

#334 So baust Du durch Aktienvermietung Vermögen auf!
05.1.2026 | 20 Min.
Dein Aktienjahr 2026: Mit der Aktienvermietungsstrategie zum Vermögensaufbau Mit dem Jahreswechsel beginnt alles wieder von vorne. Das ist also die perfekte Zeit, um Ziele neu zu justieren und endlich die Dinge anzupacken, die wirklich zählen. Die zentrale Frage: Wie kann 2026 für Dich nicht nur ein gutes, sondern ein herausragendes Börsenjahr werden? Ich nehme Dich heute mit auf eine Reise durch die wichtigsten Lektionen und stelle Dir meine mächtigste Strategie vor: die Aktienvermietungsstrategie. Egal, ob Du bereits investierst oder am Anfang stehst: In dieser Folge erfährst Du, wie Du die richtigen Aktien auswählst, ein renditestarkes Depot aufbaust und mit einem klaren Plan durchstartest. Das erwartet Dich in dieser Folge: Der Jahresstart: Vom Vorsatz zur Gewohnheit Die kritische Selbstreflexion Die Blaupause des Investors in 4 Schritten Das große Geheimnis: Die Aktienvermietungsstrategie mit Optionen Dein nächster Schritt: Wie Du 2026 zu einem finanziell erfolgreichen Jahr machst Der Jahresstart: Vom Vorsatz zur Gewohnheit Der Januar ist der klassische Zeitpunkt für Neuanfänge, aber die Wahrheit ist: Du hast jeden Tag die Chance, Dein Leben zu verändern. Immer wieder höre ich den Satz: „Ulli, im nächsten Jahr fange ich an." Jetzt ist dieser Zeitpunkt! Zuerst möchte ich Dir gratulieren, dass Du den Podcast regelmäßig verfolgst. Doch die entscheidende Frage ist: Was machst Du mit dem Gehörten? Hörst Du nur passiv zu oder machst Du Dir aktiv Notizen und – noch wichtiger – setzt Du die Inhalte in die Tat um? Denn nur die Umsetzung verwandelt Wissen in persönlichen Erfolg. Vergleiche es mit dem Fitnessstudio. Viele starten am 1. Januar hochmotiviert, doch der langfristige Erfolg stellt sich nur ein, wenn aus dem Vorsatz eine feste Gewohnheit wird. Ähnlich ist es mit unseren Glaubenssätzen über uns selbst. Der Schlanke sagt: „Ich bin einfach so." Der Übergewichtige sagt: „Ich war schon immer so." In ihrer jeweiligen Welt haben beide recht. Du allein entscheidest, in welche dieser Realitäten Du künftig einsteigen möchtest. Mit einem klaren und starken Warum schaffst Du die Grundlage, um 2026 zu dem Jahr zu machen, das Du Dir wirklich wünschst. Ich selbst habe die letzten Tage zwischen Aktivität und Reflexion verbracht – mit Spaß auf der Skipiste, aber auch mit einem intensiven Rückblick auf das vergangene Jahr. Vieles ist geschehen, und ich habe diese Zeit genutzt, um mein Unternehmen konsequent weiterzuentwickeln, um Dich noch besser zu unterstützen: Wir haben unseren Seminarbereich modernisiert und jedes Seminar mit dem aktuellsten Content neu aufgesetzt. Unser Coaching-Team hat weitere Ausbildungen durchlaufen, und wir haben den Vertrieb verstärkt. Außerdem ist ein komplett neues CRM-System im Einsatz, und wir haben neue Produkte gelauncht. Hinter diesen Strukturen steht ein engagiertes Team: Mehr als 25 Menschen in der Ulrich Müller Wealth Academy arbeiten mit der Mission, Dich auf Deinem Weg zum Erfolg zu begleiten und Dich dabei zu unterstützen, endlich die volle Kontrolle über Deine Finanzen zu übernehmen. Ein zentrales Learning und Produkt aus dem Jahr 2025 ist unsere Aktienvermietungsstrategie. Als regelmäßiger Hörer weißt Du: Ich halte Aktien für die beste und sicherste Geldanlage der Welt. Doch die entscheidende Frage lautet: Wie setzt Du dieses Wissen für Dich persönlich und profitabel um? Immer wieder werde ich gefragt: „Ulli, wo finde ich den nächsten heißen Aktientipp?" oder „Soll ich jetzt meinen Gewinn mitnehmen?" Statt nur nach Tipps zu suchen, möchte ich Dich ermutigen, 2026 zu Deinem Aktienjahr zu machen. Dafür ist eine ehrliche Bestandsaufnahme nötig. Die kritische Selbstreflexion Wenn Du bereits investierst, frag Dich selbstkritisch: Bist Du wirklich erfolgreich? Erzielst Du eine konsistente, gute Rendite oder betreibst Du Investieren eher als Hobby? Um erfolgreich zu sein, brauchst Du Antworten auf fundamentale Fragen: Wie findest und bewertest Du eine Aktie? Wann steigst Du ein und wann aus? Wie diversifizierst Du (über Branchen, Länder, Währungen)? Wie generierst Du Cashflow (durch Dividenden oder andere Strategien)? Welchen Broker und welche Chartsoftware nutzt Du? Vor allem: Hast Du einen klaren Handelsplan und eine tägliche Routine? Genau hier setzt die Aktienvermietungsstrategie an. In dieser Folge nehme ich Dich mit und zeige Dir, wie ich mit meiner Blaupause eines Investors vorgehe, und wie Du mit dem Thema Optionen Deine Ergebnisse deutlich verbessern kannst. In 20 Minuten können wir das Feld nicht vollständig abdecken, aber ich werde Dir einige goldene Nuggets mit auf den Weg geben, die Du sofort umsetzen kannst. Egal, auf welchem Stand Du bist – ob Du am Anfang stehst, bereits investierst, aber unzufrieden bist, oder eine reine Buy-and-Hold-Strategie verfolgst, die in den letzten Jahren an Schwung verloren hat. Vielleicht hattest Du mit den „Big Seven" Erfolg – oder eben nicht. Vielleicht hattest Du FOMO (Fear Of Missing Out) oder Zweifel. All diese Fragen und Gefühle sind entscheidend für Deinen Börsenerfolg. Bevor wir in die Strategie einsteigen, möchte ich Dir zwei entscheidende Hinweise mitgeben. Der erste betrifft Deine Emotionen. Sie steuern alles in unserem Leben. Denke an Momente tiefer Verliebtheit, Eifersucht oder Wut – oft handeln wir dann irrational und bereuen es später. Genau so emotional ist das Thema Geld. Es geht um Wünsche, Ängste und Sicherheit. Der Weg zum Vermögen folgt drei unumgänglichen Stufen, die Du nicht überspringen kannst: Geld verdienen: Du musst einen Wert für andere schaffen, also „dienen", um Einnahmen zu generieren. Geld behalten: Die Fähigkeit, das Verdiente nicht gleich wieder auszugeben, ist fundamental. Geld investieren: Erst das intelligente Investieren lässt Dein Vermögen nachhaltig wachsen. Mach 2026 zu dem Jahr, in dem Du diese drei Komponenten umsetzt – ob Du es nun Dein Vermögens-, Spar- oder Investorjahr nennst. Die Blaupause des Investors in 4 Schritten Um erfolgreich zu investieren, brauchst Du einen klaren Prozess. Meine Blaupause des Investors basiert auf vier Schritten, die systematisch aufeinander aufbauen. Schritt 1: Eine vernünftige Auswahl treffen Aus über 30.000 Aktien musst Du die richtigen Unternehmen auswählen. Eine Aktie ist eine Unternehmensbeteiligung. Daher solltest Du auf steigende Gewinne und Umsätze, eine solide Bilanz und idealerweise eine lange, stabile Dividendenhistorie achten. Diese Fundamentaldaten geben Dir die Sicherheit, dass das Unternehmen auch in Zukunft bestehen und wachsen wird. Schritt 2 und 3: Die technische Bestätigung Hier kommt die Charttechnik und die Analyse von Indikatoren ins Spiel. Es geht darum, den optimalen Zeitpunkt für Deinen Einstieg zu finden. Keine Sorge – Du musst kein Experte werden. Wir haben dieses Wissen für Dich in ein anwendbares System gepackt, das Du 1:1 umsetzen kannst. Diese Schritte beantworten die Frage: Wann ist der richtige Moment, um in eine ausgewählte Aktie ein- und auszusteigen? Die Blaupause gibt Dir genau diese klaren Signale für den Ein- und Ausstieg, denn Erfolg an der Börse hängt maßgeblich davon ab, zu wissen, wann man einsteigt und wann man geht. Wie ein Sprichwort sagt: „An der Börse wird nicht geklingelt, wenn der Markt nach oben geht." Die Märkte sind unberechenbar, was schon Isaac Newton verzweifeln ließ, der die Sterne berechnen, aber nicht, was die „wilde Hammelhorde" der Börse macht. Schritt 4: Die richtige Strategie. Die konkrete Umsetzung ist wichtig: Dazu gehören präzise Kauf- und Verkaufssignale und das große Geheimnis: die Aktienvermietung durch Optionen. Das große Geheimnis: Die Aktienvermietungsstrategie mit Optionen Optionen sind ein mächtiges Werkzeug, aber sie sind wertlos, wenn Du das zugrundeliegende Spiel nicht verstehst. Wenn Du in einem steigenden Markt ständig Calls verkaufst, begrenzt Du Deine Gewinne. Wenn Du in einem fallenden Markt Puts verkaufst, kannst Du Verluste einfahren. Optionen allein sind keine Magie. Der Durchbruch kommt erst, wenn Du die vorherigen Schritte der Blaupause beherrschst: Die Auswahl hochwertiger Aktien (Wert vs. Preis), die Analyse der Charts und Indikatoren. Dann kannst Du Optionen strategisch einsetzen, um von Deinem Wissen zu profitieren. Du musst nicht zu 100 % wissen, wohin der Markt geht, Du musst nur vermeiden, zu investieren, wenn der Markt in die andere Richtung läuft. Für mich sind Optionen einer der größten Mythen und gleichzeitig eine der größten Chancen. Ich habe die Optionen schon im Jahre 1999 kennengelernt und konnte sie die ersten Jahre noch gar nicht handeln, weil es als Deutscher noch gar nicht möglich war, überhaupt so ein Depot zu eröffnen. Auf der anderen Seite kann man festhalten, Optionen sind wie das Salz in der Suppe. Zu viel Salz ist nicht gut und mit zu wenig Salz schmeckt das Essen fad. Erst die Kombination einer soliden Strategie mit den richtigen Optionen (dem passenden Delta, der optimalen Laufzeit) führt Dich zum Erfolg. Das Prinzip der Aktienvermietung ist simpel: Stell Dir vor, Du vermietest eine Immobilie. Du hast einmalig investiert und erhältst regelmäßig Mieteinnahmen. Genau das kannst Du mit Aktien tun. Du vermietest Deine Aktienposition und kassierst dafür regelmäßig eine Prämie – die Optionsprämie. Das generiert einen zusätzlichen Cashflow auf Dein bestehendes Investment. Diese Macht der regelmäßigen „Mieteinnahmen" aus Aktien und Optionen ist eine der stärksten Kräfte an den Finanzmärkten. Selbst Investoren-Legenden wie Warren Buffett bedienen sich dieser Methode. Der große Vorteil von Optionen: Du kannst in fast jeder Marktphase Geld verdienen – ob die Kurse steigen, fallen oder seitwärts laufen. Diese Flexibilität ist unschätzbar wertvoll, besonders in Phasen wie heute, in denen viele Märkte auf Allzeithochs stehen. Diese Situation wirft fundamentale Fragen auf: Solltest Du bei hohen Kursen aussteigen? Oder einfach halten, weil Dein Anlagehorizont 20 Jahre beträgt? Bist Du eher Investor oder Trader? Auch die Wahl des richtigen Brokers ist entscheidend. Zu hohe Gebühren schmälern nämlich langfristig Deine Rendite. Der billigste Anbieter ist aber auch keine Lösung, wenn finanzielle Stabilität und Sicherheit fehlen. Denn was bringen geringe Gebühren, wenn Dein Broker irgendwann pleite gegangen ist und die Einlagensicherung diese Verluste nicht vollständig auffangen kann? Kehren wir zu den aktuellen Märkten zurück: Der DAX, Dow Jones und besonders der Nasdaq stehen nahe ihren Allzeithöchstständen. 