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    Emran Feroz: WIR WOLLEN LEBEN!

    28.04.2026 | 1 Std. 20 Min.
    Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Emran Feroz

    WIR WOLLEN LEBEN!

    Seit über hundert Jahren, spätestens seit den ersten Öl-Funden in der 1910-er Jahren, kommt der sogenannte „Nahe Osten“ nicht mehr zur Ruhe. Der jüngste unprovozierte Angriffskrieg Israels und der USA gegen Iran ist ein bitterer Beleg dafür. Bereits 2017 beschrieb der 1991 in Innsbruck geborene Politologe, Journalist und Autor Emran Feroz den ersten Dronen-Krieg der Welt, der in Afghanistan stattfand. Feroz, dessen Eltern zur Zeit der russischen Intervention in Afghanistan nach Österreich geflüchtet waren, war mehrfach im Heimatland seiner Eltern und hat 2021 seine Erlebnisse und Kenntnisse in dem Bestseller „Der längste Krieg. 20 Jahre War in Terror“ festgehalten. Nun ist sein jüngstes Buch erschienen:

    Wir wollen leben!
    Von Afghanistan bis Gaza - ein Aufschrei gegen Entmenschlichung und Krieg. 

    Feroz entlarvt darin die Doppelmoral des Westens und entwirft die Vision eines haltbaren Friedens, der die Menschen des „Orients“ an eine Zukunft glauben lassen könnte.

    Feroz ist einer der interessantesten jungen Journalisten, der sich mit der Region beschäftigt und mit seiner aufrichtigen Berichterstattung vielen anderen Journalisten Mut macht. Sein neues Buch hat er den getöteten Journalistinnen und Journalisten aus Gaza gewidmet.

     Emran Feroz, Autor und Journalist mit Fokus auf Nahost und Zentralasien. Er berichtet regelmäßig aus Afghanistan und ist für zahlreiche deutsch- und englischsprachige Medien. Feroz ist Gründer von "Drone Memorial" einer virtuellen Gedenkstätte für zivile Drohnenopfer. 2021 wurde Feroz für seine Arbeit mit dem österreichischen Concordia-Preis in der Kategorie Menschenrechte ausgezeichnet.

    Renata Schmidtkunz, Journalistin, Moderatorin und Dokumentarfilmerin und arbeitete viele Jahre beim ORF, u. a. für den Radiosender Ö1 und die Sendung „Im Gespräch“. Sie wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet: 2012 Publizistikpreis der Stadt Wien, 2014 Axel-Corti-Preis, 2020 und 2026 Radiopreis der Erwachsenenbildung, 2025 Silbernes Ehrenzeichen der Republik Österreich.
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    Joschka Fischer: CHAOTISCH IN DIE NEUE WELT

    26.04.2026 | 54 Min.
    Raimund Löw im Gespräch mit Joschka Fischer und Alexandra Föderl-Schmdit

    CHAOTISCH IN DIE NEUE WELT
    Ein Ausblick auf die Optionen Europas in den aktuellen Turbulenzen

    Die internationale Ordnung gerät unter Druck, alte Gewissheiten lösen sich auf, neue Machtkonstellationen entstehen. Im Zentrum steht das Verhältnis zu den USA unter Donald Trump, die sich zunehmend von menschenrechtlichen und multilateralen Prinzipien entfernen und Elemente einer autoritären Supermacht zeigen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die innere Verfasstheit Europas: Nach der Wahlentscheidung in Ungarn am 12. April rückt die Rolle von Viktor Orbán und ähnlichen Akteuren erneut in den Fokus. Autoritäre Tendenzen, nationale Alleingänge und gezielte Blockaden gemeinsamer Entscheidungen könnten Europas Handlungsfähigkeit von innen heraus schwächen.
    Der Ausblick fragt daher auch nach den konkreten Handlungsmöglichkeiten Europas: institutionelle Reformen, Stärkung der Rechtsstaatlichkeit, strategische Autonomie in Schlüsselbereichen (Energie, Verteidigung, Technologie) sowie die politische Führungsrolle der großen Mitgliedstaaten.
     
