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#digdeep - Neues aus der digitalen Welt

Prof. Frauke Kreuter und Dr. Christof Horn
#digdeep - Neues aus der digitalen Welt
Neueste Episode

156 Episoden

  • #digdeep - Neues aus der digitalen Welt

    KI an der Schule - schalten wir das Denken ab oder erst so richtig ein?

    04.06.2026 | 56 Min.
    Drei Monate nach unserer ersten Folge zu KI und Schule ist die Welt schon wieder eine andere. Während sich die KI Monat für Monat rasant weiterentwickelt, hat unsere #digdeep Folge aus dem März 2026 zu vielen Diskussionen geführt. Schule ist ein emotionales Thema, und die Kommentarspalten waren voll: Wie soll Schule mit einer Technologie umgehen, die sich schneller weiterentwickelt als jede Lehrerfortbildung?

    KI-Agenten haben die Kinderzimmer erreicht. Kaum ein Schüler verzichtet auf KI, sei es als Nachhilfelehrer, oder bei der nächsten Hausarbeit. Für die Lehrer stellen sich damit viele Fragen: Funktioniert der bisherige Lernprozess aus Unterricht und Lernkontrolle noch? Wo und wie darf überhaupt KI genutzt werden, wenn es doch um sensible Daten der Schüler geht? Und wie kommt eine Schule überhaupt an diese Tools im Spannungsfeld von Land und Kommunen, von Schülerschaft und Eltern?

    Aber in unserem zweiten Gespräch mit Prof. Florian Karsten und Prof. Jochen Kuhn wollen wir die Herausforderungen einfach mal beiseite schieben: Welche großartigen Chancen bietet KI, wenn nun jeder Schüler seinen ganz individuellen Zugang zu Wissen und Kompetenzen haben kann? Florian und Jochen berichten aus didaktischer Forschung, Lehrerausbildung und Schulalltag: Sie erklären uns, warum wir das Flugzeug bauen müssen, während es schon fliegt – und was Regulatory Sandboxes, Dagstuhl-Dreieck und dialogisches Lernen mit der Zukunft unserer Schulen zu tun haben.

    **Prof. Dr. Jochen Kuhn**

    🔗 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/jochen-kuhn-55a386127
    🌐 Website: https://www.didaktik.physik.lmu.de/lehrstuhlleitung/index.html

    **Prof. Florian Karsten**

    🔗 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/florian-karsten-5933b0264/
    🌐 Website: https://www.floriankarsten.de
  • #digdeep - Neues aus der digitalen Welt

    Warum sollten Frauen keine Angst vor MINT haben, Claudia Zech?

    21.05.2026 | 47 Min.
    Die Welt wird immer technischer - und dennoch scheuen sich viele vor einem Studium in Mathematik, Information, Naturwissenschaften oder Technik (MINT). Und weiterhin bleibt der Anteil der Frauen, die sich für ein solches Fach entscheiden, deutlich zurück: Wenn auch der MINT-Anteil insgesamt auf 36% gestiegen ist, so liegt der Frauenanteil vieler Ingenieurstudiengänge eher im Bereich von 10-25%.

    Neben Interesse und Neigung braucht man für ein komplexes Studium vor allem eins: Das eigene Zutrauen. Und das hängt sehr stark von der individuellen Geschichte, aber auch von Ermutigung, Vorbildern und Förderung ab.

    Unser Studiogast Claudia Zech hat sich für einen sehr technischen Berufsweg entschieden: Sie studierte Physik und hat am Teilchenbeschleuniger zur Alterung von Batterien promoviert. Heute arbeitet sie als Unternehmensberaterin in der Energiebranche. Also Themen, die gemeinhin sicherlich als komplex, anspruchsvoll und schwierig gelten.

    Und so hat sich Claudia dazu entschieden, über ihren eigenen Weg auf Social Media zu erzählen. Und das tut sie sehr erfolgreich: Sie ermutigt auf Youtube, TikTok und Instagram tausende von junge Menschen, sich selber auf ein solches Wagnis einzulassen. Und dazu muss man keine Superkräfte haben - aber man muss sich seinen eigenen Ängsten und Fragen stellen, und man braucht Disziplin mit sich selber.