2025 war ein gigantisches Jahr mit Renditen von teils 15 bis 25 Prozent. Mach Dir klar: Solche Kursgewinne implizieren, dass die Unternehmen auch entsprechende Gewinnsteigerungen erzielt haben müssten. Haupteinnahmequellen durch Aktien sind: Kursgewinne: Der klassische Weg – kaufen bei 10, verkaufen bei 11. Dividenden: Hier schauen die meisten nur auf die Höhe der Rendite. Doch es gibt essentielle Kennzahlen wie die Ausschüttungsquote. Sie zeigt, wie viel Prozent des Gewinns als Dividende ausgezahlt wird. Schüttet ein Unternehmen 100 % aus, hat es kein Geld für Innovationen und Rücklagen. Eine moderate Quote von z.B. 30–50 % ist oft ein Zeichen für Nachhaltigkeit. Eine gesunde Ausschüttungsquote (oft zwischen 30 % und 60 %) signalisiert, dass das Unternehmen gleichzeitig in sein Wachstum investiert. Selbst bei einem vorübergehenden Gewinneinbruch kann es die Dividende so aufrechterhalten.Ein weiterer kritischer Faktor ist die Quelle der Ausschüttung. Schüttet ein Unternehmen Dividenden aus seinen Rücklagen oder – noch problematischer – mit extra dafür aufgenommenen Schulden, ist das ein klares Warnsignal. Eine Dividende, die aus Schulden finanziert wird, ist auf Dauer nicht nachhaltig. Nach Kursgewinn und Dividenden kommt die dritte und für mich mächtigste Einnahmequelle: Optionen. Die sind für mich ein wahrer Gold-Nugget. Mit Optionen kannst Du regelmäßig zusätzliches Geld durch Optionsprämien einnehmen. Dies geschieht über das Stillhaltergeschäft. Stell es Dir vor wie das Vermieten einer Wohnung: Du besitzt ein Asset (die Aktie) und erhältst für das „Verleihen" oder das Einräumen von Rechten eine Miete (die Prämie). Du wirst zum Vermieter Deiner Aktien. Die Mentalität macht den Unterschied: Der Anfänger jagt dem großen, schnellen Gewinn hinterher. Der Profi hingegen konzentriert sich darauf, Verluste zu vermeiden und durch konsistente Einnahmen aus Dividenden und vor allem Optionsprämien sein Vermögen stetig und vorhersehbar wachsen zu lassen. Es geht um regelmäßiges Einnehmen. Schau Dir Warren Buffett an: Er hält fast 400 Milliarden Dollar in Aktien und einen ähnlich großen Betrag in Cash. Warum? Weil die Märkte hoch bewertet sind. Dieses Cash liegt nicht untätig herum. Ein Teil wird in Anleihen geparkt, aber vor allem nutzt er Optionen, um damit Prämien einzunehmen – selbst in einer teuren Marktphase. Die Analogie zur Wohnungsvermietung macht es klar: Du kassierst Miete (Prämie) dafür, dass Du jemandem das Recht einräumst, Deine Aktie zu einem vorher festgelegten Preis (z.B. $92) zu kaufen, obwohl sie aktuell vielleicht nur bei $90 steht. Der Käufer dieser Option spekuliert darauf, dass die Aktie auf $100 steigt. Für ihn ist das Recht, sie dann für $92 zu kaufen, sehr wertvoll. Für Dich als „Vermieter" ist die vereinnahmte Prämie ein sofortiger Gewinn. Dieses Spiel spielt man in zwei Hauptrichtungen: Puts verkaufen: Um Aktien zu einem von Dir gewünschten, günstigeren Preis zu bekommen. Calls verkaufen: Um die Aktien, die Du bereits besitzt, zu vermieten und Prämien zu kassieren. In meinen Gesprächen stelle ich immer wieder fest: Kaum jemand kennt diese Strategie wirklich oder setzt sie erfolgreich um. Genau das ist einer der größten Hebel in der Ulrich Müller Wealth Academy. Ich bin seit über 30 Jahren an der Börse und handle seit fast 20 Jahren Optionen – und habe damit nachweislich ein sehr großes Vermögen aufgebaut. Die Aktienvermietungsstrategie, gekoppelt mit der Blaupause des Investors, ist eines der wirkungsvollsten Geheimnisse der Börsenwelt. Dein nächster Schritt: Wie Du 2026 zu einem finanziell erfolgreichen Jahr machst Wenn Du die ersten Schritte in diese Welt lernen möchtest, dann lade ich Dich herzlich zu unserer Finance Mastery ein. Die nächste Online-Veranstaltung findet Ende Januar statt. Du findest sie leicht, wenn Du nach „Finance Mastery Ulrich Müller" suchst. Vielleicht ist das Dein Startschuss für 2026 – nicht ins Fitnessstudio zu gehen, sondern Dich mithilfe der Finance Mastery um Deine Finanzen zu kümmern. Die vorgestellte Aktienvermietungsstrategie ist nur der Anfang. Dahinter stehen ein System und ein Team von über 25 Menschen in der Ulrich Müller Wealth Academy, die bereitstehen, um Dich zu unterstützen. Egal, ob Du: neu starten und endlich erfolgreich an der Börse werden willst, bereits investierst, aber Deine Ergebnisse verbessern möchtest, oder einfach einen unstillbaren Wissensdurst hast, es besser zu machen. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Neues Jahr, neue Chance (00:05:33) Erfolg geht jeden an (00:08:44) Die Blaupause des Investors (00:16:08) Lerne mehr über Optionen

#333 Mach 2026 zu DEINEM Börsenjahr – Die 11 Prinzipien erfolgreicher Investoren
29.12.2025 | 19 Min.
Dein erfolgreichstes Börsenjahr: Die 11-Punkte-Strategie für 2026 Jetzt blicken wir auf 2026. Wie wird es Dein erfolgreichstes Jahr an der Börse? In dieser Folge teile ich die elf essentiellen Punkte, die ich aus über drei Jahrzehnten Erfahrung als zentral für nachhaltigen Erfolg erkannt habe. Es geht nicht um kurzfristige Trends, sondern um das fundamentale Mindset und die Disziplin, die einen echten Investor ausmachen. Dies ist Deine Blaupause. Das erwartet Dich in dieser Folge: Das Fundament: Selbstreflexion Eine klare Strategie Die richtige Einstellung zu Zeit und Emotionen Der rationale Blick auf Wert und Preis Vom Anfänger zum Investor Rückschläge und Lernbereitschaft Die alles entscheidende Disziplin und Dein Warum Das Fundament: Selbstreflexion In dieser Folge geht es darum, wie Du 2026 zu Deinem erfolgreichsten Börsenjahr machst. Dafür habe ich die letzten Tage intensiv genutzt: für die Arbeit, für private Zielsetzungen und vor allem für eine ehrliche Reflexion der vergangenen Jahre. Welche Punkte sind wirklich entscheidend, um nachhaltig an der Börse erfolgreich zu sein? Diese Folge ist ein kompakter Rückblick und Ausblick zugleich. Ich habe die elf wichtigsten Prinzipien für Dich zusammengefasst – sie zeigen Dir, wie Du erfolgreich wirst, welche Fallen Du vermeiden solltest und worauf es im Kern ankommt. Dieser Podcast ist der letzte in diesem Jahr und bildet eine ideale Ergänzung zu den vorherigen Folgen, wie beispielsweise: „Top Ten Aktien für 2026", das spannende Gespräch mit Robert Halver von der Baader Bank zur Lage 2026, die „16 Prinzipien, die Dich wirklich weiterbringen" und die Essenz des Investierens von Warren Buffett, Charlie Munger und mir selbst. In dieser Folge dreht sich alles um die Frage: Wie kannst Du 2026 zu einem erfolgreichen Börsenjahr machen? Ich glaube, zum einen gehört natürlich auch immer ein bisschen Mut dazu und auch ein bisschen Glück. Aber ich glaube, es geht gar nicht darum, ob Du 2026 zu einem erfolgreichen Börsenjahr machst, sondern ob Du grundsätzlich ein erfolgreicher Investor wirst. Ich habe elf zentrale Punkte für Dich vorbereitet, die mir in den letzten Wochen und Monaten erneut deutlich geworden sind. Vielleicht kennst Du den einen oder anderen Tipp bereits aus einem meiner Seminare oder einer Podcast-Folge. Die entscheidende Frage ist jedoch: Lebst Du diese Tipps bereits? Setzt Du sie konsequent um? Der entscheidende Faktor ist also stets die Umsetzung. Es reicht nicht, ein Prinzip nur zu kennen – Du musst es verinnerlichen, daran glauben und vor allem in Dein Leben integrieren. Ein Großteil unseres Handelns wird von Gewohnheiten gesteuert. Wir tun Dinge oft so, wie wir sie schon immer getan haben. Unser Gehirn sträubt sich natürlicherweise gegen neue Lernprozesse und die damit verbundene Anstrengung. Daher ist es unglaublich wichtig, regelmäßig innezuhalten und selbstkritisch zu prüfen: Bin ich noch auf dem richtigen Weg? Genau deshalb habe ich der ursprünglichen Liste einen essentiellen, elften Punkt vorangestellt: Die Selbstreflexion. Sie ist die Grundlage für alles – für Dein Leben, Deinen Börsenerfolg und Deine persönliche Entwicklung. Frage Dich stets: Was kann ich an mir selbst verbessern? Die Annahme, bereits alles richtig zu machen, ist ein Trugschluss. Ein prägnantes Beispiel aus dem Jahr 2025 verdeutlicht das: Ein Seminarteilnehmer sagte zu mir: „Ulli, irgendwie macht Geld doch gar nicht glücklich." Auf meine Nachfrage, wie er zu dieser Überzeugung kommt und wie viel Geld er denn besitze, stellte sich heraus: Er hatte keines und war in dem Moment sogar relativ pleite. Seine Schlussfolgerung war also: Weil ich kein Geld habe, ist es unwichtig. Hier wird der klassische Denkfehler sichtbar. Ich habe ihm die andere Seite der Medaille gezeigt: In Gesprächen mit wohlhabenden Menschen höre ich sehr oft, dass Geld sehr wohl glücklich macht – natürlich nicht das Geld an sich, sondern die damit verbundenen Möglichkeiten, die Sicherheit und die persönliche Freiheit. Menschen ohne Geld argumentieren hingegen häufig, dass es nicht glücklich macht. Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig eine ehrliche Selbstreflexion ist, bevor wir überhaupt mit den strategischen Punkten starten. Sie ist der fundamentale erste Schritt für ein erfolgreiches Börsenjahr 2026 und ein erfolgreiches Investorenleben insgesamt. Eine klare Strategie Der erste Punkt ist eine klare Strategie. Alles im Leben folgt einer Strategie – die Frage ist nur: Welche verfolgst Du? Manche Anleger behaupten: „Ich picke immer die guten Aktien heraus." Andere sagen: „Immer, wenn ich eine Aktie kaufe, fällt sie." Beide haben in ihrer Wahrnehmung recht. Doch ich bin überzeugt: Es gibt per se keine guten oder schlechten Aktien. Natürlich lassen sich Klassifizierungen treffen: Eine „gute" Aktie im Sinne eines Wachstumswerts steigt tendenziell von links unten nach rechts oben (LURO-Aktie). Eine „schlechte" erscheint volatiler und kann stark fallen. Doch im Kern ist es nicht die Aktie selbst, sondern das, was Du daraus machst. Selbst mit fallenden Kursen lässt sich Geld verdienen. Daher ist der erste und wichtigste Schritt für ein erfolgreiches Börsenjahr und ein erfolgreiches Investorenleben: Du brauchst eine zu Dir passende und klare Strategie Die richtige Einstellung zu Zeit und Emotionen Der zweite, extrem wichtige Punkt ist Zeit. Sie ist Dein mächtigster Verbündeter. Wenn ich auf meinen eigenen Weg zurückblicke: 2005 stand ich noch mit Schulden da. Heute habe ich ein neunstelliges Vermögen aufgebaut. Dieser Prozess dauerte keine Woche, keinen Monat und auch kein Jahrzehnt. Es waren insgesamt 21 Jahre. Unsere Gesellschaft verlangt oft nach sofortigen Resultaten: Gestern abnehmen, vorgestern erfolgreich werden. Doch ob es um Börsenerfolg, das Meistern einer Sportart oder das Erreichen einer Topform geht – wahrer, nachhaltiger Erfolg braucht Zeit. Es ist unmöglich, an der Börse blitzschnell reich zu werden, ohne enormes Risiko einzugehen und dieses vermeintliche Glück meist schnell wieder zu verlieren. Wenn Du ein erfolgreicher Investor sein willst, musst Du Dich auf die mittel- bis langfristige Perspektive einlassen. Nimm Dir die Zeit, um zu lernen, umzusetzen, aus Fehlern zu lernen und dadurch stetig besser zu werden. Damit einher geht der dritte Punkt: der Umgang mit Emotionen. Geld ist ein höchst emotionales Thema, das wird besonders in Erbstreitigkeiten schmerzlich deutlich. An der Börse sind diese Emotionen allgegenwärtig und werden zu Deiner größten Gefahr oder Deiner größten Stärke. Die Emotionen einfach „auszuschalten" funktioniert nicht. Diese Fähigkeit entwickelst Du mit der Zeit. Durch gemachte Fehler, durch Erfahrungen, Gewinne und Verluste baust Du einen Erfahrungsschatz auf, der Dir eine innere Ruhe gibt. Diese Ruhe wird zu Deiner Superkraft an der Börse. Deshalb ist die Beherrschung der Emotionen für mich ein zentraler Baustein. Der rationale Blick auf Wert und Preis Darauf baut der vierte Punkt auf: die strikte Unterscheidung zwischen Wert und Preis, also den fundamentalen Daten eines Unternehmens. Diesen Unterschied zu kennen ist entscheidend, denn genau hier schlagen die Emotionen aus Punkt drei oft irrational zu. Stehen Aktien auf Allzeithochs, greift das FOMO-Prinzip (Fear Of Missing Out). Die Anleger fürchten, den Zug zu verpassen, und steigen aus purem Euphorie-Gefühl noch ein, um die letzten Prozente mitzunehmen. Auf der anderen Seite, wenn Kurse tief gefallen sind, sind es dieselben Anleger, die plötzlich von Angst getrieben werden. Sie sagen sich: „Diese Aktie nervt mich nur noch, ich will sie nicht mehr haben." Sie fürchten weitere Verluste und verkaufen genau dann, wenn die Gelegenheit rational betrachtet attraktiv sein könnte. Du brauchst ein klares System, das Dir hilft, den Wert eines Unternehmens von seinem aktuellen Börsenpreis zu trennen. Der Preis ist das, was Du bezahlst. Der Wert ist das, was Du langfristig erhältst. Für Top-Unternehmen mit steigenden Gewinnen und Umsätzen gibt es immer wieder Phasen, in denen sie an der Börse günstig gehandelt werden – einfach, weil sie gerade nicht im Trend liegen. Die Old Economy ist in 2025 so gut wie gar nicht gelaufen, aber die Big Seven, die sind immer weitergelaufen oder alles, wo KI involviert gewesen ist. Ein klares System, das Dir hilft, Wert und Preis zu unterscheiden, ist daher unverzichtbar, denn es wird immer wieder Divergenzen am Markt geben. Manchmal sind Kurse viel zu hoch, manchmal viel zu tief. Langfristig pendeln sie sich jedoch wieder bei ihrem Durchschnitt ein. Diese Erkenntnis sollte Teil Deiner Bewertung sein. Daraus ergibt sich der fünfte Punkt: Einen konkreten Plan zu haben. Dieser Punkt ist die logische Konsequenz Deiner Strategie. Eine Strategie ist nur ein Gerüst. Ein Handelsplan macht sie ausführbar. Er legt fest, wie Du handelst. Er ist Deine persönliche Handlungsliste, die Du an die Börse mitnimmst, um Entscheidungen nicht dem Zufall oder dem Gefühl zu überlassen. Mein Rat an Dich: Lege für jede Investmentidee vorab schriftlich fest: Ein- und Ausstiegspunkte: Zu welchem Kurs kaufst oder verkaufst Du? Nachkauf-Regeln: Unter welchen Bedingungen stockst Du eine Position auf? Risikomanagement: Wie sicherst Du Deine Positionen ab (z.B. mit Stopp-Loss)? Bei Derivat-Strategien: Welche Optionen (Delta, Laufzeit) verkaufst oder kaufst Du? Wann und wie rollst Du Positionen? Klär für Dich auch die grundlegende Absicht: Möchtest Du die Aktie langfristig besitzen oder nur eine Prämie mit einem Optionsgeschäft erzielen? Wann und wie passt Du Deine Positionen an? Nimm Dir die Zeit, diese Fragen für Dich persönlich und detailliert zu beantworten. Vom Anfänger zum Investor Das führt mich zum sechsten Punkt: Investor sein wollen oder auch das Investor-sein lernen wollen. Wir lernen nicht, was ein Investor ist. Wir lernen höchstens das Sparbuch kennen. Ein echter Investor hingegen investiert sein Geld in Assets wie Aktien, Immobilien oder auch Kryptowährungen. Dazu benötigt er die bereits genannten Säulen: eine Strategie, Zeit, emotionale Kontrolle und die Akzeptanz von Risiko. Daher solltest Du Dir auch im Klaren darüber sein, was für Dich persönlich „Risiko" bedeutet. Ich weiß, dass der Anfänger auf der Jagd nach großen Gewinnen ist, während der Profi danach handelt, möglichst kein Geld zu verlieren. Das ist ein gewaltiger mentaler Unterschied. Du musst Dich bewusst dafür entscheiden, Investor sein zu wollen – mit all der nötigen Geduld, dem Risiko, aber auch den positiven Möglichkeiten, die diese Haltung mit sich bringt. Rückschläge und Lernbereitschaft Genau hier setzt der siebte Punkt an: Rückschläge aushalten. Dies gilt für die Börse wie für das gesamte Leben. Jeder erfolgreiche Mensch, den ich kenne, betont, dass Rückschläge zum Weg dazugehören. Der bekannte Spruch „Du musst einmal mehr aufstehen, als Du hingefallen bist" klingt einfach. Doch ihn im echten Leben umzusetzen, wenn Dich ein Verlust im Depot trifft, ist eine völlig andere Herausforderung. Vielleicht hast Du einen zu großen Hebel verwendet, Dich nicht diversifiziert oder zu viel in eine einzige Aktie investiert. In solchen Momenten neigt man dazu, den Kopf in den Sand zu stecken. Die Fähigkeit, Rückschläge auszuhalten und daraus zu lernen, ist eine der wichtigsten Eigenschaften für jeden Erfolg. Der entscheidende Schritt ist die anschließende Selbstreflexion: Was habe ich falsch gemacht? Was kann ich konkret ändern und verbessern? Nach dieser Analyse stehst Du wieder auf und machst weiter. Daraus ergibt sich direkt der achte Punkt, den mein Kollege Bodo Schäfer so treffend formuliert hat: Konstant lernen und wachsen. Du musst die ständige Bereitschaft mitbringen, lernen zu wollen. Auch ich habe im Jahr 2025 intensive Lektionen gelernt, Fehler gemacht und schwierige Entscheidungen treffen müssen, die mich an meine Grenzen brachten. Doch ich betrachte all das unter einem Motto: Go for it. Ich gehe weiter und lerne daraus. Indem ich Dinge lerne, die ich noch nicht kann, werde ich ein besserer Mensch und ein besserer Investor. Langfristig zahlt sich diese Lernbereitschaft an der Börse aus. Lernen ist ein Privileg. Sei stolz und dankbar, dass Du die Möglichkeit dazu hast. Die alles entscheidende Disziplin und Dein Warum Das führt zum neunten und vielleicht anspruchsvollsten Punkt: Disziplin. Sie ist der Grund, warum viele Menschen zwar nach einem großen Vermögen streben, aber nur wenige es schaffen, es tatsächlich aufzubauen. Immer wieder sagen Teilnehmer in meinen Seminaren zu mir: „Ulli, Dein Vermögen hätte ich auch gerne. Das würde ich sofort nehmen." Meine Antwort ist dann stets: „Aber hast Du auch die Disziplin – oder hättest Du sie gehabt –, seit fast 32 Jahren täglich an der Börse aktiv zu sein? Seit 32 Jahren Fehler zu machen, auf die Nase zu fallen, immer wieder aufzustehen und es besser zu machen?" Viele möchten das Ergebnis, aber nur sehr wenige sind bereit, den gesamten langen Weg mit all seinen Herausforderungen auch wirklich zu gehen. Die Erfolgreichsten der Welt haben nicht nur Spaß am Investieren und eine Lernbereitschaft – sie haben vor allem die Disziplin, dranzubleiben und kontinuierlich Gas zu geben. Last but not least kommt der zehnte und kraftvollste Punkt: Dein Warum. Dieser Punkt ist Dein Motor, Dein tiefer Antrieb. Ohne ein klares Warum wissen wir nicht, warum wir morgens aufstehen, warum wir ein Vermögen aufbauen oder warum wir Rückschläge durchstehen sollen. Ein fehlendes Warum führt zu Antriebslosigkeit. Daher solltest Du Dir ein kraftvolles Warum aufbauen, warum Du das Börsenjahr 2026 und alle folgenden erfolgreich machen musst. Ich sage bewusst „musst", nicht „willst". Wenn ich erfolgreich werden will, dann muss ich auch die notwendigen Schritte gehen. In diesem „Müssen" liegt eine innere Verpflichtung, die kein Aufgeben kennt. Vielleicht kennst Du meinen Satz: „Ulrich Müller hört erst auf, wenn er fertig ist." Genau in dieser Einstellung steckt die Power eines starken Warums. Hier sind die elf Punkte für Dein erfolgreiches Börsenjahr 2026 noch einmal im Überblick: Selbstreflexion Die Strategie Die Zeit Emotionen im Griff Wert und Preis unterscheiden Ein konkreter Plan Investor sein wollen Rückschläge aushalten Lernen wollen Disziplin Das Warum Ich bin zutiefst dankbar, dass Du Hörer dieses Podcasts bist und Dir wöchentlich die Zeit nimmst, an Deinem Weiterkommen zu arbeiten. Es bereitet mir große Freude, diese Folgen für Dich aufzunehmen und für Dich da zu sein. Ein riesiger Dank geht auch an mein fantastisches Team im Hintergrund, das mich und unsere Community mit ganzer Kraft unterstützt. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! 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#332 Meine 10 Aktien-Favoriten für 2026 – so stelle ich mein Depot auf
22.12.2025 | 19 Min.
