151 Episoden
- Auf der internationalen Mathematikkonferenz in Philadelphia war von der
größten Krise der Mathematik seit einem Jahrhundert die Rede: Die
künstliche Intelligenz löst inzwischen mathematische Rätsel, an denen
Forscherinnen und Forscher seit Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten
verzweifeln. Das Problem: Die Beweise sind für Menschen mitunter nicht
mehr zu verstehen. Stimmen sie überhaupt? Und was bleibt den Menschen
jetzt noch zu tun? Christoph Drösser hat auf der Konferenz mit führenden
Fachleuten gesprochen, die sich nun Regeln im Umgang mit KI auferlegen
wollen.
Außerdem erklärt die Mathematikdidaktikerin Susanne Prediger, wie die
künstliche Intelligenz den Mathematikunterricht verändert. Was sollen
Schülerinnen und Schüler überhaupt noch lernen? Diese Diskussion gibt es
an vielen Schulen mit Einführung des Taschenrechners, aber mit den
neunmalklugen Chatbots erreicht sie ein neues Level. Mathematiker
rechnen mit einer Spaltung der Schülerschaft.
Und schließlich stellt Christoph Drösser die KI mit seiner eigenen
Diplomarbeit auf die Probe. Da war nämlich noch ein Fehler drin.
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testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos. - Die Philosophin L. A. Paul nennt Elternschaft eine transformative
Erfahrung: Man kann vorher nicht wissen, ob sie glücklich macht, weil
man selbst ein anderer Mensch wird. Kinder zu kriegen ist eine
Entscheidung, die man trifft, bevor man weiß, wer man danach sein wird.
Die Glücksforschung nähert sich der Angelegenheit mit Fragebögen und
Interviews. Sie erkundet, ob Eltern im Durchschnitt glücklicher sind als
Kinderlose – und ob das Elternglück, das viele nach der Geburt eines
Kindes erleben, von Dauer ist.
Johanna Michaels und Tobias Hürter diskutieren im Podcast über ihre
eigenen Erfahrungen und sortieren die Studien und philosophischen
Argumente. Als Tobias Hürter seine Tochter zum ersten Mal sah, überkam
ihn ein Glücksgefühl, das ihn selbst überraschte. Sechzehn Jahre später
sagt er: Dieses Glück ist geblieben. Johanna Michaels findet schön, dass
er das erleben durfte – und mindestens ebenso schön, dass sie es nicht
erleben muss. Sie will keine Kinder. Dieser Wunsch hat sich mit den
Jahren nur verfestigt.
Eine Diskussion über das Parenting Paradox, Simone de Beauvoir und die
Studie »Regretting Motherhood«, über Antinatalismus und darüber, warum
es kein »Regretting Fatherhood« gibt. Elternglück ist nicht nur eine
private Angelegenheit, sondern auch eine politische.
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testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos. - Haben Sie auch schon einmal ein Medikament verschrieben bekommen, von
dem Sie glauben, dass Sie es nicht brauchen? Und gab es bei einem
Routinetest falschen Alarm, über den Sie sich große Sorgen gemacht
haben? Sie sind nicht allein: Schätzungen zufolge sind 30 Prozent aller
medizinischen Eingriffe nicht nötig, zehn Prozent schaden sogar.
Um dieses Phänomen, die sogenannte Überversorgung, dreht sich die neue
Folge des ZEIT-Wissen-Podcasts. Jan Schweitzer, Redakteur im
Gesundheitsressort der ZEIT, spricht mit »Woher weißt du das?«-Host
Jakob Simmank über mögliche Folgen: Nebenwirkungen von Medikamenten,
Sorgen – und Milliarden, die jedes Jahr verschwendet werden. Es geht
auch darum, was man gegen Überversorgung tun kann. Und in der
unmöglichen Kolumne fragt Christoph Drösser: Wie erklärt sich die
Wissenschaft Spontanheilungen?
