2494 Episoden
- Frau Goethe liest (FGL) - "Peck und Peck" von Bonnie Garmus – Rezension
(Hördauer ca. 7 Minuten)
Der zweite Roman von Bonnie Garmus, "Peck und Peck", ist ein Blick hinter die Kulissen eines Lyrikmagazins, wo Better Gray zwischen die Fronten von Poesie und Intrigen gerät. Bonnie Garmus verbindet in Peck und Peck die Liebe zur Poesie mit einem ebenso skurrilen wie intriganten Blick hinter die Kulissen des Literaturbetriebs. Mit warmherziger Erzählweise, ungewöhnlichen Figuren und überraschenden Wendungen hat mich der Roman schnell gefesselt und zählt zu den Highlights des Jahres.
Er ist im Oktober 2026 im Piper Verlag erschienen.
Link zum Buch
Eine Rezension von Heike Stepprath.
Sprecherin Heike Stepprath
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Schnitt und Ton: Jupp Stepprath, Realisation: Uwe Kullnick
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Ich heiße Heike Stepprath und blogge unter Frau Goethe liest. Vor wenigen Jahren habe ich mich zum Studium von Public Relations entschlossen und das mit meiner Vorliebe zur Literatur verbunden. Mein Bücherregal ist mit Belletristik, Krimis, aber vor allem historischen Romanen gefüllt. Lesen ist bei mir eine Tagesroutine, die auch an stressigen Tagen unbedingt dazu gehört. Rund 120 Bücher lese ich jährlich und davon werden 80 rezensiert. Zum Austausch mit anderen Lesebegeisterten nutze ich liebend gerne Leserunden, Blogtouren, und Interviews. Artikel und Berichte über Veranstaltungen ergänzen das Thema rund ums Buch. Häufig habe ich Gelegenheit, Autoren zu treffen und mit ihnen Podcasts aufzunehmen.
Wenn dir Rezensionen gefallen, hör doch mal hier hinein. - "Sam Hawkens - Ein Flickenteppich" - von Laura Thüring - KMG 2025
(Hördauer 54 Minuten)
Sprecher: Margarit Zillenbach-Cahn, Uland Spahlinger
DAS FÜNFUNDFÜNFZIGSTE JAHRBUCH ist in der langen Geschichte der Karl-May-Gesellschaft das erste, für das der im Februar 2025 verstorbene Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Claus Roxin nicht mehr als Mitherausgeber fungiert. Das Jahrbuch ist daher dem verdienstvollen langjährigen Vorsitzenden und späteren Ehrenvorsitzenden der KMG gewidmet. Die hier versammelten Beiträge zeigen ein weiteres Mal eindrücklich, dass nicht nur die Forschung zu Karl May weiterhin neue Erkenntnisse bringt, sondern dass auch die Grundlagenforschung noch nicht abgeschlossen ist.
Martin Lowsky präsentiert erstmals eine vollständige deutsche Übersetzung der Briefe der französischen Übersetzerin Juliette Charoy an Karl May, und Joachim Biermann kommt zu neuen Ergebnissen bei der Suche nach Mays Vorlagen zu seiner Bearbeitung des ›Waldläufers‹ von Gabriel Ferry. Die Untersuchung von Spannung und Retardierung in Mays Werk durch Michael Andermatt zeigt, dass deren Verwendung auch in Abenteuerromanen keineswegs trivial ist. Helmut Schmiedt und Hartmut Vollmer gehen in ihren Aufsätzen Verbindungen zwischen Karl May und Thomas Mann bzw. Friedrich Schiller nach und verdeutlichen, dass die Grenze zwischen Hoch- und Trivialliteratur eine künstliche ist.
Vier Beiträge widmen sich der Figurenebene. Laura Thüring analysiert in ihrem Beitrag die Figurenkonstitution des Westmanns Sam Hawkens, und Theresa Homm untersucht vergleichend Figurenkonstellationen bei Karl May und James Fenimore Cooper. Zwei Beiträge befassen sich mit der Figur Quimbo: Stefan Schmatz betrachtet Mays Quimbo vor dem Hintergrund der gleichnamigen Figur in Harriet Beecher Stowes ›Onkel Toms Hütte‹, während Rudi Schweikert der Namensherkunft nachgeht und davon ausgehend narrative Elemente in Mays Werk erörtert.
Der weiterhin aktuellen postkolonialen Debatte widmet sich Malte Ristau mit Überlegungen zu Mays kolonialem Mindset, und Florian Schleburg stellt zwei Eingaben aus dem Jahr 1957 an den US-Senat vor, die sich für die indigene Bevölkerung stark machen und deutlich von der Lektüre Karl Mays inspiriert sind.
