120 Episoden
- Zurück aus der Sommerpause – und direkt rein in eine Grundsatzfrage: Optimieren wir weiter das Bestehende oder bauen wir endlich Neues? Matúš und Daniel sprechen mit Prof. Dr. Volker Stiehl über Progressive BPM und seine These, dass Prozesse nicht nur das Geschäft unterstützen, sondern selbst zum Geschäft werden können. Der entscheidende Unterschied: Während klassisches BPM bestehende Abläufe effizienter macht, soll Progressive BPM neue digitale Prozesslösungen schaffen, für die Kund:innen tatsächlich bezahlen. Es geht um digitale Transformation, neue Geschäftsmodelle, Start-up-Denken, schnelles Prototyping und die Frage, warum permanentes Optimieren gerade jetzt zu wenig sein könnte. Gleichzeitig wird kontrovers über Agentic AI diskutiert: riesiges Potenzial oder die nächste Black Box, wenn Unternehmen Technologie einsetzen, ohne Prozesse und Ziele wirklich verstanden zu haben? Du erfährst, warum Volker mehr Experimentierfreude fordert und weshalb Prozesskompetenz für Innovation plötzlich strategisch werden könnte. Hör jetzt rein und teile die Folge mit deinem Netzwerk.
- KI-Agenten sollen Prozesse übernehmen – doch ohne klare Regeln, Ziele und Verantwortlichkeiten werden sie schnell zum freien Radikal. In dieser Folge sprechen Matúš und Daniel mit Daniel Somssich aus der REWE Group darüber, warum BPM gerade durch KI wichtiger statt überflüssig wird. Du erfährst, weshalb Prozessmanagement nicht von wenigen Spezialist:innen für Tausende Mitarbeitende gemacht werden kann, sondern die gesamte Organisation befähigen muss, Wertschöpfung zu verstehen und zu verbessern. Leitplanken, Werkzeuge, Unternehmenskultur und End-to-End-Denken helfen dabei, lokale Optimierung zu verhindern und echte Beteiligung zu fördern. Außerdem geht es um die Zukunft klassischer Prozessmodelle: Manuelle BPMN-Modellierung könnte an Bedeutung verlieren, das zugrunde liegende Prozesswissen bleibt jedoch unverzichtbar. Besonders spannend ist die Frage, wie Process, Data und IT Governance zusammenspielen müssen, damit Menschen und Agenten sicher handeln und auf Unternehmensziele einzahlen. Hör jetzt rein und teile die Folge mit deinen Kolleg:innen und deinem Netzwerk.
- Prozessmodelle malen bringt doch nichts – bis dir jemand zeigt, was dir ohne sie entgeht. Nina Dönhoff verantwortet das globale Prozessmanagement bei der Seifert Logistics Group und hat dafür einen Weg gefunden, der tatsächlich zieht: Zeichne mir deinen Prozess, dann bekommst du eine Automatisierung dafür. Aus diesem Deal ist bei einem Logistiker mit mehreren Tausend Mitarbeitenden eine digitalisierungsfreundliche Kultur gewachsen, inklusive Low-Code-Welle, Anwendungskatalog und einem Rahmen, der jetzt auch für KI trägt. Im Gespräch mit Matúš und Daniel erfährst du, warum Logistikprozesse so komplex sind, was standardisierte Flexibilität bedeutet und wie du mit einem Lego-Prinzip Standards von Kundenvarianten trennst. Nina erzählt außerdem, wie sie als Einzelkämpferin im BPM über klare Rollen und Schulungen skaliert, welches auf dem Papier trockene Projekt rund um die Schadensmeldung das größte Potenzial hatte und warum zu detaillierte Prozessbeschreibungen overrated sind, eine saubere Prozesslandkarte dagegen völlig underrated. Ihr Bild dafür bleibt hängen: BPM ist Unternehmenshygiene. Hör jetzt rein und teile die Folge mit deinen Kolleg:innen und in deinem Netzwerk.
- Schnell ein neues ERP einführen, Standardprozesse übernehmen und den Rest von KI erledigen lassen? Genau diese Abkürzungen machen Unternehmen oft langsamer statt zukunftsfähiger. Matúš und Daniel sprechen mit Simone Glitzsch darüber, warum gutes Prozessdesign nicht bei Tools beginnt, sondern bei Klarheit: Welche Prozesse gibt es wirklich, wie greifen Organisationseinheiten ineinander und wo entsteht Wert für den Kunden? Simone zeigt, weshalb Prozesslandschaften wie ein Straßennetz funktionieren – schnelle Autos helfen wenig, wenn die Infrastruktur fehlt. Es geht um Silodenken im C-Level, die Grenzen von Organigrammen, unterschätzte Vorarbeit bei ERP-Transformationen und die riskante Hoffnung, KI werde unklare Abläufe einfach selbst verstehen. Besonders konkret wird es bei Kostensenkungen und Verlagerungen: Wer nur Personalkosten betrachtet, ohne Auswirkungen auf Wissen, Abhängigkeiten und Prozessleistung zu prüfen, optimiert womöglich am falschen Ende. Du erfährst, warum ganzheitliches Denken, gemeinsame Begriffe und mutige Transparenz die Basis für echte Verbesserung sind. Hör jetzt rein und teile die Folge mit deinen Kolleg:innen und deinem Netzwerk.
- Dieselben Probleme wie vor 30 Jahren – aber endlich bessere Werkzeuge, sie zu lösen. Warum bleibt Prozessmanagement trotzdem so oft in Boxen und PDFs stecken? In dieser Folge sprechen Matúš und Daniel mit Thi, der bei SAP das Thema Business Transformation aus Singapur heraus verantwortet und davor viele Jahre bei Siemens war. Du erfährst, warum KI dem Prozessmanagement gerade den größten Schub seit Jahren gibt, was der Unterschied zwischen AI Agents und agentic AI wirklich bedeutet und warum in Asien risikofreudiger experimentiert wird als bei uns. Thi erklärt, warum BPM eine unterschätzte Commodity mit echtem Value ist, weshalb dem deutschen Markt oft die Dringlichkeit fehlt und wie ein Koch-Vergleich zeigt, dass aus Knappheit die besten Ideen entstehen. Dazu: der Generationenwechsel, die Rolle als Coach statt Besserwisser – und warum Mut und Intention kein Talent brauchen. Hör jetzt rein und teile die Folge mit deinen Kolleg:innen und in deinem Netzwerk.
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Über Prozess Philosophen
Fleißig sein ist keine Strategie. Prozesse, KI & Automatisierung, endlich so erklärt, dass du morgen verstehst und anders entscheidest.
Wer heute noch glaubt, mit mehr Stunden mehr zu erreichen, hat noch nicht verstanden, was KI und smarte Prozesse gerade möglich machen. Bei den Prozess Philosophen denken wir laut darüber nach — ohne Hype, ohne Vereinfachung, aber mit der Bereitschaft, das eigene Business radikal zu hinterfragen.
Unsere Episoden: Wie entsteht Skalierung ohne Chaos? Wo lohnt sich Automatisierung wirklich — und wo versteckt sie nur schlechte Entscheidungen? Was trennt Unternehmer, die KI nutzen, von denen, die von ihr abgehängt werden?
Dazu regelmäßig zu Gast: Gründer, Entscheider und BPM-/KI-Praktiker, die nicht über die Zukunft reden — sondern sie bereits bauen.
Für Unternehmer und Führungskräfte, die verstanden haben: Wer das System nicht baut, wird Teil davon.
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