Shownotes:
- Im Interview erklärt der Internist Sebastian Schellong, was
Medizinerverbände gegen Überversorgung tun können.
- Jan Schweitzer ist auf Krebsvorsorge-Reise gegangen: Was hat er
gelernt?
- Wie evidenzbasiert ist eigentlich die Zahnmedizin? Antworten von Jan
und Ragnhild Schweitzer
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testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos. - Ein cholerischer Küchenchef nennt unsere Host Johanna Michaels ständig
»Yvonne« – so hieß die Mitarbeiterin vor ihr. Respektlos und ärgerlich.
Ihre Freunde machen einen Witz draus, und plötzlich ist es ihr
Spitzname, den sie liebt.
In dieser Folge des ZEIT-Wissen-Podcasts diskutieren Johanna Michaels
und Tobias Hürter die Frage: Darf man jeden Witz machen? Johanna sagt ja
– mit Einschränkungen. Tobias sagt nein – es kommt auf die Funktion an.
Gemeinsam erkunden sie, was Humor alles kann: Situationen auflockern,
Kritik schärfen, Tabus brechen. Aber auch: ausgrenzen, verletzen,
Vorurteile verstärken.
Sie sprechen über Roasting-Shows, in denen alles erlaubt scheint, über
Satire als Werkzeug gegen Mächtige – und darüber, wann Witze nach unten
treten, statt nach oben zu schießen. Warum fürchten Autokraten den
Humor? Was hat Freud über Witze gesagt? Und warum sind 4.000 Jahre alte
mesopotamische Witze heute nicht mehr lustig?
Eins steht fest: Witze sind nie nur Text, sondern brauchen immer
Kontext. Und die Antwort auf die Frage »Darf man das?« ist nie ein
simples Ja oder Nein.
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testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos. - Es wäre der Traum jeder Mutter und jedes Vaters: Dafür sorgen, dass das
eigene Kind eine perfekte Kindheit hat. Eine, in der alles passt. Das
Kind lebt gesund, es findet Freunde, wird selbstbewusst, findet Dinge,
an denen es Freude hat, in Kindergarten und Schule läuft es gut. Doch so
läuft es nun einmal nicht – oder nicht immer. Was Kinder erleben, kann
sich auf ihr ganzes Leben auswirken, auf ihre körperliche und psychische
Gesundheit.
Nora Burgard-Arp ist Wissenschaftsjournalistin und recherchiert
regelmäßig zu Fragen rund um die Familie. Für diese Episode von »Woher
weißt du das?« spricht sie mit ZEIT-Redakteurin Linda Fischer über die
Faktoren, die eine gute Kindheit ausmachen. Sie hat Studien aus den
vergangenen Jahrzehnten zusammengetragen, die Eltern helfen können, sich
zu orientieren: Worauf kommt es wirklich an? Und wo ist es okay, wenn
mal etwas nicht perfekt ist?
In seiner Kolumne geht Christoph Drösser außerdem der Frage nach, warum
wir uns nicht an unsere frühe Kindheit erinnern können.
Shownotes:
- Die COPSY-Studie, geleitet von Prof. Dr. Ulrike Ravens-Sieberer und
Dr. Anne Kaman
- Forschungsprofil der Bindungsforscherin Prof. Dr. Fabienne
Becker-Stoll
- Wie reagieren Kinder auf Trennungssituationen? Das zeigt die
berühmte Studie der Entwicklungspsychologin Mary Ainsworth, die die
Bindungsforschung der vergangenen Jahrzehnte prägte.
- Die Resilienzforschung untersucht, was Kinder wirklich trägt.
Beispielsweise zeigt eine Studie der Entwicklungspsychologin Emmy
Werner mit Kindern in Hawaii, dass sie sich selbst unter
schwierigsten Lebensbedingungen bei bestimmten Bedingungen psychisch
stabil entwickeln.
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