Prof. Dr. Michael Andermatt, geboren 1956, ist Titularprofessor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Zürich, an der er 1985/86 promovierte und 1995 habilitierte. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der deutschen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, insbesondere auf den Werken von Ludwig Achim von Arnim, Gottfried Keller und Conrad Ferdinand Meyer. Er ist Mitherausgeber des Gottfried-Keller-Handbuchs (2018) sowie des Bandes Keller zum Vergnügen (2019) und seit 2021 im Ruhestand.
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oder vielleicht in diese Sendung
Redaktion und Realisation Uwe Kullnick - Kath-Akademie Archiv: Albert von Schirnding spricht mit Hans Pleschinski
(Hördauer 75 Minuten)
Geschichte ist für mich
etwas sehr Lebendiges.
Es gibt für mich keine Geschichte,
sondern nur abwesende Gegenwart.
Es gibt auch keine Toten für mich,
sondern nur abwesende Lebende,
die in das Gesamtspektakel
unseres Lebens wieder zurückführen.
(Hans Pleschinski)
In der Reihe „Autoren zu Gast bei Albert von Schirnding“ konnten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher in den Räumlichkeiten der Katholischen Akademie in Bayern am 10.9.2018 mit Hans Pleschinski in Kontakt treten.
Nur wenige Wochen zuvor würdigte eine hochkarätig besetzte Tagung in München das vielfach preisgekrönte Werk des 1957 in Celle geborenen Erzählers, Essayisten, Übersetzers und Herausgebers Hans Pleschinski.
Dem Debütroman von 1984 "Gabi Lenz. Werden und Wollen, einer Satire auf die Mechanismen des Literaturbetriebs", folgten rasch zahlreiche Romane, zuletzt die beiden großen auf authentischen Geschehnissen basierenden Romanbiografien über Thomas Mann (Königsallee, 2013) und Gerhard Hauptmann (Wiesenstein, 2018).
Außerdem übersetzte Pleschinski eine Auswahl aus dem Briefwechsel zwischen Voltaire und Friedrich dem Großen und "Das Geheime Tagebuch des Herzogs von Croÿ". Da wundert es nicht, dass zu den vielen nationalen Ehrungen auch internationale Auszeichnungen folgten, wie jene zum Chevalier dans l‘ordre des Arts et des Lettres der Republik Frankreich.
Besser hätte Albert von Schirnding den letzten Abend seiner Literatur-Reihe gar nicht besetzen können.
Seine Einführungen und Gespräche seit Herbst 2004 mit insgesamt fünfundzwanzig Schriftstellerinnen und Schriftstellern wurden Zeugnis einer in dieser Qualität nur selten anzutreffenden, unstillbaren Neugier für alles, was Kultur und vor allem Literatur betrifft.
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Hörbahn on Stage - live in Schwabing Literatur und Ihre Autor*innen im Gespräch - besuchen Sie uns!
Katholische Akademie in Bayern
Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München
Realisation Uwe Kullnick - "Quimbo" - Karl May und Harriet Beecher Stowe -
neu illustriert mit KI
von Stefan Schmatz
Sprecher: Uland Spahlinger
Quimbo – treuer Gefährte, mutiger Helfer und eitler Schöngeist: eine literarische Figur Karl Mays
DAS FÜNFUNDFÜNFZIGSTE JAHRBUCH ist in der langen Geschichte der Karl-May-Gesellschaft das erste, für das der im Februar 2025 verstorbene Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Claus Roxin nicht mehr als Mitherausgeber fungiert. Das Jahrbuch ist daher dem verdienstvollen langjährigen Vorsitzenden und späteren Ehrenvorsitzenden der KMG gewidmet. Die hier versammelten Beiträge zeigen ein weiteres Mal eindrücklich, dass nicht nur die Forschung zu Karl May weiterhin neue Erkenntnisse bringt, sondern dass auch die Grundlagenforschung noch nicht abgeschlossen ist.
Martin Lowsky präsentiert erstmals eine vollständige deutsche Übersetzung der Briefe der französischen Übersetzerin Juliette Charoy an Karl May, und Joachim Biermann kommt zu neuen Ergebnissen bei der Suche nach Mays Vorlagen zu seiner Bearbeitung des ›Waldläufers‹ von Gabriel Ferry. Die Untersuchung von Spannung und Retardierung in Mays Werk durch Michael Andermatt zeigt, dass deren Verwendung auch in Abenteuerromanen keineswegs trivial ist. Helmut Schmiedt und Hartmut Vollmer gehen in ihren Aufsätzen Verbindungen zwischen Karl May und Thomas Mann bzw. Friedrich Schiller nach und verdeutlichen, dass die Grenze zwischen Hoch- und Trivialliteratur eine künstliche ist.