    Joschka Fischer, deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen) und war von 1998 bis 2005 Bundesaußenminister und Vizekanzler

    Alexandra Föderl-Schmid,  Journalistin, Korrespondentin in Frankreich für die Süddeutsche Zeitung

    Moderation:
    Raimund Löw, Journalist, Autor, Historiker
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    Thomas Demmelhuber, Marius Bales, Kristin Diwan & Yasmine Farouk: SECURITY IN THE GULF: THE DANGER OF RIFTS AMONG MIDDLE POWERS AMID THE IRAN CRISIS

    22.04.2026 | 1 Std. 14 Min.
    SECURITY IN THE GULF: THE DANGER OF RIFTS AMONG MIDDLE POWERS AMID THE IRAN CRISIS

    The Gulf Cooperation Council (GCC) publicly reaffirms the principles of collective cooperation, however, as demonstrated in the Iran war, military defence is one of the areas which are far from integrated. During the last months the GCC witnessed a growing rift between once friendly rivals, Saudi Arabia and the United Arab Emirates (UAE). The strategic divergences of these two Gulf monarchies carry serious implications not only for the Gulf but the wider MENA region and even stretch to Yemen, Sudan and the Horn of Africa. The differences span from economic competition, foreign policy priorities, and approaches to regional conflicts – including domestic challenges ahead. Will the Iran war deepen these rifts or even increase the chance of building collective security frameworks?

    With high level scholars and practitioners, we will examine the roots of this rift and assess its potential consequences and ways of deescalation.

    Marius Bales is a researcher at the Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC), where he has worked since 2016. He studied Political Science and German Studies at the University of Trier and focuses on military technology, arms dynamics, and contemporary forms of warfare, particularly in conflict regions such as the Middle East.
    Yasmine Farouk is the Gulf and Arabian Pensinsula Project Director at International Crisis Group. She studied political science at Cairo University, Sciences Po Paris and was a fellow at Yale University. She previously worked at the office of the Egyptian prime minister after the 2011 revolution, supporting civil society participation in the national dialogue and constitutional processes. From 2016 to 2017, she was the director of research at the Cairo International Center for Conflict Resolution, Peacekeeping and Peacebuilding, a think-tank and training centre affiliated with the Egyptian Ministry of Foreign Affairs.

    Thomas Demmelhuber is a German political scientist specializing in the politics and societies of the Middle East. He is Professor and Chair of Politics and Society of the Middle East at Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg and Visiting Professor at the College of Europe in Natolin. He is also an author and editor of several academic publications, including the 2025 handbook Die Arabische Halbinsel: Geographie und Politik.

    Kristin Diwan is a senior resident scholar at the Arab Gulf States Institute. Her current projects concern generational change, nationalism, and the evolution of Islamism in the countries of the Gulf Cooperation Council. Her analysis of Gulf affairs has appeared in many publications, among them Foreign Affairs, Financial Times, and The Washington Post. She was previously an assistant professor at the American University School of International Service and has held visiting scholar positions at the George Washington University and Georgetown University.

    Gudrun Harrer, Lecturer in Modern History and Politics of the Near and Middle East at the University of Vienna and the Diplomatic Academy of Vienna; former Senior Editor at Der Standard (until 2025).
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    Düzen Tekkal: WIDERSTAND, ZUSAMMENHALT UND DIE ZUKUNFT VON DEMOKRATIE UND MENSCHENRECHTEN

    16.04.2026 | 53 Min.
    Solmaz Khorsand im Gespräch mit Düzen Tekkal

    WIDERSTAND, ZUSAMMENHALT UND DIE ZUKUNFT VON DEMOKRATIE UND MENSCHENRECHTEN

    Die Welt ist aus den Fugen: Das Völkerrecht wird belächelt, autoritäre Regime erstarken, Menschenrechte werden infrage gestellt, Minderheiten sind existenzieller Bedrohung ausgesetzt – im Iran, im Nahen Osten, aber auch mitten in Europa.
    Wie gelingt es in so einer Atmosphäre Mitgefühl für andere zu evozieren? Vielleicht sogar das Gefühl von Verantwortung für andere, wenn ihre Menschenrechte mit Füßen getreten werden? Was hält Gesellschaften zusammen, wenn Gewalt, Hass und Polarisierung zunehmen? Und welche Rolle spielen dabei jene, die sich weigern zu schweigen?
    Die Kriegsreporterin, Filmemacherin und Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal hat ihr Leben dem Kampf der Menschenrechte gewidmet. Gemeinsam mit ihren vier Schwestern hat sie nun im Buch „Wut und Wärme“ eine Art Manifest geschrieben, wie sich die Welt durch „Schwesternschaft“ verändern lässt. In ihrem Buch teilen sie ihre Erfahrungen als Töchter einer jesidisch-kurdischen Flüchtlingsfamilie und den Wert von Zusammenhalt, als politischer Kompass, um sich für seine Mitmenschen einzusetzen. Im Gespräch mit der Journalistin Solmaz Khorsand werden zentrale Fragen erörtert, die uns zwischen dem Einsatz für universale Werte und der immer häufiger anzutreffenden selektiven Empathie beschäftigen müssen: Wie entsteht politischer Mut? Wie kann Solidarität konkret werden? Und was bedeutet es heute, Demokratie und Menschenrechte aktiv zu verteidigen?

