1081 Episoden
"Müssen schauen, dass die Pipeline am Anfang nicht austrocknet" | Founders Dispatch
23.10.2026 | 34 Min.Jahrelang hat Europa über fehlendes Wachstumskapital gejammert, jetzt droht das Gegenteil: Während Mega-Runden für KI-Firmen die Statistiken nach oben treiben, trocknet die Frühphase aus. Laut Tracxn flossen im ersten Halbjahr rund 30 Milliarden Euro in europäische Tech-Firmen, ein Plus von 46 Prozent, die Zahl der Runden sank aber um 18 Prozent. Gleichzeitig stellt allein Nvidia mehr als zehn Prozent aller Startup-Investments in Europa. Ganz so dramatisch muss das allerdings nicht sein: Weil Gründer:innen mit KI viel weniger Startkapital brauchen, sind kleinere Frühphasenrunden zum Teil auch schlicht weniger nötig. Darüber sprechen Jakob Steinschaden, Mitgründer von Trending Topics, und Stefan Köppl, Managing Partner der Wiener Tech-M&A-Boutique Samira Advisors. Die Themen:
Die neue Lücke: Warum auf einem Portfolio-Day in CEE plötzlich nicht mehr über fehlendes Growth Capital geklagt wurde, sondern über fehlendes Frühphasenkapital.
Fonds ohne Exits: Warum kleinere Early-Stage-Fonds mit 20 oder 30 Millionen Euro ohne Rückflüsse kaum neu raisen können, Business Angels keine Liquidität haben und vom EIF finanzierte Fonds der zweiten und dritten Generation an privatem Kapital scheitern.
Die Zahlen: Was die Daten von Tracxn und PitchBook zu Konzentration, KI-Anteil und sinkenden Exits zeigen, und warum laut Ex-Speedinvest-Partner Mathias Ockenfels in Deutschland nur 89 Runden im frühen Segment gezählt wurden.
Wie gut sind die Daten? Warum Statistiken nachträglich nach oben korrigiert werden, Family Offices oft unter dem Radar bleiben und „zweistellige Millionen“ meist eher zehn als 99 bedeuten.
KI-Solo-Founder: Warum es mit KI leichter ist, ein Startup zu gründen, aber schwerer, Investor:innen von einem Moat zu überzeugen.
Nvidia als Europas größter VC: Warum der Chipkonzern von Mistral über ElevenLabs bis Lovable fast überall im Cap Table sitzt, was das für die KI-Souveränität bedeutet, und warum Stefan die Risiken eher gering einschätzt.
Der Appell: Warum Investor:innen antizyklisch auch Climate Tech, Mobility und andere Felder abseits des KI-Hypes finanzieren sollten.- Drei Kilo schwere Ordner voller Lieferscheine haben am Bau bald ausgedient, zumindest wenn es nach dem Wiener Startup reebuild geht: Es hat soeben 3 Millionen Euro aufgenommen, um mit KI den Papierkram im Backoffice von Bauunternehmen zu automatisieren. Angeführt wird die Seed-Runde von Fortino Ventures aus Belgien, dazu kommen Rise PropTech und CuriosityVC sowie Bestandsinvestor Hansi Hansmann. Mehr als 120 Kund:innen nutzen die Plattform bereits, darunter Pittel+Brausewetter. Ganz allein ist reebuild in dem Markt nicht: Auch PlanRadar aus Wien, Capmo aus München und Cosuno aus Berlin wollen den Bau digitalisieren, Candis automatisiert Rechnungen branchenübergreifend.
Darüber spricht Jakob Steinschaden, Mitgründer von Trending Topics, mit Gründer und CEO Alexander Kornell. Die Themen:
Das Problem: Warum Baufirmen mit Excel, alten Buchhaltungssystemen und Zetteln arbeiten, dadurch langsam sind und Einkaufsentscheidungen aus dem Bauchgefühl treffen.
Vom Physik-Doktorat zum Startup: Wie Kornell zwischen Simulationsphysik und einem Bauleiter, der Preise in dicken Papierordnern suchte, die Idee hatte, und warum reebuild vor ChatGPT eigene Modelle bauen und vieles anfangs händisch erledigen musste.
Komplexe Branche: Warum Kornell den Bau für komplex statt konservativ hält und warum dort mit Generalunternehmern, Subfirmen und Lieferanten de facto Prototypen in freier Natur entstehen.
Der Mittelstand als Zielgruppe: Warum reebuild auf Baufirmen mit 10 bis 2.500 Mitarbeitenden setzt und weder Handwerksbetriebe noch Konzerne wie Strabag oder Porr anspricht.
Die Finanzierung: Warum das Geld aus Belgien und den Niederlanden kommt, eine solche Runde in Österreich nicht möglich gewesen wäre und Corporate-VCs aus der Baubranche ausgeschlossen sind.
