen Faktoren, die selbst seit Jahrzehnten schon erforscht sind: Warum Menschen für autoritäre Botschaften empfänglich sind; welche Dynamiken die Selbstradikalisierung entfacht, wenn rechte Agitation auf Gesellschaften einwirkt; wie sich Menschen selbst verändern, wenn autoritäre Anlagen wachgerufen werden.

    Markus Brunner, Sozialpsychologe und Soziologe, untersucht in seinem Buch „Sozialpsychologie des Autoritären“ insbesondere die Autoritarismusforschung des Frankfurter Instituts für Sozialforschung und neuere Studien darüber, wie ein „rebellisch-autoritärer Charaktertyp“ entsteht und in „autoritäre Aggression“ umschlägt, und was es mit Menschen macht, wenn ein „paranoides Denken immer mehr zunimmt“.

    Eine massenpsychologische Perspektive ist unumgänglich, wenn man die Pathologien unserer Zeit verstehen will. Der Psychoanalytiker Hans-Jürgen Wirth untersucht seit vielen Jahren die „emotionalen Leitmotive“, die rechtspopulistische Einstellungen begünstigen wie „Wut, Hass, Rachsucht, Empörung, Ekel, Neid, Ressentiments, Verbitterung, Sarkasmus, Zynismus, Destruktivität, Empathie-Verweigerung, Feindseligkeit“. Mangelnde Anerkennung mag dazu besonders beitragen, ebenso eine „misstrauische Grundhaltung zur Welt“, die oft schon im Kindesalter genährt wird.

    Markus Brunner,Sozialpsychologe und Soziologe; wissenschaftlicher Leiter des Master-Studienschwerpunktes “Sozialpsychologie/Klinische Psychologie” an der Sigmund Freud Privat Universität (SFU) Wien

    Hans Jürgen Wirth, Psychoanalytiker, psychologischer Psychotherapeut und Verleger des Psychosozial-Verlages; Professor für psychoanalytische Sozialpsychologie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main

    Moderation:
    Robert Misik, Autor und Journalist
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    Friederike Frieß, Amb. Alexander Kmentt & Nikolai Sokov: ARE WE READY FOR THE NEW NUCLEAR AGE?

    13.03.2026 | 1 Std. 4 Min.
    Solmaz Khorsand in conversation with Friederike Frieß, Amb. Alexander Kmentt and Nikolai Sokov

    ARE WE READY FOR THE NEW NUCLEAR AGE?
     
    The world has entered a dangerous new phase in dealing with nuclear risks, “the third nuclear age” driven by an often referenced and poorly defined “great power competition” as Alexandra Bell, President and CEO of the Bulletin of the Atomic Scientists put it. There are persistent nuclear threats from Putin’s regime and by North Korean dictator Kim Jong-un’s alarming missile tests. Furthermore, US President Donald Trump is calling for renewed testing of America’s nuclear infrastructure.
    What will the world look like when, as IAEA Director General Rafael Grossi predicts, there are 20 to 25 nuclear-armed states instead of the current nine, and they flex their muscles more and more?
    What cards do the proponents of a rule-based world order still have to convince nuclear-hungry leaders of the threat posed by these weapons, which they brandish like toys? What is the future of non-proliferation treaties and diplomacy?

    Friederike Frieß, physicist and senior researcher at BOKU’s Institute for Safety and Risk Sciences and member of the UN Scientific Panel on the Effects of Nuclear War

    Amb. Alexander Kmentt, Permanent Representative of Austria to the United Nations Office and International Organisations in Geneva
    Nikolai Sokov, Senior Fellow at the Vienna Center for Disarmament and Non – Proliferation and former Soviet and Russian arms control negotiator
    Moderator:
    Solmaz Khorsand, independent journalist, podcaster, and award-winning author focusing on socio-political issues
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    Franziska Davies & Gerhard Mangott: DAS FÜNFTE JAHR - DIE UKRAINE IM KRIEG

    10.03.2026 | 1 Std.
    Cathrin Kahlweit im Gespräch mit Franziska Davies und Gerhard Mangott

    DAS FÜNFTE JAHR: DIE UKRAINE IM KRIEG

    Russlands Krieg gegen die Ukraine geht im Februar 2026 ins fünfte Jahr – und ungeachtet aller internationaler Bemühungen um einen Waffenstillstand besteht derzeit wenig Hoffnung auf ein Einlenken des Kreml. Nach wie vor beharrt Wladimir Putin ebenso darauf, dass ein Sieg mit militärischen Mitteln möglich sei, wie auf seine Maximalforderungen. Dazu gehören unter anderem eine Abtretung des gesamten Donbass, eine Verkleinerung der ukrainischen Armee sowie die Installierung einer Russland-freundlichen Regierung in Kiew.
    Trotz aller vorläufigen Erfolgsmeldungen der „Koalition der Willigen“ und einer vagen Einbindung der USA ist daher unklar, wie ein Schweigen der Waffen oder gar ein Wiederaufbau des in Teilen zerstörten Landes möglich sein soll. Die Osteuropa-Historikerin und Gründerin der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft, Franziska Davies, forscht zur modernen Geschichte der Ukraine und Russland und kennt sich daher in beiden Regionen hervorragend aus. Gleiches gilt für Gerhard Mangott, Professor für Politikwissenschaft und Experte für Sicherheitsforschung im post-sowjetischen Raum an der Universität Innsbruck. Davies und Mangott debattieren mit Osteuropa-Expertin Cathrin Kahlweit darüber, wie Russland zum Einlenken gedrängt und die Existenz der Ukraine gerettet werden kann.

