1073 Episoden
- Das Abo pro Nase hat ausgedient, und wer sich in eigenen Listicles selbst auf Platz eins setzt, wird von ChatGPT und Google zunehmend ignoriert. Das zeigt der SaaS & AI Pricing Report von OMR Reviews, der hy Consulting Group und Appinio. Demnach planen 80 Prozent der SaaS- und KI-Unternehmen, ihre Preismodelle innerhalb eines Jahres zu ändern. Der Grund: KI-Funktionen verursachen laufende Rechenkosten, die Grenzkosten pro Kund:in sinken also nicht mehr wie bei klassischer Software.
Gleichzeitig verschiebt sich die Kund:innengewinnung von Google-Links zu KI-Antworten. Laut Analysen des Tools AirOps stammen 85 Prozent der Markennennungen in KI-Antworten von fremden Domains wie Medien, YouTube, Wikipedia oder Bewertungsplattformen. Ganz so dramatisch ist der Umbruch aber nicht überall: Vor allem in kleinen Unternehmen bleibt der simple Fixpreis gefragt, und 38 Prozent der Anbieter rechnen weiterhin pro User ab.
Darüber spricht Jakob Steinschaden, Mitgründer von Trending Topics, mit Marvin Müller, Host des Podcasts OMR TechCheck. Die Themen:
Abschied vom Seat: Warum der Anteil klassischer Abos laut OMR-Daten binnen zwei Jahren von 92 auf 75 Prozent gefallen ist und hybride Modelle aus Grundgebühr plus Credits kommen.
Outcome-based Pricing: Warum das Bezahlen nach Ergebnis beim Kundensupport von Fin (vormals Intercom) funktioniert, bei Marketing-Tools aber kaum messbar ist und CFOs vor allem Planbarkeit wollen.
Fixpreise für KMUs: Warum das Wiener KI-Telefonie-Startup fonio.ai von Minutenpreisen auf Monatspakete umgestiegen ist.
Subventionierte KI-Abos: Warum ChatGPT- und Claude-Abos weit unter den API-Preisen liegen, Google sich das dank Werbung leisten kann und Meta mit Muse auf Transaktionsgebühren setzt.
Das Ende der Werbung? Warum sich auch im Zeitalter der KI-Agenten nicht alles automatisieren lässt, weil Menschen weiter emotional und impulsgetrieben kaufen.
Bewertungen: Legacy-SaaS erzielt rund das 5,5-Fache des Jahresumsatzes, KI-native Startups das 21- bis 22-Fache. Ist das schon eine Blase?
Generative Engine Optimization: Warum Google-AI-Overviews die Klickrate des Topergebnisses von rund 22 auf 7 Prozent drücken, die Zahl der Leads aber oft stabil bleibt.
Web of Consensus: Warum Salesforce und HubSpot in KI-Antworten dominieren, selbstgeschriebene Rankings abgestraft werden und Reddit, YouTube und Fachmedien an Gewicht gewinnen.
ChatGPT-Plugins: Warum Marken die neuen Mini-Apps in ChatGPT nutzen, aber nicht alles auf ein Pferd setzen sollten. - Früher haben sie Bitcoin geschürft, heute rechnen sie KI-Tokens: Rechenzentrumsbetreiber aus dem Krypto-Mining gehören zu den großen Gewinner:innen des KI-Booms. Einer davon ist der Salzburger Unternehmer Stefan Kern, der mit der Bitkern Group seit 2017 Mining-Infrastruktur an über 20 Standorten weltweit betreibt und zuletzt rund 50 Millionen Euro Umsatz machte. Mit seinem neuen Unternehmen Castellan Intelligence baut er nun Rechenzentren für Hyperscaler und Neoclouds.
Der Grund für den Schwenk ist schnell erklärt: Wer seinen Standort „AI ready“ macht, bekommt Abnahmeverträge über 15 bis 20 Jahre statt volatiler Mining-Erlöse. Börsennotierte Miner wie Core Scientific oder Iren haben ihre Bewertung so teils verdreißigfacht. Kritik kommt von Anrainer:innen, etwa rund um das geplante Google-Rechenzentrum in Oberösterreich, und von Klimaschützer:innen, weil der Energiehunger vielerorts mit Gas gestillt wird.
Darüber spricht Jakob Steinschaden, Mitgründer von Trending Topics, mit Stefan Kern, CEO der Bitkern Group AG und Gründer von Castellan Intelligence. Die Themen:
Vom Mining zur KI: Warum Miner ihr Know-how bei Energie und Standorten so gut in den KI-Markt mitnehmen können und warum KI-Washing allein keine höhere Bewertung bringt.
