"Ich kann mir auch gar nicht erklären, woher das Mädchen die Kühnheit herbezogen hat", wunderte sich Margarete von Navarra (1492-1549) in einem Brief an ihren Bruder, König Franz I., über die strikte Weigerung ihrer eigenen 12jährigen Tochter Johanna (1528-1572), eine für sie arrangierte, rein politisch motivierte Ehe einzugehen. Aber war sie wirklich so entrüstet über diesen Skandal im Sommer 1540, oder stimmte sie Johanna insgeheim sogar zu? Schließlich reifte in den kommenden Jahren der verwegene Plan in ihr, Boccaccios "Decamerone" eine auf eigenen Erfahrungen fußende Novellensammlung gegenüberzustellen, in der es vor allem um eines ging: den Traum vom ungezwungenen Umgang von Mann und Frau, losgelöst von den starren Maßregeln und mit einer Prise derbem Humor gewürzt. Begleitet mit uns Margarete auf ihrem Weg von der angepassten Schwester des Königs zur selbstbewussten Autorin des "Heptameron".
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