    Grund genug also, um mit Claudia über ihren Weg im Beruf und in den sozialen Medien zu sprechen: Was treibt sie an, und warum sollten wir viel mutiger sein, unsere Zukunft zu gestalten?

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    #digdeep ist stolzer Teil der Brand Eins Podcast-Familie.
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    China Speed oder Überlebenskampf - was zeigt uns die Beijing Auto Show, Augustin Friedel?

    07.05.2026 | 57 Min.
    Die Beijing Auto Show ist inzwischen die größte ihrer Art: über 1.800 ausgestellte Fahrzeuge, mehr als 200 Pressekonferenzen, und ein Tsunami neuer Modelle auf dem Markt. Und das, obwohl der neuestes Fünf-Jahres-Plan der chinesischen Regierung gar keinen Fokus mehr auf Elektromobilität legt. Was ist da los?

    Die chinesische Automobilindustrie ist in vielen Gesichtspunkten auf Augenhöhe aufgerückt. Die Kunden werden mit Features überschüttet, China ist Marktführer für Traktionsbatterien. Nun rückt das nächste strategische Bauteil in den Mittelpunkt: die Chips für die hochintegratierten Controller, die zukünftige Heimat von Infotainment, automatisiertem Fahren und KI im Fahrzeug. Wer die Chips kontrolliert, macht sich unabhängig von geopolitischen Spannungen und kann Kosten sparen.

    Zeit also, dass wir uns das aus der Nähe anschauen. Unser Studiogast Augustin Friedel ist wie ich (Christof) beim "SW defined Vehicle" aktiv und begleitet Automobilfirmen in der Umsetzung ihrer Software-Plattformen. Und auch er war in Beijing auf der Auto Show und bringt viele Eindrücke und Beobachtungen mit.

    Wir wollen von ihm wissen: Was bedeutet der sprichwörtliche "China Speed" für die europäischen Automobilhersteller, und welche Chancen haben sie aufzuholen? Was müssen die Hersteller können, und welche Rolle spielen Partnerschaften in dieser neuen Spielzeit? Und geht es wirklich um Technologie?

    Hört rein in eine tolle Folge mit Augustin!
  • #digdeep - Neues aus der digitalen Welt

    Wie kann Dr. ChatGPT dem Hausarzt tatsächlich helfen, Prof. Jochen Gensichen?

    23.04.2026 | 51 Min.
    Die Hausarztpraxis ist der erste Anlaufpunkt für über 90% der deutschen Bevölkerung. Jeden Morgen jonglieren Hausärztinnen und Hausärzte zwischen Bagatellen und Schwerkranken, zwischen medizinisch relevanten Information und dem Bedürfnis zu schnacken. Von den ca. 30.000 möglichen Diagnosen kommen nur etwa 30 häufig vor - und dennoch müssten eigentlich alle griffbereit sein.

    KI könnte in dieser Frage sehr helfen, nicht nur in Anamnese und Diagnose, sondern auch in der Nachbetreuung der Patienten. Und meistens werden Dr. Google und Dr. ChatGPT schon lange vor dem Arzttermin konsultiert, mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen.

    Unser Studiogast Prof. Dr. Jochen Gensichen leitet das Institut für Allgemeinmedizin am LMU Klinikum München und forscht genau an dieser Schnittstelle von Daten, KI und der Praxis. Er ist Hausarzt aus Überzeugung und Wissenschaftler mit dem Blick auf das, was in der Medizin wirklich wirkt.

    Im Gespräch mit uns erklärt er, warum KI in Hausarztpraxen heute vor allem als besserer Dokumentar genutzt wird — und nicht als Diagnose-Maschine. Wir sprechen über AVA, ein KI-Telefonprojekt für kognitiv beeinträchtigte Patienten, das Impfquoten messbar steigert. Und wir hören, warum ausgerechnet Scham der unterschätzte Schlüssel ist: Was wir dem Arzt vielleicht nicht sagen möchten, vertrauen wir der KI meist viel einfacher an.