Null Fehlertoleranz: Warum es nicht reicht, Belege in Claude Opus 5.5 zu werfen, und wie Plausibilitätschecks dafür sorgen, dass jedes unsichere Dokument bei Menschen landet.
Kein Marktplatz: Warum Transportbeton nur 100 Kilometer weit geliefert werden kann und Daten deshalb mehr bringen als ein Preisvergleich.
Modelle und Moat: Warum reebuild per Router zwischen KI-Modellen wechselt, alles in Europa hostet und sich vor KI-geklonter Software nicht fürchtet. - Vom Llama-4-Bauchfleck zurück an die Spitze in nur 14 Monaten: Mit Muse Wonder hat Meta soeben ein Modell vorgestellt, das bei Artificial Analysis auf 52 Punkte kommt und damit fast gleichauf mit Claude Fable 5.1, GPT-6 Astra und Gemini 4 liegt. Nur Claude Opus 5.5 ist mit 58 Punkten klar vorne. Billig ist der Comeback-Kandidat allerdings nicht, pro Aufgabe sind nur die Anthropic-Modelle teurer. Dazu kommt mit Muse Spark Open das beste nicht-chinesische Open-Weight-Modell, das Meta gemeinsam mit Apple für den Mac Studio optimiert hat, und das ausgerechnet nach Jahren erbitterter Fehden zwischen den beiden Konzernen.
Darüber sprechen Jakob Steinschaden, Mitgründer von Trending Topics, und Clemens Wasner, Gründer von enliteAI und Vorsitzender von AI Austria. Die Themen:
Das Meta-Comeback: Wie sich Meta nach dem Abgang von Yann LeCun mit rund 160 Milliarden Dollar, Gehaltspaketen in Milliardenhöhe und einem neuen Team zurück in die Oberliga gekämpft hat.
Alexandr Wang: Wer der Scale-AI-Gründer und Chief AI Officer ist, der mit 24 Jahren zum jüngsten Selfmade-Milliardär wurde und bei der Präsentation in Camouflage-Crocs für Aufsehen sorgte.
Open Weight ist nicht Open Source: Warum Muse Spark Open zwar das beste westliche offene Modell ist, die Muse Model License ab 20 Millionen Dollar Umsatz aber einen Vertrag mit Meta verlangt und einen „Built with“-Hinweis vorschreibt.
Meta als Neocloud: Warum Meta mit API, offenen Modellen und riesigen Rechenkapazitäten den Weg von Google Cloud oder Mistral geht, nur in deutlich größerem Maßstab.
Der Pakt mit Apple: Warum Meta und Apple nach App Tracking Transparency, Cambridge Analytica und dem Brillen-Wettlauf plötzlich gemeinsame Sache machen, und warum zwei vernetzte Mac Studios mit je 512 GB RAM rund 21.000 bis 25.000 Euro pro Stück kosten dürften.
Das Muse-Geschäftsmodell: Warum Amazon und US-Banken den Agenten aussperren, Meta mit Transaktionsgebühren statt Werbung verdienen will, und warum Clemens daran zweifelt, wenn lokale Modelle auf jedem Handy dieselben Aufgaben erledigen können.
Ausblick: Was die Nvidia-Konferenz GTC kommende Woche bringen könnte. „Das eingespielte Team von früher ist heute der Superstar mit genügend Tokens“ | Founders Dispatch
16.10.2026 | 49 Min.Wien hat jetzt eine Satoshi-Nakamoto-Statue, praktischerweise in Sichtweite zum Bitpanda-HQ, doch Beten allein bringt keinen Börsengang: Mit dem Wechsel von CEO Lukas Enzersdorfer-Konrad zur Erste Group und der Rückkehr von Mitgründer Christian Trummer an die Spitze ist der kolportierte Bitpanda-IPO in Frankfurt vorerst vom Tisch. Das IPO-Fenster ist für Krypto-Firmen 2026 ohnehin zu, Kraken, Ledger und Co. haben ihre Pläne verschoben, und im Tech-Bereich warten alle auf den Börsengang von Anthropic. Gleichzeitig zeigt die Pleite von Character.AI, wie brutal Acquihires im KI-Zeitalter geworden sind. Darüber sprechen Jakob Steinschaden, Mitgründer von Trending Topics, und Stefan Köppl, Managing Partner der Wiener Tech-M&A-Boutique Samira Advisors. Die Themen:
Bitpanda ohne IPO: Warum der Bitcoin-Kurs rund 35 bis 40 Prozent unter dem Allzeithoch liegt, das C-Level fast komplett ausgetauscht wurde und das B2B-Geschäft etwa mit der RBI für mehr Stabilität sorgen soll.
