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Zumtobel-CFO Thomas Erath über die Jahreszahlen: "Wir hoffen, dass wir am unteren Ende des Zyklus angekommen sind"
16.07.2026 | 10 Min.Thomas Erath, CFO der Zumtobel-Gruppe, ordnet das Jahresergebnis als schwach ein: Der Umsatz ging leicht zurück, der Gewinn fiel auf rund eine Million Euro. Operativ entwickelte sich das Geschäft regional unterschiedlich, mit Rückgängen in mehreren europäischen Märkten und Zuwächsen in Amerika sowie im Nahen Osten und Afrika. Für das kommende Jahr plant Zumtobel Investitionen von 45 bis 50 Millionen Euro, vor allem in Maschinen, Technologien und neue Produkte. Kapitalmaßnahmen sind nicht vorgesehen, und das Unternehmen sieht sich mit rund 430 Millionen Euro Eigenkapital solide aufgestellt.- Aus aktuellem Anlass geht es zunächst um die Folgen großer Hitze für Infrastruktur und Energieversorgung, etwa Stromausfälle und die Kühlung von Rechenzentren. Matejka spricht auch über die Idee, Datenzentren ins All zu verlagern. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Börsen und die Verschiebung von Kapital hin zu Technologie, Halbleitern, Chips und KI. Matejka beschreibt die Chipbranche als von physikalischen Grenzen geprägt, während Daten- und KI-Anwendungen stark wachsen; China und die zunehmende Abgrenzung zwischen großen Cloud-Anbietern bleiben dabei wichtige Faktoren.
Zum Schluss spricht er über Kryptowährungen und Blockchain, insbesondere im Zusammenhang mit Tokenisierung, etwa von Anleihen. Für Anleger sei es schwierig, weil sich Technologien und Märkte ständig verändern und auch klassische Unternehmen wie SAP davon betroffen seien. Emerald Horizon - Energy as a service. CEO Florian Wagner: "Strom und Wärme speichern ganzheitlich denken"
26.06.2026 | 29 Min.Emerald Horizon: Speicher heute, Energie morgen. Emerald Horizon aus Graz entwickelt Technologien für Energiespeicherung und perspektivisch auch für CO2-freie Energieerzeugung. Im Zentrum stehen zwei Begriffe: DUALstore PLUS, ein hybrider Speicher für Strom und Wärme, und ADES, eine thoriumbasierte Energiequelle mit Teilchenbeschleuniger. CEO Florian Wagner: "Unser USP entsteht in der von einer AI gesteuerten Multicontroll-Unit. Die bestehende Energie gilt es zu optimieren." Der thermische Speicher (ADES-Container) arbeitet mit Flüssigsalz und Temperaturen bis über 500 Grad, Thorium als leicht radioaktives Schwermetall nutzt bei diesem Prozess der Kernenergieerzeugung - "unterkritisch, kilometerweit weg vom Plutonium". Energy as a service: Wie verdient das Unternehmen Geld? "Der Kunde least die Energieproduktion. Wir bauen kein Riesenkraftwerk und auch keine Factory, die Module produziert. Ebenso wenig errichten wir die Infrastruktur."- Die Märkte in der ersten Jahreshälfte: robust und resilient. Alois Wögerbauer (3 Banken Generali) zeigt sich darüber gar nicht mal überrascht: "Die Märkte haben einfach nur rational gearbeitet." Die Geopolitik juckt die Börsen, anders als uns Menschen und die Medien, eben nur bedingt. "Wir sind weit von einer Weltrezession entfernt." Und von der "größten Energiekrise der Menschheit" kann auch keine Rede sein. Ähnliche Übertreibungen mit Chancen sowie Risiken begegnen uns in sämtlichen Geschichten rund um KI. "Sehr viel Zukunft ist da eingepreist. Die Wahrscheinlichkeit, dass das in einer Korrektur endet, liegt bei 100 Prozent", so Wögerbauer mit einem Augenzwinkern. Bullenmärkte sterben in Euphorie - "aber ich sehe keine euphorischen Anleger." Gleichwohl geht Wögerbauer nicht davon aus, dass der Gesamtmarkt in all seiner Breite von einer Korrektur nach unten gezogen werden könnte. In einem ausgewogenen Portfolio plädiert er zum Beispiel für Pharma und Konsum.
- Aktienmarktstratege Manuel Schleifer (Raiffeisen Bank International) sieht nervöse, und dennoch unbekümmerte Märkte und meint, dass die Zeit für Käufe nicht günstig sei. "Aber irgendwie ist der Markt trotzdem von Allzeithoch zu Allzeithoch geeilt." Wer bereits investiert sei, solle eher halten. "Der Markt ist ja nicht dumm. Er folgt dem üblichen Drehbuch: Er macht sich zu Beginn massiv in die Hose und beginnt das Worst-Case-Szenario einzupreisen. Erst dann, wenn sich der Nebel des Krieges ein bisschen lichtet, haben wir mehr Klarheiten." Dem KI-Geschäft attestiert er "parabolische Anstiege, die nicht unbedingt nachhaltig sind". Droht uns etwa doch ein zweiter Dotcom-Crash? "Der Vergleich hinkt, die Hyperscaler schwimmen im Cash." Trotz horrender Investitionen. "Es ist jedoch schwierig, den gesunden Optimismus von der Euphorie zu unterscheiden. Wahnsinnig sinnvoll ist es, sich emotional schon mal darauf einzustellen, dass diese Party nicht ewig weitergeht."
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In diesen Podcasts hören Sie Interviews rund um die Wiener Börse und den österreichischen Kapitalmarkt. CEOs und CFOs geben Einblicke in börsennotierte Unternehmen. Analysten und Fondsmanager teilen Einschätzungen zur Marktlage, attraktiven Branchen und Favoriten unter österreichischen & internationalen Aktien. Außerdem erfahren Anleger: Tipps zur steuerlichen Behandlung von Dividenden und Wertpapier-Gewinne und Updates zum Umfeld für Börsengänge.
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