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Frisch an die Arbeit

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Frisch an die Arbeit
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  • Frisch an die Arbeit

    Welche veganen Gerichte machten Dich berühmt, Julius Fiedler?

    24.2.2026 | 46 Min.
    "Veganes Essen gibt es schon seit tausenden von Jahren, es wurde nur nie
    so genannt", sagt der Kochbuchautor Julius Fiedler im Podcast Frisch an
    die Arbeit. "Fleisch, Fisch und Milch waren schließlich schon immer
    teuer."

    Fiedler, 31, wuchs in der Nähe von Düsseldorf auf und studierte Film in
    London. Für seine Abschlussarbeit filmte er eine Dokumentation über
    Cheddar in einer englischen Käserei und begegnete dort zufällig dem
    Filmteam von Jamie Oliver. Eine Begegnung, die seine Karriere verändern
    sollte, denn kurze Zeit später begann er als Produktionsassistent bei
    Jamie Olivers Sendung "The Naked Chef".

    Selbst bekannt wurde Fiedler dann unter dem Alias @herrmann während der
    Coronapandemie mit Sauerteig-Backkursen und Rezeptvideos. Seitdem
    verfolgen 2,5 Millionen Menschen auf Instagram und nochmals jeweils eine
    Million auf TikTok und YouTube, wie er vegane Gerichte aus aller Welt
    ausprobiert. 

    "Ich wollte mich vegan ernähren, ohne auf hochverarbeitete Produkte
    zurückzugreifen oder mich ausschließlich von Soja zu ernähren", erzählt
    Fiedler. Dabei stieß er zunächst auf ein altes Rezept aus Myanmar, für
    eine Art Tofu aus Kichererbsen. "Dabei fiel mir auf: Dort sagt keiner,
    dass das vegan ist. Das ist einfach traditionelles Essen!"

    Auch in anderen Ländern sammelte Fiedler solche überlieferten,
    tierfreien Gerichte. "Wenn man sich in Italien die Cucina povera
    anguckt, dann findet man unglaublich vieles", erzählt er. Gerichte wie
    Ribollita, ein Eintopf aus altem Brot, Bohnen und vorgekochtem Gemüse,
    seien günstig und vegan zugleich. "Das war ein absolutes Armutsgericht
    und trotzdem super nahrhaft."

    Mittlerweile reist Fiedler in die Regionen, aus denen die Rezepte
    stammen, und stellt auch die Menschen vor, die ihm erklären, wie diese
    gekocht werden. "Mir war wichtig, Essen als Kulturgut zu begreifen",
    sagt Fiedler. "Ich möchte verstehen, warum diese Gerichte sind, wie sie
    sind, und warum die konkreten Zutaten wichtig sind."

    Im Podcast erzählt Fiedler außerdem, warum er sich gerade besonders für
    georgisches Essen begeistert, dass Gerichte in heißen Ländern oft und
    notgedrungen tierfrei sind und was man vom schwäbischen Kartoffelsalat
    über traditionell veganes Essen aus Deutschland lernen kann.

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  • Frisch an die Arbeit

    Wie gefährlich ist Fliegen wirklich, Julia Peukert?

    10.2.2026 | 43 Min.
    "In das Fliegen bin ich eher so reingestolpert", sagt Julia Peukert im
    Podcast Frisch an die Arbeit. Bis zum Abi hatte sie nie darüber
    nachgedacht, Pilotin zu werden. Doch dann schenkten ihr Freunde zum
    Geburtstag einen Fallschirmsprung. "Der Sprung war mir eigentlich egal,
    aber das Fliegen in dem kleinen Flugzeug fand ich faszinierend". 

    Peukert beschloss, sich an einer Flugschule für die Ausbildung zur
    Pilotin zu bewerben. "Man sollte gut in Mathe und Physik sein, eine
    schnelle Auffassungsgabe haben und sehr stressresistent sein", erzählt
    sie. Nach einem komplizierten Auswahlverfahren wurde Peukert im ersten
    Anlauf genommen. Heute ist sie 44 Jahre alt und beschreibt ihren Beruf
    als "absoluten Traumjob". 