Meine 10 Aktienfavoriten für 2026: Diese Unternehmen gehören in Dein Depot Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu, und wir stehen kurz vor 2026. Für Dich als Investor stellt sich nun die entscheidende Frage: "Welche Aktien sollten jetzt den Weg in Dein Depot finden?" 2025 war ein verrücktes Jahr, dominiert von den Big Seven und der KI-Euphorie. Heißt das, die Old Economy ist tot? Auf welche Trends setze ich persönlich? In dieser Folge stelle ich Dir meine zehn Aktienfavoriten für das kommende Jahr vor – eine Mischung aus soliden Unternehmen mit Aufholpotenzial und langjährigen Trendfolgern. Damit kannst Du Dein Depot robust und zukunftsfähig aufstellen. Das erwartet Dich in dieser Folge: So lief der Markt 2025 Meine Erfolgsfaktoren für 2026 Meine 10 Aktienfavoriten Fazit und die wichtigsten Vorsätze für 2026 So lief der Markt 2025 In dieser Folge erfährst Du, was meine zehn Aktientipps für 2026 sind. Wie immer gilt: Das ist keine Kaufempfehlung, sondern die Vorstellung von Unternehmen, die ich persönlich spannend finde. Einige besitzen einen breiten „Burggraben" im Sinne Warren Buffetts und haben Aufholpotenzial, andere sind klare Technologiemarktführer, und KI darf natürlich auch nicht fehlen. Zunächst ein Blick auf die aktuelle Marktlage: 2025 war ein extrem gutes Börsenjahr. Der DAX legte rund 20 % zu. Allerdings war die Performance sehr differenziert. Die Big Seven und KI-Werte sind hervorragend gelaufen, während der deutsche Markt, der MDAX und die Old Economy insgesamt sehr schwach performten. Einzige Ausnahme: Banken konnten dank des wiedererstarkten Zinsdifferenzgeschäfts etwas aufholen. Was bedeutet das für 2026? Mein klarer Hinweis: Jetzt ist der ideale Zeitpunkt für ein Rebalancing. Wenn Du Aktien hast, die sehr gut gelaufen sind, macht es Sinn, einen Teil der Gewinne mitzunehmen. Gleichzeitig kann man bei schwächelnden Titeln nachkaufen – vorausgesetzt, die fundamentalen Zahlen stimmen. Meine Erfolgsfaktoren für 2026 Halte Dich dabei immer an meine Blaupause des Investors: Analysiere den Wert und den Preis (Fundamentals). Studiere die Charts und Indikatoren (technische Analyse). Last but not least kommt die Strategie. Denke auch 2026 daran, dass diese Dinge entscheidend für Deinen Börsenerfolg sind: Kontrolliere Deine Emotionen und setze die Strategie rational um. Nimm Dir Zeit. Ein Depot wächst wie Gras: Es braucht Geduld und Zeit. Wenn Du Geduld aufbringst, wird Dein Vermögen mit der Zeit wachsen. Meine 10 Aktien-Favoriten für 2026 Was sind nun meine Favoriten für das kommende Jahr? Als Risiko-Disclaimer: Alle hier genannten Aktien befinden sich in meinem eigenen Depot. Das bedeutet nicht, dass sie 2026 alle explodieren müssen, aber ich halte die Chancen dafür sehr gut und finde diese Aktien sehr spannend. Es handelt sich um keine Kaufempfehlung. 1. Adobe (ADBE) Ich starte mit dem Technologie-Riesen Adobe. Das Unternehmen hinter Photoshop, InDesign und unzähligen anderen Kreativ-Tools ist ein spannender Wert. Das Abo-Modell sorgt für wiederkehrende Einnahmen und ist hervorragend skalierbar. Dennoch stellt sich die Frage: Warum ist die Aktie in den letzten ein, zwei Jahren nicht vom Fleck gekommen? Der Höchstkurs lag bei rund 700 US-Dollar. Nach einem Einbruch auf etwa 300 Dollar während der Tech-Krise 2022 erholte sie sich auf 640 Dollar. 2025 gab die Aktie jedoch wieder rund 100 Dollar nach, ein Minus von etwa 20 %, und gehört damit zu den schwächeren Performern. Was ist also passiert? Hohe Dividenden sind bei Adobe nicht zu erwarten. Schaut man sich jedoch die Earnings an, sind diese seit 2018 fast durchgehend grün, also positiv. Nur Ende 2019 gab es eine negative Überraschung. Wir können also festhalten: Adobe ist ein Top-Unternehmen mit einer jahrzehntelangen Erfolgsgeschichte, das aktuell einfach nicht performt. Der Grund lässt sich kurz zusammenfassen: Es geht um KI. KI wird natürlich in die Software von Adobe integriert. Experten sind uneinig, ob das ein Risiko, eine große Konkurrenz oder eine Chance ist. Ich persönlich sehe es zunehmend als Chance. Viele langjährige Investoren und eine treue Kundenbasis bilden ein solides Fundament. Die Integration von KI kann die Produkte nur besser machen. Zwar werden KI-Tools teurer sein, was in einem Abo-Modell jedoch gut umsetzbar ist. Fakt ist: Adobe hat eine riesige Marktmacht. Wenn das Unternehmen seine KI-Innovationen erfolgreich ausrollt, ist die Aktie meiner Meinung nach sehr spannend. Mein erster Tipp aus dem Technologiebereich für 2026 lautet also: Adobe. 2. Church & Dwight (CHD) Mein zweiter Favorit ist Church & Dwight. Das US-amerikanische Konsumgüterunternehmen entwickelt und vermarktet eine breite Palette von Haushalts-, Körperpflege- und Spezialprodukten. Hinter dem Kürzel CHD verbergen sich weltbekannte Marken wie: Arm & Hammer (Waschmittel, Backpulver, Katzenstreu) Trojan (Kondome) OxiClean (Fleckenentferner) Waterpik (Mundhygiene) Batiste (Trockenshampoo) Das Unternehmen ist in seinen Kategorien oft marktführend. Auch diese Aktie ist in letzter Zeit deutlich zurückgekommen. Der Höchstkurs von Church & Dwight lag bei etwa 115 US-Dollar. Aktuell liegt die Aktie bei rund 86 Dollar. Das bedeutet ein Aufholpotenzial von etwa 30 Dollar oder 35 %, um wieder das Allzeithoch zu erreichen. Hinzu kommt eine solide Dividendenrendite von etwa 1,5 % (0,30 USD pro Quartal). Langfristig betrachtet kennt diese Aktie nur eine Richtung: nach oben. Rückschläge wie der aktuelle waren in der Vergangenheit stets gute Einstiegsgelegenheiten. Die Erwartung für 2026: Church & Dwight soll Rekordumsätze und -gewinne erzielen. Kombiniert mit dem attraktiven Kursabstand zum Hoch macht das das Investment für langfristig orientierte Anleger sehr spannend. 3. Edwards Lifesciences (EW) Der dritte Tipp ist Edwards Lifesciences. Das Unternehmen ist ein weltweit führender Anbieter von medizinischen Innovationen, insbesondere für die Behandlung struktureller Herzerkrankungen. Seine Produkte kommen auch in Operationssälen und auf Intensivstationen zur Überwachung zum Einsatz. Das Portfolio umfasst Herzklappen und Technologien zur Überwachung der Herz-Kreislauffunktion, mit dem Ziel, die Lebensqualität von Patienten mit Herzproblemen deutlich zu verbessern. Die Hauptgeschäftsbereiche sind: Herzklappentherapie Intensivmedizintechnologie herzchirurgische Produkte Gefäßchirurgie Das Unternehmen ist in all diesen Bereichen hervorragend aufgestellt. Die Aktie von Edwards Lifesciences liegt aktuell bei etwa 85 US-Dollar. Ihr Allzeithoch lag bei rund 131 Dollar, das Tief vom 1. August letzten Jahres bei etwa 60 Dollar – zu diesem Zeitpunkt habe ich sie bereits als klaren Kauf empfohlen, da ich großes Aufholpotenzial gesehen habe. Das Unternehmen schüttet zwar keine Dividende aus, verzeichnet aber seit Jahren durchgehend grüne Earnings. Der gesamte Medizin- und Healthcare-Sektor war zuletzt eher schwach. Genau hier sehe ich jedoch eine große Chance, insbesondere durch den Einfluss von KI. KI wird im Healthcare-Bereich revolutionäre Möglichkeiten eröffnen. Kombiniert mit den langfristigen Trends einer wachsenden und alternden Weltbevölkerung steigt der Bedarf an medizinischer Versorgung stetig. Ein weiterer Treiber ist die sogenannte medizinische Inflation von rund 7 % – medizinische Produkte und Dienstleistungen werden kontinuierlich teurer, was profitablen Unternehmen wie Edwards zugutekommt. 4. Google (Alphabet) Die Nummer 4 auf meiner Liste ist Google (Alphabet). Die Aktie liegt aktuell bei rund 300 US-Dollar, nachdem sie bereits bei 330 Dollar stand. Google ist einer dieser klassischen Trendfolger, der bereits sehr hoch gelaufen ist. Das muss man so festhalten. Persönlich wünsche ich mir bei Google sogar einen weiteren Rücksetzer, um sie deutlich günstiger einkaufen zu können – denn im Einkauf liegt der Gewinn. Immerhin schüttet Google mittlerweile eine kleine Dividende von 0,21 USD pro Quartal (ca. 0,25 % pro Jahr) aus. Das Restgeld wird für Entwicklung, Wachstum und Forschung genutzt. Vor einigen Monaten hieß es noch, Google verpasse den KI-Trend. Das Gegenteil hat sich bewiesen. Die jüngsten Quartalszahlen waren exzellent. Deshalb ist die Aktie in 2025 auch von rund 177 auf über 330 US-Dollar gestiegen – ein Plus von über 80 %. Eine Aktie wie Google sollte meiner Meinung nach in keinem diversifizierten Depot fehlen. Zugegeben, sie ist aktuell teuer, aber das ist bei einem solchen Top-Unternehmen und absoluten Marktführer durchaus üblich. 5. NVIDIA (NVDA) Die Nummer 5 ist NVIDIA. Zu diesem Unternehmen ist gefühlt alles gesagt. Es ist der unangefochtene Weltmarktführer im KI-Bereich, fantastisch aufgestellt und verzeichnet gigantische Wachstumsraten. Natürlich ist die Bewertung sehr hoch. Ich habe mich entschieden, dass in meinem Depot mindestens zwei der Big Seven nicht fehlen dürfen. Meine Wahl fiel auf NVIDIA und Google. Man kann natürlich auch weitere hinzunehmen, das schadet nie. Allerdings sollte man die Gewichtung im Depot nicht übertreiben. Es mehren sich die Stimmen, dass es für die Big Seven 2026 schwieriger werden könnte. Das Geld könnte sich etwas breiter verteilen, da die hohen Bewertungen zunehmend in den Fokus rücken. Klar, solange das Wachstum und der KI-Boom anhalten, können die Big Seven weiterlaufen. Dennoch sollte man die bereits sehr hohen Bewertungen nicht ignorieren. Die Frage ist, ob sie 2026 weiterhin das Maß aller Dinge sein werden oder ob es auch Rückschritte geben wird. NVIDIA liegt aktuell bei etwa 173 US-Dollar – immerhin ein Rabatt von rund 37 Dollar zum Höchststand von über 210 Dollar. Trotzdem bleibt die Bewertung hoch, weshalb man die Positionierung mit Bedacht angehen sollte. 6. Novo Nordisk (NVO) Empfehlung Nummer 6 ist Novo Nordisk. Von diesem Unternehmen will aktuell scheinbar niemand mehr etwas hören, dabei ist es über Jahrzehnte zum Weltmarktführer im Diabetes- und Insulinbereich gewachsen. Das Unternehmen ist auch stark im Bereich der Fettwegspritzen vertreten und arbeitet wie sein großer Mitbewerber Eli Lilly an der Entwicklung von Abnehmpillen. Vergleicht man die beiden, ist Eli Lilly aktuell deutlich erfolgreicher – aber auch deutlich teurer bewertet. Während Novo Nordisk mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 12 bis 13 dasteht, liegt das KGV von Eli Lilly bei rund 45. Genau deshalb glaube ich, dass Novo Nordisk zu stark abgestraft wurde. Für mich überwiegen hier die Chancen und nicht die Risiken. