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Der Hörspiel-Kritiker: Welche Hörspiele lohnt es anzuhören?

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Der Hörspiel-Kritiker: Welche Hörspiele lohnt es anzuhören?
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  • Der Hörspiel-Kritiker: Welche Hörspiele lohnt es anzuhören?

    Sörensen geht aufs Haus: James Bond ist auch dabei

    24.04.2026 | 14 Min.
    In „Sörensen geht aufs Haus“ trifft Kriminalkommissar Sörensen auf ein makabres Rätsel in der norddeutschen Provinz. Was als banaler Nachbarschaftsstreit beginnt – ein ehemaliger Krabbenfischer will die Maulwürfe des Nachbarn mit einem Wasserschlauch ausschwemmen – endet mit dem Fund einer halb verwesten Hand im Erdhügel. Der verdächtige Nachbar entpuppt sich als Schiefel, Sörensens alter Schulfreund aus der ersten Klasse.

    Regisseur Sven Stricker inszeniert diese Geschichte ohne überflüssige Erzählstimmen. Statt die Handlung nur voranzutreiben, entfalten sich die Dialoge organisch aus den Figuren, während Sörensens innere Monologe seine Gedankenwelt direkt spiegeln. Die Sprache ist präzise und charakterisiert die Personen durch treffende Bilder statt langer Beschreibungen.

    Bjarne Mädel verkörpert Sörensen mit einer einzigartigen Mischung aus Melancholie und trockenem Humor, unterstützt von einer hochkarätigen Besetzung: Dietrich Hollinderbäumer als skurriler Nachbar, Matthias Matschke als Spurensicherer und Dietmar Wunder, dessen Stimme unweigerlich an James Bond erinnert. Das Ergebnis sind zwei Stunden Krimi-Unterhaltung, die trotz der schweren Thematik durch witzige Dialoge und eine authentische Geräuschkulisse besticht.

    Sörensen geht aufs Haus

    Autor und Regie: Sven Stricker

    Mit: Bjarne Mädel, Birte Kretschmer, Udo Kroschwald, Felix von Manteuffel, Magdalena Höfner, Matthias Matschke, Dietmar Wunder, Ulrike C. Tscharre, Dietrich Hollinderbäumer, Barnaby Metschurat, Erika Skrotzki, Franz Röbig, Eliot Karow, Claudia Eisinger

    Besetzung: Jürg Meister

    Komposition: Jan Peter Pflug

    Ton und Technik: Andreas Stoffels und Frank Klein

    Regieassistenz: Stefanie Heim

    Dramaturgie: Felix Lehmann

    Deutschlandfunk 2026
  • Der Hörspiel-Kritiker: Welche Hörspiele lohnt es anzuhören?

    Die Hexe von Pendach: Nah an der Realität aber deswegen langweilig?

    05.04.2026 | 13 Min.
    In dieser Folge widme ich mich der neuen ARD-Serie „Die Hexe von Pendach" (2026) von Julien Hebenstreit und Katharina Irmscher. Die Handlung spielt im Jahr 1700 und folgt der Nonne Agathe auf der Suche nach einem verschwundenen Findelkind in einem Dorf, das von Hexenprozessen und einem plötzlichen Schneesturm geprägt ist.

    Besonders lobenswert ist die historische Fundierung der Serie: Die Autorinnen beleuchten faktenbasiert, dass Hexenverfolgung kein Mittelalter-Phänomen war, sondern in der frühen Neuzeit durch staatliche Beamte vorangetrieben wurde. Auch Themen wie Wetterzauber und Kinderhexenprozesse werden realistisch eingebunden.

    Technisch ist die Produktion mit ihrem hervorragenden 3D-Sounddesign und der Musik absolut beeindruckend. Inhaltlich muss ich jedoch Abstriche machen: Die acht Folgen wirken stellenweise langatmig und das „Mystery" finde ich nicht. Für mich ist es eine technisch brillante, aber inhaltlich nicht ganz fesselnde Serie, die eher als historisches Lehrstück denn als spannender Thriller funktioniert.

    Die Hexe von Pendach

    Von Julien Hebenstreit und Katharina Irmscher

    Mit Henriette Nagel, Christiane Roßbach, Jeremias Meyer, Johannes Nussbaum, Christoph Franken, Adnan Maral, Ulrike Willenbacher, Sina Reiß, Vassilissa Reznikoff, Max Poerting u.v.a.

    Komposition: Ulrike Haage

    Regie: Pauline Seiberlich

    ARD 2026
  • Der Hörspiel-Kritiker: Welche Hörspiele lohnt es anzuhören?