    Seit 21 Jahren fliegt die Berlinerin quer über den Globus. Von ihrer
    Basis in Frankfurt am Main aus steuert sie für die Lufthansa-Tochter
    Discover Airlines mit großen Passagierflugzeugen die Bahamas, Las Vegas
    oder Mombasa an. Sie mag vor allem Flughäfen, die unter Piloten als
    anspruchsvoll gelten, weil sie zum Beispiel sehr kurze Landbahnen haben
    oder in Bergregionen liegen. 

    "In Innsbruck erreichst du die Landebahn erst nach einer Art geführtem
    Sturzflug", erzählt sie. Für solche Herausforderungen brauchen die
    Pilotinnen und Piloten eine Weiterbildung, Peukert hat sie absolviert.

    Zuerst sei Fliegen aber eine Teamleistung, sagt sie. Die
    Flugbegleiterinnen, das Bodenpersonal, die Leute in der Technik, im
    Tower und die Besatzung im Cockpit, das greife alles ineinander. "Man
    muss schon ein besonderer Schlag Mensch sein für diesen Beruf, das
    vereint uns alle", sagt sie. Feste Routinen wie jeden Tag Punkt 18 Uhr
    Abendessen oder immer im gleichen Bett schlafen seien für die meisten
    nicht drin.

    Peukert ist manchmal mehrere Tage hintereinander unterwegs, dafür aber
    auch mal eine ganze Woche bei ihrer Familie. Sie ist verheiratet und hat
    zwei Kinder. Für sie funktioniert dieses Modell gut. Sie findet es
    schade, dass sich nur so wenige Frauen auf den Pilotenjob bewerben, sagt
    sie.

    Im Podcast erzählt Julia Peukert, wie sie als Kapitänin im Cockpit mit
    dummen Sprüchen umgeht. Ob Jetlags irgendwann zur Gewohnheit werden. Und
    wie das Fliegen in Zukunft umweltfreundlicher werden könnte. 

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  • Frisch an die Arbeit

    Wie schreibt man einen Fantasy-Bestseller, Katja Brandis?

    27.1.2026 | 46 Min.
    "Ich muss meine Schreibzeit erobern, verteidigen und genießen", sagt die
    Bestseller-Autorin Katja Brandis im Podcast Frisch an die Arbeit. Mit
    der Woodwalker-Reihe hat sie mittlerweile über 3,5 Millionen Bücher
    weltweit verkauft. Ein Drittel ihrer Arbeitszeit verbringe sie jetzt mit
    Fanbetreuung, verrät sie.

    Katja Brandis ist ein Künstlername, die Autorin heißt eigentlich Sylvia
    Englert. Sie wurde 1970 geboren und zählt zu den erfolgreichsten
    deutschen Jugendbuchautorinnen. Insgesamt hat sie mehr als 70 Romane
    veröffentlicht, die mehr als 20 Woodwalker-Bände wurden in mehrere
    Sprachen übersetzt. Außerdem kommt nun der Film Woodwalkers 2 in die
    Kinos.

    Ursprünglich plante Brandis einen Einzelroman für Jugendliche ab zwölf,
    den ihr Verlag aber zunächst ablehnte. "Dann hat sich die Lektorin ein
    Jahr später gemeldet und gesagt: Dieser Katzenjunge, der geht mir nicht
    aus dem Kopf. Und gefragt, ob ich das vielleicht für Kinder ab zehn
    Jahren machen könnte", erzählt sie. Daraufhin habe sie den Roman
    umgeschrieben. 

    "Ich hatte schon das Gefühl, dass es den Kids wirklich gefallen könnte",
    sagt Brandis über den ersten Band, "aber dieses Ausmaß hätte ich mir
    wirklich nicht träumen lassen". Sie erzählt, dass sie mittlerweile
    Leserbriefe aus Kasachstan, Finnland, Spanien oder Südamerika bekommt.
    "Ich weiß, dass Leute auf das, was ich schreibe, warten. Es ist wirklich
    grandios!"