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Unternehmen wieder ein Stück aufholt. 7. Nike (NKE) Gelaufen, gejoggt, Fitness gemacht und Fahrrad gefahren wird immer, deshalb darf die Aktie von Nike nicht fehlen. Sie ist seit Jahren in meinem Depot. Die Dividende liegt bei 0,41 USD pro Quartal (ca. 2,5 % p.a.). Der Höchstkurs lag bei 180 USD, aktuell liegt sie bei nur 66 USD. Sollte die Old Economy wieder an Fahrt aufnehmen und die Trends zu Gesundheit und Sport anhalten, könnte Nike zu alter Stärke zurückfinden. Für 2026 werden sogar Rekordumsätze und -gewinne erwartet. Man muss sagen: Nike war niemals wirklich günstig. Im Verhältnis zum historischen Hoch ist sie es jetzt aber. Ein solches Unternehmen mit globaler Marktmacht sollte meiner Meinung nach in keinem Depot fehlen. 8. Medtronic (MDT) Wert Nummer 8 ist Medtronic, der Weltmarktführer für Herzschrittmacher. Die Aktie erreichte ein Hoch von rund 135 USD und fiel auf ein Tief von etwa 70 USD. Mittlerweile hat sie sich auf rund 100 USD erholt und legte 2025 eine solide Performance hin. Das entspricht einem Plus von etwa 25 % von 80 auf 100 US-Dollar. Dazu kommt eine attraktive Dividendenrendite von rund 2,8 % (0,71 USD pro Quartal). Ich glaube auch hier, dass Medtronic vom Zusammenspiel von KI und Healthcare profitieren wird und es gute Gründe gibt, auf steigende Kurse zu setzen. 9. Starbucks (SBUX) Die Nummer 9 sind die Kaffeeliebhaber: Starbucks. Der Höchstkurs lag bei etwa 127 USD. Nach einem Tief notiert die Aktie jetzt wieder bei rund 89 USD – das bedeutet ein Aufholpotenzial von 35-40 Dollar. Getrunken wird immer. Zwar hat Starbucks mit einigen Problemen zu kämpfen, was sich in einzelnen schwachen Quartalszahlen gezeigt hat. Auf der anderen Seite lockt eine Dividendenrendite von knapp 3 % (0,62 USD pro Quartal). Ich glaube fest an das Fortbestehen der Kaffeekultur. Und die Marge bei Starbucks ist nach wie vor gigantisch groß. Das Unternehmen eröffnet jedes Jahr hunderte neuer Filialen weltweit, was für ein intaktes Wachstumsmodell spricht. Das Geschäftsmodell ist nach wie vor interessant und der langfristige Ausblick sehr positiv. 10. Hormel Foods (HRL) Last but not least ist Hormel Foods auf meiner Liste. Die Aktie ist deutlich zurückgekommen: vom Hoch bei etwa 54 USD über ein Tief bei rund 21 USD auf jetzt etwa 24 USD. Die jüngsten Quartalszahlen waren sehr erfreulich. Die Dividendenrendite ist mit rund 5 % (0,30 USD pro Quartal) absolut attraktiv. Auch hier gilt: Gegessen und getrunken wird immer, die Weltbevölkerung wächst. Warum der Rückschlag? In einer Zeit, in der alle von KI reden, scheint Essen uninteressant. Zudem wurde bei bestimmten Produktkategorien vielleicht gespart. In der Folge gingen Umsätze und Gewinne zeitweise leicht zurück, obwohl das Unternehmen eine jahrzehntelange Wachstumsgeschichte hat. Doch genau das ist typisch für Hormel: Wenn die Aktie zurückkommt, war das in der Vergangenheit stets eine super Chance für einen neuen Aufwärtstrend. Fazit und die wichtigsten Vorsätze für 2026 Das sind meine 10 Investmentideen für 2026: Adobe (ADBE) Church & Dwight (CHD) Edwards Lifesciences (EW) Google (Alphabet) NVIDIA (NVDA) Novo Nordisk (NVO) Nike (NKE) Medtronic (MDT) Starbucks (SBUX) Hormel Foods (HRL) Noch einmal der klare Hinweis: Dies ist keine Kaufempfehlung, sondern die Vorstellung von Unternehmen, die ich persönlich spannend finde und in denen ich investiert bin. Ende nächsten Jahres werden wir uns wieder gemeinsam anschauen, wie sich diese Aktien entwickelt haben. Mein Tipp für Dich, damit Dein Börsenjahr 2026 gut läuft, ist, dass Du Dich nicht von Deinen Emotionen leiten lässt und Dir eine perfekte Strategie ausarbeitest. Wenn Du Dir dabei Hilfe wünschst und lernen möchtest, wie genau das funktioniert, besuch unsere Seminare, denn dann begleiten wir Dich mit unserem Wissen. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Was war am Markt los? (00:03:58) Adobe, Church & Dwight, Edwards Lifesciences (00:10:15) Google, Nvidia, Novo Nordisk (00:14:01) Nike, Medtronic, Starbucks, Hormel Foods

#331 Warum das System nicht kollabiert: Robert Halvers Börsenausblick 2026
15.12.2025 | 27 Min.
Ist die Blase diesmal anders? Marktausblick 2026 mit Kapitalmarktexperte Robert Halver Gemeinsam mit dem legendären Börsenkommentator und Kapitalmarktexperten Robert Halver von der Baader Bank wagen wir einen ehrlichen Rückblick auf das turbulente Börsenjahr 2025 und einen mutigen Ausblick auf 2026. Mit seinem einzigartigen rheinischen Humor und seiner bildhaften Sprache bringt er selbst komplexe Marktzusammenhänge auf den Punkt und beantwortet wichtige Fragen wie: Stecken wir wirklich in einer KI-Blase wie damals bei Dotcom? Können die Schuldenberge noch höher werden, ohne dass alles kollabiert? Und wo liegen die größten Chancen im kommenden Jahr? Das erwartet Dich in dieser Folge: Die KI-Blase mit Substanz: Warum der Hype diesmal fundamental anders ist Kein Schuldenkollaps: Die überraschende Stabilität des Systems Zinsen und Inflation 2026: Ein realistischer Ausblick und die Folge für Anleger Die Top-Favoriten für 2026: Wo Robert Halver jetzt die größten Chancen sieht Bitcoin und Buffett: Einschätzungen zur „buckeligen Verwandtschaft" und dem Rückzug einer Legende Die KI-Blase mit Substanz: Warum der Hype diesmal fundamental anders ist Für alle, die ihn noch nicht kennen: Mein Gast Robert Halver ist ein langjähriger Kapitalmarktexperte und bekannter Börsenkommentator mit regelmäßigen Auftritten im Fernsehen, Radio und auf Fachveranstaltungen. Auch in Publikationen kommt er oft als Kolumnist zu Wort und ist einem breiten Anlegerpublikum bekannt. Ich möchte mit Robert Halver einen Rückblick auf das turbulente Börsenjahr 2025 wagen und vor allem einen mutigen Ausblick auf 2026 geben. Überall ist von der KI-Blase die Rede. Daher ist meine erste Frage an ihn: Ist es schon eine, wird es noch eine, oder ist es diesmal ganz anders? Ich bitte ihn zunächst um seine Einschätzung, wie 2025 gelaufen ist – was normal war, was er erwartet hatte, und was ihn überrascht hat. Robert Halver beginnt mit der Beobachtung, dass seit 2008 scheinbar nichts mehr normal sei. Jedes Jahr bringe neue Verwerfungen, was besonders für jemanden mit seiner langen Markterfahrung spürbar sei. Doch diese Verwerfungen seien nicht unbedingt börsenschädlich, im Gegenteil. Er verweist als Beispiel auf die angekündigten, aber nie in vollem Umfang umgesetzten Zölle unter Trump. Schon damals war er der Meinung, dass man dies nicht so ernst nehmen solle. Dann kommt er auf den KI-Hype zu sprechen. Während viele von einer Blase redeten, sei dies für ihn nicht mit der Dotcom-Blase vergleichbar: „Es ist eine Blase mit Substanz, eine irrationale Blase, die definitiv einen Substanzwert hat." Künstliche Intelligenz sei der „Highway", auf dem die Volkswirtschaft künftig produktiver werde. Daher mache es Sinn, das Thema positiv zu sehen. Er habe nie verstanden, warum diese hoch bewertete Branche gerade in Deutschland so kritisch gesehen werde, während das in Amerika anders sei. Der Hintergrund der letzten Konsolidierung des Einbruchs sei zudem nicht von der Branche selbst ausgegangen, sondern habe laut Robert Halver zwei externe Gründe gehabt: Erstens die Angst, die US-Notenbank könnte weniger freizügig sein – eine Angst, die er nicht teile, da er weiterhin von einer lockeren Geldpolitik ausgehe. Zweitens schlichte Gewinnmitnahmen im KI-Sektor. Anleger hätten dort Liquidität abgezogen, um Verluste in anderen Bereichen wie Bitcoin auszugleichen. Man hole sich Geld eben dort, wo gerade Gewinne realisiert werden könnten. Er warnt davor, sich von negativer Medienberichterstattung oder „Untergangsliteratur" beeinflussen zu lassen. Sein Credo laute: „Der Markt hat immer recht." Mit Blick auf 2025 sei man richtig gelegen, dem Aktienmarkt weiter Chancen zu geben. Man solle die Dinge etwas ruhiger betrachten – eine Weisheit des Alters, wie er anmerkt. Ich greife seinen Punkt zur Substanz auf, um zurück zum Thema KI zu kommen, da ich die Dotcom-Blase selbst miterlebt habe. Ein Titel wie Cisco Systems steht heute, 25 Jahre später, wieder auf demselben Niveau wie damals auf dem Höhepunkt. Ich frage ihn daher, woran er diesen fundamentalen Unterschied festmacht. Damals hat es Börsengänge gegeben, bei denen der Erlös als Festgeld angelegt wurde, weil die Unternehmen keine Ahnung hatten, wofür sie das Geld eigentlich ausgeben sollten. „Das war fauler Zauber. Es hat gestunken, weil es eine Pionierzeit ohne Substanz war." Heute sei das anders, sagt Halver. Die heutigen KI-Unternehmen machen „richtig viel Gewinn". Zwar sei die Investition in KI teuer und manche zweifelten an der Nachhaltigkeit, doch niemand werde gezwungen, das Geld für KI auszugeben. Der Antrieb komme von der Wettbewerbsfähigkeit. Jeder wolle bei Effizienzsteigerung und Produktivitätsgewinnen vorne dabei sein. Das vielleicht wichtigste Argument für KI sei der globale Wettbewerb zwischen den USA und China. Wer geopolitisch vorne liege, habe einen klaren strategischen Vorteil. Daher drückten die Staaten massiv auf die Entwicklung, wer die KI beherrsche, erreiche seine Ziele früher. Wenn dann gesagt wird, in Amerika finanzieren vor allem riskante „Schattenbanken" diesen Boom, muss man entgegnen: Diese Institute würden nicht wackeln, denn die US-Notenbank werde nach den Lehren von 2008 nie zulassen, dass eine systemrelevante Bank zusammenbreche. Auch Diskussionen über staatliche Investitionen in Hightech deutet er nicht als Zeichen von Schwäche, sondern als notwendige Reaktion auf chinesische Subventionen. Amerika müsse seine Führungsqualität verteidigen. Ein weiteres Schlüsselargument ist für ihn die breite Durchdringung aller Branchen. KI halte Einzug in den Gesundheitssektor, bei Finanzdienstleistern, Wirtschaftsprüfern