Der Ostcast

DIE ZEIT
Der Ostcast
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  • Der Ostcast

    Zerstritten gegen Putin – Wie Exilanten für ein "besseres Russland" kämpfen

    19.2.2026 | 50 Min.
    Fast alle russischen Politiker, die vor Jahren in Russland gegen
    Wladimir Putin arbeiteten, leben heute im Ausland, nicht wenige in
    Deutschland. Der wichtigste Oppositionelle war sicherlich Alexej
    Nawalny, der vor zwei Jahren mit dem Gift Epibatidin in einem
    Gefangenenlager umgebracht wurde. Nun wollen andere eine Alternative zu
    Putin, ein "besseres Russland", im Exil vorbereiten. Doch geht das aus
    dem Ausland, fern vom russischen Volk, abgeschnitten durch
    Internet-Blockaden und Reiseverbote? Die russischen Politiker versuchen
    es auf verschiedenen Wegen, mit Demonstrationen in Berlin,
    YouTube-Auftritten, Konferenzen – und neuerdings auch mit einer
    Vertretung der russischen Opposition in der Parlamentarischen
    Versammlung des Europarats.  

    In dieser Folge von "Der Ostcast" diskutieren Michael Thumann und Alice
    Bota die Möglichkeiten der russischen Exil-Politikerinnen und
    Aktivisten, in Russland an Einfluss zu gewinnen. Sie sprechen über
    unterschiedliche Strömungen und die heftigen Streitereien innerhalb der
    Opposition. Sie fragen nach ihrer Haltung zu Russlands Krieg gegen die
    Ukraine, ihrem Ansehen in der russischen Bevölkerung – und nach ihren
    Erfolgsaussichten, Putin vom Thron zu stoßen. 

    Alle drei Wochen sprechen wir im "Ostcast" über Politik und Gesellschaft
    der osteuropäischen Länder. Alice Bota berichtet von ihren Gesprächen
    und Erfahrungen in Osteuropa, Michael Thumann erzählt von seinen
    Begegnungen und Reisen in Russland und den Nachbarländern. 

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    - Shownote zum Hastenichtgesehen

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  • Der Ostcast

    "Aus der Haft wollte ich mit roten Lippen gehen"

    29.1.2026 | 46 Min.
    Über fünf Jahre hatten wir auf dieses Interview mit Maria Kalesnikava
    kaum zu hoffen gewagt. Kalesnikava hatte sich mit zwei anderen Frauen
    2020 dem belarussischen Diktator Alexander Lukaschenko entgegengestellt.
    In Belarus protestierten Hunderttausende friedlich gegen die gefälschte
    Wahl, Kalesnikavas Mitstreiterinnen flohen aufgrund der Bedrohung außer
    Landes – Maria Kalesnikava aber blieb. Sie zahlte dafür einen hohen
    Preis. Im September 2020 wurde sie mitten in Minsk verschleppt, tauchte
    Tage später in einem belarussischen Gefängnis auf und wurde schließlich
    zu elf Jahren Lagerhaft verurteilt.

    In all der Zeit bemühten wir uns, mit ihr in Kontakt zu bleiben –
    vergeblich. Denn von den fünf Jahren war Maria Kalesnikava drei Jahre
    lang verschwunden. Es erreichten sie keine Briefe mehr. Nicht einmal
    ihre Familie wusste, ob sie noch lebt. Sie befand sich in
    Isolationshaft. Im Dezember dann die Freilassung von 123 politischen
    Gefangenen dank eines Deals Lukaschenkos mit den Amerikanern. Maria
    Kalesnikava war dabei.

    In dieser Ostcast-Folge sprechen Michael Thumann und Alice Bota über
    ihre Begegnung mit Maria Kalesnikava und ihre erstaunliche Resilienz.
    Denn erstmals seit ihrer Ankunft in Deutschland hat Kalesnikava mit
    einem deutschen Medium gesprochen. Darüber, warum sie sich selbst im
    Kerker frei fühlte, wie sie Kunst und Kultur gerettet haben und warum
    sie nun darum kämpft, politische Gefangene in Belarus zu befreien. 

    Alice Bota und Michael Thumann ordnen Kalesnikavas Erlebnisse ein,
    sprechen über ihre außergewöhnliche Resilienz sowie den Widerstand
    anderer politischer Gefangener wie Alexej Nawalny. Und sie blicken auf
    Kalesnikavas Forderung, die Isolation von Belarus aufzugeben und mit
    Alexander Lukaschenko zu reden, damit weitere politische Gefangene aus
    belarussischen Kerkern freikommen.

    Alle drei Wochen sprechen wir im Ostcast über Politik und Gesellschaft
    der osteuropäischen Länder. Alice Bota berichtet von ihren Gesprächen
    und Erfahrungen in Osteuropa, Michael Thumann erzählt von seinen
    Begegnungen und Reisen in Russland und den Nachbarländern.

