453 Episoden
- Für die heutige Buchklub-Folge hat das Trio Coco, Luca und Thilo "Unter Wasser" von Tara Menon gelesen. Ein Buch, das Thilos Mutter so beschreibt: Mal was anderes. Es geht um den Verlust und die Trauer einer jungen Frau, harte Themen, aber die drei tun sich diesmal ein bisschen schwer, das zu fühlen. Woran liegt es? An der Sprache, der Geschichte, am Kitsch? Oder an uns selbst?
Wir besprechen deswegen noch ein weiteres Buch, aber bleiben beim Thema Wasser. Und wir erfüllen Thilo einen seiner größten Träume: Wir reden, endlich, endlich, endlich, über den Regenroman von Karen Duve. Ein Buch, über ein Paar, das ein Haus in der ostdeutschen Provinz bezieht. Ein Haus, das in einem Moor liegt. Ein Moor, das sie nach und nach verschlingt. Wir fühlen uns klamm, nass und matschig von diesem Buch, und wir können nicht aufhören, darüber nachzudenken. Es passieren tausend absurde Dinge, auch harte Dinge, die Sprache ist teilweise brutal, sie ist uns unangenehm, aber sie ist auch brilliant. In alles könnten wir etwas hineindeuten. Und das tun wir auch. Und: wo bleibt die Verfilmung?
Es geht in dieser Folge auch darum, welche Geschenke Thilo aus Japan mitgebracht hat – und warum er ausgerechnet Nagelknipser verschenkt. - Zum Abschluss unserer Summer of Drugs-Reihe spricht Luca mit Jacqueline Brennecke vom Drogennotdienst Berlin. Während es in den vergangenen Folgen um Menschen ging, die ihre eigene Suchtgeschichte erzählt haben, richtet sich der Blick diesmal auf diejenigen, die täglich helfen.
Warum sterben immer mehr Menschen an Drogen? Welche Substanzen bereiten der Suchthilfe aktuell die größten Sorgen? Ab wann wird aus Konsum eigentlich ein Problem – und wie läuft der erste Schritt in eine Suchtberatung ab?
Jacqueline erzählt von ihrem Arbeitsalltag, spricht über neue Entwicklungen auf dem Drogenmarkt, die Risiken von Mischkonsum, den Druck, unter dem viele Menschen stehen, und warum Sucht jede und jeden treffen kann. Es geht um Rückfälle, Hoffnung und die Menschen, die Betroffene auf ihrem Weg begleiten – und darauf, warum Suchthilfe heute wichtiger ist denn je.
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29.07.2026 | 1 Std. 14 Min.Ein schweres Erdbeben erschüttert Japan. Während die Bilder um die Welt gehen, scheint der Alltag in Tokio fast unberührt weiterzulaufen. Warum ist das so? Und was sagt dieser Umgang mit Naturkatastrophen über ein Land aus, in dem Erdbeben zum Leben dazugehören?
Gemeinsam mit der freien ARD-Korrespondentin Julia Shimura, die seit über zehn Jahren in Japan lebt und arbeitet, erkundet Thilo Mischke Tokio. Auf ihrem Spaziergang sprechen sie über Erdbeben, Menschen, die freiwillig aus ihrem Leben verschwinden, Abschiedsbriefe, gesellschaftlichen Druck und die Regeln, die das Zusammenleben in Japan prägen.
Außerdem geht es um den schwachen Yen, den Tourismus-Boom, Japans Arbeitskultur und die Frage, warum viele westliche Vorstellungen von Japan zu kurz greifen.
Eine Folge über die Widersprüche eines Landes, das gelernt hat, mit Unsicherheit zu leben – und das gerade deshalb oft so missverstanden wird.
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Aber vor allem über Solidarität – konkret, jetzt, nicht in einer Woche.
Wie geht ihr damit um? Schreibt in die Kommentare, wie ihr das Wochenende erlebt habt.
FAKTENCHECK
Diese Episode enthält mehrere überprüfbare Faktenbehauptungen zu den Auswirkungen des Anschlags und der Rolle des Islamischen Staates. Der Faktencheck fokussiert auf Zahlenangaben, historische Bezüge und organisatorische Informationen.
Anzahl Verletzte und Todesfälle ✅
Das Transkript nennt „mindestens 16 Verletzte" und eine Tote – Martin präzisiert später: drei davon seien „in Lebensgefahr", acht „schwer verletzt", fünf „leicht verletzt". Die Berliner Polizei und die Feuerwehr bestätigten bereits am Sonntagmorgen genau diese Zahlen, weshalb keine Korrektur erforderlich ist.
