Diese Folge ist einer der beeindruckendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts gewidmet: dem Neurologen, Psychiater und Begründer der Logotherapie Viktor Frankl. Geprägt von den Erfahrungen der Konzentrationslager entwickelte Frankl eine Philosophie, die den Menschen nicht als Opfer seiner Umstände versteht, sondern als Wesen, das selbst unter schwierigsten Bedingungen die Freiheit besitzt, Haltung zu wählen und Verantwortung zu übernehmen. Im Zentrum seines Denkens steht dabei nicht das Streben nach Glück, Erfolg oder Lust, sondern die Frage nach dem Sinn.
Albert und Jan sprechen darüber, warum Sinn für Frankl wichtiger ist als Glück, weshalb Freiheit immer auch Verantwortung bedeutet und wie Menschen selbst in Leid und Krisen Orientierung finden können. Sie diskutieren, ob wir heute eher unter Sinnlosigkeit oder unter einer Überfülle an Möglichkeiten leiden, warum Wohlstand allein kein erfülltes Leben garantiert und was Frankls Denken für eine Zeit von Social Media, Selbstoptimierung und Dauervergleich bedeuten kann. Eine Folge über Freiheit, Verantwortung und die vielleicht wichtigste Frage unseres Lebens: Wofür lohnt es sich zu leben?