108 Episoden
- Musikclubs leisten kontinuierliche Kulturarbeit, dies aber häufig unter wirtschaftlich fragilen Bedingungen. Steigende Mieten, Energie-, Personal-, Sicherheits- und Produktionskosten treffen auf geringe Planungssicherheit und begrenzte finanzielle Spielräume.
Der zweite Webtalk richtet den Blick deshalb systematisch auf den konkreten Unterstützungsbedarf der Clubkultur. Dabei wird es um gute Rahmenbedingungen gehen, in denen eine starke Clubkultur wachsen kann. Wir werden uns über passende Fördermodelle unterhalten und den Schutz von Räumen sowie das Ermöglichen von notwendigen Investitionen diskutieren. Auch die Entwicklung von Austausch- und Beratungsstrukturen wird thematisiert.
Inputgebende sind Bürgermeisterin Maria Helmis-Arend (Stadt Köln), Katja Lucker (Initiative Musik) und Berthold Seliger (Berthold Seliger – Büro für Musik, Texte und Strategien). Clubkultur zwischen kultureller Infrastruktur, Demokratie und Stadtgesellschaft
17.09.2026 | 1 Std. 27 Min.Im Mittelpunkt der WebTalk-Reihe "Clubkultur stärken! Kulturpolitik zwischen Freiraum, Stadt und Governance" stehen die kulturelle, gesellschaftliche und demokratische Bedeutung von Musikclubs sowie ihre Rolle als Orte kultureller Produktion, sozialer Begegnung und urbaner Entwicklung.
Mit nahezu 2.000 Musikclubs bilden sie bundesweit eine vielfältige kulturelle Infrastruktur. Sie sind Bühnen für musikalische Experimente und Nachwuchsförderung, Treffpunkte unterschiedlicher Milieus und Generationen sowie Räume, in denen kulturelle Teilhabe, Austausch und demokratische Aushandlungsprozesse stattfinden. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung gewinnen solche niedrigschwelligen Orte der Begegnung und des gemeinsamen kulturellen Erlebens zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig stehen sie unter erheblichem Veränderungsdruck – und damit auch die Frage, welche Verantwortung Kulturpolitik für ihren Erhalt und ihre Weiterentwicklung trägt.
Die Inputs in diesem WebTalk kommen von Christian Ordon (LiveKomm), Kordula Kunert (3K – Kordula Kunert Kulturmanagement) und Nina Graf (PRO MUSIK).KuDiNa³-Interview 5: Kultur(produktion) der Zukunft: Soziale und technologische Tools für Materialkreisläufe und Produktionsprozesse
10.09.2026 | 1 Std. 2 Min.mit Lucca Meinke (Projektmanagerin für »Circular.Culture« und »ökKoKom« beim NRW KULTURsekretariat) und Lukas Vaupel (Referent der Intendanz der Oper Wuppertal, Projektleiter der »Zukunftsbühne«)
Moderation: Uta Atzpodien (Kulturpolitische Gesellschaft) und Anne-Sophie Müller (TRASH GALORE)
Im fünften KuDiNa³-Interview »Kultur(produktion) der Zukunft: Soziale und technische Tools für Materialkreisläufe und Produktionsprozesse« kommen die Projektmanagerin für »Circular.Culture« und »ökKoKom« beim NRW Kultursekretariat, Lucca Meinke, und der Referent der Intendanz der Oper Wuppertal sowie Projektleiter der »Zukunftsbühne«, Lukas Vaupel, ins Gespräch. Moderiert wird das Gespräch von Anne-Sophie Müller, die vielseitig in der Kreislaufwirtschaft und insbesondere für TRASH GALORE aktiv ist, sowie – für die Kulturpolitische Gesellschaft – von der Dramaturgin und Transformationsmanagerin Nachhaltige Kultur Dr. Uta Atzpodien.
Gemeinsam setzen wir die Erkundungsreise zum Zusammenspiel von Kultur, Digitalität und Nachhaltigkeit fort. Dabei greifen wir zwei konkrete Beispiele und Ansätze auf, die sich – wie bereits im dritten Interview – für den Call beworben haben, noch relativ am Anfang stehen und zugleich das Potenzial haben, viel zu bewegen.
Das in NRW als Kooperationsprojekt angelegte »Circular.Culture« ist dabei, eine analoge und digitale Infrastruktur für eine kreislaufwirtschaftsfähige Kulturszene in NRW zu schaffen. Herzstück des Projekts ist eine digitale Material-Sharing-Plattform, die als zentrale Schnittstelle zu analogen, dezentralen Materialdepots fungieren soll.
Die »Zukunftsbühne« verfolgt das Ziel, 3D-Technologien, Künstliche Intelligenz (KI) sowie Virtual und Augmented Reality (VR/AR) miteinander zu verknüpfen und auf diese Weise einen ökologisch nachhaltigeren und zugleich effizienteren Bühnenbildprozess zu entwickeln.- Moderation: Uta Atzpodien (Kulturpolitische Gesellschaft) und Matthias Wanner (Nachhaltigkeitswissenschaftler, Facilitator)
Im dritten KuDiNa³-Interview » Glokale Werte: Kultur als nachhaltige Praxis« gehen die Kunsthistorikerin und Initiatorin des ArtVenture Club e.V. Nathalie Krall und die Kultur- und Transformationsmanagerin, Initiatorin der ErdCharta Ideenwerkstatt Warburg Valeria Geritzen von eigenen Erfahrungen im Kulturbereich aus, für die Werte zu Wegweisern geworden sind, die jeweils lokal bis global eine hohe Relevanz haben und im Zusammenspiel mit Digitalität zu ihren nachhaltigen Praktiken beitragen. Moderiert wird das Gespräch von dem Nachhaltigkeitswissenschaftler, Facilitator und Psychologen Matthias Wanner und für die Kulturpolitische Gesellschaft von der Dramaturgin und Transformationsmanagerin Nachhaltige Kultur Dr. Uta Atzpodien.
