78 Episoden
- Dies ist der Mitschnitt eines Science Cafeś vom 3.Oktober 2026
Commit, das Community Medien Institut Wien lud gemeinsam mit dem Freien Radio Freistadt in Kooperation mit der Bewusstseinsregion unter dem Titel „Wissenschaft im Dialog“ zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion ein.
Ziel eines Science Cafés ist es wissenschaftliche Erkenntnisse und Ergebnisse einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. In einem lockerem Setting wird nach einem kurzen wissenschaftlichen Input zum Thema diskutiert.
Beim Science Café am 3.Oktober referierte Sophie Fröller im Rahmen des Tags der Offenen Tür im Haus der Erinnerung in St. Georgen an der Gusen über das Thema ihrer Bachelorarbeit.
Diese trug den Titel: Im Schatten von Gusen: Die KZ-Gedenkstätte und die Inszenierung von Erinnerungskultur.
Darin setzte sie sich mit der Frage auseinander wie die materiellen Überreste des ehemaligen KZ Gusen inszeniert werden, und welche Rolle sie für die lokale Erinnerungskultur spielen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die KZ-Gedenkstätte selbst, sondern auch die Erinnerungsorte in St. Georgen an der Gusen und Langenstein. Mithilfe ethnographischer Methoden wie Wahrnehmungsspaziergängen, teilnehmender Beobachtung und Expert*inneninterviews untersuchte sie, wie materielle Überreste, verschiedene Formen des Gedenkens und lokale Initiativen dazu beitragen, Geschichte sichtbar zu machen und die Erinnerung an die nationalsozialistische Vergangenheit wachzuhalten. Im Fokus ihrer Arbeit stehen die Zusammenhänge zwischen Geschichte, Erinnerungskultur, Inszenierung und gesellschaftlicher Verantwortung.
Sophie Fröller absolvierte 2026 das Bachelorstudium Europäische Ethnologie und Kulturanthropologie an der Universität Graz. Aufgewachsen in St. Georgen an der Gusen entwickelte sie schon früh ein Interesse an der Geschichte des Ortes und daran, wie wir uns heute an sie erinnern. Ihr Schwerpunkt im Studium war vor allem die qualitative Sozial- und Kulturforschung sowie ethnographische Feldforschung. Schwerpunkte waren: Erinnerungskultur, Stadt- und Raumforschung Geschlechterforschung und gesellschaftlicher Wandel. - Zu diesem Thema referierte Ernst Aigner am Samstag, 19. Sep. 2026, im Salzhof in Freistadt.
Auch ein Kabarettist darf einen ernsten Vortrag halten – besonders, wenn er Ernst Aigner heißt und 40 Jahre lang Geschichte am Gymnasium unterrichtet hat.
Als Mitglied der „Plattform für Kultur und Menschlichkeit“ setzt er sich seit Jahren für Demokratie und Menschenrechte ein. Nach Vorträgen und Reden in Linz war er nun in seiner Heimatstadt Freistadt zu sehen.
Seine Botschaft: In einer Demokratie herrschen nicht Menschen über Menschen. Alle sind an Gesetze gebunden, die auf der Grundlage der Gleichheit vor dem Gesetz gemeinsam gestaltet werden. Demokratie gerät in Gefahr, wenn Menschen glauben, sie dürften andere beherrschen – weil sie sich für stärker, besser oder einer überlegenen Nation, Religion oder Kultur zugehörig halten.
Noch immer prägt ein Männerbild unsere Welt, das Herrschaft und Gewalt verherrlicht und Frauen abwertet. Es trägt zum Erfolg rechter und faschistischer Bewegungen bei.
Doch dieses Denken ist nicht naturgegeben. Es ist historisch entstanden und kann verändert werden. Eine demokratische Zukunft braucht Mitgefühl, Zusammenarbeit und Fürsorge. Davon profitieren Frauen und Männer gleichermaßen.
Der Vortrag von Ernst Aigner ist Teil einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Die Zukunft ist weiblich“, die von der Plattform Kultur und Menschlichkeit in Zusammenarbeit mit der Local-Bühne, Fraustadt Freistadt und dem Katholischen Bildungswerk Freistadt organisiert wird.
Vor dem Vortrag von Ernst Aigner hören Sie die einführenden Worte von Julia Schober, der Obfrau von Fraustadt Freistadt.
Diese beiden Veranstaltungen folgen noch:
BARBARA BLAHA
Am Samstag, 17. Oktober 2026 folgt die Autorin und Leiterin des Momentum-Instituts in Wien, Barbara Blaha, mit ihrem Bühnenprogramm „FUNKENSCHWESTERN – WARUM FEMINISMUS ALLES BESSER MACHT“.