Vier Beiträge widmen sich der Figurenebene. Laura Thüring analysiert in ihrem Beitrag die Figurenkonstitution des Westmanns Sam Hawkens, und Theresa Homm untersucht vergleichend Figurenkonstellationen bei Karl May und James Fenimore Cooper. Zwei Beiträge befassen sich mit der Figur Quimbo: Stefan Schmatz betrachtet Mays Quimbo vor dem Hintergrund der gleichnamigen Figur in Harriet Beecher Stowes ›Onkel Toms Hütte‹, während Rudi Schweikert der Namensherkunft nachgeht und davon ausgehend narrative Elemente in Mays Werk erörtert.
Der weiterhin aktuellen postkolonialen Debatte widmet sich Malte Ristau mit Überlegungen zu Mays kolonialem Mindset, und Florian Schleburg stellt zwei Eingaben aus dem Jahr 1957 an den US-Senat vor, die sich für die indigene Bevölkerung stark machen und deutlich von der Lektüre Karl Mays inspiriert sind.
Prof. Dr. Michael Andermatt, geboren 1956, ist Titularprofessor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Zürich, an der er 1985/86 promovierte und 1995 habilitierte. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der deutschen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, insbesondere auf den Werken von Ludwig Achim von Arnim, Gottfried Keller und Conrad Ferdinand Meyer. Er ist Mitherausgeber des Gottfried-Keller-Handbuchs (2018) sowie des Bandes Keller zum Vergnügen (2019) und seit 2021 im Ruhestand
.Wenn Ihnen dieser Beitrag gefallen hat, hören Sie doch auch einmal hier hinein
oder vielleicht in diese Sendung
Redaktion und Realisation Uwe Kullnick - "Quimbo" - Karl May und Harriet Beecher Stowe -
neu illustriert mit KI
von Stefan Schmatz
Sprecher: Uland Spahlinger
Quimbo – treuer Gefährte, mutiger Helfer und eitler Schöngeist: eine literarische Figur Karl Mays (Teil 1 und 2)
DAS FÜNFUNDFÜNFZIGSTE JAHRBUCH ist in der langen Geschichte der Karl-May-Gesellschaft das erste, für das der im Februar 2025 verstorbene Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Claus Roxin nicht mehr als Mitherausgeber fungiert. Das Jahrbuch ist daher dem verdienstvollen langjährigen Vorsitzenden und späteren Ehrenvorsitzenden der KMG gewidmet. Die hier versammelten Beiträge zeigen ein weiteres Mal eindrücklich, dass nicht nur die Forschung zu Karl May weiterhin neue Erkenntnisse bringt, sondern dass auch die Grundlagenforschung noch nicht abgeschlossen ist.
Martin Lowsky präsentiert erstmals eine vollständige deutsche Übersetzung der Briefe der französischen Übersetzerin Juliette Charoy an Karl May, und Joachim Biermann kommt zu neuen Ergebnissen bei der Suche nach Mays Vorlagen zu seiner Bearbeitung des ›Waldläufers‹ von Gabriel Ferry. Die Untersuchung von Spannung und Retardierung in Mays Werk durch Michael Andermatt zeigt, dass deren Verwendung auch in Abenteuerromanen keineswegs trivial ist. Helmut Schmiedt und Hartmut Vollmer gehen in ihren Aufsätzen Verbindungen zwischen Karl May und Thomas Mann bzw. Friedrich Schiller nach und verdeutlichen, dass die Grenze zwischen Hoch- und Trivialliteratur eine künstliche ist.
Vier Beiträge widmen sich der Figurenebene. Laura Thüring analysiert in ihrem Beitrag die Figurenkonstitution des Westmanns Sam Hawkens, und Theresa Homm untersucht vergleichend Figurenkonstellationen bei Karl May und James Fenimore Cooper. Zwei Beiträge befassen sich mit der Figur Quimbo: Stefan Schmatz betrachtet Mays Quimbo vor dem Hintergrund der gleichnamigen Figur in Harriet Beecher Stowes ›Onkel Toms Hütte‹, während Rudi Schweikert der Namensherkunft nachgeht und davon ausgehend narrative Elemente in Mays Werk erörtert.
Der weiterhin aktuellen postkolonialen Debatte widmet sich Malte Ristau mit Überlegungen zu Mays kolonialem Mindset, und Florian Schleburg stellt zwei Eingaben aus dem Jahr 1957 an den US-Senat vor, die sich für die indigene Bevölkerung stark machen und deutlich von der Lektüre Karl Mays inspiriert sind.
Prof. Dr. Michael Andermatt, geboren 1956, ist Titularprofessor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Zürich, an der er 1985/86 promovierte und 1995 habilitierte. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der deutschen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, insbesondere auf den Werken von Ludwig Achim von Arnim, Gottfried Keller und Conrad Ferdinand Meyer. Er ist Mitherausgeber des Gottfried-Keller-Handbuchs (2018) sowie des Bandes Keller zum Vergnügen (2019) und seit 2021 im Ruhestand.
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