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Uwe Kullnick
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    Erinnerung: Morde an polnischen Kriegsgefangenen und Entwürdigung von Frauen und Mädchen in der Bodenseeregion

    02.2.2026 | 1 Std. 43 Min.
    Reportage: Morde an polnischen Kriegsgefangenen und Entwürdigung von Frauen und Mädchen in der Bodensee – Region
    (Hördauer insgesamt ca. 104 min)

    30. Mai 1941: in Oberteuringen eilt die Nachricht von Haus zu Haus: „Am Nachmittag wird ein Pole gehängt. Man kann die Erhängung ansehen.“
    Theodor Heilborn, Gendarmerie-Beamter in Oberteuringen, hat von der Aktion erfahren, weil seine Tochter im Rathaus arbeitet. Er berichtet später: „Ich habe von meiner Wohnung aus viele Leute zur Hinrichtungsstätte hinströmen sehen und auch einen LKW oder PKW, in dem der Pole zur Erhängungsstätte transportiert wurde.“3 Sogar Schulkinder sind unter den Neugierigen. Der Vater eines Schülers ist Ortsgruppenleiter Vöhringer. Der Junge hat den anderen Kindern erzählt, was geschehen soll. Darauf schwänzen die Jungs den Nachmittagsunterricht und folgen den Erwachsenen zu Kaplans Wäldle.
    Eine Sonderkommission des Landeskriminalamts Ludwigsburg untersuchte 1959, 18 Jahre später, die Hinrichtung von Alexander Borowiec. Es handelte sich um ein „Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen Mordes und Beihilfe zum Mord“, §§ 221 und 49 StGB.5 Bei den Ermittlungen vom 13. bis 19. Oktober 1959 stellten die Beamten fest, dass während der Jahre 1941/1942 mehrere polnische Kriegsgefangene in der Region Bodensee ohne Gerichtsurteil hingerichtet wurden: in Oberteuringen, in Madenreute bei Meckenbeuren, auf dem Hofgut Mückle bei Langenargen.

    „Am Nachmittag wird ein Pole gehängt. Man kann die Erhängung ansehen.“
    Alexander Borowiec, Mieczyslaw Grabowski, Eugen Pagacz, Ludwigk Walaczynski, Josef Musial, Wladislaw Lenda, Jan Kobus, Gregor Lisowskie, Wladislaw Sobolak
    (Hördauer 10 Minuten)

    Erkenntnisse der Ermittlungskommission
    Die „Polenerlasse“ vom 8. März 1940
    Die 10 Gebote für die Arbeitgeber der Polen, verboten waren
    (Hördauer 29 Minuten)

    Das Schicksal der in der Bodensee-Region denunzierten Frauen
    (Hördauer 35 Minuten)

    Fortsetzung der Diskriminierung der Frauen in der Nachkriegszeit
    Salem/Mimmenhausen, Oberteuringen/ Bibruck, Unterteuringen, Brochenzell bei Meckenbeuren, Madenreute bei Meckenbeuren, Langenargen/ Oberdorf /Hofgut Mückle
    (Hördauer 05 Minuten)

    Die fehlenden Fälle der Ermittlungen der Sonderkommission, betreffend die Exekutionen und Entwürdigung von Frauen, die mit den Opfern in Zusammenhang gebracht wurden
    (Hördauer 09 Minuten)

    Schicksal der Frauen 
    Berta aus Kreenheinstetten
    (Hördauer 03 Minuten)

    Folgen für die Täter und ihre Helfer
    (Hördauer 11 Minuten)

    Gedenkorte für die Ermordeten
    (Hördauer 06 Minuten)

    Sprecher, Regie und Realisation Uwe Kullnick
  • Literatur Radio Hörbahn

    Rezensionen: „Freimaurerei, Neuoffenbarungen und die moderne Esoterik" von Matthias Pöhlmann

    01.2.2026 | 6 Min.
    Rezensionen: Freimaurerei, Neuoffenbarungen und die moderne Esoterik: Religiös-weltanschauliche Gegenwartskulturen
    (Hördauer ca. 7 Minuten)

    Das religiöse Feld ist lebendig und plural. Die Orientierungsmöglichkeiten von Menschen angesichts existentieller Herausforderungen sind breit gefächert und faszinierend. Der Religionswissenschaftler, Theologe und Weltanschauungsexperte Matthias Pöhlmann erläutert am Beispiel von Freimaurerei, Neuoffenbarungen und moderner Esoterik ausgewählte Dimensionen von Gegenwartskulturen und blickt auf Entwicklungen seit der Neuzeit zurück. Seine Analyse bietet fundierte Einblicke in die Welt des Geheimnisvollen. Dabei richtet er den Fokus insbesondere auf das freimaurerische Ritual, neue Prophetie, die Neureligion „Universelles Leben”, astrologische Beratungsformate, rechte Esoterik, Verschwörungstheorien und die völkisch-religiöse Anastasia-Bewegung. Dieser Titel erscheint auch Open Access.
    PD Dr. Matthias Pöhlmann, evangelischer Theologe und Publizist, Beauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen der Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Bayern

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    Frau Goethe liest (FGL) - "Die weisse Nacht" von Anne Stern – Rezension und Kurzinterview

    30.1.2026 | 16 Min.
    Frau Goethe liest (FGL) - "Die weisse Nacht" von Anne Stern – Rezension und Kurzinterview
    (Hördauer ca. 17 Minuten, Interview ab ca. 7 min)