und der Industrie. Das sei eine Entwicklung mit Substanz. „Wenn es dann zwischendurch zu Volatilitäten kommt, die die Spreu vom Weizen trennt – das gehört dazu", sagt er. Solche Korrekturen nutze man in Amerika, um in die besten Halbleiter und Technologien zu investieren. Er warnt aber davor, Hightech mit KI gleichzusetzen. Zum Sektor gehörten auch Gerätehersteller, Cloud-Computing-Unternehmen und Online-Marketingplätze. Auch die Software-Branche bleibe spannend. KI bleibe also interessant, führt er weiter aus, und das sei ja auch das Glück für das kommende Jahr, dass der Markt breiter werde und nicht mehr nur auf dem einen, starken „Zylinder" der Hightech-Werte laufe. Kein Schuldenkollaps: Die überraschende Stabilität des Systems Darauf aufbauend stelle ich ihm die nächste Frage, die viele Crash-Propheten und Kritiker des Fiat-Geldsystems umtreibt: Wir bauen immer mehr Schulden auf. Das kann ja nicht funktionieren. Irgendwann müsse dieser „Schuldenkram" doch zusammenbrechen, oder? Wie er das sieht, möchte ich von ihm wissen. Robert Halver beginnt mit einem Verweis auf das deutsche Stabilitätsdenken, das man „mit der Muttermilch aufgenommen" habe. Doch dann blickt er historisch zurück: US-Präsident Ronald Reagan habe in den 80er Jahren zwei Billionen Dollar Staatsschulden angehäuft. Heute liege man beim 19-fachen dieses Betrags – und Amerika sei immer noch nicht pleite. Es gebe klare Maßnahmen, um einen Zusammenbruch zu verhindern. Die Notenbanken drücken die Zinsen, damit diese nicht „durch die Decke" gehen. Mit einem neuen Notenbankchef und einer neuen Besetzung im FED-Direktorium im nächsten Jahr werde man die Zinsen weiter senken, um eine Schulden-, Banken- oder Finanzkrise zu verhindern. „Ich sage auch dazu, das hat mit Stabilität nichts mehr zu tun", so Halver, „ich werfe ein, dass das zwar locker klingt, aber die Alternative – das System bewusst an die Wand fahren zu lassen – ist unrealistisch." 2008 hat man davor gestanden, heute wäre ein Absturz katastrophal und würde die Weltwirtschaft zusammenbrechen lassen, mit allen politischen und sozialen Folgen. Das wird man nicht zulassen. Halvers Argument lautet: Solange die Notenbanken bereit sind, die Staatsschulden zu decken, „brennt da nichts an." Amerika mit seiner Weltleitwährung und seinem attraktiven Absatzmarkt werde weiterhin Geld anziehen, besonders im Zuge der Reindustrialisierung. Die Alternative eines Kollapses sei schlichtweg keine positive Option. Die amerikanische Sicht auf Schulden fasst er so zusammen: Für Amerikaner seien Schulden die „Autobahn, auf der die Konjunktur läuft". Der Fehler liege nicht in den Schulden selbst, sondern darin, als Anleger zu stark in Zinspapiere investiert zu sein. Die Inflation fresse die reale Rendite auf, und die Notenbanken sorgten sogar dafür, dass die Inflation oberhalb der Kreditzinsen liege. „Real macht man noch Verluste. Das ist das Problem, wenn man da investiert," führt er weiter fort. Das „Breitbandantibiotikum" gegen diese monetäre Instabilität sei daher der Aktienmarkt. Als Nominaleinlage nehme er die Inflation mit und profitiere von den investierten Geldern. Bevor wir auf die Zinsen zurückkommen, stelle ich eine Anschlussfrage zu den Ängsten vor KI, wie sie etwa von „Crash-Jungs" oder in Schlagzeilen verbreitet werden: Dass KI Millionen Jobs kostet und die Welt zusammenbrechen lasse. Was entgegnet er diesen Ängsten? Robert Halver räumt ein, dass es eine ethische Frage sei und KI durchaus Jobs ersetzen werde, die automatisierbar sind. Seine Botschaft an die Hörer, besonders die Jüngeren, ist eindeutig: „Bildung, Bildung, Bildung, tut was, sorgt dafür, dass ihr attraktiv seid am Arbeitsmarkt." Es würden zwar neue Jobs entstehen, aber auch viele wegfallen. Er geht sogar davon aus, dass langfristig eine Art „Maschinensteuer" eingeführt werden könnte, um Einkommen umzuverteilen. Der entscheidende Hebel liege jedoch beim Einzelnen: Man müsse sich aktiv attraktiv machen, um die Chancen des neuen Systems für sich zu nutzen. In Deutschland beobachtet er kritisch eine schwindende Leistungsbereitschaft. Er zitiert ein von ihm gesehenes Wahlplakat: „Wir müssen nicht mehr arbeiten, wir müssen mehr enteignen." Das sei der falsche Weg, sagt er, denn: „Wir müssen mehr arbeiten – wobei arbeiten nicht heißt, dass man 16 Stunden arbeitet, sondern dass man sich weiterentwickelt." Das Leistungsprinzip komme zurück. Die einfachen Zeiten seien vorbei. Man müsse sich „attraktiv machen, wie die Braut, die sich schmückt". Vor allem junge Menschen müssten diese Haltung verinnerlichen. Die Vorstellung, KI führe in eine düstere „Terminator"- oder „Matrix"-Zukunft, teilt er nicht. Zinsen und Inflation 2026: Ein realistischer Ausblick und die Folge für Anleger Eine eindrückliche Statistik zeigt: Seit 1983 hätten sich die Gehälter in Amerika verdreifacht, der S&P 500 aber sei um das 59-fache gestiegen. Der Schluss darunter lautete: Das normale Leben bezahlt man mit dem Job, aber wer etwas reißen will, muss investieren lernen. Wir stecken in einem Dilemma: Einerseits braucht man niedrige Zinsen, um die Schuldenberge bedienen zu können. Andererseits springt die Inflation wieder an. Daher frage ich Robert nach seinen Gedanken zur Zinsentwicklung im Jahr 2026. Robert Halver ist kein Anhänger der These, dass die Inflation bald wieder auf das 2 %-Ziel sinke. Er glaubt, dass sie in Amerika eher Richtung 3 % laufen werde. Das bedeute jedoch nicht, dass die Notenbank dagegen vorgehe – obwohl sie es eigentlich müsste, indem sie die Zinsen erhöht. Sehr deutlich macht er seinen Unglauben gegenüber den offiziellen Zahlen: „Die Amerikaner wissen selbst, dass die offizielle Inflationsrate, die nach Vorgabe berechnet wird, nicht stimmt; definitiv nicht stimmt! Da kann man auch an den Weihnachtsmann glauben." Wer jetzt glaube, mit Zinspapieren eine Lösung gefunden zu haben, unterliege einer „Nominal-Illusion". Die Zeiten des Strafzinses seien zwar vorbei, aber die reale Inflation liege am Geldmarkt — sowohl in Amerika als auch in Europa und Deutschland — höher als die veröffentlichten Zinsen. „Das heißt, man zahlt drauf." Robert Halver verweist auf den DAX seit seinem Start Ende 1987: Auch mit einer soliden Jahresperformance von 8,6 bis 8,7 % und einer Dividendenrendite von 2,8 % komme er nicht an die amerikanischen Indizes heran. Doch selbst diese Rendite zeige die Kraft des Aktienmarkts: Wer seit DAX-Beginn monatlich 50 Euro investiert habe, besitze heute fast 140.000 Euro. „Wenn eine Politik schon vor 40, 50 Jahren, so wie andere Länder, Teile der Altersversorgung auf Aktien gesetzt hätte, würden wir heute anders über Altersarmut sprechen, aber Ideologen, die das Geld vom Staat bekommen, sehen das eben anders", sagt er. Man müsse den Aktienmarkt für die eigene Zukunft nutzen, führt er weiter aus und es gebe genug positive Themen – von zyklischen Werten über Schwellenländer bis zu Biotechnologie und Raumfahrt –, die ihn attraktiv halten. Geld einfach „parken" zu wollen, sei der falsche Weg und vermittle eine trügerische Sicherheit. „Nochmal, der Inflation bleibt nichts übrig, die Bonität der Staatspapiere wird immer schlechter. Nein, der Segen ist der Aktienmarkt, der ja diese Inflation mitnimmt, weil es verbrieftes Sachkapital ist", sagt Robert. Wer keine Aktien habe, sei in Bezug auf seine Altersvorsorge ein „Spekulant und Hasardeur". Die Top-Favoriten für 2026: Wo Robert Halver jetzt die größten Chancen sieht Ich komme zur konkreten Frage nach seinen Favoriten für 2026. Er betont, zwar nach wie vor ein Herz für die Hightech-Branche zu haben, doch was in Amerika anstehe, seien die konjunkturabhängigen Werte der zweiten und dritten Reihe, wie sie etwa im Russell 2000 zu finden sind. Die Reindustrialisierung Amerikas sei im Gange. Die schmerzhaften Zölle trieben Unternehmen aus Europa und Asien dazu, direkt in den USA zu produzieren, um diese Abgaben zu sparen. Die Standortvorteile seien klar: gute Infrastruktur, niedrigere Steuern und Sozialabgaben. „Sozialismus wurde in Amerika nicht eingeführt. Ich bin da manchmal in Europa nicht so sicher, ob man nicht dabei ist, Karl Marx wiederzubeleben. Nein, wir müssen den früheren Wirtschaftsminister Ludwig Erhard wiederbeleben", führt er seine Gedanken fort. Aus rein wirtschaftlicher Sicht – unabhängig von der Person Trump – bleibe Amerika damit der attraktivste Markt. Die Erwartung weiterer Zinssenkungen und ein schwächerer Dollar unter einem möglichen Trump-Kurs kämen noch hinzu. Auch die Schwellenländer gefallen ihm in diesem Szenario. Ein schwächerer Dollar ermögliche es ihnen, sich zu stabilisieren, Kapitalflucht werde unwahrscheinlicher. Rohstofforientiert und im Vorproduktbereich seien sie stark, und das Leistungsprinzip werde dort gelebt. Diese „neuen Industrieländer" böten Stabilität. Seine Gedanken zu den deutschen und europäischen Werten lauten jedoch, dass man nicht den Fehler machen dürfe, diese durch die „Brille der deutschen Wirtschaftspolitik" zu betrachten. Viele deutsche Unternehmen, besonders in der zweiten Reihe mit zyklischen und konsumnahen Werten, machen ihre Gewinne im Ausland. „Bei uns ist es egal, hauptsächlich machen sie Gewinne." Diese Unternehmen seien „flügge geworden" und gehen dorthin, „wo die Standortwiesen offensichtlich grüner sind". Das erkläre auch, warum der DAX und besonders der MDAX performen, obwohl die deutsche Regierungspolitik, „wenn man die als Aktie verpacken würde", ein klarer Outperformer wäre. Man dürfe die deutsche Standortpolitik niemals mit der Einschätzung deutscher Aktien gleichsetzen. Sein Fazit für die regionale Aufstellung 2026 lautet daher: Amerika, Schwellenländer und Deutschland. Als Beimischung empfiehlt er Gold und Minenwerte, auch im Hinblick auf die weltweit wieder aufflammende Diskussion um Atomkraft (Uran). Ebenfalls im Blick behalten solle man Rüstungswerte, da er nicht glaube, „dass Herr Putin in Verdacht gerät, einen Friedensnobelpreis zu bekommen". Die Wiederbewaffnung in Europa bleibe ein großes Thema. Mit einer solchen Streuung brauche man als Anleger im kommenden Jahr keine große Angst vor dem Aktienmarkt