Die Nachfrage: Wer die Kapazitäten kauft, von Microsoft, Google und Oracle bis zu Neoclouds wie Lambda, und warum 70 Prozent der Rechenzentrumsleistung bereits in KI und HPC fließen.
Gas statt Grünstrom: Warum die Netze ausgelastet sind, in den USA Gaskraftwerke „behind the meter“ direkt neben Gigawatt-Campussen entstehen und SMRs zu langsam kommen.
Castellan Intelligence: Was hinter Powered Land, Powered Shell und Turnkey-Rechenzentren steckt und welche Projekte in Nord- und Osteuropa auf dem Tisch liegen.
Protest und Gegenleistung: Warum Kern manche Kritik an Rechenzentren für berechtigt hält und Hyperscalern Tech Labs, Ausbildung und lokale Kapazität abverlangen will.
Das Kapital: Warum ein Megawatt Mining-Infrastruktur rund 300.000 Euro kostet, ein voll ausgestattetes KI-Rechenzentrum mit GPUs dagegen bis zu 26 Millionen Euro.
Chips und Sanktionen: Wie die US-Exportregeln den Hardware-Handel verändern und warum Endkund:innen offengelegt werden müssen.
Souveräne KI: Warum Banken und Mittelständler Open-Source-Modelle auf eigener Hardware betreiben wollen, und ab welchem Budget sich das lohnt. - So sieht sie also aus, die KI-Bremse: Wenige Tage nach Dario Amodeis Aufruf zur Drosselung der KI-Entwicklung bringt Anthropic mit Claude Opus 5.5 das stärkste je gemessene Modell auf den Markt. Bei Artificial Analysis kommt es auf 58 Punkte im Intelligence Index, klar vor OpenAIs GPT-6 Astra.
OpenAI konterte 90 Minuten später mit den günstigeren GPT-6 Sol und Luna, während Meta, Amazon und Microsoft den Kampf um KI-Agenten eröffnen. Darüber sprechen Jakob Steinschaden, Mitgründer von Trending Topics, und Clemens Wasner, Gründer von enliteAI und Vorsitzender von AI Austria.
Die Themen der FolgeZahl der Woche: 170 Millionen Tokens pro Woche um 23 Euro im Monat, die über die API bis zu 7.700 Euro kosten würden.
Opus 5.5: Neue Rankings, One-Shot-Motion-Graphics und warum Xiaomi nun das beste Open-Weight-Modell stellt.
Claude Docs und Slides: Wie Dokumente und Präsentationen im Chat Google Docs und Canva Konkurrenz machen.
Wo bleibt Google? Warum Gemini trotz guter Modelle keinen Agenten für die breite Masse hat.
Copilot und Muse: Microsofts neue Copilot-App, Metas Plan für Transaktionsgebühren und Amazons Sperre gegen Muse.
Ausblick: OpenAIs Agent „o“, der schon am Dienstag kommen könnte. - “IPO Spotlight” – gemeinsam mit der Wiener Börse sprechen wir mit einigen der besten Expert:innen Europas über den Weg von Unternehmen und Scale-ups an die Börse.
Ein Unternehmen, dessen Aktie man bisher nur auf der firmeneigenen Plattform kaufen kann, und ein CEO, der sich selbst als großen Börsenfan bezeichnet: Die oekostrom AG, 1999 aus der Anti-Atom-Bewegung entstanden, gehört heute rund 3.100 Aktionär:innen und legt soeben die vierte Kapitalerhöhung in zehn Jahren auf. Technisch fehlt zum Listing kaum noch etwas: Ein von der FMA gebilligter Kapitalmarktprospekt liegt vor, Ad-hoc-Reporting läuft intern als Trockenübung. Was fehlt, ist Größe, und die soll die nächste Wachstumswelle bringen.
Darüber sprechen Jakob Steinschaden von Trending Topics und Ulrich Streibl, CEO der oekostrom AG, heute im Podcast. Die Themen:
Integriertes Modell: Warum Produktion, Handel und Endkundengeschäft zusammengehören, und was eine eigene Bilanzgruppe beim Herkunftsnachweis leistet.
Speicher: Der erste Großspeicher mit 18 Megawattstunden und 9 Megawatt Leistung, und warum ein bestehender Netzknoten dreifach ausgelastet wird.
Wachstumserwartungen: Weshalb Österreich bis 2040 etwa doppelt so viel Strom braucht, und welche Rolle Verkehr, Wärmepumpen und KI-Rechenzentren dabei spielen.
Bürgerbeteiligung: Wie sich ein Energieversorger fast 30 Jahre lang ohne institutionelles Kapital finanziert, und wo dieses Modell an seine Grenzen stößt.