    Düzen Tekkal, vielfach ausgezeichnete Journalistin, Filmemacherin und Menschenrechtsaktivistin. Als Kriegsreporterin, politische Analystin und Gründerin der Organisation HÁWAR.help arbeitet sie seit Jahren an den Brennpunkten von Verfolgung, Krieg und politischer Unterdrückung in Irak, Syrien und zuletzt auch mit Blick auf politische Gefangene im Iran.2021 erhielt sie in Deutschland das Bundesverdienstkreuz für ihre für ihre Verdienste in der Förderung des demokratischen Zusammenlebens.

    Moderation:
    Solmaz Khorsand, freie Journalistin, Podcasterin und preisgekrönte Autorin mit Schwerpunkt auf gesellschaftspolitischen Themen.
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    Jana Puglierin: WER VERTEIDIGT EUROPA?

    13.04.2026 | 1 Std. 6 Min.
    Tessa Szyszkowitz im Gespräch mit Jana Puglierin

    WER VERTEIDIGT EUROPA?
    Ohne Schutzschild der USA braucht Europa Ideen für die eigene (Selbst-)Sicherheit

    Ziehen sich die USA mittelfristig aus Europa zurück, wie es unter Donald Trump den Anschein hat? Dann werden sich die Europäer gegen einen Angriff kaum effektiv verteidigen können. So lautet die Analyse von Jana Puglierin, Leiterin des Berlin-Büros des European Council for Foreign Relations ECFR. In ihrem Buch „Wer verteidigt Europa?“ zeigt die Außenpolitik-Expertin die Bedrohungen, mit denen Europa konfrontiert ist: konventionell, hybrid, atomar. Davon ausgehend rät sie, was jetzt dringend geschehen muss, damit Europa verteidigungsfähiger wird – und warum genau das der richtige Weg ist, um von vornherein zu verhindern, dass ein russischer Angriff Realität wird.

    Im Gespräch mit Jana Puglierin werden folgende Fragen diskutiert: Welche militärischen und nicht-militärischen Fähigkeiten die Europäer brauchen, um im Ernstfall Europas Verteidigung garantieren zu können. Nach Jahrzehnten pazifistischen Denkens stellen sich 2026 erschreckende, aber auch notwendige Fragen: Sollten EU-Staaten ein stehendes Heer finanzieren? Muss der Wehrdienst verlängert werden? Was bedeuten hybride Kriegsführung und Drohnenkriege für Staatshaushalte? Und: Brauchen friedliche Demokratien wie Deutschland Atomwaffen zur Abschreckung?
     
    Jana Puglierin, ist Leiterin des Berliner Büros des European Council on Foreign Relations und eine der profiliertesten deutschen Expertinnen zum Thema Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik in Deutschland. Seit 2023 ist sie Mitglied des Beirats der Bundesregierung für zivile Krisenprävention und Friedensförderung. In ihrer Handelsblatt-Kolumne «Geoeconomics» sowie in Talkshows und Beiträgen für diverse Medien kommentiert sie regelmäßig das Zeitgeschehen.

    Tessa Szyszkowitz ist eine österreichische Journalistin, Autorin und Historikerin („Trauma und Terror“, Böhlau, 2008). Ihr jüngstes Buch: „Echte Engländer – Britannien und der Brexit“, (Picus, 2018) Sie ist Distinguished Fellow am britischen Verteidigungs-ThinkTank Royal United Services Institute RUSI in London und Kuratorin des Kreiskyforums.

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Über Kreisky Forum Talks

Das Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog ist ein Ort des europäischen und globalen Denkens, der Solidarität und Zusammenarbeit. Namhafte Kurator*innen sprechen mit unseren Gästen über politisch brisante Themen unserer Zeit und unserer Gesellschaften. Der Podcast zur Stunde. Alle Informationen zum Kreisky Forum sowie das Programm finden Sie hier: https://www.kreisky-forum.org/
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