    Franziska Davies, deutsche Osteuropa-Historikerin, Schwerpunkte: die moderne Geschichte der Ukraine, Polens und Russlands, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) Potsdam, Mitbegründerin und Co-Präsidentin der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft
    Gerhard Mangott, österreichischer Politikwissenschaftler und Professor für Politikwissenschaft mit der Spezialisierung auf Internationale Beziehungen und Sicherheitsforschung im post-sowjetischen Raum an der Universität Innsbruck. Forschungsschwerpunkte: Innen- und Außenpolitik Russlands, Außenpolitik der USA, Großmächtebeziehungen, strategische Rüstungskontrolle und nukleare Proliferation

    Cathrin Kahlweit, langjährige SZ-Korrespondentin, Publizistin und Moderatorin
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    VICTOR ADLER - Was sagt uns dieser Baumeister der Republik Österreich heute?

    07.03.2026 | 1 Std.
    VICTOR ADLER
    Was sagt uns dieser Baumeister der Republik Österreich heute?

    Victor Adler war einer der bedeutendsten „Baumeister der Republik“, porträtiert in einer neuen ORF-III-Dokumentation der gleichnamigen Reihe. Vor der ORF-III Erstausstrahlung veranstaltet das Bruno Kreisky Forum am Montag, den 16. Februar ein pre-screening, sowie eine hochkarätige Diskussionsrunde zu Victor Adler, den Begründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs.

    Michael Ludwig, Bürgermeister der Stadt Wien und Historiker, diskutiert mit ExpertInnen die Rolle und Perspektiven des Ausnahmepolitikers Adler. Er gilt als Symbol für soziale Gerechtigkeit, Solidarität und den Einigungsprozess der Sozialdemokratie in dramatischen Zeiten des Umbruchs in Österreich, Europa und global. Die Sozialdemokratie als demokratische Emanzipationsbewegung im Vielvölkerstaat, als Vorkämpferin zur Lösung der sozialen Frage und zur Bekämpfung der Armut, als politische Kraft der Frauenemanzipation und Gleichbehandlung, ihre Friedenspolitik und Perspektiven für einen europäischen Einigungsprozess – diese und weitere Themen, die uns und die Sozialdemokratie bis heute beschäftigen, werden von der hochkarätigen Runde aufgeworfen.

    Adler starb einen Tag vor Ausrufung der Ersten Republik, doch er blieb Vorbild für viele, auch für Bruno Kreisky. Was hat er uns heute zu sagen?
     
    Michael Ludwig, Historiker, Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien
    Gabriella Hauch, Historikerin, Professorin für Geschichte der Neuzeit mit dem Schwerpunkt Frauen- und Geschlechtergeschichte.
    Wolfgang Maderthaner, Historiker, Präsident des Vereins Geschichte der Arbeiterbewegung
    Robert Misik, Autor und Journalist, Adler Biograf
    Moderation:
    Renata Schmidtkunz, Journalistin
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    DE-ESCALATION, PEACE AND FREEDOM IN THE MIDDLE EAST: IRANIAN AND ISRAELI VOICES IN DIALOGUE

    03.03.2026 | 1 Std. 23 Min.
    We are not our regimes.
    De-escalation, Peace and Freedom in the Middle East: Iranian and Israeli Voices.
     
    Archenemies. This is the term commonly used to describe the relationship between Israel and Iran. An enmity that will ultimately lead to war, as it did in June 2025.

    Was war between these two states something that had to happen?

    No, said a group of Iranian and Israeli scholars and artists, that were worrying together since November 2024 about the hostile relationship of their respective countries.

    Three days after the breakout of the 12-day-war they published a statement in Hebrew, Farsi and English, urging for a ceasefire and diplomacy. And they stated: “We refuse to accept the inevitability of violent conflict as the only way forward between our nations, Israel and Iran, or their positioning as eternal arch-enemies.” Within a few days over 2400 people signed the open letter, from within Iran and Israel, along with many intellectuals from the Iranian diaspora.

    This represents a significant milestone in Israeli–Iranian relations, as it is the first time that intellectuals, artists, academics, filmmakers, and human rights activists have attempted to establish dialogue between two nations whose populations have been pitted against each other for decades.

    What are the chances and the challenges of this ambitious project? Human rights lawyer Mehrangiz Kar, editor of the Palestine – Israel Journal Susie Becher, publisher Hillel Schenker, political scientist Mehrzad Boroujerdi and the two historians Lior Sternfeld and Touraj Atabaki will join journalist Solmaz Khorsand February 12 on a conversation about crossing a supposedly insurmountable ditch.

    Touraj Atabaki, Emeritus Professor by special appointment of Social History of the Middle East and Central Asia
    Susie Becher, Communications Director of the Policy Working Group and Managing Editor of the Palestine – Israel Journal
    Mehrzad Boroujerdi, Vice Provost and Dean of College of Arts, Sciences, and Education at Missouri University of Science and Technology
    Mehrangiz Kar, Iranian human rights lawyer and an internationally recognized writer
    Hillel Schenker, Israeli journalist and co-editor of the Palestine-Israel Journal
    Lior Sternfeld, Professor of history and Jewish Studies and Social Historian of the modern Middle East

    Moderator:
    Solmaz Khorsand, independent journalist, podcaster, and award-winning author focusing on socio-political issues

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Über Kreisky Forum Talks

Das Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog ist ein Ort des europäischen und globalen Denkens, der Solidarität und Zusammenarbeit. Namhafte Kurator*innen sprechen mit unseren Gästen über politisch brisante Themen unserer Zeit und unserer Gesellschaften. Der Podcast zur Stunde. Alle Informationen zum Kreisky Forum sowie das Programm finden Sie hier: https://www.kreisky-forum.org/
Podcast-Website

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Generated: 3/20/2026 - 1:48:50 AM