1585 Episoden
- Eine Waffenruhe im Gazastreifen und die komplette Entwaffnung der Hamas - so hatte es US-Präsident Donald Trump euphorisch angekündigt. Doch schon nach wenigen Tagen ist die Euphorie verpufft. Weder hat die Führung der Terrororganisation der Abgabe ihrer Waffen zugestimmt, noch stösst der Plan in Israel auf Begeisterung. Die geplante Entwaffnung soll theoretisch von einer noch nicht existierenden internationalen Truppe überwacht werden – ein logistisches und politisches Vakuum. «So schön die Ankündigung auch klingt, mit der Realität hat das noch nicht allzu viel zu tun», dämpft Israel-Korrespondent Johannes Bockenheimer in dieser Folge die Erwartungen.
Gast: Johannes C. Bockenheimer, NZZ-Korrespondent in Israel
Host: Marlen Oehler
Redaktion und Support: Alice Grosjean, Dominik Schottner
Johannes' Artikel aus seinem Berichtsgebiet findet ihr [hier](https://www.nzz.ch/impressum/johannes-c-bockenheimer-ld.1759640) bei der NZZ.
Informiere dich kurz, kompakt und fokussiert über das Weltgeschehen mit unserem täglichen Newsletter, dem [«NZZ Briefing»](http://go.nzz.ch/briefing). Jetzt kostenlos registrieren und abonnieren. - Bis zu 60.000 Menschen gelangten vergangene Woche illegal von Marokko in die spanische Exklave, die meisten von ihnen schwimmend übers Meer, 72 von ihnen starben dabei nach aktuellem Stand. Der Grossteil derer, die es lebend nach Ceuta geschafft hatte, ist laut den spanischen Behörden inzwischen aber wieder nach Marokko zurückgekehrt. Die Folgen sind weitreichend: Von der konkreten Lage vor Ort über die spanische Innenpolitik bis hin zur EU und sogar Donald Trump - alle schauen auf Ceuta. Ein Ortstermin.
Host: Dominik Schottner
Gast: Julia Monn, Korrespondentin für Spanien
Redaktion: Sarah Ziegler
Julias aktuelle Berichte aus Ceuta findet ihr [hier](https://www.nzz.ch/impressum/julia-monn-ld.1647919), eine Übersicht der aktuellen Entwicklungen hat die NZZ [auf dieser Seite](https://www.nzz.ch/international/spanische-exklave-bei-marokko-migrantenandrang-stellt-laut-spaniens-ministerpraesident-verletzung-der-territorialen-integritaet-dar-ld.10017727).
Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/) - Die Brandkatastrophen in Europa sind historisch: Feuerwehr und Rettungskräfte befinden sich im Dauereinsatz. Was die Lage zusätzlich erschwert: Neue Löschflugzeuge sind kaum verfügbar.
Die kleinen Propellermaschinen fliegen extrem tief und können ihre Wassertanks in Seen und Flüssen füllen. Das Modell Canadair 515 etwa gilt als Klassiker unter den Löschflugzeugen: In nur zwölf Sekunden ist der Wassertank voll, und die Maschine kann zum Brand zurückfliegen.
Solche Maschinen sind derzeit auch bei den Waldbränden in Spanien und Frankreich im Einsatz. Doch die Flotten der bewährten Canadair-Flieger sind knapp, da der Hersteller die Produktion jahrelang ausgesetzt hatte. Selbst bei neuen Bestellungen dauert es Jahre, bis Maschinen und geschultes Personal einsatzbereit sind.
In dieser Episode beleuchten wir, warum die grenzüberschreitende Hilfe der EU an ihre Grenzen stösst. Wir sprechen über die besonderen Herausforderungen der Piloten beim Löscheinsatz und zeigen auf, warum neben der Verstärkung aus der Luft vor allem Massnahmen am Boden entscheidend sind.
Heutiger gast: Jürgen Schelling, Aviatik-Journalist
Host: Alice Grosjean
Redaktion: Simon Schaffer
Mehr Informationen:
[Überblick zu den Waldbränden in Europa ](https://www.nzz.ch/panorama/fast-eine-halbe-million-menschen-sind-von-flammen-bedroht-so-ist-die-lage-in-spanien-frankreich-und-italien-ld.10017137)in der NZZ.