    Verhaftet: Komik und Witz – Absurd Genial

    08.03.2026 | 15 Min.
    In dieser Episode tauche ich ein in die surreale Welt des britischen Hörspiel-Großmeisters Don Haworth und nehme sein skurriles Hörspiel „Verhaftet“ unter die Lupe. Dabei versuche ich zu entschlüsseln wie Haworths „Hörspiel-Regeln“ dieses Stück zu einem zeitlosen Paradebeispiel für tiefschwarzen britischen Humor und exzellentes Kopfkino machen.

    Außerdem gibt es noch einen heißen Hörspieltipp, und zwar den Krimi „Das vierte Skalpell“ von Hans Gruhl.

    Verhaftet

    Mit: Wolfgang Rottsieper (Wachtmeister), Hans-Günther Müller (Richter), Ortwin Speer (Stanley), Dorothea Leonhard (Mutter)

    Übersetzung aus dem Englischen: Hubert von Bechtolsheim und Marianne de Barde

    Tontechnik: Helmut Dimmig

    Regie: Klaus W. Leonhard

    Das vierte Skalpell

    Von Hans Gruhl

    Mit Martin Hirthe u.a.

    Regie: Curt Goetz-Pflug

    SFB (rbb)/WDR 1966
  • Der Hörspiel-Kritiker: Welche Hörspiele lohnt es anzuhören?

    Leises Lärmen: Interview mit Frank Rawel – So macht man allein ein Hörspiel

    14.02.2026 | 45 Min.
    In dieser Folge des Hörspiel-Kritikers geht es nicht um ein Hörspiel, sondern um ganz viele Hörspiele. Diese macht Frank Rawel von "Leises Lärmen" und zwar allein. Also nicht ganz allein - die KI hilft ihm, um ganz unterschiedliche Charaktere zum Leben zu erwecken. Dabei entstehen herrlich lustige, skurrile und fantastische Hörspiele. Wie Frank dabei genau vorgeht, wird in dieser Folge verraten.
  • Der Hörspiel-Kritiker: Welche Hörspiele lohnt es anzuhören?

    Für immer seh ich dich wieder: Tief beeindruckt

    18.01.2026 | 12 Min.
    Ein Hörspiel, was mich wirklich umgehauen hat, will ich heute besprechen: „Für immer seh ich dich wieder“ nach dem gleichnamigen Roman von Yannic Han Biao Federer in der Bearbeitung und Regie von Cordula Dickmeiß. Warum es mich so beeindruckte? Es ist wirklich schwer in Worte zu fassen, aber ich hab es versucht – auch wenn sehr stotternd.

    Für immer seh ich dich wieder

    Autor: Yannic Han Biao Federer

    Vorlage: Nach dem gleichnamigen Roman

    Bearbeitung und Regie: Cordula Dickmeiß

    Cast: Jan Krauter (Yannic), Marie Löcker (Charlotte), Amelle Schwerk (Hebamme), Tabitha Frehner (Sarah/Frau Lück), Anna Blomeier (Anästhesistin/Vereinsfrau), Denise M’Baye (Juliane/Empfang/Stimme), Johanna Bantzer (Christina), Jan Meeno Jürgens (Paul), Anne Kulbatzki (Physiofrau), Mohamed Achour (Pfleger/Kollege), Sascha Nathan (Michael/Kantinenmitarbeiter), Michael Lippold (Arzt), Nils Rovira Muñoz (Alex), Frauke Poolman (Yannics Mutter), Cathlen Gawlich (Gynäkologin/Pflegerin)

    Besetzung: Dagmar Titz, Marc Zippel

    Komposition: Michael Rodach

    Technische Realisation: Kai Schliekelmann und Chris Richter

    Dramaturgie: Michael Becker

    Produktion: Norddeutscher Rundfunk 2025
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Über Der Hörspiel-Kritiker: Welche Hörspiele lohnt es anzuhören?
Ich höre gerne Hörspiele. Doch inzwischen ist das Angebot an Hörspielen und Hörspielpodcasts echt groß. Da frag ich mich oft: Welche lohnt es anzuhören und welche nicht? Deshalb geb ich hier Einschätzungen ab, welche Hörspiele hörenswert sind und wo ich lieber die Ohren von weglasse. Da ich mich bei meiner Auswahl fast nur auf die ARD-Audiothek beziehe, braucht niemand ein Musik-Streaming-Abo, um die vorgeschlagenen Hörspiele anzuhören. Mehr unter: https://hoerspiel-kritiker.kirschproduktion.de
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