30 Jahre nach Kriegsende gilt Bosnien noch immer als dysfunktionaler Staat, ein EU-Beitritt scheint deshalb derzeit kein Thema. Zahllose Parlamente auf verschiedenen Ebenen, ethno-nationalistische Parteien der Serben, Kroaten und Bosniaken blockieren einander.Was ist da schiefgelaufen und inwieweit gibt es doch Hoffnung? Welche Rolle spielen die alten Kriegswunden? Alen Muhic etwa trägt die ganze Tragik des Landes in sich; er ist Sohn eines Vergewaltigungsopfers und bei Pflegeeltern aufgewachsen. Er hat seine Geschichte in einem Buch verarbeitet, das er nun auf Lesungen vorstellt.Eine Sendung von Oliver Soos.
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Inklusion in der Arbeitswelt: Viele Hürden auf dem Weg zum Traumjob
Jeder Mensch – ob mit oder ohne Behinderungen – hat das Recht auf Arbeit. Für Menschen mit Behinderungen ist es allerdings oft unmöglich, ihren Traumberuf auszuüben. Häufig sind Vorurteile der Grund, warum sie doch nicht eingestellt werden. Viele sind stattdessen in sogenannten Werkstätten beschäftigt, bekommen nur Taschengeld, aber kein Gehalt, oft bleiben ihre wahren Talente und Fähigkeiten ungenützt.Über geförderte Projekte soll es für Menschen mit Behinderungen einfacher werden, die gewünschte Arbeitsstelle zu bekommen. Aber funktioniert diese Umsetzung? Darüber diskutieren: Julia Moser, FmB – Interessensvertretung Frauen* mit BehinderungenBirgit Posch, Firma Brantner Green SolutionsChristina Schneyder, dabei-austria (Dachverband berufliche Inklusion Austria)Peter Traschkowitsch, Gewerkschaft vida
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Syrien: Rückkehr in ein zerstörtes Land?
Am 8. Dezember hat sich der Sturz der Assad-Diktatur in Syrien zum ersten Mal gejährt. Die neuen Machthaber präsentieren sich selbstbewusst auf der Weltbühne, aber in Syrien selbst sind die Fortschritte gering. Der Wiederaufbau hat noch nicht ernsthaft begonnen – weite Teile des Landes liegen weiterhin in Trümmern. Und immer wieder erschüttern Wellen der Gewalt das Land. Für Menschen, die während des Kriegs geflohen sind, stellt sich die Frage der Rückkehr – aber ist in Syrien derzeit ein würdiges Leben möglich?
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Gewalt gegen Frauen
"16 Tage gegen Gewalt" ist eine UNO-Aktion, die auch bei uns gerade auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen soll. Erst zuletzt gab es wieder erschütternde Fälle von Männergewalt gegenüber Frauen, so wurde in Graz eine junge Frau von ihrem Ex-Partner ermordet.Die Regierung verspricht schärfere Gesetze, über Maßnahmen wie die Fußfessel für gewalttätige Männer wird nachgedacht. Was kann wirklich helfen, was stoppt Männergewalt?Darüber diskutieren:Michaela Gosch, Frauenhäuser Steiermark, GeschäftsführerinMarina Sorgo, Bundesverband der Gewaltschutzzentren, stv. VorsitzendeHubert Steger, Männerberatung WienDiskussionsleitung: Astrid Plank
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Urlaub im Irak - eine Reise zu Steinen, Sümpfen und Souks
An Iraks historischen Stätten wird derzeit gehämmert, gesägt und geschweißt. Arbeiter restaurieren, was Kriege, Terror und Erosion beschädigt haben. Die Regierung in Bagdad hat ambitionierte Investitionspläne. Sie möchte weg von der Abhängigkeit von Erdöl-Exporten; stattdessen soll Tourismus für neue Jobs sorgen. Das einstige Mesopotamien erstrahlt in neuem Glanz: Die Wiege der Zivilisation soll wieder internationale Besucher:innen anlocken. Während westliche Regierungen von Reisen in den Irak abraten und Reisewarnungen aussprechen, wirbt der Irak mit Stabilität: Nach der Diktatur unter Saddam Hussein, der US-Invasion und dem darauffolgenden Bürgerkrieg sei das Land so sicher wie nie. Zeit für eine Reise in das Land zwischen Euphrat und Tigris, zu Steinen, Sümpfen und Souks.
In Reportagen, Berichten, Diskussionssendungen und Interviews stellen wir ein Thema in all seiner Breite und Tiefe dar: Zusammenhänge sollen begreifbar, Widersprüche und Details erkennbar werden. Ressortgrenzen gibt es dafür kaum. Wir befassen uns mit allen Weltgegenden und allen Bereichen des Lebens, die gesellschaftlich relevant sind. Im Podcast hören Sie ausgewählte "Journal-Panorama"-Sendungen.