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Börsenradio OnTour vor Ort: Aus Schrott wird Marge: Warum AMAG die Prognose anhebt
19.10.2026 | 14 Min.Aus Aluminiumschrott wird bei AMAG in Ranshofen hochwertiges Material für Autos und Flugzeuge. Das Geschäft lebt weniger vom Rohstoffpreis als von der Verarbeitung: Sortieren, Legieren, Walzen und Veredeln schaffen die Marge. Finanzvorständin Claudia Trampitsch erklärt, warum AMAG trotz der Schwäche in der Autoindustrie zusätzliche Aufträge gewinnt und die EBITDA-Prognose für 2026 auf 200 bis 220 Mio. Euro angehoben hat. Der höhere Aluminiumpreis in Kanada hilft, doch auch die Wertschöpfung in Österreich trägt zum Ergebnis bei. Eine Besonderheit: Vom Rohmaterial bis zum fertigen Blech vergehen drei bis sechs Monate. Das bindet Kapital und verlangt eine präzise Absicherung gegen Preisschwankungen. Für das Recycling von Aluminium werden nur rund 5 % der Energie benötigt, die für die Primärproduktion erforderlich ist. Dennoch bleiben hohe Gaspreise ein Wettbewerbsfaktor. Börsenradio on Tour zeigt, warum der eigentliche Wert nicht im Metall steckt, sondern in dem, was AMAG daraus macht.- Am Automaten einkaufen ist einfach - aber warum die UKO-Aktie? CEO Moritz Unterkofler erklärt seinen Wachstumscase: 80 Prozent wiederkehrende Einnahmen, digitale Mietautomaten und zusätzliche Werbeerlöse. UKO investiert in Software, neue Märkte und die Aufbereitung gebrauchter Geräte. Rumänien dient als Sprungbrett nach Osteuropa, eine eigene Produktion ist geplant. Doch die Expansion kostet viel Kapital. Wann schlagen Investitionen in höhere Margen um?
Agrana mit strategischem "Foodprint". CEO Stephan Büttner: "Wir arbeiten an einer Reduktion unserer Verschuldung"
08.10.2026 | 13 Min."Zucker ist mittlerweile unser deutlich kleinstes Geschäftssegment. Wir reduzieren unser Engagement in Bereichen, wo wir wenig bis gar keine Profitabilität haben und reinvestieren das in unsere Wachstumsfelder", so Agrana-CEO Stephan Büttner. Ein strategischer Wachstumsbereich ist Food & Beverage Solutions. Bei AGRANA wird die Rechnung wieder süßer: Das Halbjahres-EBIT hat sich mehr als verdoppelt, im Zucker ist das zweite Quartal wieder positiv. Aber Dürre drückt auf die Rübenernte, Food & Beverage verdient weniger und die Verschuldung steigt. Das Nahrungsmittel- und Industriegüterunternehmen AGRANA steigerte das Ergebnis im ersten Halbjahr 2026|27 deutlich. Bei einem stabilen Konzernumsatz von 1.700,2 Mio. Euro stieg das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) von 28,0 Mio. auf 63,5 Mio. Maßgeblich dafür waren die EBIT-Verbesserungen in den Segmenten ACS-Stärke auf 17,2 Mio. (Vorjahr: 3,1 Mio. ) und ACS-Zucker auf -2,0 Mio. (Vorjahr: -36,3 Mio. ). "Wir arbeiten permanent an einer Reduktion unserer Verschuldung."Vom Feldhasen zum Elefanten: Wie REPLOID mit Larven und Industrieaufträgen skaliert
07.10.2026 | 25 Min.Aus organischen Reststoffen werden Proteine, Fette und Dünger - und REPLOID will daraus ein internationales Kreislaufgeschäft bauen. CEO und Gründer Philip Pauer erklärt, warum sich der Fokus von Landwirten hin zur Lebensmittelindustrie verschiebt: Dort fallen große Reststoffmengen an, Entscheidungen fallen schneller und Aufträge werden teils mit 40 bis 50 % angezahlt. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz nur leicht auf 10,6 Mio. Euro, das EBIT sank auf 3,9 Mio. Euro und der Periodenüberschuss auf 1,8 Mio. Euro. Gleichzeitig steht ein Auftragsbestand von 108 Mio. Euro zu Buche. Das Wachstum kostet jedoch Kapital: mehr Personal, Internationalisierung und Zukäufe lassen Kosten, Working Capital und Schulden steigen. Pauer setzt auf vertikale Integration, weitere M&A-Schritte und neue Märkte. Für Anleger wichtig: Der Aktiensplit 1:15 soll die Handelbarkeit verbessern; der Streubesitz soll von rund 15 auf über 25 % steigen.- Fondsmanager Alois Wögerbauer von 3 Banken-Generali bleibt gelassen. Höhere Ölpreise und Zinsen bremsen Aktien nicht automatisch. Und die Jahresendrallye? Wögerbauer bleibt entspannt: "Brauchen tun wir die Jahresendrallye nicht."
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