zu haben. Da er potenzielle Zinssenkungen angesprochen hat, frage ich ihn nach seiner Einschätzung zum Anleihenmarkt. Bitcoin und Buffett: Einschätzungen zur „buckeligen Verwandtschaft" und dem Rückzug einer Legende Zum Anleihenmarkt meint Robert Halver nüchtern, dort sei „schon viel verfrühstückt worden". Der fundamentale Trend sei, dass die Renditen durch die hohe Staatsverschuldung steigen und die Volatilität sinke – ein Trend, den die Notenbanken zwar künstlich unterdrücken, aber nicht umkehren können. Als Beispiel nennt er französische und italienische Staatsanleihen, die heute trotz deutlich höherer Verschuldung niedrigere Renditen abwerfen als vor der Euro-Einführung. Großes Potenzial sieht er hier nicht. Natürlich könne man diese Anleiheklasse als Depotbeimischung auch haben. „Aber bitte nicht die Berge, wie es viele haben in Deutschland, die nur Zinspapiere haben. Das wäre definitiv verkehrt", sagt er. Der Schwerpunkt gehöre auf den Aktienmarkt. Diesen vergleicht er mit einem gut sortierten Obststand auf einem Marktplatz, an dem man immer wieder etwas Wohlschmeckendes finde. Zum Abschluss des Gesprächs frage ich ihn nach zwei Punkten. Zuerst: Bitcoin. Der Coin ist wild rauf und runter gegangen. Wie steht er dazu? Und: Besitzt er selbst Bitcoins? Robert Halver antwortet, er sehe Bitcoin grundsätzlich als „Ja", denn „sie gehören zur Anlagefamilie dazu. Vielleicht eher nicht immer unbedingt zur Kernfamilie, sondern eher zur „buckeligen Verwandtschaft". Sie gehörten dazu, was man auch an der wachsenden Zahl von Bitcoin-ETFs in Amerika sehe. Die Angst vor der Anlageklasse selbst müsse man nicht haben, doch man müsse die hohe Volatilität aushalten können. Er warnt eindringlich davor, mit Kredit in Krypto zu investieren – ein Fehler, den viele in der Vergangenheit gemacht hätten. Wer auf Pump gekauft habe, sei in den letzten Wochen zu Notverkäufen gezwungen worden, was die Kurseinbrüche noch verstärkt habe. Bitcoin werde zwar wiederkommen, aber man müsse die spekulative Natur und die heftigen Schwankungen im Kopf behalten: „Also Depotbeimischung, aber nichts, wo man sagen muss, das ist eine Alternative zum Aktienmarkt. Das sehe ich nicht." Der letzte Punkt gilt einer Legende: Warren Buffett, der sich in diesem Jahr weitgehend zurückgezogen hat. Ich frage Robert Halver, wie er das einordnet. Der „Buffett-Indikator" steht bei 250, sein Portfolio hält 355 Milliarden US-Dollar in Cash. Wenn er selbst den Aktienmarkt für 2026 positiv sieht – warum traut sich der größte Value-Investor aller Zeiten dann nicht mehr? Robert Halver führt Buffetts Rückzug vor allem auf das hohe Alter des Investors zurück. Es sei schade, denn er stehe auf solche Typen, die die Börse greifbar und nahbar machen. Er glaubt jedoch, dass Buffett inoffiziell sicherlich dabeibleiben werde. Es sei einfach der Zeitpunkt gekommen, an dem man vielleicht andere Interessen verfolge. Er wünscht dem Nachfolger viel Erfolg in den gewaltigen Fußstapfen. Die grundlegende Lehre Buffetts bleibe jedoch ewig gültig und jung: „Aktien möglichst günstig zu kaufen, wo die Gräben des Unternehmens groß sind, wo Potenzial und Substanz dahinterstehen. Das bleibt ewig neu." Ihn freue besonders, dass Buffett in seinen späteren Jahren auch ausgewählte Hightech-Werte sehr positiv gesehen habe. Von daher sei der Rückzug sehr schade, aber die Prinzipien des Value-Investing lebten weiter, erläutert Robert seine Gedanken. Zum Abschluss des Podcasts frage ich Robert nach seinen ultimativen Tipps und einem abschließenden Statement. Für sein Schlusswort bringt Robert Halver noch einmal seine zentralen Thesen auf den Punkt: „In puncto Altersvorsorge, Vermögensbildung komme ich an Aktien schwerpunktmäßig nicht vorbei." Beimischungen wie Gold oder Bitcoin seien okay, aber der Schwerpunkt müsse auf Aktien liegen. Die ständige Angstmacherei über Schulden und einen drohenden Weltzusammenbruch hält er für unbegründet. Die Welt sei in den letzten Jahrzehnten trotz steigender Verschuldung nicht kollabiert, offensichtlich gebe es stabilisierende Kräfte. Es gebe genug Megathemen – von Hightech über Biotechnologie und Raumfahrt bis zu Schwellenländern und Minenwerten –, die den Aktienmarkt langfristig antreiben. Zinspapiere seien, wie mehrfach betont, keine Lösung für die Vermögensbildung. Beimischungen sollten klein bleiben. Man dürfe nicht auf die gesetzliche Rente vertrauen. Abschließend nennt er zwei Grundwahrheiten, die man immer im Kopf behalten solle: „Erstens, der Markt hat immer recht. Keine Experten, nicht der Robert Halver oder andere. "Der Markt hat immer recht." „Und der Markt ist an sich grundsätzlich Optimismus, weil das alte Glaubensbekenntnis an den Markt seit 2008 fest gilt: Die Not am größten ist, die Geldpolitik und ihr billiges Geld am nächsten." Robert Halvers finaler Rat lautet: „Bleiben Sie im Aktienmarkt treu. Aber vor allen Dingen, das sage ich auch mit meinem Alter über 60: Bleiben Sie gesund. Es gibt keine wichtigere Anlageklasse als die Gesundheit." --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Rückblick 2025 (00:04:47) Wie stabil ist KI? (00:08:13) Brechen wir unter Schulden zusammen? (00:11:10) Klaut KI Jobs? (00:13:04) Zinsen & Favoriten in 2026 (00:19:36) Anleihen & Coins: Sinnvoll? (00:22:17) Warum traut Buffett sich nicht mehr?

#330 Die Wahrheit über die Jahresendrallye: Das kann jetzt passieren!
08.12.2025 | 19 Min.
Steht uns die Jahresendrallye noch bevor? Wir schauen zurück auf einen Monat, in dem die Luft an den Höchstständen dünner wurde, und wagen einen Blick nach vorne: Gibt es noch eine Jahresendrallye? Welche Rolle spielen Zinsen, Inflation und der geopolitische Frieden? In dieser Folge analysiere ich die aktuelle Marktlage, zeige die Gewinner und Verlierer des Novembers auf und erkläre, warum die „Big Seven" den Markt immer noch dominieren. Außerdem teile ich meine persönliche Einschätzung und Strategie für den Jahreswechsel. Das erwartet Dich in dieser Folge: November-Bilanz: Die Tech-Luft wird dünner, Rohstoffe und Gold glänzen Mein Ausblick für Dezember Diese Bereiche und Einzeltitel haben Potenzial November-Bilanz: Die Tech-Luft wird dünner, Rohstoffe und Gold glänzen Der November war ein spannender Monat. Die Märkte liefen nicht mehr so dynamisch weiter und blieben ein wenig auf sehr hohem Niveau hängen. Man könnte sagen, die Atemluft wurde knapper. Ein Blick auf die Zahlen zeigt ein gemischtes Bild: Dow Jones: Ein leichtes Plus. S&P 500 und Nasdaq: Leichte Verluste. Bitcoin: Ein ganz großer Verlierer mit fast 17 % Minus. Wir schauen auf den Dezember voraus. Historisch gesehen ist das letzte Quartal, und besonders der Dezember, ein sehr positives Börsenjahr. Es gibt sogar die „Januar-Regel": Wie sich die ersten Tage im Januar bewegen, so soll oft das ganze Jahr werden. Das werden wir eventuell sehen. Ich denke, wir haben nach wie vor eine gewisse Abkopplung von der Realwirtschaft. Die Inflation hat wieder angezogen, gerade in Deutschland deutlich. Die letzten Zahlen zeigen eine erhöhte Tendenz. Die Inflation in der Eurozone ist unerwartet auf über 2,2 % gestiegen und liegt damit über der Zielmarke der Europäischen Union. Gleichzeitig gibt es andere Signale: Die Ukraine baut eine Rüstungsfabrik in Dänemark. Die EU hat signalisiert, offen für alle Technologien zu sein, was — den unter Druck stehenden deutschen Automobilherstellern wie VW, Mercedes und BMW — massive Probleme bereitet. Der Standort Deutschland ist laut BDI-Chef „im freien Fall", und die Industrieproduktion sinkt im vierten Jahr in Folge. Man kann nur hoffen, dass sich diese Entwicklung umkehrt. Und was machen unsere Aktien? Da wir auch in amerikanischen Titeln unterwegs sind, sei beispielhaft Starbucks erwähnt. Das Unternehmen soll Verstöße gegen das Arbeitsrecht gehabt haben und hat sich mit einer Zahlung von rund 35,5 Millionen Dollar an die Angestellten gütlich geeinigt. Wenn wir uns die Märkte anschauen, müssen wir zunächst festhalten: Der Markt steht extrem hoch. Wir bewegen uns nach wie vor in einem Tech- und KI-dominierten Umfeld. Die Old Economy läuft dagegen nicht so gut. Im Healthcare-Bereich sehen wir etwas Bewegung; er ist ein Stück weit hinterhergekommen. Da gibt es Aktien, die Gas gegeben haben, aber auch Nachzügler mit noch viel Potenzial nach oben. Ein Beispiel aus diesem Sektor: Eli Lilly ist in den letzten Wochen und Monaten extrem gelaufen und mittlerweile über eine Billion Dollar wert. Der große Mitbewerber Novo Nordisk dagegen ist „nur" etwa 200 Milliarden Dollar wert. Ich persönlich habe Novo Nordisk gerade aufgestockt – das ist natürlich keine Kaufempfehlung. Meine Überlegung dahinter: In den nächsten drei bis fünf Jahren werden schätzungsweise 300 Millionen weitere Diabetiker dazukommen, die Insulin benötigen werden. Ich glaube, dass davon auch Novo Nordisk stark profitieren wird. Aktuell halte ich es für sehr spannend, die Cash-Quote ein Stück weit hochzufahren. Der Markt hat im November nicht mehr viel Performance gebracht. Es gab aber auch deutliche Ausreißer nach unten. Die Aktie von Meta (aus dem Kreis der „Big Seven") hat beispielsweise eine ganze Ecke verloren. Viele, die bei 700, 750 oder 800 Dollar nicht mehr einsteigen wollten, sehen sie jetzt deutlich günstiger. Ich bleibe bei meiner Einschätzung, die ich seit fast einem Dreivierteljahr vertrete: Der KI-Bereich befindet sich meiner Meinung nach in einer Blase. Gleichzeitig werden Bereiche der „Old Economy" wieder spannend. Ich glaube, dass ein Rücksetzer oder sogar ein Crash, der auf lange Sicht gesund wäre, den KI-Bereich deutlich treffen würde. Im Gegenzug wäre die Old Economy wahrscheinlich entspannter unterwegs, und wir könnten dort sogar steigende Kurse sehen. Für den Healthcare-Bereich bleibe ich relativ entspannt. Den Rohstoffbereich und die Old Economy finde ich nach wie vor interessant. Ich werde nicht müde, das zu betonen, denn gegessen und getrunken wird immer. Bei einer wachsenden Weltbevölkerung werden dort die Schnäppchen zu finden sein, über die man in ein paar Jahren sagt: „Hätte ich damals beim Podcast nur richtig zugehört und es umgesetzt." An