Abdul B., Alter und Herkunft ✅
Das Transkript identifiziert den Tatverdächtigen als „Abdul B.", „21-jähriger deutscher Staatsbürger mit libanesischen Wurzeln". Die Polizeimitteilung und alle Qualitätsmedien (Tagesspiegel, taz, Berliner Zeitung) bestätigen die Identität, das Alter und die Staatsbürgerschaft. Libanesische Wurzeln sind ebenfalls dokumentiert.
Verhaftung im Libanon und Syrien-Versuch ✅
Martin sagt: Der Tatverdächtige „wurde im Libanon festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert, als er sich von dort nach Syrien wollte, sich dem IS anzuschließen." Das Rechercheergebnis: Ende 2025 wurde Abdul B. bei der Rückkehr aus dem Libanon am Flughafen BER festgenommen; er hatte nach Syrien ausreisen wollen, um sich dem IS anzuschließen. Kern richtig, Timing im Transkript minimal ungenau („Monate lang wird man das nicht geplant haben" — es war eher wenige Wochen davor), aber nicht faktisch falsch.
Charlie Hebdo und Bataclan als komplexe Anschläge ✅
Martin nennt die Anschläge „in den 2015er, 2016er, 2017er Jahren". Tatsächlich fanden beide Anschläge 2015 statt: Charlie Hebdo am 7. Januar 2015, Bataclan am 13. November 2015. Die Aussage ist zeitlich imprecise, bezieht sich aber korrekt auf zwei zentrale IS-gesteuerte Terroranschläge in Frankreich.
Islamischer Staat aktiv in Irak, Syrien, Somalia und Sahel-Zone ✅
Martin sagt: „Der Islamische Staat ist immer noch als Terrororganisation aktiv. Nicht nur im Irak und in Syrien, sondern vor allen Dingen auch auf dem afrikanischen Kontinent. Wir beobachten das gerade in Somalia, wir beobachten das aber auch in der Sahel-Zone." Multiple aktuelle Quellen (2024–2025) bestätigen: Der IS ist tatsächlich in Somalia, der Sahel-Zone (Mali, Burkina Faso, Niger), dem Lake Chad Basin sowie in Afghanistan präsent und operiert als dezentrales Netzwerk. Die Aussage ist korrekt.
Zusammenfassung:
🟢 Keine kritischen Fehler, die vor Veröffentlichung korrigiert werden müssen.
🟡 Minimale Imprecision: Die zeitliche Einordnung der Charlie-Hebdo- und Bataclan-Anschläge könnte präzisiert werden (beide 2015, nicht über mehrere Jahre verteilt). Dies schadet der Aussage nicht. - Kokain ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen, und der Konsum bei jungen Erwachsenen in Deutschland hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdreifacht.
In dieser Folge spricht Redakteur Marlon mit Marco, 25 Jahre alt, offen darüber, wie aus gelegentlichem Konsum mit 17 eine Abhängigkeit wurde, die zum Schluss bei bis zu zehn Gramm Kokain pro Tag lag. Er erzählt, wie der erste Kontakt mit der Droge entstand und warum daraus schnell mehr wurde, welche Rolle Leistungsdruck, Selbstwertgefühl und Einsamkeit dabei spielten, und wie sich sein Alltag, seine Freundschaften und die Beziehung zu seiner Familie durch den Konsum veränderten.
Er beschreibt den Moment, der für ihn zum Wendepunkt wurde, den Weg über Entgiftung und Reha, und was von der Sucht bis heute geblieben ist. Am Ende erzählt Marco, was sich in seinem Leben seit dem Entzug verändert hat und was er anderen jungen Menschen raten würde, die selbst mit Kokain in Kontakt kommen.
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Über alles muss raus - mit Thilo Mischke
Was lernt man wohl, wenn man die Welt sieht? Wenn man nicht nur die Fjorde der Arktis, die Straßen Neapels oder die Strände Mexikos kennt, sondern auch die Regionen, in denen niemand Urlaub macht? Der Journalist Thilo Mischke hat diese Kriegs-, und Krisengebiete, die Schatten- und Parallelwelten kennengelernt und findet eine klare Antwort: Man muss mit den Menschen sprechen, sich mit ihnen unterhalten. Denn uns verbindet mehr, als uns voneinander trennt.
In „Alles Muss Raus“ macht Thilo genau das. Er spricht mit Menschen. Menschen die er auf seinen Reisen trifft, mit den Protagonisten seiner Filme, mit Mitgliedern seines Teams. Mit Menschen die Teil seiner Heimat, seiner Vergangenheit oder seiner Gegenwart sind.
http://www.pqpp2audio.de
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