Krypto als Margenbringer: Warum Bitpanda mit Aktien und ETFs in Konkurrenz zu Trade Republic und Scalable Capital steht, während Revolut und Robinhood viel Geld mit Krypto verdienen.
Das IPO-Fenster: Warum Anthropic die US-Midterms abwarten soll, OpenAI auf 2027 schiebt und drei Billionen-Dollar-IPOs das Kapital für alle anderen absaugen könnten.
EU-Superbörse: Warum laut Wiener-Börse-Chef Christoph Boschan nicht die Technik, sondern die Markttiefe fehlt, und warum europäisches Kapital lieber in den USA investiert wird.
Der Exit-Rückstau: Warum Private-Equity-Fonds ihre Firmen nicht loswerden, Second-Tier-IPOs in Europa fehlen und Neobroker plötzlich Private-Equity-Sparpläne für Kleinanleger:innen anbieten.
Bending Spoons: Warum ein zusätzliches Investment von Berkshire Hathaway die Aktie des Tractive-Käufers in die Höhe schickte.
Acquihires neu gedacht: Warum Konzerne heute nur noch zwei, drei Köpfe statt ganzer Teams übernehmen, Schulden und Haftungen in der Hülle zurückbleiben und Investor:innen oft leer ausgehen.
Der Fall Character.AI: Wie Google erst die Gründer holte und Disney nun die Reste aus der Insolvenzmasse kauft.- Europa diskutiert über ein neues Börsengebäude, dabei steht die Superbörse längst, nur der Tank ist leer. Das sagt sinngemäß Christoph Boschan, CEO der Wiener Börse, im Podcast von Trending Topics. Anlass ist die Frage, warum europäische Tech-Firmen wie Bending Spoons lieber an die Nasdaq gehen und ob ein europäisches Pendant zu New York das Problem lösen würde. Boschan spricht mit Jakob Steinschaden, Mitgründer von Trending Topics, über Rekordstände am ATX, die Strukturunterschiede zwischen den USA und Europa und darüber, warum die Antwort eher in der Pensionspolitik als in der Marktinfrastruktur liegt. Die Themen:
Rekorde trotz Krisenstimmung: Warum der ATX Höchststände erreicht und österreichische Aktien ihren Bewertungsabschlag aufholen.
Weltportfolio statt Market Timing: Warum Boschan Privatanleger:innen zum lebenslangen Aktiensparplan rät und die KI-Blase offenlässt.
Ein starkes IPO-Jahr: Warum nach dem SpaceX-Rekord viel Kapital und teure Kredite Börsengänge antreiben.
Warum Tech-Firmen nach New York gehen: Warum das US-Listing für KI-nahe Riesen Sinn macht, für Firmen mit 500 Millionen bis 3 Milliarden Euro Bewertung aber selten.
Die Superbörse steht schon: Warum hinter Europas Börsen nur wenige Handelssysteme stecken, und was Befürworter:innen wie Friedrich Merz dazu sagen.
Das Problem heißt Markttiefe: Warum die USA über Eigenkapital finanzieren, Europa über Kredite, und der Ferrari hier weniger Sprit hat.
Pensionen als Hebel: Warum Kapitaldeckung die Umlage ergänzen soll, wie es Niederlande, Dänemark und Schweden vormachen. Mehr dazu im Bericht zu Boschans Aktionärsstudie.
Steuer und Tempo: Warum Tschechien Aktiengewinne nach drei Jahren steuerfrei lässt, Österreich 27,5 Prozent verlangt, und Europa vor allem schneller werden muss.
Weitere Wirtschaft Podcasts
Trending Wirtschaft Podcasts
Über Trending Topics Tech Talk
Trending Topics spricht täglich mit den smartesten Köpfen über die wichtigsten Trends bei Startups, AI, Fintech, Crypto, E-Mobility, Sustainability, Tech und Gründertum. Die News, Berichte und Hintergrundberichte gibt es täglich auf www.trendingtopics.eu und www.techandnature.com.
Podcast-WebsiteHöre Trending Topics Tech Talk, Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.at-App

Hol dir die kostenlose radio.at App
- Sender und Podcasts favorisieren
- Streamen via Wifi oder Bluetooth
- Unterstützt Carplay & Android Auto
- viele weitere App Funktionen
Hol dir die kostenlose radio.at App
- Sender und Podcasts favorisieren
- Streamen via Wifi oder Bluetooth
- Unterstützt Carplay & Android Auto
- viele weitere App Funktionen


Trending Topics Tech Talk
Code scannen,
App laden,
loshören.
App laden,
loshören.
Trending Topics Tech Talk: Zugehörige Podcasts





