An der Schnittstelle von Kunst, Vermittlung, Nachhaltigkeit und digitaler Teilhabe gestaltet der ArtVenture Club e.V. Formate und engagiert sich für eine faire und transformative Kunstwelt der Zukunft. Hierbei spielen Plattformen, Themen rund um Selbstständigkeit und Nachhaltigkeit im eigenen Kunstkontext, wie auch das Unterzeichnungen von Selbstverpflichtungen eine Rolle und vor allem, was dies für die jeweilige eigene Praxis spielt. Mit monatlichen Veranstaltungen greifen sie auf ein bundesweites und internationales Netzwerk zurück. Die 2000 verfasste ErdCharta ist eine internationale Initiative mit 16 Prinzipien: Über das lokale Engagement mit der ErdCharta Ideenwerkstatt Warburg werden Kultur, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Wandel im konkreten kommunalen Wirken und im Zusammenarbeit mit unterschiedlichen bürgerschaftlichen Stakeholder:innen und ErdCharta-Bortschafter:innen in mittelnder Funktion entwickelt.
Folgende Fragen haben das Gespräch geprägt, begleitet und geleitet:
Welche Rolle spielen glokale Werte für die eigene Arbeit, sei es als Kompass, Gerüst, Leitlinien oder einfach als Vision? Wie sehen sie aus? Warum sind sie so wichtig? Wer wird dabei angesprochen? Warum spielen die Netzwerk- und Beziehungsarbeit dabei eine so große Rolle? Welche Wirkung entfaltet sich darüber? Wie können die Digitalität und digitale Werkzeuge die Arbeit fördern? Spannend ist, in welchem Zusammenspiel sich dabei analoge und digitale Räume zueinander verhalten. Hürden und Hindernisse sind aufschlussreich: Welche konkreten kulturpolitischen Forderungen lassen sich daraus ableiten? Mit Blick in die nahe und ferne Zukunft: Was könnte das jeweilige Vorhaben gegen die Wand laufen lassen? Zum Abschluss erfahren wir, welche Utopien sich für das Zusammenspiel von Kultur, Digitalität und Nachhaltigkeit manifestieren. KuDiNa³-Interview 4: Spielräume für Wirksamkeit: Gestaltende Verantwortung als kulturelle Praxis
01.07.2026 | 1 Std. 5 Min.mit Nils Hilkenbach (Kulturstiftung des Bundes), Dr. Aurélie Herbelot (Computerlinguistin) und Christian Tschirner (Dramaturg Schauspielhaus Hamburg)
Moderation: Dr. Uta Atzpodien (Kulturpolitische Gesellschaft) und Ilja Mirsky (Digitaldramaturg Residenztheater)
Im vierten KuDiNa³-Interview »Spielräume für Wirksamkeit: Gestaltende Verantwortung als kulturelle Praxis« tauschen sich die Computerlinguistin Aurélie Herbelot, der Dramaturg am Schauspielhaus Hamburg Christian Tschirner und für die Kulturstiftung des Bundes Nils Hilkenbach aus, der dort das Programm »Zero – klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte« leitet. Moderiert wird das Gespräch von dem (Digital-)Dramaturgen und vielseitig aktiven Ilja Mirsky und – für die Kulturpolitische Gesellschaft – von der Dramaturgin und Transformationsmanagerin Nachhaltige Kultur Uta Atzpodien. Gemeinsam gehen wir dem Zusammenspiel von Kultur, Digitalität und Nachhaltigkeit nach und kommen ihm über konkrete Beispiele näher, insbesondere über das vom Fonds Zero am Schauspielhaus Hamburg geförderte Projekt »Count down // Count on«. Ganz besonders im Fokus steht das Teilprojekt »Maschinenraum der Zukunft“, in dem eine Art Bühnen-WG entstanden ist, mit der Philosophin Eva von Redecker, der Computerlinguistin Aurélie Herbelot und dem Botchen, eine zusammen mit verschiedenen Gästen trainierte KI, mit der zahlreiche Themen diskutiert und progressive Zukunftsvisionen entstanden sind.
Folgende Fragen haben das Gespräch geprägt, begleitet und geleitet:
Wofür steht die Kulturstiftung des Bundes, ihre Programme zu Kultur, Digitalität und Nachhaltigkeit und konkret »Zero – klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte«? Welche Erfahrungen und inspirierende Beispiele gibt es? Was hat das Schauspielhaus Hamburg dazu bewogen, sich mit »Count down // Count on“ beim Fonds Zero zu bewerben, aus welchen Teilprojekten besteht es? Wie sind sich im dortigen »Maschinenraum der Zukunft« die Computerlinguistin Aurélie Herbelot, die Philosophin Eva von Redecker und die eigene KI, das Botchen begegnet? Sind dabei Gegennarrative entstanden? Inwiefern wurde das Unsichtbare sichtbar gemacht, bezüglich der Digitalität und der Nachhaltigkeit? Wie kann Kultur über explorative Räume eine gestaltende Verantwortung übernehmen? Zum Abschluss erfahren wir, welche Utopien sich für das Zusammenspiel von Kultur, Digitalität und Nachhaltigkeit manifestieren.
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