    Mit "Die weisse Nacht" beginnt eine neue Krimireihe von Anne Stern. Wie schon Hulda Gold agiert auch Alfred König in Berlin, allerdings dieses Mal nach dem zweiten Weltkrieg. Über ihre Motivation und die Hintergründe zu ihrem neuen Buch hat uns Anne Stern auch ein kurzes Interview gegeben.
    Eine Rezension von Heike Stepprath.
    Sprecherin und Moderatorin Heike Stepprath

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    Schnitt und Tontechnik: Jupp Stepprath, Realisation: Uwe Kullnick

    Ich heiße Heike Stepprath und blogge unter Frau Goethe liest. Vor wenigen Jahren habe ich mich zum Studium von Public Relations entschlossen und das mit meiner Vorliebe zur Literatur verbunden. Mein Bücherregal ist mit Belletristik, Krimis, aber vor allem historischen Romanen gefüllt. Lesen ist bei mir eine Tagesroutine, die auch an stressigen Tagen unbedingt dazu gehört. Rund 120 Bücher lese ich jährlich und davon werden 80 rezensiert. Zum Austausch mit anderen Lesebegeisterten nutze ich liebend gerne Leserunden, Blogtouren, und Interviews. Artikel und Berichte über Veranstaltungen ergänzen das Thema rund ums Buch. Häufig habe ich Gelegenheit, Autoren zu treffen und mit ihnen Podcasts aufzunehmen.
     
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    "Nicht nur Heidelberg und München!" - eine Rezension von Dirk Kaesler - Literaturkritik.de

    29.1.2026 | 10 Min.
    "Nicht nur Heidelberg und München!" – eine Rezension von Dirk Kaesler - Literaturkritik.de. Das Ehepaar Hübinger verortet Max Weber in Berlin
    (Hördauer ca. 11 min)

    Wien ist eine Stadt, die Erinnerung als Architektur baut, in Fassaden, Institutionen, Familiennamen – und in den Baulücken, die Vertreibung hinterlässt. Lange bevor Österreich Österreich hieß, setzt Olaf Links Geschichte(n) der Juden und Antisemiten in Wien zwischen 1848 und 1938 zu einem historischen Vorspann an, Ostarrichi um das Jahr 1000.
    Mit welcher deutschen Stadt verbindet man den Universalgelehrten und Soziologen Max Weber (1864-1920) am ehesten? Bisher waren es zwei deutsche Städte, die bei dieser Frage miteinander konkurrierten: Heidelberg und München.
    Obwohl er seinen ersten Lehrstuhl für „Nationalökonomie und Finanzwissenschaft“ an der Großherzoglich Badischen Albert-Ludwigs-Universität zu Freiburg erhielt und vor seiner Zeit in München an der Universität Wien die Lehrkanzel für „Politische Oekonomie“ vertrat, sind Freiburg und Wien aus diesem Konkurrenzspiel ausgeschieden. Immerhin erinnert in Freiburg eine Gedenktafel am Haus Schillerstraße 22 daran, dass er dort in den Jahren 1894 bis 1897 gewohnt hat.
    …“

    Eine Rezension von Silvio Barta
    Den Text der Rezension finden Sie hier

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    Technik: Jupp Stepprath, Sprecher: Matthias Pöhlmann, Realisation Uwe Kullnick
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    "Wiener Erinnerungsarchitektur und die Wiederkehr des Judenhasses" - eine Rezension von Silvio Barta - Literaturkritik.de

    27.1.2026 | 12 Min.
    "Wiener Erinnerungsarchitektur und die Wiederkehr des Judenhasses" - eine Rezension von Silvio Barta - Literaturkritik.de. Olaf Links „Geschichte(n) der Juden und Antisemiten in Wien zwischen 1848 und 1938“ zeigt, wie Veränderung Ängste schürt und Judenhass mobilisiert
    (Hördauer 12 min)

    Wien ist eine Stadt, die Erinnerung als Architektur baut, in Fassaden, Institutionen, Familiennamen – und in den Baulücken, die Vertreibung hinterlässt. Lange bevor Österreich Österreich hieß, setzt Olaf Links Geschichte(n) der Juden und Antisemiten in Wien zwischen 1848 und 1938 zu einem historischen Vorspann an, Ostarrichi um das Jahr 1000. Entlang der Monarchen – beginnend bei Leopold I. aus dem Haus Babenberg – verdichtet sich in den Porträts von Herrschern und Befehlshabern ein wiederkehrendes Muster: ein Wechselbad aus Duldung und Ablehnung des Judentums, aus pragmatischer, für beide Seiten gewinnbringender Kooperation und immer neuen Wellen der Verfolgung. Phasen, in denen jüdisches Leben als ökonomisch und kulturell „nützlich“ gilt, kippen in Abwehr, Stigmatisierung und Gewalt. Dieses Spannungsverhältnis prägt das Zusammenleben von Menschen jüdischen und nichtjüdischen Glaubens in vielen europäischen Städten seit über tausend Jahren. Doch hier wird es als Wiener Geschichte erzählt. …“
    Eine Rezension von Silvio Barta
    Den Text der Rezension finden Sie hier

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    Technik: Jupp Stepprath, Sprecher: Matthias Pöhlmann, Realisation Uwe Kullnick

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