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Der Wolfspodcast

Sabine Sebald
Der Wolfspodcast
Neueste Episode

81 Episoden

  • Der Wolfspodcast

    87: Der Hornisgrinde-Wolf, Teil 2

    10.2.2026 | 54 Min.
    Seit unserer letzten Folge ist klar: Der Hornisgrinde-Wolf bewegt mehr als nur die Schlagzeilen im Nordschwarzwald. Er sorgt für politischen und juristischen Streit, und er wirft viele Fragen auf, die weit über ihn selbst hinausgehen. Vor allem aber macht er sichtbar, wie eng Mensch und Wildnis inzwischen wieder aufeinandertreffen, ohne wirklich darauf vorbereitet worden zu sein.
    Max von der Taskforce: Artenschutz ist in den Schwarzwald gereist, um den Menschen vor Ort zu begegnen. Bewusst eher unter dem Radar, denn das Thema Wolf ist sensibel, emotional und aufgeheizt. Soviel steht aber schonmal fest: Dieser Einsatz war alles andere als oberflächlich. Max hat mit Menschen gesprochen, die mit ihren Hunden täglich in dem Gebiet vom Hornisgrinde-Wolf unterwegs sind. Mit Menschen, die diesem Wolf immer wieder begegnen, und mit solchen, die ihn noch nie gesehen haben, aber trotzdem eine klare Meinung haben. Und er hat Menschen kennengelernt, die ihn tief beeindrucken. Eine von ihnen ist Alex. Sie lebt am Rande des Territoriums und ist fest entschlossen, den Wolf nicht aufzugeben. In einem selbst recherchierten und zusammengestellten Strategiepapier hat sie konkrete Lösungsvorschläge gebündelt und an das Umweltministerium weitergeleitet. "Dieser Wolf hat eine Chance verdient und könnte Signalwirkung für das ganze Land haben", glaubt Alex und richtet einen leidenschaftlichen Appell an die verantwortlichen Politiker. Denn noch bleibt etwas Zeit: Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat einen so genannten Hängebeschluss erlassen. Demnach darf der Hornisgrinde-Wolf vorläufig bis zur Entscheidung des Gerichts, längstens bis zum 16.2.26 nicht abgeschossen werden. Eine Wolfspodcast-Folge voller unbequemer Fragen, bewegender Eindrücke und ganz viel Hoffnung.
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    86: Hornisgrinde-Wolf GW2672 – Ein Präzedenzfall im Schwarzwald

    06.2.2026 | 1 Std. 14 Min.
    Der Fall GW2672m, der „Wolf von der Hornisgrinde“, steht sinnbildlich für einen Wendepunkt im Umgang Baden-Württembergs mit dem Wolf.
    Was als Erfolgsgeschichte eines neu zugewanderten Tieres im Nordschwarzwald begann, endet mit einer Abschussverfügung, die nun sogar gerichtlich bestätigt wurde. Zum ersten Mal stützt ein Verwaltungsgericht im Land die Tötung eines Wolfs mit der Begründung eines "sicherheitsrelevanten Problemverhaltens“.
    2023/24 war GW2672m als neuer, sesshafter Wolf im Gebiet Hornisgrinde genetisch nachgewiesen und dem österreichischen Gutenbrunn-Rudel zugeordnet worden. Lange galt er als unauffälliger Einzelgänger, der sich in der Region etabliert – ohne gehäufte Nutztierrisse, ohne Zwischenfälle. Doch die Stimmung kippte, als das Umweltministerium den Wolf schließlich als Risiko einstufte. Der Grund: wiederholte Nähe zu Menschen und Hunden.
    Naturschutzverbände liefen Sturm, klagten gegen die Verfügung und warnten vor einem gefährlichen Präzedenzfall. Denn der Fall könnte Maßstäbe setzen: Wenn Nähe zu Menschen bereits als „Gefahr“ zählt, wie stabil bleibt dann der Schutzstatus streng geschützter Arten künftig noch?
    In dieser Folge spricht Sabine mit Hanno Pilartz und dem ehemaligen Revierförster im Nordschwarzwald Martin Hauser, der das Gebiet und die dortigen Wölfe von Anfang an kennt. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie es mit dem Hornisgrinde-Wolf soweit kommen konnte – und ob und was wir als Gesellschaft aus diesem Fall lernen sollten.
    Ist GW2672m tatsächlich gefährlich? Oder ist er zum Opfer einer überhitzten Debatte und menschlicher Schwäche geworden? Eine Episode über Verantwortung, unser Verhältnis zur Natur – und die feine Grenze zwischen Schutz und Kontrolle.
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    85: Der NABU und der Wolf

