Seit unserer letzten Folge ist klar: Der Hornisgrinde-Wolf bewegt mehr als nur die Schlagzeilen im Nordschwarzwald. Er sorgt für politischen und juristischen Streit, und er wirft viele Fragen auf, die weit über ihn selbst hinausgehen. Vor allem aber macht er sichtbar, wie eng Mensch und Wildnis inzwischen wieder aufeinandertreffen, ohne wirklich darauf vorbereitet worden zu sein.
Max von der Taskforce: Artenschutz ist in den Schwarzwald gereist, um den Menschen vor Ort zu begegnen. Bewusst eher unter dem Radar, denn das Thema Wolf ist sensibel, emotional und aufgeheizt. Soviel steht aber schonmal fest: Dieser Einsatz war alles andere als oberflächlich. Max hat mit Menschen gesprochen, die mit ihren Hunden täglich in dem Gebiet vom Hornisgrinde-Wolf unterwegs sind. Mit Menschen, die diesem Wolf immer wieder begegnen, und mit solchen, die ihn noch nie gesehen haben, aber trotzdem eine klare Meinung haben. Und er hat Menschen kennengelernt, die ihn tief beeindrucken. Eine von ihnen ist Alex. Sie lebt am Rande des Territoriums und ist fest entschlossen, den Wolf nicht aufzugeben. In einem selbst recherchierten und zusammengestellten Strategiepapier hat sie konkrete Lösungsvorschläge gebündelt und an das Umweltministerium weitergeleitet. "Dieser Wolf hat eine Chance verdient und könnte Signalwirkung für das ganze Land haben", glaubt Alex und richtet einen leidenschaftlichen Appell an die verantwortlichen Politiker. Denn noch bleibt etwas Zeit: Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat einen so genannten Hängebeschluss erlassen. Demnach darf der Hornisgrinde-Wolf vorläufig bis zur Entscheidung des Gerichts, längstens bis zum 16.2.26 nicht abgeschossen werden. Eine Wolfspodcast-Folge voller unbequemer Fragen, bewegender Eindrücke und ganz viel Hoffnung.