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  • Der Ostcast

    Mein Hinterhof, dein Hinterhof

    08.1.2026 | 56 Min.
    Wir wissen noch nicht, was 2026 für die Ukraine und die Europäer
    bereithält, aber bei einem sind wir uns recht sicher: Es wird geprägt
    sein vom besonderen Verhältnis zwischen Donald Trump und Wladimir Putin.
    Denn die beiden sind sich in vielen Punkten ähnlich: in der
    Personalisierung ihrer Herrschaft, im Hass auf den Liberalismus und in
    ihrem Anspruch auf Einflusssphären, wie das US-Vorgehen in Venezuela
    gerade erst gezeigt hat. Mitunter gehen die Ähnlichkeiten so weit, dass
    ihre Aussagen schwer voneinander zu unterscheiden sind. Doch auch
    Russland und die USA weisen bemerkenswerte Ähnlichkeiten auf. Die USA
    waren und sind für russische Herrscher seit dem 20. Jahrhundert eine
    Projektionsfläche, gegen die sie ihr Land definierten und an der sie es
    am Ende doch ausrichteten.

    In der ersten "Ostcast"-Folge im neuen Jahr wollen wir auf das
    russisch-amerikanische Verhältnis und die Folgen für Europa und die Welt
    schauen. Was verbindet Trump und Putin? Wie ähnelt sich ihr Verständnis
    von Macht und Respekt? Was haben die beiden Großmächte gemeinsam und was
    trennt sie? Wo schauen sie sich etwas voneinander ab? Das diskutieren
    wir mit unserem Gast Rieke Havertz, Internationale Korrespondentin der
    ZEIT, deren Buch  "Goodbye, Amerika? Die USA und wir – eine
    Neuvermessung" vor Kurzem erschienen ist. Darin beschreibt sie den
    Abschied von den Illusionen, die wir uns über die USA als Sehnsuchtsort
    und Vorbild für Freiheit, Fortschritt und Demokratie gemacht haben. 

    Alle drei Wochen sprechen wir im Ostcast über Politik und Gesellschaft
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  • Der Ostcast

    Der tragische Wolodymyr Selenskyj

    11.12.2025 | 47 Min.
    2019 wurde Wolodymyr Selenskyj mit historischer Unterstützung zum
    Präsidenten der Ukraine gewählt. Auf ihm lasteten große Hoffnungen: Er
    war einer von außerhalb und versprach, die Korruption zu bekämpfen und
    den Krieg zu beenden.

    Als am 24. Februar 2022 Wladimir Putin Panzer auf Kyjiw rollen ließ und
    so ziemlich die ganze Welt erwartete, dass die Ukraine innerhalb weniger
    Tage aufgeben muss, war es Wolodymyr Selenskyj, der sich entschied, im
    Land zu bleiben und an die Einheit seiner Landsleute zu appellieren.

    Nun, da die Lage für die Ukraine vielleicht die schwierigste seit vier
    Jahren ist, appelliert er wieder an die Einheit seiner Landsleute. Aber
    Selenskyj ist geschwächt durch einen Korruptionsskandal – und Donald
    Trump scheint den Politiker aus der Ukraine zu verachten. Darüber reden
    Alice Bota und Michael Thumann in dieser Folge des Ostcasts: Woher rührt
    Trumps Verachtung? Welches sind die geschäftlichen Motive seiner
    Vermittler? Und wie konnte Selenskyj zu dieser tragischen Figur werden? 

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  • Der Ostcast

    "Der Ostcast" trifft "OK, America?"

    08.11.2025 | 22 Min.
    "Ich allein kann es richten." "Wir werden niemandem erlauben, sich in
    unsere inneren Angelegenheiten einzumischen."  Wer hat's gesagt,
    Wladimir Putin oder Donald Trump? Im Podcast-Club der ZEIT spielen der
    Russland-Korrespondent Michael Thumann und die USA-Expertin Rieke
    Havertz mit dem Publikum ein "Putin-Trump-Bingo". Und die Hosts von "Der
    Ostcast" und "OK, America?" sprechen über autokratische Strukturen von
    Moskau bis Washington, D.C.

    Diese Aufnahme ist beim ZEIT Podcast-Club am 1.11.2025 in Berlin
    entstanden. Einen Videomitschnitt des Auftritts finden Sie hier. 

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Über Der Ostcast

Verspielt Putin seine Macht? Darf man noch Puschkin lesen? Und wie korrupt ist die Ukraine heute noch? Alice Bota und Michael Thumann schreiben seit Jahrzehnten für DIE ZEIT über Osteuropa – und in diesem Podcast sprechen sie darüber. Über Freude und Abscheu beim Berichten über die Region. Über den Krieg, aber auch über das Leben, die kleinen Freiheiten und die großen russischen Gefängnisse – und über Berlin als neue Hauptstadt des Exils. Alice Bota, geboren Ende 1979 in Polen, ist seit 2007 außenpolitische Redakteurin der ZEIT, war 2009 das erste Mal in der Ukraine und hat von 2015 bis Ende 2020 als Korrespondentin der ZEIT aus Moskau berichtet. Michael Thumann, geboren Ende 1962, ist seit 1992 bei der ZEIT, war schon als Student in der Sowjetunion, berichtete als ZEIT-Korrespondent aus Russland und seinen Nachbarländern von 1996 bis 2001, 2014/15 – und seit 2021 wieder vom Standort Moskau. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT: www.zeit.de/podcast-abo
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Generated: 2/19/2026 - 8:34:54 PM