dieser Stelle ist die Frage entscheidend: "Bist Du mehr Investor oder mehr Trader?" Als Investor hast Du jetzt die Möglichkeit, Top-Aktien mit einer Perspektive von drei bis fünf Jahren zu günstigeren Preisen einzukaufen. Ich selbst bin Value-Investor mit Trading-Ansatz. Mich jagen nicht alle kurzfristigen Trends „durchs Dorf". Wenn Aktien weiter runtergehen, fragen mich manchmal Leute: „Ulli, wie kannst Du so ruhig bleiben?" Die Antwort ist einfach: Ich kann abwarten. Innerhalb von ein paar Monaten, Jahren oder auch mal zwei, drei Jahren gehen solche Aktien in der Regel wieder nach oben. Ein gutes Beispiel dafür ist Netflix. Netflix ist von rund 700 Dollar – durch Corona und die Zeit danach – auf ein Tief von etwa 160 bis 170 Dollar gefallen. Mittlerweile steht die Aktie wieder bei weit über 1000 Dollar (nach einem Split sind das nur noch etwa 100 bis 110 Dollar). Man sieht also, dass sie granatenmäßig nach oben gegangen ist. Das ist eine wichtige Lektion für Dich als Investor: Wenn Du wirklich Investor bist, versuche den Vogelblick einzunehmen und Dich nicht von Deinen Emotionen wahnsinnig machen zu lassen. Ein genauerer Blick auf die November-Performance: Dow Jones: Von 47.562 Punkten (31.10.) auf 47.700 . Eine minimale Veränderung von rund +0,2 %. Faktisch unverändert, weiterhin auf Allzeithoch-Niveau. Nasdaq: Von 25.858 auf 25.434 gefallen. Ein Verlust von -1,8 %. Die Old Economy machte ein kleines Plus, die Nasdaq verlor. S&P 500: Von 6.840 auf 6.849. Faktisch unverändert bei 0 %. Gleichgewichtet betrachtet liegt er bei +1,7 %. Warum diese Diskrepanz? Ganz klar: In Indizes wie dem S&P 500 und der Nasdaq sind die Big Seven extrem stark gewichtet. Der Abfall einer Meta (mit über 20 % Verlust) hat daher massive Auswirkungen auf den gesamten Index, obwohl es vielen anderen Unternehmen vielleicht besser ging. Russell 2000: von 2.479 auf 2.500; leicht im Plus bei +0,7 %. MSCI World: von 4.390 auf 4.398; leicht im Plus bei +0,5 %. DAX: von 23.900 auf 23.800; ein Verlust von -0,5 %. Öl (Brent): von 60 auf 58 USD gefallen. Das hängt sicherlich mit der abkühlenden Weltwirtschaft und dem daraus resultierenden geringeren Bedarf zusammen. Hinzu kommen strukturelle Veränderungen wie Wärmepumpen und weniger Verbrenner, die den Öl- und Gasverbrauch langfristig nach unten bringen. Weitere wichtige November-Bewegungen: Euro/US-Dollar: von 1,15 auf 1,16 – faktisch unverändert. Gold: legte eine starke Performance hin. Von 4.002 auf 4.239, ein Plus von knapp 6 %. Silber: ein regelrechter Run von 48 auf 56; ein Plus von 16 %. Bitcoin: deutlicher Verlierer! Von 109.500 auf ein Tief von 91.000, ein Minus von fast 17 %. UM Strategy Fund: von 93 auf knapp 96, ein Plus von über 3 % – was mich besonders freut, da die Märkte insgesamt eher verloren haben. Was hat die Märkte bewegt? Wir stehen nach wie vor sehr hoch. Die Diskussion um China war ein Thema. Auffällig ist, dass die weltweiten Rüstungsausgaben so hoch sind wie nie zuvor. Ob man das gutheißt oder nicht – als Wirtschaftszweig generiert die Rüstungsindustrie Steuereinnahmen und Arbeitsplätze und beeinflusst so das Bruttoinlandsprodukt. Ein Blick auf die Politik: Trump versucht gerade, zwischen der Ukraine und Russland zu vermitteln. Allein die Tatsache, dass Friedensgespräche im Raum stehen, hat den Markt in einigen Bereichen nach oben getrieben, wobei andere deutlich nach unten gegangen sind. Ich bleibe bei meiner Einschätzung zu Einzeltiteln: Nvidia ist ein ganzes Stück zurückgekommen. Auch Meta ist deutlich zurückgekommen. Auf der anderen Seite gab es im November starke Quartalszahlen, beispielsweise von Google mit den besten Zahlen und einem gigantischen Wachstum. Google ist mittlerweile über 4 Billionen Dollar wert. Auch Tesla lief in den letzten Monaten gut und erreichte zeitweise über 400 Dollar. Die Big Seven machen immer noch gefühlt 40 % der großen Indizes aus. Sie schieben die Märkte an – oder, wie im Falle von Meta und Nvidia, eben auch nach unten. Die Schlussfolgerung kann nur sein: Der Markt wird von den Big Seven und dem KI-Bereich getragen. Die Old Economy und viele andere Bereiche sind noch weit vom All Time High entfernt. Das sieht man auch daran, wie nur wenige Aktien sich noch über ihrer 50- oder 200-Tage-Linie befinden. Mein Ausblick für Dezember Der Dezember ist der Jahresendspurt. Da entsteht „Window Dressing" bei Fonds und ETFs, positive Nachrichten und der allgemeine Wunsch, das Jahr gut abzuschließen. Die Weihnachtsstimmung und die Ruhe mit der Familie wirken sich ebenfalls auf die Stimmung der Investoren aus. Statistisch gesehen ist der Dezember ohnehin einer der besseren Börsenmonate. Ich möchte mich nicht dagegenstellen. Zwar glaube ich, dass wir zu hoch stehen und eine KI-Blase existiert, aber ich glaube auch, dass die Märkte dieses Spiel momentan mitspielen und einfach weiterlaufen werden. Jetzt wird es besonders spannend wegen der Inflation. Wir befinden uns in einem schwierigen wirtschaftspolitischen Dilemma: In Amerika und Europa zieht die Inflation wieder an, während die Notenbanken eigentlich im Zinssenkungsmodus sind. Das Problem: Senkt man die Zinsen, wird die Wirtschaft zusätzlich angeschoben und die Inflation könnte weiter springen. Das kann man nicht unbegrenzt tun. Würde die Inflation dagegen zu stark aus dem Ruder laufen, müsste man die Zinsen eigentlich anheben, um die Wirtschaft abzukühlen – das ist aber auch keine Option, da der Arbeitsmarkt (in Deutschland sind die Arbeitslosenzahlen hoch), der Immobilienmarkt und die Wirtschaft insgesamt schwächeln. Dieser Zwiespalt zeigt sich auch in der Politik. Trump fordert lautstark weitere Zinssenkungen, um der Wirtschaft „mehr Gas" zu geben, während die Inflationszahlen dagegen sprechen. Das macht die Lage unübersichtlich. Ich glaube tatsächlich, dass die Big Seven im Dezember noch einmal outperformen werden. Ich halte einen großen Zusammenbruch für unwahrscheinlich, auch wenn ein gesunder Dampfablasser wünschenswert wäre. Ich denke auch, dass die KI die Welt verändern wird und irgendwann damit Geld verdient wird. Ich habe ja immer gerne gesagt, dass die Dotcom-Krise mit der KI-Blase zu vergleichen ist, dass da irgendwann der Knall kommt. Ich glaube auch, dass es irgendwann ein Stück weit zurückgeht. Aber momentan sind dies ganz normale Marktmechanismen, die aus dem Ruder gelaufen sind. Denn wir haben natürlich damals in der Dotcom-Krise noch andere Zinsen gehabt. Wir haben dann die Zinsen danach, als die Krise war, massiv senken können. Heute haben wir natürlich ein anderes Bild. Wir drucken schon fleißig Geld, wir haben schon sehr günstige Zinsen gehabt, die dann wieder angestiegen sind und jetzt wieder ein ganzes Stück runtergekommen sind. Die Situation ist also schon eine etwas andere. Diese Bereiche und Einzeltitel haben Potenzial Das hat mich etwas vorsichtig werden lassen und ich habe meine Cash-Quote auf etwa 25–27 % erhöht. Im KI-Bereich halte ich nach wie vor gute Aktien, habe aber auch etwas reduziert. Einen großen Teil meines Kapitals habe ich weiterhin im Healthcare-Bereich investiert und betreibe klar Stockpicking. Aus schulischer und langfristiger Investorensicht gibt es mit Sicherheit noch Aktien mit gutem Potenzial. Obwohl ich niemals eine Kaufempfehlung ausspreche, lohnt es sich, bestimmte Bereiche und Unternehmen im Blick zu behalten. Das können Unternehmen wie PayPal sein, aus der Old Economy, vielleicht Nike oder Disney, aber auch Konsumgüterhersteller wie Hormel Foods und General Mills oder diverse Healthcare-Unternehmen. Für mich sind das alles sehr spannende Unternehmen, die aus fundamentaler Bewertungsperspektive über die Jahrzehnte betrachtet momentan eher günstig dastehen. Natürlich spielt die Musik derzeit im KI-Bereich. Aber KI wird die Welt komplett verändern, und viele andere Unternehmen werden daran partizipieren können. Daher lohnt es sich, hinter die Fassade zu schauen. Ein besonders spannender Ansatz ist heute, auf Unternehmen zu achten, die KI aktiv in ihre Geschäftsabläufe integrieren. Denn durch die Nutzung von KI werden die Margen steigen: Mitarbeiter können für wertschöpfendere Aufgaben freigesetzt werden, Prozesse automatisiert und Recherchen optimiert werden. Ich glaube, Unternehmen, die neuen Technologien gegenüber sehr offen sind, haben exzellente Chancen, in Zukunft zu performen. Ein konkretes Beispiel ist Meta. Die Aktie ist stark umkämpft, umstritten und deutlich zurückgekommen. Viele wollten sie beim Allzeithoch kaufen. Vor Monaten sprach ich von einem Ziel von 1000 Dollar, jetzt liegt sie bei rund 600 Dollar. Interessanterweise sind es oft dieselben Menschen, die bei 800 Dollar sagten „Die muss man kaufen!" und sich jetzt bei 600 Dollar fragen, ob der Trend vorbei ist. Das ist die große Kunst des Value-Investors mit Trading-Ansatz: Die Chancen zu nutzen, wenn Märkte oder Titel weit unten sind, und ein Stück gegen den Strom zu schwimmen. Bei Meta ist nicht alles Gold, was glänzt, aber das Unternehmen erreicht Milliarden Menschen täglich. Die Story geht mit KI und Metaverse weiter. Daher könnte der aktuelle Preis von rund 600 Dollar – ein Rabatt von etwa 25 % zum früheren Hoch – eine Chance bieten. Ich erwarte noch etwas steigende Kurse. Bis zum 31. Dezember werden wir meiner Meinung nach höher stehen als heute. Die Big Seven werden wohl weiterlaufen. Meta könnte mit ihrem Aufholpotenzial eine Chance sein (aus rein schulischer Idee). Der Rohstoffbereich bleibt interessant; Aluminium ist beispielsweise zwischendurch deutlich angesprungen. Da könnte die Rallye schon gelaufen sein, aber so gibt es immer gewisse Aktien, die durchaus spannend sind. Also, Du wirst im Dezember nicht mehr die Performance machen, um das ganze Jahr rauszureißen. Da hast Du aber schon eine gute Performance gemacht. Dann sage ich herzlichen Glückwunsch. Ich glaube, im Dezember werden wir noch ein paar Kursgewinne sehen und darauf bin ich sehr gespannt. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Kurzüberblick November (00:06:46) Aktuelle Werte (00:12:03) Old Economy & andere "Nachzügler"



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