[Interaktive Temperaturkarte](https://www.nzz.ch/visuals/hitzewelle-in-europa-die-interaktive-temperatur-karte-im-live-check-ld.10012978) zur Hitze in Europa.
[Jürgens NZZ-Artikel z](https://www.nzz.ch/mobilitaet/waldbraende-in-europa-neue-loeschflugzeuge-sind-kaum-verfuegbar-ld.10016896)um Mangel an Löschflugzeugen.
[Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast) - Die USA und Iran greifen sich weiterhin gegenseitig an - die Strasse von Hormuz bleibt ebenfalls blockiert. Eine Ausweichroute führte über das Rote Meer durch die Meerenge Bab al-Mandab. Doch nun ist auch diese praktisch unbefahrbar.
Auf Deutsch bedeutet Bab al-Mandab so viel wie "Tor der Tränen". Die Passage verbindet das Rote Meer mit dem Indischen Ozean, die Route wird vor allem von Öltankern auf dem Weg nach Asien genutzt. Schiffe passieren dabei Jemen auf der einen und Dschibuti auf der anderen Seite. Die jemenitische Seite wird von den Huthi kontrolliert, eine mit Iran verbündete Miliz. Weil die Gefahr durch die Huthi mittlerweile zu gross ist, hat der Schiffsverkehr auch dort stark abgenommen, die Passage ist nun ebenfalls gesperrt.
Welche Folgen diese zweite Blockade für die globale Energieversorgung hat, ordnet NZZ-Redaktorin Catherine Bosley ein. Sie erklärt, wie die bisherigen Puffer an Ölvorräten genutzt wurden und warum der Ukraine-Krieg die Lage weiter verschlimmert.
Heutiger Gast: Catherine Bosley, Redaktorin NZZ Pro
Host: Alice Grosjean
Der [Hintergrundartikel von Catherine](https://www.nzz.ch/pro/der-naechste-seeweg-ist-blockiert-droht-nun-doch-eine-energiekrise-ld.10016390) in der NZZ.
[Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast) - Nach dem islamistischen Anschlag am Rande des Christopher Street Day in Berlin dreht sich die politische Debatte um die Mittel des Rechtstaats und die Frage: Hätte der Anschlag verhindert werden können? Ein 21 Jahre alter Deutscher war am späten Samstagabend mit einem Kleintransporter wenige Meter neben dem Festivalgelände in eine Menschengruppe gefahren und hatte dabei eine Frau getötet und mehr als 30 Menschen zum Teil lebensbedrohlich verletzt. Einen Tag später erschossen Polizisten den Täter beim Versuch ihn festzunehmen. Inzwischen haben die Ermittler auf dem Smartphone des Attentäters Abdul B. ein Bekennervideo gefunden, in dem sich B. zum Islamischen Staat bekannte. Den Behörden war die Gefahr, die von ihm ausging, bekannt. Doch die Schwachstellen des deutschen Behördenapparates ermöglichten ihm, seine Tat umzusetzen.
In dieser Folge von NZZ Akzent erklärt NZZ-Deutschland-Redaktor Nathan Giwerzew, an welchen Stellen das Justiz- und Polizeisystem falsch programmiert ist und wie sich diese Mängel beheben lassen.
Gast: Nathan Giwerzew, Redaktor NZZ Deutschland
Host: Dominik Schottner
Redaktion: Simon Schaffer
Nathans Analyse zum Nachlesen findet ihr [hier](https://www.nzz.ch/der-andere-blick/der-terrorist-und-der-naive-staat-deutschland-versagt-im-kampf-gegen-islamismus-ld.10017142).
Einen Liveticker mit dem neuesten Stand der Ermittlungen haben wir ebenfalls [auf unserer Seite](https://www.nzz.ch/deutschland/politik/anschlag-in-berlin-offene-fragen-zu-mittaeter-und-stichwaffe-polizei-fahndet-nach-dem-taeter-ld.10017025).
O-Ton Material von [Tagesthemen](https://www.tagesschau.de/tagesthemen/video-1621132.html) und [Deutschlandfunk](https://www.deutschlandfunk.de/terrorabwehr-und-aktionsplan-queer-interview-konstantin-von-notz-gruene-100.html).
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