    Damit die Kinder immer weiter lesen wollen, optimierte Brandis ihre Art
    zu schreiben. "Früher habe ich Kapitel immer inhaltlich abgeschlossen
    und das ist eigentlich blöd", sagt sie. Heute weiß sie: "Man sollte ein
    Kapitel genau dann abbrechen, wenn es am spannendsten ist – dann können
    die Kinder die ganze Nacht unter der Bettdecke lesen."

    Angefangen zu Schreiben hat Brandis schon als Jugendliche. "Schon mit 14
    habe ich drei, vier Romane im Jahr geschrieben, aber die waren halt noch
    nicht sonderlich gut." Über Testleser in ihrer Schule und Autorengruppen
    habe sie sich weiterentwickelt. 

    "Beim Schreiben kann man sich wahnsinnig gut selber ausbremsen", sagt
    sie. "Erste Fassungen dürfen schlecht sein." Sie habe "jeden nur
    denkbaren Fehler schon mal gemacht, wirklich jeden".

    Im Podcast erzählt Brandis außerdem, warum sie Recherchen in der
    namibischen Wüste und im Regenwald für unverzichtbar hält, welche Fehler
    in ihren Büchern sie fuchsig machen und was für eine Tierwandlerin sie
    selbst wäre.

    "Frisch an die Arbeit" wird jeden zweiten Dienstag veröffentlicht. Es
    moderieren im Wechsel Daniel Erk, Hannah Scherkamp und Elise Landschek.
    Das Team erreichen Sie unter [email protected].

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  • Frisch an die Arbeit

    Was macht Wohnungen gemütlich, Fabian Freytag?

    13.1.2026 | 53 Min.
    "Wie wir uns einrichten, liegt an unserem Sicherheitsbedürfnis. Man
    wünscht sich Behaglichkeit, einen Schutzraum, der einen Puffer nach
    außen bietet", sagt Fabian Freytag im Podcast Frisch an die Arbeit. Als
    Interior Designer mit einem Büro in Berlin verändert er Grundrisse,
    dekoriert Wohnungen und warnt Kunden und Kundinnen vor Fehlkäufen. 

    Freytag, 41, hat Architektur an der Universität der Künste
    studiert. Noch in seiner Ausbildung bekam er den ersten Auftrag als
    Innenarchitekt. Während der globalen Finanzkrise 2008 kauften viele
    Menschen aus dem Ausland Wohnungen in Berlin als Investment – einige
    beauftragten Freytag mit der Einrichtung. "Sie vertrauten auch Anfängern
    wie mir. In keiner anderen Stadt hätte ich so schnell Aufträge
    bekommen", sagt Freytag.  

    Seinen Kunden und Kundinnen rät Freytag zu bunten Wänden und großen
    Teppichen. "Sogar das Bad soll eine gewisse Opulenz haben und
    eingerichtet werden wie andere Räume", sagt er. Sein Tipp: Wer eine
    Wohnung oder ein Haus einrichte, dürfe nicht das kaufen, was alle haben.
    Stattdessen sei es wichtig, mit einigen Übungen herauszufinden, welche
    Möbel, Farben und Stoffe einem wirklich gefallen. Freytag empfiehlt,
    Onlineauktionshäuser oder Kleinanzeigen zu durchsuchen und dabei zu
    notieren, aus welchen Jahrzehnten die Einrichtungsgegenstände stammen,
    die einem gefallen. Außerdem könne man überlegen, in welchen Wohnungen
    von Freunden, Restaurants oder Hotels man sich besonders wohlfühlt und
    warum.  

    Im Podcast erzählt Freytag, wie künstliche Intelligenz seine Arbeit
    verändert, warum er offene Regale in seinen Entwürfen vermeidet und
    welche Hobbys ihn kreativ machen.

