56 Episoden
- Heimische Roma erinnern sich an die Diskriminierung in ihrer Kindheit. Seit 1993 sind sie eine Volksgruppe, es hat sich viel getan. Doch nachdem zahlreiche Roma aus anderen Länder nach Österreich gekommen sind, kehrte der Rassismus mit voller Wucht zurück, was beiden Gruppen schadet – den Alteingesessenen und den Zugezogenen. Moment hat sich ihre Geschichten angehört.
Gestaltung: Jonathan Scheucher
Diese Dokumentation wurde am 8.10. in Ö1 gesendet - Die Sprache des Burgenlandkroatischen ist von den Straßen, Plätzen und aus den Wirtshäusern fast verschwunden. Abwanderung, Assimilation, Ressentiments - die Gründe dafür sind vielfältig. Innerhalb der Volksgruppe herrscht dennoch reger Austausch - in Folklore-Ensembles, Kulturzentren, zweisprachigen Schulen und bei Sonntagsmessen. Moment hat sich im Süd- und Mittelburgenland umgesehen, war beim kroatischen Unterricht und im Wirtshaus dabei und hat mit Alten und Jungen darüber gesprochen, was es früher hieß – und was es heute heißt – der Volksgruppe anzugehören.
Gestaltung: Noel Kriznik
Diese Dokumentation wurde am 7.10. in Ö1 gesendet - Früher zogen Jenische in der warmen Jahreszeit umher, ähnlich wie Roma. Sie brachten Waren in entlegene Täler und boten der Bevölkerung ihre Arbeitskraft an. Heute sind die meisten jedoch "Betonjenische", also sesshaft. Der Europäische Jenische Rat schätzt ihre Zahl in Europa auf 500.000. Unter den Nationalsozialisten wurden sie als „Asoziale“ verfolgt und auch danach jahrzehntelang diskriminiert. Seit Jahren kämpfen die Jenischen in Österreich um eine Anerkennung als eigene Volksgruppe.
Gestaltung: Georg Pöchhacker
Diese Dokumentation wurde am 6.10. in Ö1 gesendet - Historisch verwurzelt, aber wenig bekannt
Sie sind klein - und selten in den Schlagzeilen: die offiziellen österreichischen Volksgruppen der Tschechen und Slowaken. Abschätzig als „Ziegelböhm“ tituliert, halfen ihre Vorfahren um die Jahrhundertwende dabei, Wien zur damaligen Metropole aufzubauen. So etwa der Großvater von Karl Hanzl. Er gründete 1912 eine Tischlerei, die bis heute besteht. Vor mehr als hundert Jahren lebten in Wien laut Schätzungen 300.000 Tschechisch-sprechende Menschen. Nach Prag galt Wien somit als zweitgrößte "tschechische Stadt".
Bildung – vor allem zweisprachiger Unterricht neben Deutsch auch in Tschechisch und Slowakisch – und die Traditionspflege von Vereinen erhalten die Volksgruppen am Leben. So sollen Sprache, Kultur, Musik und Tanz an die nächsten Generationen weitergeben werden. Ein Lokalaugenschein.
Gestaltung: Marina Wetzlmaier
Diese Dokumentation wurde am 5.10. in Ö1 gesendet - Jüngst hat der Medienmanager Gerhard Zeiler überraschend bekannt gegeben, SPÖ-Parteichef werden zu wollen. Ein Vorstoß, der für politische Diskussionen sorgt. In der Ukraine gab es zuletzt einen Vorstoß der Kampfroboter. Und der französische Präsident Emmanuel Macron beschäftigt die EU mit seinem Kraftstoff-Vorstoß. Was das Wort "Vorstoß" eigentlich genau bedeutet, darüber hat Moment mit Georg Hoffmann gesprochen, dem Leiter des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien. Denn der Vorstoß ist ursprünglich ein militärischer Begriff - und diesmal das Moment Wort der Woche.
Gestaltung: Kathrin Wimmer
Ausschnitt aus der Sendung „Moment“, gesendet in Ö1 am 30.09.2026.
Eine Produktion des ORF
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