    Hört rein — und überlegt danach, ob ihr beim nächsten Arztbesuch auch die richtigen Fragen stellt.
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    Warum hat KI ein unvollständiges Bild von unserer Welt, Wiebke Hutiri?

    09.04.2026 | 52 Min.
    KI sieht überall hin — aber sieht sie uns wirklich alle? Millionen von KI-Systemen entscheiden täglich, wer ein Gesicht auf einem Foto ist, wer von einem selbstfahrenden Auto gesehen oder wessen Stimme erkannt wird. Die Grundlage dieser Entscheidungen sind Datensätze — und viele Trainingsdaten wurden im Internet zusammengekratzt: ohne Einwilligung, ohne Bezahlung, und vor allem ohne die Vielfalt, die die Menschheit tatsächlich ausmacht. Denn viele Gruppen fehlen schlichtweg.

    Das ist kein technisches Randproblem. Es ist eine strukturelle Lücke im Fundament moderner KI, denn wer nicht in den Daten ist, existiert für das Modell schlicht nicht — und das hat reale Konsequenzen für selbstfahrende Autos, Gesichtserkennung an Grenzen und Sprachassistenten für z.B. ältere Menschen.

    Wiebke Hutiri ist Senior Research Scientist bei Sony AI und leitet dort das Team für Responsible AI und Ethics. Mit einem globalen Team hat sie 2025 in der Fachzeitschrift Nature einen ethisch erhobenen, aus 81 Ländern stammenden Bilddatensatz veröffentlicht und dort die ganze Bandbreite der Menschen abgebildet.

    Im Gespräch mit uns erklärt Wiebke, warum KI Frauen mit neuen Haarschnitten schlechter erkennt als Männer mit Glatze, was der „Long Tail" der menschlichen Variabilität mit KI-Fehlern zu tun hat, und warum wir in der KI-Entwicklung vom Ende her denken sollten: von der Gesellschaft, die wir wollen — nicht von den Modellen, die wir bauen können.

    Unser Studio-Gast Wiebke Hutiri

    Wiebke Hutiri ist Senior Research Scientist bei Sony AI, dem globalen KI-Forschungslabor des Sony-Konzerns mit Standorten in Tokio, Zürich und New York. Dort leitet sie ein international aufgestelltes Team im Bereich Responsible AI und Ethics, das Methoden und Werkzeuge für ethische Datenerhebung, faire Modellbewertung und vertrauenswürdige KI-Systeme entwickelt und standardisiert.

    Sie promovierte cum laude an der Technischen Universität Delft (Niederlande) und war zuvor in der Forschung zu Sprachbiometrie und KI-Sicherheit tätig. Ihr Forschungsschwerpunkt verbindet technische Exzellenz mit gesellschaftlicher Verantwortung — von fairen Benchmarking-Verfahren für multimodale Systeme bis hin zu ethischen Fragen rund um Datenerhebung, Copyright und algorithmische Bias.

    Hutiri ist Mitautorin des 2025 in Nature erschienenen Papers „Fair Human-Centric Image Dataset for Ethical AI Benchmarking" (FHIBE) — einem Meilenstein für ethisch erhobene, global diverse Bilddatensätze mit Daten aus 81 Ländern. Darüber hinaus engagiert sie sich als Beraterin bei Lelapa AI, einem südafrikanischen Startup für Sprachtechnologien in ressourcenarmen Sprachen.

    🔗 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/wiebkehutiri/

     🌐 Website: https://wiebkehutiri.com/
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Über #digdeep - Neues aus der digitalen Welt
Wie funktioniert die digitale Transformation und welche Auswirkungen hat sie auf unser Leben? Wir schauen aus Wissenschaft (Frauke) und Wirtschaft (Christof) und die aktuellen digitalen Trends. Unsere Interview-Gäste bringen Praxiserfahrung und wissenschaftliche Tiefe ein - eine Stunde "dig deep"!
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