    "Frisch an die Arbeit" wird jeden zweiten Dienstag veröffentlicht. Es
    moderieren im Wechsel Daniel Erk, Hannah Scherkamp und Elise Landschek.
    Das Team erreichen Sie unter [email protected].

     

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  • Frisch an die Arbeit

    Wie bekämpft man Einsamkeit, Elke Schilling?

    30.12.2025 | 45 Min.
    "Nachts ist die Einsamkeit am schärfsten, da kommt alles zusammen – die
    Kontaktlosigkeit, die Dunkelheit und die Schlaflosigkeit", sagt Elke
    Schilling, Gründerin und Vorsitzende des Senioren-Telefons Silbernetz,
    im Podcast Frisch an die Arbeit. "Das kann einem gerade über die
    Feiertage unglaublich auf die Seele fallen." 

    Schilling, selbst schon 82 Jahre alt, hat in der DDR Mathematik
    studiert, zwischen 1969 und 1989 als Programmiererin gearbeitet, wurde
    mit der Wiedervereinigung arbeitslos und begann eine Karriere in
    Politik. Erst wurde sie Staatssekretärin für Frauenfragen in
    Sachsen-Anhalt, dann Beraterin für Unternehmen und schließlich Gründerin
    einer Telefonseelsorge. Der entscheidende Impuls für das sogenannte
    Silbernetz kam Schilling durch ein persönliches Erlebnis: Ein älterer
    Nachbar verschwand plötzlich aus ihrem Alltag, wochenlang brannte Licht
    in seiner Wohnung, dann tauchten Fliegen auf. Als der Vermieter
    schließlich die Tür öffnen ließ, stellten sie fest: Der Nachbar war seit
    Wochen tot.

    Im Gespräch sagt Schilling: "So einsam darf kein Mensch sein". Und doch
    sind solche Todesfälle nicht selten, erzählt sie: "In jeder deutschen
    Großstadt sterben jedes Jahr rund 300 Menschen auf diese Weise." 2015
    gründete sie deshalb einen Verein und orientierte sich dabei an einer
    Idee aus Großbritannien. Ursprünglich wollte sie eine Hotline für
    einsame, ältere Menschen in Berlin erschaffen. 

    Heute gibt es zusätzlich zum Verein mit fast 350 Ehrenamtlichen ein
    Sozialunternehmen mit mehr als 30 Mitarbeitenden. Das Angebot von
    Silbernetz richtet sich an Menschen ab 60 Jahren, aber "meine älteste
    Anruferin war 109 Jahre alt", erzählt Elke Schilling. 

    Über das Jahr ist das Telefon täglich zwischen 8 und 22 Uhr zu
    erreichen, an Weihnachten aber, erzählt Schilling, sitzen die
    Ehrenamtlichen der Hotline Tag und Nacht an den Apparaten. "Die
    Weihnachtszeit ist unglaublich emotional aufgeladen", sagt Schilling.
    "Eigentlich klingelt das Telefon dann die ganze Zeit. "Eine der
    Zielgruppe des Silbernetz seien natürlich Menschen über 85, die
    körperlich oft nicht mehr mobil seien und deren Gesprächskreis dadurch
    verkleinere: "Je älter man wird und je mobiler man eingeschränkt ist,
    desto weniger Kontakte hat man ich – und desto weniger neue kann man
    knüpfen." 

    Aber auch pflegende Angehörige, erzählt Schilling, seien oft einsam.
    "Ihr sozialer Kreis schrumpft durch die Pflege auf eine einzige Person",
    sagt Schilling. Im Podcast erzählt Schilling außerdem, wie das
    Silbernetz in der Pandemie stark wachsen konnte, warum Geld ihre größte
    Sorge ist und welchen Tipp sie Menschen gibt, die sich vor dem Anruf bei
    der Großtante drücken.

     

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Generated: 2/24/2026 - 5:58:05 AM