Kapitalerhöhung: Wofür das frische Geld gedacht ist - von einer 16-Megawatt-Agri-PV-Anlage in Oberösterreich bis zu zwei Windprojekten in Niederösterreich.
Eigene Handelsplattform: Wie der Kurs zustande kommt, was der Verzicht auf ein Depot bringt, und wo der handgestrickte Handelsplatz einer Börse unterlegen ist.
Börse-ready: Was der FMA-Prospekt bereits abdeckt, warum Streibl das Börse-Siegel vor allem als Compliance-Nachweis schätzt, und wie viele Monate ein Listing noch bräuchte.
Wiener Börse: Weshalb der Start im Direct Market Plus läge, und wie realistisch der ATX ist. - Von Green Economy über Innovation und Tech bis zu Tax & Finance: Mit den NOW Days hat die Wirtschaftskammer Wien eine neue Veranstaltungsreihe gestartet, die sich über vier Leitevents von September bis ins Frühjahr zieht. Die Idee dahinter geht in zwei Richtungen: Unternehmen sollen mitnehmen, was sie heute brauchen, und die Kammer will im Gegenzug hören, wo es in den Betrieben wirklich klemmt.
Dahinter steht eine Maschinerie, die man von außen kaum sieht. Mehr als 2.500 Veranstaltungen pro Jahr organisiert die Wirtschaftskammer Wien, im Schnitt also fast sieben pro Tag. Der nächste Termin der Reihe sind die NOW Innovation Days Anfang November im Haus der Wiener Wirtschaft, Schwerpunkt: Künstliche Intelligenz.
Darüber sprechen wir heute im Podcast mit Silvia Spendier, Leiterin des Service-Bereichs der Wirtschaftskammer Wien, und Constantin-Otto Wollenhaupt, Leiter des Veranstaltungsmanagements. Die Themen:
Bedarf: Was Gründer:innen heute von ihrer Wirtschaftskammer am dringendsten brauchen, und wie stark sich dieser Bedarf in den vergangenen Jahren verschoben hat.
7 Events pro Tag: Wie man ein Programm dieser Größenordnung im Überblick behält, und warum es neben Webinaren, Podcasts und Online-Angeboten weiterhin Offline-Formate braucht.
Vier Themenblöcke: Warum die Reihe auf Green Economy, Innovation, Tax & Finance und Founder aufgebaut ist, und welcher Dramaturgie die vier Einzelveranstaltungen folgen.
Format: Was die NOW Days von klassischen WKW-Veranstaltungen unterscheidet, und was bewusst weggelassen wurde.
KI in der Praxis: Wie man jene Betriebe abholt, die Künstliche Intelligenz ausprobiert haben und dann steckengeblieben sind, und welche KI-Services für Startups und Gründer:innen zum Einsatz kommen.
Frühwarnsystem: Woher eine Institution weiß, was morgen wichtig wird, zwischen Daten, Beratungsgesprächen, Netzwerk und Bauchgefühl, und wie kurz die Reaktionszeit von der Idee bis zum fertigen Event ist.
Rückkanal: Welche Kritik das Team bei solchen Events zu hören bekommt, die sonst nie ankommt, und wie diese Learnings in künftige Angebote zurückfließen.
Anmeldung: Was man außer der Visitenkarte mitbringen sollte, und wie man zu einem Platz bei den NOW Innovation Days kommt.
Weitere Wirtschaft Podcasts
Trending Wirtschaft Podcasts
Über Trending Topics Tech Talk
Trending Topics spricht täglich mit den smartesten Köpfen über die wichtigsten Trends bei Startups, AI, Fintech, Crypto, E-Mobility, Sustainability, Tech und Gründertum. Die News, Berichte und Hintergrundberichte gibt es täglich auf www.trendingtopics.eu und www.techandnature.com.
Podcast-WebsiteHöre Trending Topics Tech Talk, Doppelgänger und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.at-App

Hol dir die kostenlose radio.at App
- Sender und Podcasts favorisieren
- Streamen via Wifi oder Bluetooth
- Unterstützt Carplay & Android Auto
- viele weitere App Funktionen
Hol dir die kostenlose radio.at App
- Sender und Podcasts favorisieren
- Streamen via Wifi oder Bluetooth
- Unterstützt Carplay & Android Auto
- viele weitere App Funktionen


Trending Topics Tech Talk
Code scannen,
App laden,
loshören.
App laden,
loshören.
Trending Topics Tech Talk: Zugehörige Podcasts



