    29.1.2026 | 53 Min.
    Die Debatte um den Wolf erreicht aktuell ihren Höhepunkt: Das Gesetzesvorhaben zum Wolf im Jagdrecht wird von der Bundesregierung unter Hochdruck voran getrieben. Und genau da meldet sich NABU-Verbandspräsident Jörg-Andreas Krüger im Wolfspodcast zu Wort. Für Sabine ein hochbedeutsamer Moment und endlich die Gelegenheit, ihm wichtige, längst überfällige Fragen zu stellen. Lange wurde Deutschlands größtem Naturschutzverband vorgeworfen, sich aus dem Konflikt um die Wölfe herauszuziehen. Was ist dran an dem Vorwurf? In dieser Folge spricht Krüger über Verantwortung, Haltung und die Zukunft des Artenschutzes. Dabei geht es um die Anfänge des NABU-Wolfsengagements und das für viele völlig unverständliche Ende des Wolfsbotschafter-Programms. Inwieweit hat der Jäger Jörg-Andreas Krüger einen persönlichen Interessenskonflikt? Und welche Strategie hat der NABU gegen die massiven Desinformationskampagnen der Jagd- und Lobby-Verbände? Inwieweit bereitet sich der NABU auf die womöglich dramatischen Auswirkungen des Bundesjagdgesetzes vor? Die Kernfrage bleibt jedoch: Wie viel Haltung braucht der Naturschutz gerade jetzt in Zeiten, wo die NGOs durch die Politik unter massiv Druck gesetzt werden? Ein offenes und sehr aufschlussreiches Gespräch mit klaren Antworten und einem Versprechen.
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    84: Was Wölfe wirklich leisten

    25.1.2026 | 1 Std. 3 Min.
    Wölfe polarisieren – zwischen Faszination, Furcht und politischem Streit. Doch was leisten sie wirklich für unsere Ökosysteme? Und warum entfacht ihre Rückkehr solche Debatten?

    In dieser Folge spricht Sabine erneut mit Hanno Pilartz, Weidetierhalter aus Rheinland-Pfalz, der vielen Hörerinnen und Hörern aus Folge 72 und 80 bekannt sein dürfte. Gemeinsam werfen die beiden einen klaren, sachlichen Blick auf die aktuelle Situation: Wo steht der Gesetzgebungsprozess – und welche Folgen haben das neue Jagdgesetz und die Änderung des BNatSchG für Weidetierhaltende, Naturschutz und unsere Demokratie?

    Hanno hinterfragt kritisch Begriffe wie Regulierung, Naturschutz und den günstigen Erhaltungszustand. Dabei zeigt sich, wie eng ökologische Zusammenhänge, politische Interessen und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verwoben sind.

    Außerdem geht es um den oft unterschätzten Einfluss der Wölfe auf Wälder, Wildbestände und die Artenvielfalt – und darum, was dieser Konflikt über unseren Umgang mit Demokratie und Natur verrät.

    Am Ende steht die große Frage: Wie schaffen wir einen Umgang mit Landschaft und Wildtieren, der vernünftig, naturverträglich und zukunftsfähig ist – für uns und die Generationen nach uns?

    Eine Episode für alle, die sich fundiert, offen und ohne Ideologie dem Thema Wolf nähern wollen.
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    83: Sonderausgabe zur geplanten BNatSchG-Änderung

    21.1.2026 | 22 Min.
    Gestern wurde bekannt: Die Bundesregierung will hinter dem Rücken der Öffentlichkeit und der Verbände den Schutzstatus der Wölfe im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) ändern. Damit könnte die geplante Bundesjagdgesetz-Änderung voll greifen: Wölfe dürften dann offiziell und unbürokratisch bejagt werden und sie würden ihren kompletten Schutz verlieren. Aber geht das einfach so? Was kommt da auf die Wölfe und den Artenschutz zu? Insiderin Ines arbeitet seit Jahrzehnten im Staatsdienst, kennt Naturschutzrecht, Behördenpraxis und die politischen Hinterzimmer – und sie hat sich entschieden, öffentlich Klartext zu reden.
    📢 Teilt diese Folge! Schickt sie an Politiker:innen, Weidetierhalter:innen, Jäger:innen und Naturschutz-Fans. Der Wolf braucht Lautstärke – und den Rechtsstaat.

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Über Der Wolfspodcast

Der Wolf ist wieder da, und er ist gekommen, um zu bleiben. Die Diskussion um seine Rückkehr ist jedoch politisch und gesellschaftlich mehr als aufgeladen. Dieser Podcast macht sich für den aktiven Wolfsschutz stark. Mit vielen wissenschaftlichen Fakten, spannenden Informationen rund um das Leben der wilden Wölfe, sowie politische und juristische Hintergründe und News. Gespräche mit Expertinnen und Experten liefern die unterschiedlichsten Perspektiven zum Thema Wolf. Denn nur, was wir kennen, können wir lieben und nachhaltig schützen. Folgt uns auf den Spuren unserer wilden Wölfe.
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