Weitere Informationen zur Veranstaltung
ERIKA PLUHAR
Den Abschluss bildet das Konzert mit Erika Pluhar, begleitet vom Gitarristen Klaus Trabitsch, am Freitag, 12. Feb. 2027, ebenfalls im Salzhof Freistadt.
Weitere Informationen zur Veranstaltung
Beitragsbild: Ernst Aigner; Foto: Volker Weihbold - Am 23. Februar 2026 lud SOS Menschenrechte gemeinsam mit der Volkshochschule Linz und DORF TV zu einem Salon der Menschenrechte in den Wissensturm Linz ein.
Thema des Abends war: Chancen und Risiken von KI
Und da die Veranstaltung den Titel Salon der Menschenrechte trägt lag der Fokus vor allem auf der Verknüpfung von den Themen Künstliche Intelligenz und Menschenrechte.
KI kann Menschenrechte stärken: Zugang zu Bildung und Gesundheit ermöglichen, Menschen mit Behinderung unterstützen und soziale Teilhabe fördern.
Aber KI kann auch Menschenrechte, wie Privatsphäre oder Schutz auf Daten, gefährden, Diskriminierung und Überwachung stärken und die Meinungsfreiheit abbauen.
Dazu war Heidi Scheichenbauer, Expertin für Datenschutz im Digital Human Rights Center am Research Institute Wien eingeladen. Das Gespräch mit ihr führte Walter Ötsch, der Vorstand von SOS Menschenrechte.
Der Salon der Menschenrechte ist eine Kooperationsveranstaltung von SOS Menschenrechte, der VHS Linz und DORFTV und findet 4x im Jahr statt. Mehr Infos zu dieser und ähnlicher Veranstaltungen von SOS Menschenrechte finden Sie im Internet unter www.sos.at - Am 14. Jänner 2026 lud das Netzwerk gemeinwohlorientierter Journalismus in Österreich anlässlich zu dessen Gründung zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion ein. Diese gibt es nun im Freien Radio Freistadt zum Nachhören.
Im folgenden Impulsvortrag wird Walter Strobl, der Leiter des Rechtsdienst Journalismus beim Presseclub Concordia über die juristischen Grundlagen und Grenzen von gemeinwohlorientiertem Journalismus sprechen. Danach senden wir die darauf gefolgte Paneldiskussion über praktische Chancen und Herausforderungen: Es werden diskutieren: Lea Susemichel (an.schläge), Helge Fahrnberger (Kobuk) und Christian Jungwirth (Okto). Es moderiert Luisa Niemann (VORLAUT Kollektiv)
Mehr Info zum Netzwerk gemeinwohlorientierter Journalismus in Österreich https://gemeinwohljournalismus.wordpress.com/ „Warum wählen die Leute rechts?“- ein Vortrag von Dr. Alexander Yendell
28.08.2026 | 1 Std. 16 Min.Herzlich Willkommen bei einer Ausgabe von FokusWissen
Sie hören nun gleich einen Mitschnitt einer Maximilian Aichern-Vorlesung vom 21. Jänner 2026, die an der KU, der katholischen Privatuniversität Linz stattfand.
Benannt nach dem ehemaligen österreichischen Sozialbischof und Bischof von Linz Maximilian Aichern hat die Reihe die Aufgabe, soziale und politische Fragen im Kontext einer gesellschaftlich engagierten katholischen Soziallehre zu behandeln. Konzipiert und organisiert wird die „Maximilian Aichern-Vorlesung“ von der Arbeitsgruppe „Wirtschaft – Ethik – Gesellschaft“ .
Titel der Vorlesung vom 21. Jänner war: „Autoritarismus und Rechtsextremismus. Von individuellen Erfahrungen zu kollektiven Bewegungen“ und beschäftigte sich mit der Frage: „Warum wählen die Leute rechts?“
Den Vortrag hielt Dr. Alexander Yendell. Er ist Mitautor der renommierten Leipziger Autoritarismus-Studie und gibt Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema Rechtsextremismus. Er erklärt in seinem Vortrag wie weit und warum sich extremrechte Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft verbreiten und wie individuelle Erfahrungen, z.B. in der Familie, dazu führen können, dass Personen Mitglieder von rechtpopulistischen Bewegungen werden.
Mehr Infos zur Reihe Maximilian Aichern Vorlesung und ähnlichen Veranstaltungen finden Sie auf der Seite der KU Linz www.ku-linz.at/veranstaltungen.
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